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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Ein Besuch im Spreewald
Eingestellt am 23. 09. 2008 19:14


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flammarion
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13. 9. 2008 – Einladung zu Ralph Ronneberger in den Spreewald

Fast jedes Jahr lĂ€dt der hochgeschĂ€tzte Leselupen – Forenredakteur Ralph Ronneberger die Berliner Lupinen zu sich in den Spreewald ein. Diesmal fiel der Termin beinahe in den Herbst, aber besser spĂ€t als gar nicht.
Doska und ihr Ehemann holten Franka in Tempelhof ab, dann fuhren sie zu Zenner in Treptow, wo sie auf svalin trafen, der sanna nebst Sohn und Tochter abgeholt hatte bei flammarion vor der TĂŒr.
Gleich nach der herzlichen BegrĂŒĂŸung begann svalin zu fotografieren. Franka wollte es ihm gleichtun, musste aber feststellen, dass die Batterie in ihrem Fotoapparat nicht mehr voll war.
Gleichzeitig bemerkte sie, dass sie zwar ihr neues Handy dabei hatte, aber die pin Nr. nicht im GedĂ€chtnis. Wie sagt man so schön – aller Anfang ist schwer!
Nun stieg flammarion zu doska ins Auto, um svalins Felgen zu schonen.
Um zehn Uhr ging der Mini - Korso los. Aber schon nach der ersten Kurve verloren wir uns aus den Augen, weil svalin einem falschen Auto gefolgt war. Also wieder zurĂŒck nach Zenner und einen Neustart gewagt. Nun klappte es.
Das NavigationsgerÀt im Auto von Herrn Gerlinger funktionierte prima und leitete uns korrekt zu dem Ort, wo Ralph auf uns wartete.
Zuerst fuhren wir zu einem Restaurant am Hafen 1, wenn ich nicht irre. Dort wollten wir unsere mitgebrachten Stullen verzehren, aber wir hĂ€tten uns denken können, dass man uns das nicht gestattet. Wir mussten uns außerhalb der GaststĂ€tte hinsetzen. Nur diejenigen, die sich etwas bestellt bzw. dort gekauft hatten, konnten sitzen bleiben.
Dann machten wir einen kleinen Spaziergang auf einem Radwanderweg. Auch er fĂŒhrte zu einem Restaurant mit Hafen.
Doska erzĂ€hlte, dass sie mit ihrer Familie auch einmal im Spreewald war, aber den erwĂ€hlten Picknickplatz nicht betreten konnte, weil sich die Hornissen sofort auf sie gestĂŒrzt hatten.
Sanna berichtete, dass ihr Ă€hnliches widerfahren war, allerdings mit MĂŒcken.
Wir hatten beides nicht zu fĂŒrchten. Es waren zwar vereinzelt Wespen und MĂŒcken zu sehen, aber sie waren so spĂ€t im Jahr schon sehr trĂ€ge.
Unser Spaziergang fĂŒhrte uns am Schloss vorĂŒber, das gerade restauriert wird. Es sieht jetzt schon einer Zuckertorte Ă€hnlich. Wenn es fertig ist, wird es eine gute Touristenattraktion sein.
In diesem Zusammenhang kam das GesprĂ€ch auf das Berliner Schloss. Das soll ja demnĂ€chst auch neu aufgebaut werden. Viele Berliner sind der Meinung, dass die dafĂŒr benötigten Gelder besser zur ArmutsbekĂ€mpfung verwendet werden sollten oder fĂŒr Schulen.
Als wir eine BrĂŒcke ĂŒberquerten, sahen wir dicke ovale Spiegel im Wasser schwimmen. Die sind vielleicht von der vorjĂ€hrigen Aktion „Kunst im Spreewald“ ĂŒbrig geblieben. Den Enten waren sie willkommene RuheplĂ€tze.

