Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92195
Momentan online:
333 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ein Geschenk des Himmels
Eingestellt am 28. 04. 2004 14:42


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Herzog
???
Registriert: Apr 2004

Werke: 39
Kommentare: 48
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herzog eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

So vieles hatte sich ge├Ąndert in jener Nacht, wenn auch der ├Ąu├čere Rahmen ihres geordneten Lebens unver├Ąndert blieb: Da war dieses fassungslose Staunen, wenn sie sich klarmachte, was alles mit ihr geschehen war, da gab es diese Erinnerung an v├Âllige Seligkeit, an ├╝berstr├Âmende Freude... andererseits aber auch immer noch dieses Erschrecken, dieses Nichtbegreifenk├Ânnen, diese unbestimmte Angst, der Schleier ihres wunderbaren Geheimnisses k├Ânnte zerrei├čen. Ihr Verstand versuchte, sie zu beruhigen. Im Grunde wusste sie nat├╝rlich, es konnte ihr nichts geschehen.

Ihr Zwiespalt hatte einen Namen: Marita. - Himmelsgeschenk hatte sie sie genannt in jener Nacht und so hatte sie das ja auch empfunden: ein unverdientes Gl├╝ck, unerwartet und unbegreiflich, ├╝ber alle Ma├čen begl├╝ckend und doch beunruhigend zugleich...


Der Brief lag auf dem Tisch, seit Stunden schon, die Telefonnummer in gro├čer Kinderschrift kannte sie auswendig, daneben der Satz: Ruf mich an, ich komme zu dir, wir k├Ânnen ├╝ber alles reden...

Sie wollte das wirklich nicht und als sie die Nummer dennoch w├Ąhlte, sp├╝rte sie, wie ihr Herzschlag sich beschleunigte und ihr Mund trocken wurde vor Anspannung.

(Sie konnte ja schlie├člich immer noch auflegen, auf keinen Fall w├╝rde sie sich am Telefon melden, das war klar, und au├čerdem...)

Ja, hallo?

Eine Stimme, die sie wohl kannte, aber Gesicht und Name fielen ihr nicht ein.

Langes Schweigen, der Atem am anderen Ende war deutlich zu h├Âren.

Bist du es, Ulrike?

Sie wagte es tats├Ąchlich, sie beim Vornamen zu nennen. Was bildete dieses M├Ądchen sich ein! Schlie├člich war sie ihre Lehrerin!

Jetzt funktionierte ihr Ged├Ąchtnis wieder. Das war doch, das war doch...

Marita? h├Ârte sie sich fragen und h├Ątte sich am liebsten die Zunge abgebissen. Zu ├Ąrgerlich, dass sie sich nicht unter Kontrolle halten konnte.

Ich bin in zehn Minuten bei dir. Du musst nur sagen: Komm.

Wieder dieses Schweigen.

Ich wei├č nicht, ob das... aber dar├╝ber reden, warum nicht? - Also gut, du kannst kommen, aber...

Ich bin schon unterwegs.

Und:





Danke...


********


Verr├╝ckt, wirklich! - Da war dieses M├Ądchen, das ihr anonyme Briefe geschickt hatte, Liebeserkl├Ąrungen, verpackt in reizenden kleine Fantasiegeschichten, und Manfred war auf dieser Tagung in S├╝ddeutschland.

Was sollte daraus nun werden?

Sie w├╝rden miteinander reden, mein Gott, das musste aufh├Âren, diese Geschichte mit den Briefen, jeden Mittwoch, seit vier Wochen schon, das konnte doch so nicht weitergehen...

Irgendwie war das nat├╝rlich alles auch durchaus schmeichelhaft f├╝r sie, wenn man den Altersunterschied bedachte und dass diese Marita... - also wirklich, ein ganz reizendes M├Ądchen, - dunkelblondes, streichelglattes Haar, wassergr├╝ne Augen, die so unschuldig gucken konnten und lachen, dass man alles um sich herum vergessen mochte...- aber andererseits: Das ging doch nicht, wie konnte sich dieses halbe Kind in sie verlieben, eine verheiratete Frau, sich irgendwelche Hoffnungen machen, noch dazu, wo sie ihre Lehrerin war, wenn auch nicht mehr lange... aber immerhin, sie musste doch wissen, dass...

Als der Haust├╝rgong anschlug, war sie wie gel├Ąhmt... - Sie musste sich zwingen, die T├╝r zu ├Âffnen. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, als das M├Ądchen vor ihr stand...

********


Hinterher dann wunderte sie sich dar├╝ber, wie schnell alles gegangen war. - Sie hatte versucht, ganz cool zu bleiben, aber der Blick dieses M├Ądchens, dieser Blick! Da war keine Spur von Verlegenheit, von Scheu und noch nicht einmal Neugier. F├╝r Marita schien alles ganz selbstverst├Ąndlich zu sein und so warf sie sich ihr in die Arme, schmiegte ihren jugendfrischen K├Ârper an sie und k├╝sste sie mit einer Leidenschaft, die ihr den Atem nahm. Sie wollte sie von sich schieben, aber ihre H├Ąnde gehorchten ihr nicht, sie wollte ihrer Emp├Ârung Luft machen, aber ihre Stimme versagte. Was war los mit ihr, warum war sie so hilflos mit einemmal, so hilflos und auf so fassungslose Weise gl├╝cklich zugleich ?

Sie hatten noch kein Wort miteinander gesprochen, als Maritas flinke kleine Zunge ├╝ber ihren Hals und in den Ausschnitt der Bluse fuhr und ihr einen Schauer des Entz├╝ckens nach dem anderen ├╝ber den R├╝cken jagte. Wie geschickt dieses Kind war und wie bezaubernd! Maritas Lippen strichen ├╝ber den Rand des BH und pl├Âtzlich war das Ding offen und ihre vollen Lippen schlossen sich ├╝ber der aufbl├╝henden Knospe ihrer Brust...

