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Leselupe.de > Ungereimtes
Ehrensachen
Eingestellt am 09. 11. 2005 01:35


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Sylvester
Hobbydichter
Registriert: Nov 2005

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Ehrensachen


Der Boden so schwarz wie ein gähnender Rachen
die Fremde so grau und der Himmel zu blass
Sie reisen zu Fuß und er trägt ihre Koffer am Tag ihrer Ankunft
am Morgen der Zukunft die Reise war schwierig es gab nichts zu essen
am Tag ihrer Ankunft

Das Haus ist umgeben von schmierigen Straßen
die Heimat ist fern und die Sterne sind klein
Die Arbeit ist schwer und er zahlt ihre Gelder nach Haus zu den Tanten
den Vettern zuhause er hat es versprochen er zahlt es im Ganzen
nach Haus zu den Tanten

Ein wichtiger Mann hats gesagt und so wollen sie\'s halten
sie werden nicht fragen die Fremde zwingt alles ins Schweigen
fernab der Heimat die Frage des Blutes er hat es versprochen

Die Klinge sie blitzt von dem funkelnden Mondlicht
ergriffen das Opfer der Schmerz währt nur kurz
Verräter bezahlen mit eigenem Blute zur Rache der Schande
er hat es geschworen die Frage der Ehre er zahlt sie im Ganzen
zur Rache der Schande

Verscharrt tief im Wald unter wissender Erde
die schweigende Runde entschlossen wie Stein
Die Kälte der Fremde versteinerte Mienen zur finstersten Stunde
sie hatten geschworen gelungene Rache sie tilgte die Schande
zur finstersten Stunde

Ein wichtiger Mann hats gesagt und sie sollen nicht grübeln
sie sollen nicht zweifeln der Bruder er schwört ihnen Rache
fernab der Heimat die Frage der Rache sie hatten versprochen

Die Zeit naht die Kinder sie kommen ins Alter
sie lernen zu schweigen sie dürfen nicht raus
Sie haben zu folgen sie sollen sich fügen es steht in den Büchern
sie sollen sich ducken so steht es geschrieben so soll es geschehen
es steht in den Büchern

Der Sohn soll ins Wasser ins eiskalte Wasser
soll springen soll schwimmen das Wasser ist kalt
Er springt in das Wasser er kriegt keine Luft mehr die Tochter versprochen
entferntem Verwandten sie kommt in das Alter so soll es geschehen
die Tochter versprochen

Ein wichtiger Mann hats gesagt und sie sollen nicht spielen
sie sollen nicht feiern die Mutter sie trägt einen Schleier
fernab der Heimat die Frage der Ehre er hat es versprochen

Die Zeit geht dahin wie ein fliehender Schatten
die Heimat ist hell und der Himmel ganz weit.
Sie reisen zu Fuß und sie tragen die Koffer am Tag ihrer Ankunft
am Mittag der Zukunft die Reise war leicht und es gab viel zu essen
am Tag ihrer Ankunft

Der Ort der Begegnung der Bräutigam wartet
die Sonne brennt nieder der Bruder tritt vor
Der Schmerz währt nur kurz vor dem Haus seiner Tanten er hat es versprochen
die Klinge gestoßen vor all den Verwandten ins Herz seines Schwagers
der Schwester versprochen

Ein wichtiger Mann hats gesagt und sie durften nicht spielen
sie sollten nicht feiern die Schwester sie trägt einen Schleier
Dort in der Heimat die Frage des Hasses er hat es versprochen


30.10.2005
__________________
Sylvester Christoph
meditativer Versificator

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