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Leselupe.de > Anonymus
Eifersucht
Eingestellt am 17. 03. 2009 19:16


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Eifersucht

Ich beobachte dich, wie du so am Computer sitzt. Du bist wieder in einem dieser Chats. Ich wei├č es, ich kann es an deinen Gesten, an deiner Mimik sehen. Das Flackern des Bildschirms erhellt in unregelm├Ą├čigen Abst├Ąnden dein Gesicht. Was ich sehe gef├Ąllt mir nicht, jedenfalls nicht in diesem Zusammenhang. Ich kenne dieses wundervolle L├Ącheln von Momenten, wo du mit mir sehr gl├╝cklich warst. Und jetzt, jetzt l├Ąchelst du Worte an. Ein paar bl├Âde Zeilen auf blauen Untergrund.
Und in mir kriecht wieder diese Wut hoch, ich sp├╝re wie meine Kehle enger wird, das Herz in der Ader meines Halses rast. Mir ist schon bewu├čt, da├č du wei├čt, da├č ich dich beobachte und wie mir dabei zumute ist. Dir w├Ąrs wohl lieber, ich schliefe hier auf dem Sofa, w├Ąhrend du dich da vergn├╝gst.

Ich stehe auf und gehe zum Klo. Na, gehen ist vielleicht geschmeichelt, die paar Biere heut Abend haben mich fast geschafft. Als ich meinen Schwanz raushole, mu├č ich daran denken, wie geil es mit dir im Bett war und wie lange das schon her ist. Nat├╝rlich gibst du mir die Schuld. Doch du bist es, die immer erst nach mir ins Bett kommt. Immer, wenn du sicher sein kannst, da├č ich schon eingeschlafen bin, nicht wahr. Und am Wochenende hast du Kopfweh oder mu├čt mit deiner Freundin ins Kino.
Und jetzt h├Âre ich dich durch die Badezimmert├╝r sogar laut lachen. Du lachst mich aus. Du machst dich ├╝ber mich lustig. Ich werde zeigen, wer hier der ist, der zuletzt lacht.
Ich ziehe den Wasserabzug und gehe zur├╝ck.
Du sitzt immer noch vor dem Ding. Ich trete hinter dich und streichle ├╝ber dein Haar:" Wollen wir ins Bett gehen, Schatz? " Du erstarrst, ich f├╝hle es. Es tut so h├Âllisch weh. Was habe ich dir getan? Du kommst gleich nach, m├╝├čtest noch eine Mail beantworten.
Eine Mail beantworten. Sitzt den ganzen Tag vor dem PC und mu├č mitten in der Nacht noch eine Mail beantworten. Die Wut kehrt zur├╝ck, dumpf und so massiv, da├č ich glaube ohnm├Ąchtig zu werden. Meine H├Ąnde liegen auf deinen Schultern. Ich wei├č nicht was ich tue, als meine Finger sich um deinen Hals schlie├čen. Ich will die Wut aus mir rauspressen, dich zur Besinnung kommen lassen. Doch du wehrst dich dagegen. Ich bewundere deine St├Ąrke, ich liebe dich daf├╝r, doch ich darf jetzt nicht nachgeben. Sonst w├Ąre alles aus, alles verloren.

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