Irgendwie kamen sie ins Wohnzimmer hinein und landeten auf dem Biedermeier-Sofa. Ein Teil von ihr wollte sich noch immer wehren, aber die eine Hand strich ├╝ber Maritas Br├╝ste, sp├╝rte ihre Erregung unter dem d├╝nnen Stoff des T-Shirts, und mit der anderen ├Âffnete sie ihr den Rei├čverschluss an den Jeans. Sie versuchte, nicht mehr nachzudenken ├╝ber das, was sie da tat, irgendein Widerstand in ihr war noch vorhanden, aber da war auch dieser Wunsch nach Lust und nach Z├Ąrtlichkeit, da war die atemlose Freude an der Sch├Ânheit dieser jungen Frau...

Und dennoch:

Ich wei├č nicht, ob wir wirklich... h├Ârte sie sich sagen.

Das ist doch Unrecht. Und ich habe noch nie... ehrlich, du musst mir glauben.


F├╝r einen Moment lie├č Marita sie los und dann stand sie vor ihr.

Nackt.

Diese glatte, samtweiche Haut, diese vollerbl├╝hten und doch so straffen Br├╝ste! Erdbeerf├Ârmige Knospen, hoch erregt. Dieser schimmernde Jungm├Ądchenmund - und dann, als ihr Blick herabglitt ├╝ber den kleinen festen Bauch - diese hochgeschlitzte Bl├╝te zwischen ihren Schenkeln, leicht vorgew├Âlbt und halb ge├Âffnet, glatt und weich und von Haarwuchs frei, rosig schimmernd von innerer, verhei├čungsvoller Feuchte...


**********


Stunden sp├Ąter erst, als sie wieder zu Atem gekommen war, sprach sie die Frage aus, die sich festgesetzt hatte in ihr, noch bevor sie Marita hereingelassen hatte in ihr Haus, in ihr Leben, in ihre Tr├Ąume:

Warum ich?

Wassergr├╝ne Augen, nachdenklich. Dann: Ein scheues L├Ącheln, m├Ądchenhafte Verlegenheit.

Liebe braucht keinen Grund.

Und:

Du bist die erste und einzige f├╝r mich... .

Die wei├čen Seidenvorh├Ąnge am Schlafzimmerfenster bauschten sich leicht im fr├╝hen Morgenwind.

Sie wusste: Etwas Neues in ihrem Leben hatte begonnen.

Und sie f├╝hlte sich leicht und gl├╝cklich dabei.






Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

An Herzog,

Liegt es am Thema? Frau liebt Frau.
Oder liegt es am Autor? Mann schreibt ├╝ber Frauenliebe.

Zuerst meine Eindr├╝cke zum Formalen:
Dies ist eine handwerklich gut geschriebene Geschichte. Keine sprachlichen Stolpersteine.
Als st├Ârend empfand ich die Gestaltung des Textes mit Flie├čtext am Anfang und mit den vielen Leerzeilen. Ich weiss schon, die sollen einen Satz betonen, der nachfolgt.
Wenn aber der Inhalt fesselt, sind diese Kr├╝cken meiner Meinung nach nicht n├Âtig.

Beispiel:

Liebe braucht keinen Grund.

Und:

Du bist die erste und einzige f├╝r mich... .


Auch die in Klammer gesetzten Gedanken w├╝rde ich aus ihrer Umklammerung befreien.

Zum Inhalt:
Du hast zwei verschiedene Frauengestalten gezeichnet.
Die eine jung, frisch und unbek├╝mmert.
Die andere reif, zur├╝ckhaltend und voller Angst vor den eigenen Gef├╝hlen.

Jede f├╝r sich allein stehend mag, so beschrieben, auch stimmig sein.
Aber die beiden zusammen ergeben f├╝r mich kein rundes Bild.
Und ein erotisches Gef├╝hl beim Lesen kommt auch nicht auf.
Zu kurz und h├Âlzern alles: Situation, die beiden Frauen, das Ende.

Wenn ich ein Gef├╝hl hatte beim Lesen, dann war es ├ärger. ├ťber die Lehrerin, die sich so vollst├Ąndig entm├╝ndigen l├Ąsst und am Ende auch noch leicht und gl├╝cklich ist dar├╝ber.

Wenn sie schon die Freuden dieser gleichgeschlechtlichen Liebe genie├čt, h├Ątte ich mir gew├╝nscht, dass sie das bewu├čt macht und nicht so ├╝berrumpelt wird.

Ich w├╝rde sagen, du kannst schreiben aber du solltest an der Geschichte noch arbeiten, wenn sie dir wichtig ist. Oder die hier stehenden Anregungen bei weiteren Geschichten in Betracht ziehen.

Wenn du sie so annehmen magst.

Lotte Werther

Bearbeiten/Löschen    


Herzog
???
Registriert: Apr 2004

Werke: 39
Kommentare: 48
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Herzog eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Vielen Dank

Liebe Lotte Werther,

vielen Dank f├╝r deine kritischen Anmerkungen. - Der Text ist von mir nie so ganz schwergewichtig gemeint gewesen, nur ein bisschen Unterhaltungslekt├╝re, der allerdings eine wahre Begebenheit zu Grunde liegt. Ich habe auch die beiden Frauengestalten nicht er-, sondern vorgefunden. (Sie waren ein paar Monate zusammen, bis ihre Beziehung dann ganz unspektakul├Ąr zu Ende ging.)

Viele Gr├╝├če, Herzog

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!