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Leselupe.de > Gereimtes
Echnatons Lied
Eingestellt am 18. 07. 2011 17:41


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Ralf Langer
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Echnatons Lied

und spĂ€ter dann, wer weiß zu sagen
in wievielen tausend Jahren,
wenn nur noch Winde leise heulen,
durch die GĂ€nge, um die SĂ€ulen,
wenn wir Modernen alt geworden,
die Ideen mit uns ausgestorben,
erblĂŒht vielleicht ein neuer Adam
um eine and`re Welt zu wagen.

Was sind sie dann, in diesen Tagen
die Tempel, Stelen, Sarkophagen,
wenn sie versunken zu Ruinen,
einzig den Vergessenen dienen?
Erkennen hier, die nach uns kommen
noch einen Zweck gleichwie verschwommen,
oder sind sie Felsen, Schichten,
die zu Sand gewordŽner Mörtel hÀlt,
ein Steinbruch blos, verstummte Quader
zum Aufbau ihrer neuen Welt?

Ob hier von unseren Göttern, EntitÀten
die zwischen den alten Mauern ĂŒberlebten
das Jahr, den Tag, die Stunde wohl verfluchen
an dem sie kamen, unsere NĂ€he suchten,
an dem sie den Wald, die Haine liegen ließen
und sich in unseren Steinen niederließen?

Vielleicht erscheint in weit entfernten Zeiten
einem der Neuen im Traume ein Gesicht,
durch das im ernsten Tonfall
eine mild gewordene Gottheit spricht:
von unseren Zeiten, unserem Raten -
dies glaubt` ich gern, doch denke ich es nicht!

__________________
RL

Version vom 18. 07. 2011 17:41
Version vom 19. 07. 2011 15:29
Version vom 19. 07. 2011 16:58

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Ralf Langer
Routinierter Autor
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hallo elke,
( oder alle anderen),
du als Chefin - gehört dies StĂŒck in dieses Forum?
ErfĂŒllt es hinreichend seine Bedingungen?
Wenn nicht, bitte in die Werkstatt!
Ich wĂŒrde gerne Hilfe in Anspruch nehmen...
lg
Ralf
__________________
RL

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Hallo Ralf,

entschuldige, dass ich erst jetzt antworte; ich habe es erst jetzt gelesen - zugegebenermaßen, weil mir der Name Echnathon nicht sofort etwas sagte. Das muss wohl mehreren so gehen, sonst hĂ€tte lĂ€ngst jemand etwas zu diesem Gedicht geantwortet

Auf Deine Frage: ja, es gehört unbedingt hier her! Ich finde es bereichert sowohl inhaltlich, als auch in seinem klanglich stimmigen, wenn vielleicht auch nicht metrisch perfekten Fluss die "Gereimte Landschaft". Aber mit der Perfektion habe ich es ja selbst auch nicht unbedingt so ...

quote:
und spĂ€ter dann, wer weiß zu sagen
in wievielen tausend Jahren,
wenn nur noch Winde leise heulen,
durch die GĂ€nge, um die SĂ€ulen,
wenn wir Modernen alt geworden,

Hier finde ich den Ausdruck "wenn wir Modernen alt geworden" in Bezug auf die wieviel tausend Jahre schmunzelhaft, wenn ich so sagen darf. Mir fÀllt um diese Stunde aber auch nichts Besseres dazu ein.

Lieben Gruß,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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hallo elke,
hab dank fĂŒr deine meldung:

echnaton der von den seinen historisch ausgelöschte
pharao.
der erste der, vor den semiten, den monotheismus ins land
am nil zu etablieren gedachte.
ein moderner seiner zeit.
empfinden sich nicht alle menschen die leben
als höchst modern?
glaubte ein mensch der antike, das er in der antike lebte?
sicherlich nicht!
wie werden in dreitausend jahren die nach uns kommenden
uns wahrnehmen?

lg
ralf
__________________
RL

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