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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Efrauzipation??
Eingestellt am 28. 12. 2002 21:33


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noel
???
Registriert: Dec 2002

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Wir leben in einer Zeit in der wir mit ansehen dĂŒrfen/können, was Bewußtsein bewirken kann. Eine Zeit der Macht- un der Einflußverschiebung
Nach dem jahrhundertelangen Schlaf, besser in dem Jahrhunderte wĂ€hrenden Prozeß der Bewußtwerdung von "Dornröschen", den die MĂ€nner durch Versklavung, Mißachtung und Verniedlichung verhinderten und blockierten und durch die erzwungene "Duldung" der Emanzipation und der Quotierung ermöglichten, haben die Frauen das Bewußtsein erlangt, das den "Prinzen" kulturhistorisch zugeschrieben wurde.
Doch das feminine Bewußtsein ist so stark gediegen, dass es anmutet, als entsteht zur PolaritĂ€t... zum Gegengewicht jahrhunderter alter Mißachtung, ein weibliches Bewußtsein, das durch/in seiner StĂ€rke&Unerbittlichkeit schon wieder nach Efeminisierung ruft. Aber solche Rufe hallen unerhört (im doppelten Sinne). Noch ist das weibliche Bewußtsein der Macht zu blockiert, in gestrigen Wehen verwoben, als dass eine Relativierung in Betracht kommen kann.
Der mĂ€nnliche Gegenpart hingegen, steht nicht mehr... mit erhebenden Adjektiven versehen... im Lichte der Macht. Vielmehr muß er sich erkĂ€mpfen, was ihm frĂŒher in die Wiege gelegt wurde und nicht nur das... Wie ehemals Frauen hĂ€rter kĂ€mpfen mußten, um nicht bloß gleiche, sondern "Ă€hnliche" Chancen wie die kulturhistorisch verwöhnten "Prinzen" haben zu können, mĂŒssen nun auch die MĂ€nner sich bewĂ€hren.
Dies ist um so schlimmer, da ihnen die Geschichte eine gewisse LaszivitĂ€t erlaubte. Nunmehr mĂŒssen sie fĂŒr etwas ehemals "SelbstverstĂ€ndliches" GrĂŒnde liefern, die auf Grund der Situation nicht nur von den Damen in allen Lebensbereichen gefordert werden, sondern auch kritischer betrachtet und beurteilt werden. Sie mĂŒssen sich hinterfragen lassen und das bringt Unsicherheit. Erschwerend tritt hinzu, dass das Bewußtsein der Damen blockiert ist... blockiert in verschiedenster Weise. Da gibt es:

‱ Die sinnlich verzerrten Gestrigen, die nicht sehen können, dass bei den meisten Prinzen die Lanze lĂ€ngst gebrochen hĂ€ngt. Eine temporĂ€re, historisch bedingte TĂ€uschung... nicht mehr, nicht weniger
‱ Die ewig Gestrigen, die des Machos, seiner Anprangerung bedĂŒrfen... die stur das Bild er-halten, um sich, ihr falsches Bewußtsein, abgrenzen... sich erheben zu können.
‱ und zu schlechter Letzt die "Damen" mit dem bewußten Machtwillen, der böswillig auch zur LĂŒge greift.

Aber es liegt eine Chance in diesem Zustand, sofern das feminine Bewußtsein die gestrigen, patriachalen DĂŒnkel und die daraus fĂŒr sie gewonnenen VergĂŒnstigungen (Quote) und das schlechte Gewissen, die Unsicherheit nicht mißbrauchen. Frauen sollten aus dem Gestern gelernt haben. Sie, die die Methoden der blinden Machtsucht im Gestern anprangerten, sollten sie nicht, wegen gestriger Schmerzen, im Heute verwenden... als verdient erklĂ€ren. Bin ich nicht jeden Tag ein neu Gewordenes, blockiere ich damit nicht den eigenen, weiblichen Wachstumsprozeß von Jahrhunderten... ĂŒbergebe ich ihn nicht... einseitig machthungrig und -erhaltend... der LĂ€cherlichkeit und der Stagnation?! Es könnte zu einem wahrhaften Miteinander kommen... es könnte und dieses Mal liegt es in der FĂ€higkeit des Vergessens, der GrĂ¶ĂŸe... der Bereitschaft verĂ€nderte Positionen anzuerkennen, der Bereitschaft, sich jeden Tag neu definieren zu wollen und zu können; auch wenn dadurch die Gefahr besteht, dass vorhandene Macht abgegeben, reduziert wird.
Beinhaltet Leben, Fluß, StĂ€rke und Wachstum, die auf einen solch harten Erfahrungsprozeß fußen, nicht auch die FĂ€higkeit, dass man sich immer wieder in Frage stellen kann/will?!

