Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
141 Gäste und 4 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Ein Anfang
Eingestellt am 21. 06. 2003 00:03


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
Kommentare: 912
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um george eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ein Anfang

Verzweiflung sucht
Erlaubnis, Verst├Ąndnis,
die Flucht, einen Ausweg,
ein Wunder.

Fliehend deine Gedanken,
fahrig die H├Ąnde, fragend die Augen,
rastlos jede Bewegung,
dein Reden, dein Atmen.

Immer wieder, immer wieder die gleichen S├Ątze,
immer wieder wirre, immer wieder wirre,
immer wieder klare
Gedanken.

Immer wieder im Kreis, im Kreis, im Kreis.
Immer wieder von vorne, von vorne, von vorne,
dein Fragen, dein Betteln
nach Liebe.

„Ich will heim, nimm mich mit!"
„Ich will heim, nimm mich mit!"

Langsam lernst du, da├č ich dich liebe
und dennoch hart bin.
Langsam lernst du, da├č ich komme
und dennoch gehe.

Allein.

Meine ganze Liebe in der Umarmung
beim Abschied.
Deine Trauer und Sehnsucht
verbrennt mir mein Herz.
Mein Gewissen dr├╝ckt wie ein Fels
auf der Brust.

Dennoch, allein.

Weit au├čer Sicht erst
die feuchten Wangen.
Und gl├╝cklich, ein wenig,
durch einen einzigen Satz:

„Ich will nicht mehr sterben,
ich will wieder leben!“


19.6.2003
__________________
┬ę J├╝rgen Locke

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Ramona Linke
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber george,

es geht so unbeschreiblich tief
unter die Haut, macht betroffen und
auch ein wenig Angst.
Ja Angst, vor dem, was wir alles nicht
wissen, Dinge welche wir nicht w├╝nschen,
nicht beeinflussen k├Ânnen . . .
auch tr├Âsten kann weh tun, schmerzende
Gewissheit jemand leiden zu sehen . . .
es ist aussagekr├Ąftig und macht dennoch
betroffen, zwingt zum Nachdenken.
Ich w├╝nsche alles Gute . . .
Herzlich Ramona

Bearbeiten/Löschen    


george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
Kommentare: 912
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um george eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Danke Ramona.

Selten ist es mir so schwer gefallen, einen Text zu schreiben, mir abzuringen. Ich hatte ihn bereits vorgestern reingestellt, dann wieder gel├Âscht. Gestern habe ich ihn - ver├Ąndert - wieder reingestellt.

Die beschriebene Grenzsituation ist sehr, sehr schwierig. Entscheidungen zu treffen ├╝ber das Schicksal einer anderen Person. Das Mitgef├╝hl k├Ąmpft st├Ąndig mit dem Verstand. Nicht loslassen, N├Ąhe und Liebe schenken und dennoch Distanz wahren - gegen das eigene Gef├╝hl.

Es ist einfacher, Blumen zu beschreiben oder eine gl├╝ckliche oder ungl├╝ckliche Liebe. Aber auch das ist Liebe. Und der Protagonist weicht der Situation nicht aus.

Liebe Gr├╝sse
__________________
┬ę J├╝rgen Locke

Bearbeiten/Löschen    


silverbird
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 35
Kommentare: 251
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um silverbird eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lieber George
das ist dein traurigstes Gedicht, das ich jemals von dir zu sehen bekam. Etwas dazu schreiben vermag ich nicht. Zum Gl├╝ck kannst du deine Gedanken niederschreiben und so deine Seele ein bisschen befreien von der schweren Last. Mindestens einen Schritt habt Ihr jetzt geschafft. Eine Entscheidung getroffen und einen neuen Weg eingeschlagen. Ich w├╝nsch IHM so sehr, dass IHM geholfen wird. Und dir, dass du ein bisschen zur Ruhe kommst. Du bist auch nur ein Mensch, George..........
Liebe Gr├╝sse
Ruth
__________________
es gibt immer Lichter in der Nacht, auch wenn die Augen sie erfinden m├╝ssen.
John Steinbeck

Bearbeiten/Löschen    


george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
Kommentare: 912
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um george eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Ruth,

ich versuche, der beschriebenen Situation sprachlich gerecht zu werden.

Nur aus der St├Ąrke heraus ist es m├Âglich, zu helfen. Aber es gibt keine richtigen und einfachen Wege mehr.

Danke f├╝r Deinen Kommentar.
J├╝rgen
__________________
┬ę J├╝rgen Locke

Bearbeiten/Löschen    


Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10342
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Schmerz

Lieber george,

vom Mitleiden, das einen wirklichen eigenen Schmerz beinhaltet bis zum Mitempfinden, bei dem der eigene Schmerz sich m├Ą├čigt, ohne dass sich der Wunsch zu helfen verringert, ist es ein langer Weg, ein langer Lernprozess.
Dein Text macht deutlich, dass es diese Unterschiede gibt und wie schwierig es ist, wenn man anfangs immer wieder zwischen diesen beiden Varianten hin und her taumelt.
Eine sehr eindringliche Schilderung!

Liebe Gr├╝sse Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!