Wir stiegen wieder in die Autos und folgten dem Ralph nach Schlepzig, wo er einen Kahn samt Staker fĂŒr uns gemietet hatte.
Zuerst aber wurde noch ein Spaziergang gemacht. Wir bewunderten falbe KĂŒhe, die mit ihren KĂ€lbern auf der Weide waren. Wegen ihrer interessanten Farbe und weil ich die Rasse nicht kannte, habe ich im Internet nachgesehen und es stellte sich heraus, dass es Das Deutsche Braunvieh war.
Hier hielten wir an einem Hotel. Es stellte sich heraus, dass der Mann, den Ralph als FÀhrmann gebeten hatte, seinen Schwager als Ersatzmann heuerte. Der aber war auch verhindert und schickte seinen Schwiegersohn. Ein sehr netter junger Mann, der seine Sache gut machte. Er wusste auf alles eine Antwort und gab den Reisebegleiter recht gekonnt. Er kannte sich nicht nur in den GewÀssern, sondern auch in Flora und Fauna gut aus.
Beim Einsteigen eroberte die Jugend sofort den Bug des Kahns. Der dicken flammarion musste wieder krÀftig geholfen werden. Ohne zwei starke MÀnner zur Seite zu haben, wÀre ihr das Besteigen des Bootes nicht möglich gewesen!
Gleich bei der ersten Schleuse, die ĂŒprinx relativ neu war und die Abfahrt von diesem Hotel aus erst ermöglichte, wurden wir von der Wasserpolizei (im Spreewald liebevoll „Entenpolizei“ genannt) gestoppt. Da saßen wir nun in der Schleuse und sahen zu, wie der junge Mann seinen Ausweis kontrollieren lassen musste. Als er die Frage nach dem zweiten Rudel, das laut Vorschrift neuerdings immer mitgefĂŒhrt werden musste, negativ beantwortete, durfte er zehn € Strafe zahlen. WĂ€re er vorher schon einmal unangenehm aufgefallen, wĂ€ren es zwanzig geworden!

Wir erinnerten uns an vergangene Spreewaldfahrten. Dass flammarion sich beim Aussteigen gleich erst mal unsanft in die Wiese gelegt hatte und an Renee Hawk, die alle hundert Meter gerufen hatte: „Nicht schaukeln, Kinder!“.
Das beruhte auf ihrer Erinnerung, dass schon öfter mal ein Kahn kippte, weil Kinder ĂŒbermĂŒtig waren.
Wir erinnerten uns an Moloe, der wÀhrend der gesamten Fahrt nichts Besseres zu tun hatte, als mit seinem Handy zu spielen.
Wir erinnerten uns an Ole, der uns so oft mit seinen SpĂ€ĂŸen zum Lachen brachte.
Und wir erinnerten uns an den Tag, wo vor uns ein Kahn mit AusflĂŒglern gekentert war. Ihnen waren nicht nur Handys und Fotoapparate abhanden gekommen, sondern auch ihr fast leeres Bierfass und ein Rudel. Die Stange, die zum Staken benutzt wird, heißt in der Fachsprache Rudel.
NatĂŒrlich dachten wir auch an alle, die diesmal nicht dabei sein konnten wie lapismont, vicell, SpĂ€tschreiber, Tartan und die neue Kollegin Lisa König.

Kurz bevor wir an „Gurken – Paule“ vorĂŒber fuhren, wurden wir fotografiert. Aber wir waren frĂŒher zurĂŒck, als der Fotograf die Bilder entwickeln konnte. Außerdem legte kaum einer Wert auf diese Bilder. Svalin hatte mit seinem Fotohandy schon etliche Bilder geknipst.
„Gurken Paule“ ist ein SpreewĂ€lder Original und Lehmann der am hĂ€ufigsten vertretene Familienname. Ralph hatte erzĂ€hlt, wenn man in einem vollbesetzten Lokal „Lehmann“ ruft, stehen mindestens zehn Leute auf.

Es gibt so viele kleine SehenswĂŒrdigkeiten im Spreewald! Allein die Pflanzenwelt bietet Fantastisches. Wenn ich jung wĂ€re, wĂŒrde ich mit der Kamera in jeden Kanal fahren und alle skurrilen GewĂ€chse fotografieren.
Zum Beispiel möchte man auch kaum glauben, dass die Vergissmeinnicht, die andernorts nur im FrĂŒhjahr blĂŒhen, hier noch immer in voller Pracht standen.

Nachdem wir einen Blechstorch erblickten, erkundigte sich Herr Gerlinger, ob es denn wohl viele Störche im Spreewald gibt? Der Staker antwortete, dass die Population leider zurĂŒckgegangen ist und im vorigen Jahr der Sturm ein steinaltes Nest v om Pfahl gewedelt hatte. Es war drei Meter im Durchmesser und versperrte die Durchfahrt! Von unten sehen die Storchennester gar nicht so groß aus, aber wenn eines im Wasser liegt und man drauf schauen kann, dann bekommt man Respekt.
Es wurde gleich ein neues altes Wagenrad auf den Baumstubben genagelt, aber die Störche nahmen den Nistplatz nicht an.

NatĂŒrlich möchten die Leute des Spreewaldes den Touristen recht viele Attraktionen bieten. So hat ein Lokalbesitzer aus seiner Restauration eine Strandbar gemacht. So eine, wie man sie auch in Berlin am Strande der Spree hat. Bei flammarions letzter Dampferfahrt sagte der KapitĂ€n dazu: „Da hat man zwee Schippen Ostseesand verteilt und schon is det ne Strandbar!“
Außerdem geht der Strand an keiner Stelle sanft ins Wasser ĂŒber, sondern man muss ĂŒber eine Kante steigen.