Doch wĂ€re es zu einseitig, wĂŒrde ich behaupten, dass das Gestrige nicht auch noch im Heute vorhanden ist. Immer noch gibt es die aus "historischem SelbstverstĂ€ndnis" machtbesessenen MĂ€nner, die ihre AnsprĂŒche erheben... erhalten wollen; ohne dass sie sie auf Erfahrung oder Ă€hnlich rechtfertigende GrĂŒnde zurĂŒckfĂŒhren könnten.
Eine besonders grobe Darstellung dieser ĂŒberalterten Ver-halten-sweise liegt in ihrer Unart Frauen anzusehen. Es sind nicht erfreute, des Staunens fĂ€hige, unbedarfte... schlichtweg "schöne Blicke", die auf etwas Schönem ruhen, der angenehmen GefĂŒhle wegen. Es sind unverhohlen taxierende Blicke, die auch nicht weichen, wenn das Objekt ihren Unbill ĂŒber dieses zu lange Harren, ihren Unbill ĂŒber das Übertreten der IntimsphĂ€re signalisiert. Ganz im Gegenteil, der Blick bekommt etwas hĂ€rteres, abschĂ€tzenderes.
Doch genauso gibt es noch Frauen, die dieses Angaffen mögen, brauchen, wollen... eine Form der "SelbstbestĂ€tigung" daraus ziehen. Frauen, die gerne die Verantwortung abgenommen bekommen wollen. Frauen, die um ihre Reize wissen oder sich aufreizend benehmen und gestalten, weil sie sich durch die Übernahme dieser devoten Rolle ein ruhigeres, leichteres Leben erhoffen.
Die Kehrseite dieses RollenverhĂ€ltnisses, dass in seiner zeitlichen Begrenztheit liegt... die Gefahr, durch/im Alter dieser StĂŒtze offenbar zu sein, nur noch als unselbstĂ€ndig, devotes AnhĂ€ngsel zu vegetieren, verdrĂ€ngen sie. Vielleicht unterschĂ€tzen sie auch die Macht, die die Rolle im Laufe der Zeit ĂŒber sie gewinnt. Ein scheinbar banales Beispiel, doch durch die Tatsache, dass es hĂ€ufig auch zwischen gĂ€nzlich Unbekannten zu dieser "Machtverteilung" kommt, zwischen Kreaturen, die durch keinerlei lĂ€ngerwierige, gesellschaftliche Relationen zu diesem Ver-halt-en "gezwungen" sind, gewinnt es an sozialem Gewicht.

Bei all diesen gestrigen Rollenspielen und den zu Beginn erlĂ€uterten neuen Definitionen von mĂ€nnlichen und weiblichen Verhalten, wobei ich das zuletzt Umschriebene fĂŒr den "aussterbenden Moment" erachte, sollten die Frauen und MĂ€nner, die die Wende sehen und erfĂŒhlen können, daran arbeiten, dass es nicht zu einer Verschiebung ins andere Extrem kommt, dass in geraumer Zeit die Efeminisierung nicht eine Rolle spielen muß... so wie die Emanzipation.
Die Kinder von Heute sind es, die die diversen Werte, Macht- und Rollenspiele erfahren und denen eine Definition und Abgrenzung, eine Seblstfindung dadurch erschwert wird.
Ist nicht jeder - ob von einem Mann oder Frau- ungerechtfertigt ausgeĂŒbte Machtmißbrauch, jeder repressiver Übergriff auf eine Person verachtenswert?! Reicht eine gestrige Schuld der VĂ€ter, unreflektiert Macht und Unterwerfung einzufordern?!
Aber auch die wissenden "Zuschauer/Innen", die - aufgrund "historisch" begrĂŒndeter Rechtfertigungen - ein an sich ungerechtfertigtes UnterdrĂŒcken durch Zusehen zulassen, stimmen ihm damit zu und benehmen sich genauso asozial wie die ausfĂŒhrenden Kreaturen.

