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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein Blick
Eingestellt am 11. 10. 2003 22:07


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tinchen
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

Werke: 15
Kommentare: 9
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Es war einmal ein Prinz. Er war nicht reich, lebte nicht in einem goldenen Schloss, hatte keinen K├Ânig zum Vater oder eine K├Ânigin zur Mutter.
Er brauchte keine adeligen Verwandten, um sich Prinz nennen zu k├Ânnen.
In seinen Haaren spiegelte sich die Farbe der Sonne wieder, der Himmel breitete sich in seinen Augen aus.
Sein K├Ârper war lang und kr├Ąftig und seine feingliedrigen Finger wandten sich bei jedem seiner Worte.
Doch er war kein ├╝bermenschliches Wesen, sondern nur ein Prinz.
Er war sensibel, ehrlich, erfreute mit seinem Humor und seinen Gastgeschenken. Die Menschen fingen an zu strahlen, wenn er den Raum betrat.
Aber er hatte auch seine Fehler, war manchmal vorschnell.

Eines Tages, die Sonne strahlte und lie├č seine Haarpracht gl├Ąnzen, traf er bei seinen k├Âniglichen Gesch├Ąften auf eine junge Frau.
Fast h├Ątte er sie ├╝bersehen, so unscheinbar war sie. Ihr L├Ącheln, trotz der f├╝r ihn sichtbaren Sorgen, die sie umgaben, lie├čen ihn inne halten.
├ťberrascht von dieser Nat├╝rlichkeit und diesem Mut, konnte er seinen Blick nicht von ihr abwenden und erwiderte ihr L├Ącheln.
Der Prinz streckte ihr die Hand entgegen. Er wollte sie einladen, mitnehmen auf seine Reise und ihr das wunderbare Land der Liebe zeigen.
Sie stand auf und folgte ihm.

Die junge, einfache Frau freute sich, als der Prinz ihr die Hand entgegen streckte. Seine Augen, sein Blick hatte sie ber├╝hrt, die Reise zu ihrem Herzen aufgenommen.
Aber sie folgte ihm vorsichtigen Schrittes.
Schon einige hatten sie in das Land der Liebe mitnehmen wollen.
Schon einige hatten sich auf dieser Reise verirrt.
Den Blick auf das Land der Liebe hatten ihr schon viele versprochen, so dass sie dem Prinzen zun├Ąchst nicht glaubte.
Da sie das Land der tausend Sagen aber mit ihm erreichen wollte, folgte sie ihm.

Als sie einige Tage unterwegs waren, schon mehrfach das Nachtlager aufgeschlagen hatten, wurde die junge, einfache Frau sicher, dass der Prinz den Weg zum Land der Liebe kennen w├╝rde.
An diesem Morgen ging sie nicht wie gew├Âhnlich einige Schritte hinter dem Prinzen, sondern nahm seine Hand und schritt Seite an Seite mit ihm.
Zun├Ąchst freute sich der Prinz ├╝ber die W├Ąrme, die von der Hand der jungen, einfachen Frau ausging.
Nach einigen Schritten aber, erkannte er, dass dies nur das Zeichen der vorherigen Angst, des Misstrauens war.
Als er sich ihrem Gesicht zuwand, sah er ein L├Ącheln, echter als je zuvor.
Der Prinz entzog der jungen, einfachen Frau seine Hand. Wich von der gerade erst entflammten W├Ąrme zur├╝ck.
Die junge, einfache Frau blickte dem Prinz fragend in die Augen.
Er erkannte sie nicht mehr, drehte sich um und ging.
Sie blieb allein mit der Erinnerung an den ersten Blick des Prinzen, der nun ihr Herz erreicht hatte.

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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hmm

Ich verstehe diese Geschichte auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Was will sie aussagen?

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tinchen
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

Werke: 15
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Hallo Anemone!

Es geht um Misstrauen und das letztendliche Einlassen, dass den, der sich schon lange sicher glaubte nun verunsichert, entt├Ąuscht und zur├╝ckwirft.

LG Tinchen

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
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hallo tienchen,

Mir gef├Ąllt diese ganze Geschichte nicht, eine Kindergeschichte ist sie nicht.
Sie will einer erwachsenen Person sagen: Du bist unscheinbar und ich lasse mich dazu herab, dir das Land der Liebe zu zeigen. Kurz vor der Ankunft dreht der selbsternannte Prinz um und hat kein Bock mehr,
wie man so sch├Ân sagt.
Er ist sensibel und ehrlich, evtl. auch sehr empfindlich
und erfolgsverw├Âhnt, dieser Prinz.
"Vorschnell" beschreibst du seinen negativen Charakter.
F├╝r einen Prinzen sicher normal. Er wird ├╝berall angehimmelt
und hat auf dem Weg bemerkt: Sie macht es nicht und
das fehlt ihm.
Hat er sich am Ende nur selbst geliebt?

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tinchen
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

Werke: 15
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Es geht nicht um Eigenliebe oder negative Charakterbeschreibungen.
Es geht um eine Verliebtheit, die durch das Misstrauen der Frau getr├╝bt wird. Als sie dann dem Prinzen vertraut, weist er sie zur├╝ck, weil er sich ihr schon lange "gezeigt" hatte und dachte, sie w├╝rde es auch tun.
Er weist sie zur├╝ck, weil sie ihn erst jetzt zu sich l├Ąsst.
LG Tinchen

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