Doska bewunderte die vielen Sportbootsverleihe. FĂŒr den wasserreichen Spreewald eigentlich logisch, dass es so viele Kanus und Ruderboote gibt. Der Staker sagte: „Obwohl es so viele sind, kann es vorkommen, dass man schon am Vormittag kein Boot mehr bekommt, so beliebt ist hier das Kahnfahren. Die Ă€rgsten Trottel greifen zum Paddel, da kommt es hin und wieder zu ZwischenfĂ€llen“.
Das sollten wir am eigenen Leibe erfahren: in einem etwa sechs Meter breiten Wasserarm rammte uns ein mit zwei Menschen besetztes Kanu! Wenn es eine schmale Stelle gewesen wĂ€re, hĂ€tten wir dafĂŒr noch VerstĂ€ndnis gehabt, aber bei einer der breitesten Stellen nicht mehr.

An seiner tiefsten Stelle misst der Unterspreewald 6m. Überwiegend ist er 40 bis 80 cm tief. Also wer hier ertrinkt, ist nur zu faul zum Laufen.
Dennoch hat es im vergangenen Jahr einen Ertrunkenen in einem flachen Fließ gegeben. Ein Betrunkener wollte auf dem kĂŒrzesten Weg nach Hause, durchquerte dieses Fließ, stolperte und blieb liegen. Über diesen tragischen Todesfall wurde lange gerĂ€tselt, dabei ist es doch logisch, dass der Döskopp vor Schreck ĂŒber das kalte Wasser an seinem Hals einen Schlaganfall bekommen hat.
Die Moral von der Geschicht –besoffen lauf durch Wasser nicht.
Flammarion bekam Erlen vorgestellt, die sie bisher als Buchen deklariert hatte. Da waren wohl die Erinnerungen an die Arbeitsgruppe „Junge Naturforscher“ innerhalb der Pionierstunden in der zweiten Klasse etwas verblasst.

Aber dass alle Weiden im Spreewald Trauerweiden sind, das wollte ich doch nicht glauben. Dazu hatte ich schon zu oft von Salweiden gehört. Und wie das Internet verkĂŒndet, gibt es außerdem noch Grau- und Korbweiden. Das einzige, worin sich alle Ă€hneln, ist die Form der BlĂ€tter.

Am Ufer sahen wir viele Scheunen stehen, von denen einige bereits verfielen. Unserer doska tat das ziemlich leid. „Da könnte man doch Ferienwohnungen draus machen, das wĂ€re total romantisch und wĂŒrde bestimmt genutzt werden!“
Rein zufĂ€llig befand sich genau in dem Moment am linken Ufer eine ehemalige Scheune, die vom Besitzer verklinkert worden war und nun wie ein vornehmes Hotel aussah. Sehr beeindruckend! Aber ich möchte nicht wissen, was das gekostet hat und wie viel man zahlen muss, um dort wohnen zu dĂŒrfen.

Die Sonne gab sich zwar die grĂ¶ĂŸte MĂŒhe, den Sommer zurĂŒck zu beschwören, aber der Herbst hatte bereits seinen Vorboten geschickt: den groben Wind. Er fuhr durchs Haar und alle GewĂ€nder. Da war man gut beraten, eine feste Jacke anzuhaben!
Aber flammarion meinte: „Man friert nicht, wenn man mit guten Freunden unterwegs ist!“, darum hatte sie auch nur ihre heiß geliebte 25 Jahre alte selbst gestrickte an. Da fuhr der Wind durch alle Löcher, die als Zierde reichlich vorhanden waren.
Der Staker bot ihr eine wĂ€rmende Decke an: „Frisch gewaschen, hat nur der Hund drauf geschlafen!“
Dummerweise lehnte die Dicke ab, denn sie dachte, dass die KĂ€lte nicht so bald durch ihre Polster dringen wird. Am Montag hatte sie dann eine heftige ErkĂ€ltung und konnte nicht zu der Lesung im „Freihafen“ gehen, wo Franka mit anderen Kollegen des „Tintenschiffs“ im „Klub der polnischen Versager“ Texte zum Thema „Kommen und gehen“ las. Svalin und Franka vereinbarten nach dieser Lesung den neuen Termin fĂŒr den Monat Oktober, wo dann wieder bei flammarion zuerst ein „Herbstsingen“ stattfindet. Zur Auswahl stehen der 18. und 25. 10..

Aber zurĂŒck zu der schönen Fahrt.
Der Spreewald beherbergt eine Vielzahl gefÀhrdeter oder gar vom Aussterben bedrohter Tierarten. Die meisten dieser Arten sind auf ausgedehnte WasserflÀchen, feuchte WÀlder, Feucht- und Nasswiesen oder kleinrÀumig miteinander verzahnte Komplexe dieser Lebensraumtypen angewiesen.
WĂ€hrend unserer Fahrt konnten wir MĂŒcken und Wespen gut entbehren, aber die Libellen wurden stark vermisst. Im vorigen Jahr waren sie so zutraulich, dass sie sich sogar auf uns setzten. Diesmal aber konnten wir nur drei erblicken, zwei dunkelblaue „Doppeldecker“ und eine fast durchsichtige allein fliegende. Wahrscheinlich eine Gemeine Keiljungfer.