__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der ToxizitÀt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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kaffeehausintellektuelle
Guest
Registriert: Not Yet

Boahh noel

Da waren aber verdammt viele ebenen drin und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht genau, was du uns damit sagen willst.
Zum einen deine einteilung in die drei frauentypen, die du noch dazu „damen“ nennst.
Da gibt es drei gruppen, meinst du.
Die einen sind sinnlich verzerrt, die andern ewig gestrig und die dritten die machthungrigen.

Das klingt ziemlich frauenverachtend. Ich tu mir auch schwer damit, dass macht, sobald sie in frauenhÀnde gelangt, immer mit bösartigkeit und kaltschnÀuzigkeit in verbindung gebracht wird.
Die realitĂ€t zeigt uns nĂ€mlich genau das gegenteil. Weibliche chefs nĂŒtzen ihr talent zur kommunikation, ihre weibliche intuition und ihre lust auf teamarbeit wesentlich besser als mĂ€nner.
Macht ist nichts per se schlechtes. Das gegenteil von macht wĂ€re die ohnmacht. Und wer bitte will schon ohnmĂ€chtig sein? Ein bisschen hab ich das gefĂŒhl, dass du macht in deinem text fast immer mit ohnmacht gleichsetzt.

Ich glaub auch nicht, dass ausschließlich mĂ€nner gaffen, ich schau ganz gern mal auf einen knackigen mĂ€nnerarsch, auf schöne hĂ€nde, auf feine gesichtszĂŒge. Und auch dabei ruhen meine blicke nicht nur auf dem schönen der schönheit wegen, sondern da ist durchaus auch gier in meinem blick und womöglich auch eine ĂŒberschreitung der intimzone.
Und frauen, die mĂ€nnliche gierige blicke auf ihrem körper genießen sind nicht generell devote frauchen, die sich ein ruhigeres leichteres leben erhoffen. Das spiel mit sexueller ausstrahlung ist auch macht. Und in erster linie ist es ein spiel. Nicht in jedem pfeifen, nicht in jedem begehrlichen blick liegt unterdrĂŒckung.

NatĂŒrlich wird es fĂŒr kinder immer schwerer, ihre rolle als mann oder frau zu finden, denk ich. Aber darin liegt auch eine chance, diese rollen neu zu gestalten. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich als am land lebende frau diese verunsicherung der mĂ€nner und knaben nicht erkennen kann. Keine mĂ€nnergruppen, in denen ehemals richtige kerle ĂŒber ihren imageverlust beklagen, keine aufbegehrenden frauen. Oder fast keine.
Die frage ist, ob ich mich gerne mit völlig verunsicherten softies umgebe. Nein. Tu ich nicht. Ich mag mĂ€nner, die wissen, was sie wollen. Ich mag mĂ€nner, die macht haben. Ich mag frauen, die wissen, was sie wollen. Ich mag frauen, die macht haben. Zumindest ĂŒber ihr eigenes leben.



der Fluesterecke

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noel
???
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Erstmal DANKE, dass du dir die MĂŒhe gemacht hast zu antworten. Und das meine ich ehrlich, denn wenn ein Text lang ist

quote:
wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht genau, was du uns damit sagen willst.
und das hinzukommt, dann ist eine Antwort (und auch noch eine solch lange und ausfĂŒhrliche) dankenswert.
Die meinige AW kommt spĂ€ter da ich gerade erst die TĂŒr hinter mir zugezogen habe.

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Ich dachte eigentlich, dass es ein soooo kontroverses Tehma ist, das hiereine DISKUSSION losgeht Schade
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vor drei jahren dem Ă€ther ĂŒbeantwortet
& resonanzLOs

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