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Leselupe.de > Ungereimtes
Ein Anflug von Geist
Eingestellt am 18. 08. 2007 07:41


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fipsgeorg
HĂ€ufig gelesener Autor
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Ein Anflug von Geist



Treibt die KrÀhe ihren Flug
seitwÀrts
fÀllt ihr Schrei
grußlos
in den Wundentanz der BlÀtter.

Ein Windstoß von Ost
und plötzlich ein Loch,
Zeit die sich dehnt
bis der Schrei wieder aufsteigt.
Dem Ruf
folgt ein Herz.

Einen Gedanken lang
fliege ich
durchs lichte Astwerk.
Ein Anflug von Geist
aber keine Landung.

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scarda
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo fipsgeorg,

obwohl ich vorausschicken möchte, dass mir das Werk sehr gut gefallen hat, möchte ich doch ein paar kritische Bemerkungen machen.

Der Titel ironisiert zu sehr. Wenn man vom Titel auf den Text klickt, kommt man mit einer Erwartungshaltung an das Werk, dass man nun etwas anflugsweise Geistreiches vorfindet. Also eine eigentlich herabwĂŒrdigende Erwartungshaltung.

Dabei ist die erste Strophe ein lyrisches Highlight. Leider - und das fĂŒhle ich so - fĂ€llt der Rest etwas ab. Sprache und Rhythmus Ă€ndern sich. NatĂŒrlich gibt es auch Verbindendes, etwa als der Schrei wieder aufgenommen wird, aber ich empfinde es durchaus als Bruch.
Was ich auch noch zu Bedenken gebe: den nicht ganz verstÀndlichen Wandel vom "Schrei" ("bis der Schrei wieder aufsteigt") in den "Ruf".

In der letzten Strophe fĂ€llt mir auf, dass nun das Lyrische Ich eingefĂŒhrt wird, auch das wieder ein Bruch.

Der Schluss wieder Klasse und eine ErklÀrung der Titelwahl, aber eben erst dann stimmig, wenn man das Werk zum zweiten mal liest/gelesen hat

meint scarda

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hallo fipsgeorg,

was mir an Deinem Text gefĂ€llt, sind die Bewegungen darin. Sie entschlĂŒsseln das Ganze und sprechen von Lebendigkeit. Zuerst fĂ€llt der Schrei, dann steigt er wieder auf, das Herz des Lyri empfindet ihn als Anruf, folgt dem Ruf und erahnt etwas Wesentliches, das es dann aber doch nicht zu Ende denken kann und deshalb bei seiner Landung diesen "Anflug von Geist" dann doch nicht mehr bei sich hat.
Wer kennt das nicht, das sich etwas eröffnen möchte, man ist ganz nahe daran, aber dann...

So lese ich Deinen Text.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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fipsgeorg
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hallo scarda, hallo Vera-Lena,

zunĂ€chst mal vielen Dank fĂŒr eure ausfĂŒhrliche BeschĂ€ftigung mit diesem Gedicht.
Das mit den Titeln ist ja so eine Sache: ich gebe dir recht, will ihn aber gerade deswegen nicht Àndern, weil er von meiner Position her gesehen (und da war zuerst das Gedicht und dann kam die Suche nach dem Titel) das Gedicht ja auch ein wenig zu "entkrÀften" vermag und dann doch ein (innerliches) LÀcheln resultiert.
Das mit den BrĂŒchen habe ich auszubessern versucht - besser so?
Vera-Lena, zu deiner Zusammenfassung kann ich wirklich nichts mehr hinzufĂŒgen, freut mich wenn ich das rĂŒber bringen konnte.

liebe GrĂŒĂŸe fipsgeorg

neue Fassung:

Treibt die KrÀhe ihren Flug
seitwÀrts
fÀllt ihr Schrei
grußlos
in den Wundentanz der BlÀtter.

Ein Windstoß von Ost
und plötzlich ein Loch,
Zeit die sich dehnt
bis der Schrei wieder aufsteigt
und eim Herz ihm folgt.

Einen Gedanken lang
fliegen
durch das Astwerk hindurch.

Ein Anflug von Geist
aber keine Landung.



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