Herr Gerlinger erkundigte sich, ob es im Spreewald Wölfe gibt? „Sie brauchen keine Angst zu haben, von einem Wolf oder einem BĂ€ren angefallen zu werden. Solche RĂ€uber gibt es bei uns schon lange nicht mehr“, antwortete der KahnfĂ€hrmann (so die korrekte Berufsbezeichnung). „Brauchen wir auch nicht, wir haben ja die Polizei“, murmelte er noch kaum hörbar. Die zehn Euro haben ihn wohl empfindlich getroffen.

Unser Hauptthema aber war das gegenwĂ€rtige Klima in der Leselupe. Zu unserem zehnjĂ€hrigen Bestehen ist angestrebt, mit dem grĂ¶ĂŸten Buch der Welt in das Guinnes-Buch der Rekorde zu kommen. Außerdem wollen wir eine reprĂ€sentative Anthologie herausbringen, deren Werke demokratisch ermittelt werden. Es kommen also die Werke in das Buch, die viele Zustimmungen erhalten. Hastu kei Freund, kommtu nit in Buch.
Allerdings sind einige Texte in der Leselupe so gut, dass sie jeden ĂŒberzeugen.

Wie bei jedem unserer Treffen redeten wir auch diesmal ĂŒber andere Autoren und deren Werke. Vor allem ĂŒber manche Kommentare und wie unhöflich es ist, auf einen erhaltenen Kommentar nicht zu antworten.

Seit je her rĂ€tseln alle ĂŒber die Herkunft von doskas Pseudonym. Sie erklĂ€rte, es sei aus der Sprache der Hajeps und bedeute „bunt, vielseitig“. Aber viele Leute hatten ihr gesagt, dass es russisch klingt.
Das hat auch flammarion verinnerlicht. Eines nachts trĂ€umte sie, dass doskas Hajep-Trilogie gedruckt wurde, aber als Verfasser wurde Arkadi Gaidar genannt. Sie protestierte: „Das hat aber doska geschrieben!“
Und man antwortete ihr: „Doska ist russisch. Also hat es ein Russe geschrieben! Basta!“
In dem Seniorenclub „Herbstlaube“, wo flammarion immer zum Mittagessen geht, arbeiten zur Zeit zwei Russinnen. Da kann man ja mal nachfragen.
Hoffentlich Ă€ndert doska jetzt nicht ihren KĂŒnstlernamen. Im Russischen bedeutet doska nĂ€mlich Brett.

Irgendwann kamen wir durch ein Fließ, das Quaass hieß. Das erinnerte uns natĂŒrlich gleich an die gleichnamige russische Brotsuppe, aber der Name kommt aus dem Sorbischen und bedeutet krumm. Ein krummes Fließ also.

Wir fuhren auch ganz dicht an einem kleinen Bauernhof vorbei, wo HĂŒhner gehalten wurden, die Braune Leghornhenne. Das ist eine der hĂŒbschesten HĂŒhnerrassen, die ich kenne. Auch bei diesen mehr als zehn HĂŒhnern funkelte das Gefieder im Sonnenschein und sie scharrten und scharrten in dem blanken Boden, wo mit Sicherheit schon lange kein HĂ€lmchen mehr gewachsen ist und kein Körnlein zu finden, bis die BĂ€uerin wieder Futter streut.
Einzig nach dem Hahn hielten wir vergebens Ausschau. Sollten ausgerechnet diese HĂŒhner keine glĂŒcklichen sein?
Jedenfalls sah dieses Gehöft aus, als sei es aus einem MÀrchenbuch gesprungen.

Immer wieder erblickten wir am Ufer und auf den Wiesen landwirtschaftliche GerĂ€tschaften, die nur zur Zierde herumstanden. Viele Bauern haben ihre Parzellen abgegeben oder stellen sie dem Tourismus zur VerfĂŒgung, darum werden diese GerĂ€te nicht mehr benötigt. Viele von ihnen waren auch schon veraltet.

