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Leselupe.de > Ungereimtes
Ein Himmel I - ohne Evangelium
Eingestellt am 24. 10. 2011 18:30


Autor
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Ralf Langer
Routinierter Autor
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Ein Himmel I
- ohne Evangelium

Das Erdreich f├╝llt sich selbst
kennt keinen leeren Raum
mit den Asseln den W├╝rmern
vereint im lichtlosen Traum
von einem Himmel
warten unsere Gebeine
unter irdischen Bedingungen
auf L├Âsungserscheinungen


__________________
RL

Version vom 24. 10. 2011 18:30
Version vom 24. 10. 2011 18:47
Version vom 24. 10. 2011 19:14

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Carina M.
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

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Lieber Ralf
ich wage mal eine Interpretation

Das Erdreich f├╝llt sich selbst
kennt keinen leeren Raum


Asche zu Asche

lichtlos tr├Ąumt
das tief Verwurzelte -


Die Suche nach der Einheit

tr├Ąumen die Asseln die W├╝rmer
von einem Himmel
unterirdischen Bedingungen

von einem Himmel auf Erden?
den es aber nicht gegen kann


warten unsere Gebeine
unsere Gebete
obdachlos geworden
auf L├Âsungserscheinungen


die Institution Kirche ist kein festes Dach mehr
Aber es bleiben, Liebe Glaube Hoffnung, diese Drei.


Liebe Gr├╝├če und ein paar Hoffnungsstrahlen
Carina
__________________
Alles was ich schreibe ist haschen nach Wind

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Ralf Langer
Routinierter Autor
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hallo carina,
dank f├╝r deinen interpretationsansatz.

hilfreich zum entschl├╝sseln ist auch der titel
hier : evangelium altgr., evangelos botschafter, bzw botschaft
eine "├╝berbringung"

also hier ein Himmel - ohne botschaft

erdreich hier auch zum einen als der boden unter unseren f├╝├čen
aber auch als gegepart zum himmelreich( eschatologisch)

und das letzte wort auf (er)l├Âsungserscheinungen

ich selbst s├Ąhe dieses st├╝ck lichtloser, also dunkler

p.s.
ich schrieb ja insgesamt von drei himmeln
und hoffte, dass sich die st├╝cke zu einem triptychon
erg├Ąnzten

dir einen lieben gru├č
ralf
__________________
RL

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Hallo Ralf,

inhaltlich spricht es mich sehr an; allein die Sprache scheint mir noch zu - sorry - staksig. Sie muss sich wie eine Schlange einschl├Ąngeln ins Herz des Lesers - dass dieser, die Gefahr eines giftigen Bisses hinnehmend, den poetischen Gedanken goutiert. Deshalb ist das beschw├Ârende Element im Sprachfluss, der Sog, nicht zu untersch├Ątzen. (Wenn der sprachliche Inhalt die Karosse, ist der Sprachfluss der Sprit.)


quote:
Ein Himmel I
- ohne Evangelium

Das Erdreich f├╝llt sich selbst
kennt keinen leeren Raum

lichtlos tr├Ąumt (tr├Ąumt lichtlos)
das tief Verwurzelte - (tief verwurzelt dass)
tr├Ąumen die Asseln die W├╝rmer (die Asseln die W├╝rmer tr├Ąumen)
von einem Himmel
(Leerzeile)
unterirdischen Bedingungen (unter irdischen Bedingungen)
warten unsere Gebeine
unsere Gebete (unsere obdachlos gewordenen Gebete)
obdachlos geworden
auf L├Âsungserscheinungen
eventuelles Fragezeichen

Mit besten Gr├╝├čen

Elke

P.S. Sch├Âne Idee mit dem Tryptichon.
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
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hallo elke,
dank f├╝rs vorbeischauen,
das mit dem redefluss werde ich nochmal ├╝berdenken.

sehr hilfreich hier dein bild mit der wortschlange
die sich ins herz des lesers sachleicht,

werde nochmal daran gehen

lg
ralf

__________________
RL

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Label
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jan 2011

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Lieber Ralf

jetzt bin ich ziemlich lange um dein Gedicht herumgeschlichen, das mir vom Inhalt sehr anspricht.
Erst als Elke es auseinanderdr├Âselte, habe ich festmachen k├Ânnen, was mich irritierte.
Eigentlich nur ein einziges Wort

von einem Himmel
unterirdischen Bedingungen
das ich aber gleichzeitig in diesem Kontext f├╝r wesentlich halte.
Vom Sprachfluss m├╝sste es unterirdischer heissen, damit verl├Âre es aber die zweite Bedeutungsebene

Eine M├Âglichkeit um Beides zu behalten w├Ąre:
(er)tr├Ąumen die Asseln die W├╝rmer
den Himmel in
unterirdischen Bedingungen

damit k├Ânnte sich "die Sprache ungehindert duchschl├Ąngeln"

mit einem lieben Gru├č
Label
__________________
sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

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