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Leselupe.de > Ungereimtes
Eh-und jemals
Eingestellt am 29. 03. 2009 14:41


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Vera-Lena
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Eh-und jemals

Durch die Furche stapfst du
mit deinen Gummistiefeln.

Aber ich stehe am Feldrand,
eine Erwartungsfrohe.
Warum bist du noch nicht hier,
breitest die Arme aus,
den Himmel zu umfangen,
in den ich mich eingeschmiegt habe,
fast unsichtbar,lichtblau bekleidet.


Schon in mir trage ich deine GebÀrde,
den Duft von reifem Korn auch,
den das Feld jahreinwÀrts erschaffen wird.

Die wuchtige Eiche hinter mir
verlor ihr Laub, dem Licht zu widersprechen.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 29. 03. 2009 14:41

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Hallo Vera-Lena,
Liebe in wunderschönen Bildern. Mit den Tieren der ersten Strophe habe ich ein wenig Probleme. Ich könnte mir das Gedicht daher auch ohne die ersten Strophe vorstellen.
Aber auch mit den kleinen Nagetieren finde ich dein Gedicht gelungen.
Herzliche GrĂŒĂŸe
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Vera-Lena
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Lieber Karl,

danke fĂŒr Deine Antwort!

Die Tiere waren mir wichtig um die ganze Szene auf dem frisch gepflĂŒgten Feld deutlich zu machen. Außerdem habe ich in die MĂ€use hineinverlegt, dass sie dass "Lyrdu" eigentlich auch gerne beĂ€ugt hĂ€tten, wenn sie nicht grundsĂ€tzlich Angst vor Menschen hĂ€tten. Also demnach steht da, in andere Worte gefasst: Selbst die MĂ€use sind von dir fasziniert, obgleich sie doch nur deine Schritte hören, naja, was man eben so in Jemanden hineiniterpretiert, wenn man verliebt ist.

Dann ist es mir noch wichtig, dass der Text so ganz behutsam anfÀngt und sich von Strophe zu Strophe immer mehr steigert hinein in das Empfinden des Lyri.

Die letzten zwei Zeilen machen eine Aussage, wie gĂŒnstig die derzeitige Situation fĂŒr das Lyri ist, das im Licht verbleiben kann, weil sein Warteort noch nicht von dem Laub der wuchtigen Eiche ĂŒberschattet wird, was im ĂŒbertragenen Sinne gelesen werden kann. Der Augenblick fĂŒr eine Begegnung steht einfach unter einem guten Stern.

Ich freue mich wirklich sehr, dass Dir dieser Text etwas sagt.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Heidrun D.
Guest
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Liebe Verena,

auch fĂŒr mich sind die Tiere unverzichtbar, sind der Clou des ganzen Gedichtes.

Mich "stört" etwas anderes ein wenig:

Die meisten Strophen sind ja von einer fast strengen Schlichtheit. Da fallen mir:

eine erwartungsfrohe Silhouette
...
in den ich mich eingeschmiegt habe,
fast unsichtbar, lichtblau bekleidet.

allzusehr aus dem Rahmen. Wie wÀre es (in etwa) mit:


quote:
Eh-und jemals

Durch die Furche stapfst du
mit deinen Gummistiefeln.
Kein Hamster hat ein Haus hier,
die MÀuse bezÀhmen ihre Neugier,
wenn sie deine Schritte hören.

Aber ich stehe am Feldrand,
eine Erwartungsfrohe.
Sag, warum bist du nicht hier?
Breitest deine Arme aus,
den Himmel zu umfangen,
in den ich mich schmiege,
fast unsichtbar, lichtblau bekleidet.


Schon in mir trage ich deine GebÀrde,
den Duft von reifem Korn auch,
den das Feld jahreinwÀrts erschaffen wird.

Die wuchtige Eiche hinter mir
hat noch kein Laub, dem Licht zu widersprechen.

Was meinst du?

Liebe GrĂŒĂŸe
Heidrun





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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Liebe Vera-Lena,
ja, ich verstehe schon, dass du dein Gedicht allmĂ€hlich steigern wolltest. Ich hatte zunĂ€chst den Eindruck, dass du die Tiere vermenschlichst. Aber ich habe es noch einige Male gelesen und denke jetzt, dass ich das wohl ĂŒberbewertet habe.
Ich nehme also meine EinschrĂ€nkung zurĂŒck...
Gefallen hat mir das Gedicht ohnehin schon.
Liebe GrĂŒĂŸe
Karl
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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

danke fĂŒr Deinen Vorschlag, der formal betrachtet etwas fĂŒr sich hat, sich aber nicht mit dem Inhalt deckt, der mir vorschwebt. Das Lyri sieht ja das Lyrdu in der Ferne herannahen. Es ist eben nur ungeduldig, deshalb das "Warum bist du noch nicht hier. Das Fragezeichen habe ich weggelassen, weil es ja nur eine rhetorische Frage ist. Das Lyrdu ist ja auf dem Wege.
Bei der Silhouette, dachte ich mir, dass das Lyri sich in das Lyrdu hineinversetzt und annimmt, dass es aus der Entfernung nur als Silhouette zu erkennen ist, auch wenn das gar nicht stimmen sollte. Verliebte haben eben manchmal komische Vorstellungen.

"In den ich mich eingeschmiegt habe". Das ist jetzt nicht so einfach zu erklĂ€ren. Die Beiden können einander nur begegnen, weil das Lyri eine große Arbeit an sich selbst getan hat, sich "in den Himmel einzuschmiegen", also so wenig aufdringlich und selbstsĂŒchtig usw. zu sein, wie es das ĂŒberhaupt schaffen kann und dafĂŒr hat es natĂŒrlich eine lange Zeit benötigt.

Dein verÀnderter Text gefÀllt mir aber wirklich auch gut. Nur inhaltlich verÀndert er den meinen allzu sehr.

Danke fĂŒr Deine Ideen und die Auseinandersetzung mit diesem Text!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena
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