SpreewaldkĂ€hne dienten schon immer unterschiedlichster Nutzung. Sie waren nicht nur die einzige Verbindung zwischen den Gehöften, sondern auch das einzige Transportmittel fĂŒr alles, was zu transportieren war, vom Warengut bis zur Person. Aber man kann sie auch als Balkon benutzen . . .
Irgendwann wĂ€hrend der Fahrt sahen wir auch einige KĂ€hne, die am Ufer verrotteten. Warum? Vielleicht waren die Besitzer zu alt oder zu arm, um sie wieder herzurichten. Das kostet viel Geld und MĂŒhe.
Weniger Arbeit hat man mit BlechkĂ€hnen. Da genĂŒgt ein krĂ€ftiger, sachgerechter Anstrich. Sie mĂŒssen auch nicht ĂŒber Winter aus dem Wasser genommen und trocken gelagert werden. Und sie sehen beim flĂŒchtigen Betrachten ganz genau so aus wie die HolzkĂ€hne. Es lebe der Fortschritt!

Im Nachhinein fiel mir auf, dass wir auf dem Wege zum Kahn an Hinweisschildern vorbeigekommen waren „Hafen 1“ und „Hafen 4“. Da beide völlig gleich gestaltet waren, vermute ich, dass sie zur selben Gesellschaft gehören. Reedereien kann man die kleinen Touristenkahnbesitzer wohl nicht nennen, aber sicher haben sie irgendeinen hochtrabenden Namen. Was wĂ€re das Leben ohne Poesie . . .
In dem Zusammenhang ist auch die Gemeinschaft „Flottes Rudel“ zu erwĂ€hnen. Jeder Außenstehende meint, es bezieht sich auf ein Rudel Tiere und kaum einer will glauben, dass die Stakstange Rudel heißt.
Der Name entstand wahrscheinlich daraus, dass die Stange so lang wie ein Sportpaddel ist und die Funktion eines Steuerruders hat.

Seit einigen Tagen ist der Spreewald um eine weitere Attraktion reicher – die Hochzeitssuite. Dabei handelt es sich um ein Haus aus Holz, das zum Teil wie ein Baumhaus aussieht, aber auch Ähnlichkeit mit dem HĂ€uschen der Hexe Babajaga hat. Nur dass es nicht auf einem Bein steht, sondern auf vieren.
Ein entzĂŒckender Anblick und eine sehr nette Idee.

Danach wies uns der Staker auf ein GelĂ€nde hin, wo sich die letzte Spreewaldbrauerei in Familienhand befindet. Hier wird dunkles Bier gebraut – besonders beliebt der „Maibock“ und es werden diverse Fruchtliköre hergestellt. Ganz neu hinzugekommen in der „Babben – Brauerei“ sind Meerettichschnaps und Holunderlikör.

Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber ich glaube, unsere Rundfahrt dauerte zwei Stunden.
Insgesamt passierten wir mindestens vier Schleusen. Eine davon war außer Betrieb, weil an ihrer statt zwei neue gebaut worden waren. Ralph nutzte die Fahrt, um sich nebenbei per Augenschein vom Nutzen der Neubauten zu ĂŒberzeugen.
Eine der Schleusen war auf Selbstbedienung ausgelegt. Hier wie auch an einer anderen Schleuse stieg Ralph aus, um ebenfalls Hand anzulegen beim Schleusen.
Immer wieder beeindruckend die nassen Metall- bzw. HolzwĂ€nde der SchleusentĂŒren. Manche ließen sich nicht völlig schließen und das Wasser quetschte sich als kleiner Wasserfall hindurch.
Wenn wir unter den hochgezogenen Wehrteilen hindurch fuhren, tropfte es natĂŒrlich. Das machte uns nichts aus, das trocknet ja sofort wieder, dachten sich die meisten, außer Sannasohn und seine Schwester, die beim Versuch, ein Brett vom Kahn als Regenschirm zu nutzen, es fast ins Wasser fallen ließen. Immer diese Kinder!

Das Aussteigen aus dem Kahn ging schneller als das Einsteigen. Wir verabschiedeten uns freundlich vom FĂ€hrmann und gingen zu unseren Fahrzeugen. Ralph hatte Herrn Gerlinger schon bei der ersten Verabredung gesagt, dass das NavigationsgerĂ€t sein Haus nicht findet. Er wollte es nicht glauben und stellte das Navi ein. Nach einer Weile kam manch einem von uns die Gegend sehr bekannt vor, aber plötzlich meinte die Computerstimme: „Sie haben Ihr Ziel erreicht“, dabei waren wir erst am Anfang einer langen Straße. Lang deshalb, weil hier jedes Haus einen großen Garten hat.
Doch bevor wir in diese Straße einbogen, sahen wir zwei Rehe mitten auf einer Wiese. Der Waldrand war ein schönes StĂŒck entfernt. Erstaunlich, dass sich Waldtiere so dicht an den HĂ€usern der Menschen aufhalten, und das nicht erst im Winter, wo Wildschweine schon mal bis in den Vorgarten kommen können, sondern im SpĂ€tsommer!

