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Leselupe.de > Gereimtes
Ecce Homo!
Eingestellt am 27. 04. 2010 22:27


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Rhea_Gift
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Ecce Homo!

Apollinisch, dionysisch,
Nietzsche oder Sokrates,
eher Wollust oder Klarheit,
eher hauchend oder kess,
lieber rauchend und mit Stress
oder halmend zartgen├Ąhrt -

wie man auch zum Hades f├Ąhrt,
Federn hat man viel gelassen,
zwischen Lieben, zwischen Hassen,
zwischen Gleichmut, unbeschwert,
bis der Blitz vom Himmel knallt,
gut gekokelt, donnerschallt,
Stoa rasch im Wind verfliegt,
Ares seine Schwerter zieht,
und wie Athene ihn auch mahnt -

kurzerhand, unverwarnt,
rollen K├Âpfe,
skalpen Sch├Âpfe,
Nattern schl├Ąngeln ohne Haut
aus der Glatze, Aug ergraut
zischen, giften sie zur├╝ck -

Gigantenkrieg, das Ich zerpfl├╝ckt
zwischen Denken und Gef├╝hl,
Amygdhalla und Kalk├╝l
Kortex lappend sich verwirrt,
wenn die Klinge einmal klirrt -

dass wir leben zwischen G├Âttern,
diesem Kriege ausgesetzt,
den Hintern daran blank gewetzt,
trotzdem aufgerichtet gehn -
da kann ich doch nur staunend sagen,
dass Herakles nicht nach stehn
WIR, die diese Schlachten schlagen,
zwischen Zaudern, Planen, Wagen
und 'nem Grummeln tief im Magen -

halbe G├Âtter so auch wir
zur Ehre der Olympier,
und mal mich auf Seiten schlagend,
grinse ich hier aufs Papier,
was Nietzsche schon im Wahne schrieb -

dick in Lettern gr├╝├čt euch gro├č
die TOCHTER VON DIONYSOS
gegen den Gekreuzigten,
mich gigantisch reckend hin
- so lange ihr im Staube kriecht,
nicht den Duft von m├Âglich riecht
im "carpe diem" und sich Finden,
hin zur Mittagssonne Winden -
zu dem einen Lebenssinn:

Allzumenschlich ├╝bermenschlich
im Verlieren mich verstehend,
findend wieder Auferstehen!

"HAT man mich verstanden? - Dionysos
gegen den Gekreuzigten..."


Doch nur die, die ihn Verleugneten,
werden am Ende in sich stehend
├╝ber sich gen Himmel wachsen,
und mit Zeus' a bisserl flachsen
├╝ber Einzigartigkeit
eines Ich im Strom der Zeit -

Ecce Homo? Seid bereit
zu wahrer Gigantinomie,
lehrt immer noch Philosophie,
die nicht im Elf'beinturm versauert
zwischen B├╝chern eingekauert -

immer noch mahnt euch das Vlies
golden an, sei frei und flie├č
nur mit deinem eig'nen Strom -
den Rest macht dann das Leben schon,
wirft euch Äpfel frech ins Maul -
und wer schaut denn schon dem Gaul...

nehmt's, genie├čt's im wilden Ritt
und verpasst euch selbst nen Tritt
in den Hintern gigant├Âs -
dat sacht de Rhea, gr├╝├čle, tsch├Âss!



____________________________________________________________
>> bei Heidruns Finger├╝bungen "Komische Lyrik II" entstanden
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Version vom 27. 04. 2010 22:27
Version vom 01. 05. 2010 00:59

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