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Leselupe.de > Gereimtes
Ein Fremdwort zog aus, um das Fürchten zu lernen.
Eingestellt am 30. 07. 2003 10:20


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Herr Müller
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Das arrogante unverstandene Fremdwort

Ein Fremdwort hochgepriesen,
stolzierte tief aufs Land
und sprach ans Volk der Wiesen:
Ich bin´s, extrohyperquantrant.

Das Volk fühlt sich verspottet,
doch neigt es sich ganz tief,
und frötzelt hart gesottet:
Wie schön, dass man Dich rief.

Das Leben wird jetzt besser,
verständlich, Du bist neu,
ein schöner Weltverbess´rer,
wir halten Dir die Treu.

Man feiert ihn gar heftig,
das ganze ging recht lang,
doch einer litt ganz mächtig,
extrohyperquantrant.

Jetzt hieß er nur noch pexel,
verarscht als hyperdrant,
expopoüberdrechsel,
das war schon allerhand.

Das Fremdwort war beleidigt
und rannte in die Stadt
wo stets man ihn verteidigt,
und fortgebildet hat.

Da blieb es in den Ohren
der Leute mit Verstand,
geliebt von Professoren,
extrohyperquantrant.

**** eigentlich Schluß, aber..

Ein Bauer namens Günther,
kopfkratzend mit der Hand,
der las in BILD im Winter,
ex..tro....hy....

Ein Fremdwort hochgepriesen,
stolzierte tief aufs Land
...............neeeeiiiiin...



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Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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Vera-Lena
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Extrohyusw

Lieber Herr Müller,

als erstes sage ich mir, dass Du eine Ballde geschrieben hast. Als zweites frage ich mich, welche Aussage Du machen möchtest.
Da Du das Fremdwort personifiziert hast, könnte die Aussage schon tiefgreifender sein. Beispielsweise bezeichnet ein Name ja etwas, und wenn man ihn entstellt, kann man auch zugleich den Träger des Namens entstellen oder gar verunglimpfen. Insofern, muss man es sich schon überlegen, wem man z.B. Namensverkürzungen erlaubt.

Aber ich denke, Du hast es eher auf das Gefälle Stadt-Land abgesehen.
Dann wäre für mich die Aussage, dass das Extrodings sich damit zufrieden geben sollte, nützlich zu sein und seine eitlen Empfindlichkeiten besser beiseite ließe.

Ich denke, Du klärst mich noch auf.
Liebe Grüsse Vera-Lena


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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Herr Müller
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Hallo Vera-Lena

Ich habe gemerkt, das das Gedicht nicht das rübergebracht hat, was ich ausdrücken wollte.
Ich wollte zeigen, das man auf Fremdwörter getrost verzichten kann. Ein klarer Kopf spricht klare Wörter und bleibt verständlich. Hoffentlich bleieb ich verständlich. Ich habe das Gedicht komplett überarbeitet. Vielen Dank für Deinen hilfreichen Kommentar.


Liebe Grüße
Herr Müller
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swartzenfresser
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hmm ich fand den ersten text schon nicht schlecht..aber nun isses ziemlich auf dem punkt

" Wer seine eigene Sprache als arm darstellt, beherrscht sie nur nicht richtig" ( M.B.)

mfg swartzenfresser



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fragt euch selber, wieviel tier ihr seid....

Martin B.

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Vera-Lena
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deutsch bleibt deutsch

Lieber Herr Müller,

jetzt habe ich es verstanden. Das Fremdwort war beleidigt, weil die Leute es nicht aussprechen konnten. Hätte das Ding, um das es hier geht, einen deutschen Namen gehabt, wäre gar kein Problem aufgetreten.
Ja, ohne Frage ein ernsthaftes Thema anschaulich rübergebracht.

Liebe Grüsse an Herrn Müller (mit dem schönen Deutschen Namen) von Vera-Lena
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Herr Müller
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Hallo swartzenfresser

stimmt, das erste hatte mir auch gefallen, aber jetzt ist es glaube ich rund, auch im Sprechtakt. Danke für Dein Lob.

taktvoll, Herr Müller
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