In Ralphs Garten erwartete uns schon Christine, die alle herzlich begrĂŒĂŸte. Sie hatte den Kaffeetisch sehr liebevoll gedeckt mit allem, was dazu gehört. Es gab Apfelkuchen mit Zimt und WalnĂŒssen, Buchteln mit Pfirsichmus und Pflaumenkuchen mit Streuseln. Alles absolut lecker.
Als flammarion um eine Buchtel bat, griff Christine mit der Hand zu und sagte: „Das geht doch so, nicht wahr? Ich hab mir die HĂ€nde erst gestern gewaschen!“
Ja, wenn man so viel Wasser um sich hat, weiß man Sauberkeit besonders zu schĂ€tzen!

Nun saßen wir am „runden Tisch“. Da kann man sich ganz anders unterhalten als auf dem Boot, wo wir zu viert an einem Tisch saßen (erst jetzt sagte Jens, dass er die Cola an Bord sehr vermisst hatte. TatsĂ€chlich war außer dem Tischschmuck und den wĂ€rmenden Decken nichts weiter an Bord, nicht mal n Schluck Wasser).
Unsere GesprÀche wurden lebhafter. Jeder hatte irgend etwas zu berichten oder zu erzÀhlen.
Franka erzĂ€hlte aus ihrer Arbeit, flammarion von ihrer SeniorenbegegnungsstĂ€tte, doska ergrĂŒndete jedermanns FamilienverhĂ€ltnisse, Ralph ließ sich von seiner Christine necken, die Geschwister hatten ihre ĂŒblichen Querelen, aber nicht gar so schlimm wie im vorigen Jahr und svalin war schweigsam wie immer.
Wir hatten sogar vergessen, ihn nach den Fortschritten seines Palindromen – Romans zu fragen.

NatĂŒrlich sahen wir uns wĂ€hrend des Kaffeetrinkens im Garten um und bewunderten die Pflanzen. Besonders angetan waren wir von den fantastischen weinroten Flaschenreiniger – Blumen. Die heißen gar nicht so, sehen aber so aus. Wie sie heißen, konnte uns nicht mal Christine sagen. Jedenfalls ein mĂ€rchenhafter Anblick.
Überhaupt scheint Christine den „GrĂŒnen Daumen“ zu haben, denn dieses GewĂ€chs hatte ich schon in mehreren GĂ€rten gesehen, aber noch nie in derartiger Pracht.
Es gab neben Fette Henne noch andere tolle Pflanzen im Garten. Vielleicht besuchten uns deshalb auch die beiden Schmetterlinge, ein Kohlweißling und ein Tagpfauenauge.

Wir hörten auch einen Vogel zwitschern, aber niemand wusste, was es fĂŒr einer war. Darum beschlossen wir, dass es sich um eine Tachtigall handelte.
Und dicht am Haus wuchs ein Strauch mit roten, puscheligen BlĂŒten. Bei nĂ€herer Betrachtung erwiesen sich die BlĂŒten allerdings als FrĂŒchte. Auf unsere Frage antwortete Christine: „Das ist eine Rhizinuspflanze“.
So appetitlich hatte sich wohl niemand diese aus der Medizin bekannte Pflanze vorgestellt!

In dem gepflegten ehemaligen Biergarten konnten wir leider nicht allzu lange bleiben, der Wind schob dicke Wolken vor die Sonne. Also zogen wir ins Wohnzimmer um. Mit zehn Leuten war der ausgezogene Stubentisch voll ausgelastet. Es war richtig kuschelig und wir setzten unsere heitere Unterhaltung fort. Es gab wirklich viel zu lachen.

Intelligenterweise sortierten wir im Wohnzimmer gleich die Leute nach Rauchern und Nichtrauchern. Im Garten hatten wir die PlĂ€tze tauschen mĂŒssen, damit die Quarzer zusammen sitzen konnten.
Im Haus wĂ€re es nicht nötig gewesen, denn hier gibt es ein Raucherzimmer, was auch mehrfach aufgesucht wurde. NatĂŒrlich nie von einem, sondern gleich von allen Rauchern. Kollektive Sucht 
allein is ja auch doof, war Jens Meinung


