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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Ein Jugendroman mit sehr außergewöhnlichen Charakteren und einem enormen Sprachwitz
Eingestellt am 19. 08. 2015 08:37


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Winfried Stanzick
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2011

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Rezension zu:

John Green, Margos Spuren, Hanser 2015, ISBN 978-3-446-24954-7

Nach seinem großen Welterfolg „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ werden nun auch die früheren Jugendromane des amerikanischen Schriftstellers und Video-Bloggers John Green wieder aufgelegt. Nachdem sein Bestseller schon 2014 verfilmt wurde, folgt die Verfilmung des 2010 zum ersten Mal erschienenen Buches „Margos Spuren“ in diesem Jahr. Dazu veröffentlicht der Hanser Verlag das Buch neu, nachdem er im letzten Jahr schon Greens Debüt „Eine wie Alaska“ wieder aufgelegt hatte.

Wie schon dort geht es auch in „Margos Spuren“ um ein außergewöhnliches Mädchen, um einen ich-erzählenden Jungen und um ihre schwierige Beziehung. Schon lange ist die schöne und impulsive Margo aus seiner Schule für Quentin ein Mädchen, das ihn anzieht und fasziniert, ja, er begehrt sie, will ihr nahe sein. Doch jeder Schritt, den er auf sie zumacht, jedes Gespräch, das er mit ihr führt, entfernt sie weiter von ihm und macht sie für ihn rätselhafter und unerreichbar.

Tatsächlich ist Margo Roth Spiegelman ähnlich wie das Mädchen Alaska ein seltsames Wesen, auf ihre Weise allen Mitschülern und auch Erwachsenen voraus. Man möchte sie festhalten und schütteln, damit das endlich offenbarer wird, was da in ihr ist, und offenbar nicht wirklich heraus kann.

Diese Erfahrung jedenfalls macht Quentin, als Margo völlig überraschend eines Abends vor seinem Fenster steht und ihn auffordert mit ihr zu kommen. Quentin überwindet seine Angst und seine Bedenken und folgt Margo auf einen der ungewöhnlichsten Road-Trips, den ich je gelesen habe. Margo will Quentins Begleitung und Unterstützung bei einem Rachefeld, bei dem sie allen Freunden, die sie in der Vergangenheit enttäuscht oder verletzt haben, einen gehörigen Denkzettel verpassen will.

Quentin entschließt sich mitzukommen und überwindet für eine Nacht, die ihn verändern wird, alle seine Ängste. Doch am nächsten Tag ist Margo verschwunden.

Nun macht sich Quentin auch mit Hilfe von Freunden auf eine leidenschaftliche und verzweifelte Suche und findet immer wieder Spuren Margos, die sie auf zum Teil verschlungene und kryptische Weise hinterlassen hat. Immer mehr taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr durch die ganze USA.

Schlussendlich findet er ein Mädchen, das so ganz anders ist, als er es sich die ganze Zeit über erträumt hat.

Ein toller Jugendroman mit sehr außergewöhnlichen Charakteren und einem enormen Sprachwitz. Auf die Verfilmung dieses Buch es darf man gespannt sein. Mich hat das Buch von ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen.

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