Irgendwann entdeckte Herr Gerlinger eine Wiesenwanze auf Christines riesiger Zimmerpflanze. Er öffnete die TĂŒr und jagte die Wanze hinaus auf die Wiese, wo sie hingehört.
Nun erzĂ€hlte Franka noch einmal von der langen Schlange, der sie in Demmin begegnet war. Nach genauerer Schilderung kamen wir ĂŒberein, dass sie einer Ringelnatter begegnet war, ungefĂ€hrlich wie ein Regenwurm, aber in ihr Sonntagnachmittagausgehkleid gehĂŒllt.
Obwohl Anica irgendeinem elektronischen Spiel nachging, forderte sie jede Minute: „Könnten wir bitte das Thema wechseln?“
Sie ekelte sich ganz offensichtlich. Wir ließen uns davon nicht beeindrucken und redeten ĂŒber weiteres Ungeziefer– namentlich ĂŒber die Stubenwanzen.
Dabei wurde Anicas Ekel noch gesteigert. Um davon abzulenken, fragte irgendwer das MĂ€dchen, welchen Beruf sie denn wohl einmal ergreifen möchte? Zu unser aller Erstaunen antwortete sie spontan: „Forensikerin“.
Sie fĂŒgte sofort hinzu: „Mir ist schon klar, dass ich dabei eine ganze Menge Ekliges zu sehen bekommen wĂŒrde, aber ich erreiche ja sowieso nicht die erforderliche Durchschnittsnote“.
Man machte sie dennoch darauf aufmerksam, dass sie als Forensikerin ohnehin ein ganz spezielles VerhĂ€ltnis zu Tieren haben muss und das AusfĂŒhren eines kleinen Hundes da nicht ausreichend wĂ€re.
„Ja“, gab Anica zu, „ich hab schon noch andere Tiere. Zum Beispiel mein Aquarium. Da sind Black Mollys drin, vier Saugwelse, zehn Neonsalmer und andere“.
Sie nannte dann auch den Ausweichberuf ihrer Wahl, aber den hab ich vergessen. War wohl nicht so aufregend wie der auf Fernsehserien – Gucken begrĂŒndete Berufswunsch.

Im Nachhinein wundert es mich, dass ansonsten kaum von unseren Haustieren die Rede war. Weder von denen, die gegenwĂ€rtig in unserem Besitz sind, noch ĂŒber jene, die wir einst hatten. Diesmal redeten wir ĂŒber „wilde“ Tiere.

Jens und Anica machten noch einen sehr kurzen Abendspaziergang, dann eröffnete Christine das Buffett. Sie hatte mehrere Sorten Brot parat, fĂŒr jeden Geschmack war etwas dabei. Man konnte das Brot mit normaler Butter bestreichen oder mit KrĂ€uterbutter, die sie möglicherweise auch selber zubereitet hatte.
Neben einem leckren Nudelsalat gab es eine Menge Wiener WĂŒrstchen. Auch eine große SchĂŒssel Obstsalat stand in der KĂŒche, angerichtet aus allerlei einheimischen und auslĂ€ndischen FrĂŒchten.
Das Köstlichste aber war die so genannte Kuckucksschlurre. Das kannte nicht einmal der Ralph. Ein Fleischgericht, von dem wir alle unbedingt das Rezept haben wollten. Da wir verabredet hatten, alle einen Bericht ĂŒber die schöne Spreewaldfahrt zu schreiben, wurde Ralph sogar aufgefordert, dieses Rezept in seinen Bericht einfließen zu lassen.
Allerdings schmeckt es wohl nur, wenn es in grĂ¶ĂŸerer Menge geschmort wird, lohnt also nur bei einer grĂ¶ĂŸeren Feier. Christine hatte bestimmt vier Kilo Schweinekamm geschmort. Absolut lecker!
Wir haben uns so satt gegessen, dass svalin auf dem Heimweg langsam fahren musste!

Auch das GetrĂ€nkeangebot ließ nichts zu wĂŒnschen ĂŒbrig. In dem Zusammenhang möchte ich den ĂŒberaus originellen Flaschenöffner erwĂ€hnen: er hatte die Form eines gefĂŒllten Bierkastens!

Üprinx dauerte es bei Franka eine ganz hĂŒbsche Weile, ehe sie sich endlich aufgewĂ€rmt hatte. Keinem waren ihre blauen Lippen aufgefallen, dabei hatte sie sogar schon blaue FingernĂ€gel!
Und das, obwohl sie gar nicht so luftig angezogen war.

Ich weiß nicht, wer darauf kam, aus Papier Kunstwerke herstellen zu wollen. Plötzlich sah ich, dass doska aus einer Serviette ein Tier zu basteln versuchte. Die Serviette war zu lasch, darum misslang der Versuch. Aber es war auch anderes Papier vorhanden. Da gelang die kleine Echse. Danach wurden noch der „Schnapper“ und Schiffe gestaltet.
Vielleicht wĂ€ren auch noch Flieger gefaltet worden, aber allzu viel Papier hatten wir nicht. DemnĂ€chst besuchen wir wohl alle einen Origami – Kurs . . .

Wie gesagt, wir hatten viel zu lachen. Man hÀtte ein Tonband nebenher laufen lassen sollen!

FĂŒr die Heimfahrt stieg flammarion wieder in svalins Auto, denn sie und sanna nebst Kindern hatte den selben Weg. Und wieder war die Anthologie das GesprĂ€chsthema. Es wĂ€re doch wĂŒnschenswert, dass wirklich unsere besten Werke da hineinkommen, wie zum Beispiel Ralphs entzĂŒckende Weihnachtsgeschichte „ . . . wie grĂŒn sind deine BlĂ€tter!“ oder sannas „Ole“.
Die „Wichtelweihnacht“ von flammarion bekĂ€me zwar keine Chance, aber weil die Hauptperson in diesem umfangreichen MĂ€rchen ebenfalls Ole heißt, hatten wir gleich ein ganz anderes Thema, nĂ€mlich „Die Olsenbande“. Szene um Szene dieses zehnteiligen dĂ€nischen Lachkrimis wurde durchgesprochen und die Titelmelodie gesungen.

So fuhren wir gemÀchlich auf Berlin zu.
Gegen 23 Uhr waren wir zu Hause.
Kaum, dass ich die Beine unter der Zudecke hatte, begann das Bett zu schaukeln. Ich war wieder auf dem Spreekahn . . .



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Hallo flammarion,

jetzt bin ich bereits zweimal aus dem Internet "herausgeflogen", hatte zuerst einen sehr langen Kommentar zu deinem Beitrag abgegegeben, beim zweiten Mal mich schon etwas kĂŒrzer gefasst, die jetzige Fassung wird noch kĂŒrzer werden, wenn das Schicksal mir nicht wieder einen Streich spielt.

Du hattest zu meinem Kommentar zu "Nordsee ist Mordsee" angemerkt, dass der Eintrag so ok. sei, da es sich um einen "Tagebucheintrag" handle. Ich hatte ausgefĂŒhrt, das es sich da um eine stinklangweilige AufzĂ€hlung handle.

Aus deinem Text erfahre ich, dass du mit etlichen Leuten im Spreewald warst, dass ihr eine Kahnfahrt gemacht, Kuchen gegessen, Tiere gesehen, euch ĂŒber die Leselupe unterhalten und viel gelacht habt. (Die AufzĂ€hlung ist nicht vollstĂ€ndig)

Leider war da fĂŒr mich nichts dabei, ĂŒber das ich auch hĂ€tte lachen können, fĂŒr mich ist der Text stinklangweilig. Ich nehme an fĂŒr andere Leser auch.

Die Leute, mit denen du da warst, kenne ich nicht, fast alles
sonst ist nicht neu, z.B. dass BlechkĂ€hne im Wasser nicht verrotten, Rehe und HĂŒhner habe ich auch schon gesehen, neu war fĂŒr mich die "Wiesenwanze".

Um mich durch 8 Seiten hindurchzuquĂ€len, lohnt sich fĂŒr mich der Auffwand nicht.

Ich bestreite nicht, dass solche TagebucheintrĂ€ge fĂŒr die Beteiligten einen Erinnerungswert haben, aber nur fĂŒr die, die sich kennen und dabei waren.
Seit Jahren schreibe ich auch ein Tagebuch. Es ist fĂŒr Unbeteiligte ebenso langweilig wie dein Beitrag.

Forenredakteur ENachtigall scheint auch nicht deine Ansicht ĂŒber TagebucheintrĂ€ge zu haben, die man veröffentlichen will.

Gruß

Retep

P.S.: Fast hĂ€tte ich vergessen zu erwĂ€hnen, dass ich jetzt weiß, dass du "korpulent" bist.

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Mein lieber Retep,

quote:
Leider war da fĂŒr mich nichts dabei, ĂŒber das ich auch hĂ€tte lachen können, fĂŒr mich ist der Text stinklangweilig. Ich nehme an fĂŒr andere Leser auch.
was andere von diesen Text halten, das ĂŒberlasse den anderen bitte auch. Und die Forenredakteurin N. hat ihre eigene Meinung kundgetan, mehr nicht. Sie will das nicht allgemeingĂŒltig verstanden wissen, so weit ich sie kenne.

Die Protagonisten in diesem Text sind nicht fiktiv, besser noch, sie sind (fast) alle hier zu finden.
Daher gehört sicherlich auch ein gewisser Erkennungswert zum Text, den du nicht haben kannst. Dann ist auch der Humor da (den ich aber hier durchaus auch in den schönen SatzgefĂŒgen finde).
Der Unterschied zu deinem Text ist die interessante Sprache, der Stil, mit dem diese Begegnung hier an den Leser gebracht wird. Eine AufzÀhlung mag ich hier nicht sehen, eine zeitliche Abfolge schon.


lg
Duisburger

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steiche "deinem", setze "den anderen"

quote:
Dass man Humor in schönen SatzgefĂŒgen findet, ist mir neu.
Ist das dein ernst? Zwei SĂ€tze mit gleichen Sinngehalt können durch eine anderes SatzgefĂŒge (Satzstellungen, Betonung usw.) vollkommen anderes bei Leser ankommen. So neu ist das aber nicht.

Die Retourkutsche hatte ich gestrichen, die war fĂŒr einen anderen bestimmt.


lg
Duisburger

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