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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein Kind!
Eingestellt am 27. 04. 2017 10:36


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ThomasQu
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Ein Kind!

Ich trank in einer Bar der einfacheren Sorte. Neben mir am Tresen stand ein gutgekleideter Typ, der gar nicht hierher zu passen schien.
Wir blickten uns an, wir prosteten uns zu und wir kamen ins Gespräch.
Zuerst belanglos, dann wurde es persönlicher. Ich erzählte ihm, wie mir mein Chef vor einigen Tagen die fristlose Kündigung überreicht hatte.
Bruno, der Typ, zahlte eine Runde nach der anderen und dann kam auch noch seine Schwester dazu. Sie war zugänglich – und hinreißend! Lange, schwarze Haare und bronzefarbene Haut.
Wir fanden sofort einen Draht zueinander. Am Auffälligsten waren ihre Augen, grün, mit schlitzartigen Pupillen, wie bei Katzen, oder Reptilien.
Tolle Kontaktlinsen, dachte ich mir.
Karina und ich küssten uns und Bruno stand lachend dabei und klatschte Applaus. Sie sagte, sie wolle in hundert Tagen ein Kind von mir! Als Gegenleistung würde sie mein Leben verändern. Ich müsse mir nur einen Beruf aussuchen und ich würde schnell erfolgreich darin sein.
Was fĂĽr ein seltsamer Handel und wir besiegelten unsere Ăśbereinkunft.


Im Stadtpark, auf der Erde liegend, kam ich zu mir. Ich raffte mich auf, übergab mich und torkelte nach Hause, immer noch stockbesoffen. Ich wusste nicht mehr, an welcher Stelle in meiner Erinnerung die Realität endete und wo der Traum begann.

Was sollte ich jetzt mit meiner freien Zeit anfangen? Ich schloss mein Kellerabteil auf und suchte meine Gitarre. Oben in der Wohnung stimmte ich die Saiten nach Gehör. Jahrelang hatte ich das Instrument nicht mehr in Gebrauch. Ich versuchte, mich an die verschiedenen Akkorde und Griffe zu erinnern. “C“, “F“, “G“ … das Bluesschema.
Nach einer halben Stunde gelangen mir die Akkordwechsel schon flĂĽssig und ich begann, Textzeilen aus mir bekannten BluesstĂĽcken mitzusingen.

Wofür ich früher ein Jahr gebraucht hätte, das brachte ich mir selbst innerhalb der nächsten Woche bei. Jeden Nachmittag saß ich nun im Stadtpark und spielte. Die Menschen blieben stehen, hörten zu und warfen Münzen in meinen Gitarrenkoffer. Ich wurde davon nicht reich, aber ich konnte leben.

Das ging so lange gut, bis – ja bis …
Ich war gerade am Zusammenpacken, als eine ältere, korpulente Frau mit einem Trachtenhut vorbeikam und mir einen Zwanzigeuroschein überreichte. Als ich mich für diese Großzügigkeit bedanken wollte, bemerkte ich ihre tiefgrünen Augen mit den schlitzartigen Pupillen. „Du erinnerst dich an unseren Handel? Hundert Tage!“, raunte sie mir zu und ging weiter.
Der Schreck fuhr mir durch alle Glieder. Ich hatte diesen seltsamen Barbesuch schon fast vergessen, doch jetzt kam alles zurück in mein Bewusstsein. “In hundert Tagen ein Kind“!
Was für eine Schnapsidee, dachte ich mir damals, eine Schwangerschaft, die nur hundert Tage dauern soll, ohne Sex …

Von nun an spielte ich nicht mehr im Park! Ich zog abends mit meiner Gitarre durch die Kneipen in der Altstadt, spielte drei oder vier Songs, ließ meinen Hut herumgehen und wanderte weiter in die nächste. Einmal glaubte ich auch hier, bei einer Frau im Publikum Schlitzpupillen erkannt zu haben, aber ich war mir nicht sicher.

Nach drei Wochen Kneipentour sprach mich ein Schlagzeuger an. Sie hätten nächste Woche einen Auftritt bei einem kleinen Musikfestival in der Nähe. Sein Gitarrist wäre ihm aber kurzfristig abhandengekommen und ob ich nicht einspringen könne. Wir probten das Repertoire ein und auf einmal war ich der Frontmann einer Bluesband. Bass, Schlagzeug, Gitarre.

Es war ein kometenhafter Aufstieg in kurzer Zeit und irgendwie ging mir das alles viel zu glatt!
Ich ertappte mich dabei, dass ich mich manchmal nicht traute, anderen Menschen in die Augen zu schauen, aus Angst, wieder Schlitzpupillen zu entdecken. Ich wusste nicht einmal, wann dieser hundertste Tag sein sollte, weil ich mich nicht mehr an das Datum dieses Barbesuches erinnern konnte.

Der Gig lief super, das Publikum tanzte bis in die hinteren Reihen zu unserer Musik und der Konzertveranstalter stellte weitere Auftrittsmöglichkeiten in Aussicht.
Eine Woche später, ich saß nach einem anstrengenden Tag im Übungsraum zuhause beim Abendbrot, klopfte es an meiner Tür. Draußen stand Karina! Die Iris ihrer Augen war blutrot!
Ich erschrak und stand da wie angewurzelt.
Genau heute in einer Woche wäre der hundertste Tag, teilte sie mir mit, dann käme sie wieder und wolle das Kind mitnehmen!
Ich fragte sie, ob sie verrĂĽckt geworden sei und woher ich denn ein Kind nehmen solle!
Das wäre eben meine Sache und ich würde schon sehen, wie es mir erginge, wenn ich meinen Teil der Vereinbarung nicht einhalten würde.

Am nächsten Morgen bekam ich einen kleinen Vorgeschmack davon. Ein Dachziegel, der sich gelöst hatte, verfehlte mich so knapp, dass ich dessen Luftzug spürte, als er an mir vorbeiflog und auf dem Bürgersteig in tausend Stücke zerbrach. Die Probe im Übungsraum musste ich schon nach wenigen Minuten abbrechen. Meine Gitarre fühlte sich vollkommen fremd an, als hätte ich noch nie gespielt und später, auf dem Heimweg, hätte mich fast ein Auto überfahren.

Jetzt war mir klar, das Spiel war ernst, todernst! Als ich am Nachmittag bei der Kassiererin im Supermarkt Schlitzpupillen entdeckte, war ich am Ende mit meinen Nerven. Ich meldete mich bei meiner Band ab, blieb zuhause und grĂĽbelte verzweifelt nach einem Ausweg aus meiner Situation!

Meine Musikerkarriere? Die wäre mir egal gewesen. Die Angst war es! Diese übermächtige Angst vor Karina und vor ihren Augen, unter denen ich mich so schutzlos fühlte.
Tagsüber saß ich wie versteinert am Tisch, das Gesicht in den Händen vergraben, nachts tigerte ich ruhelos durch meine Wohnung. Wie es dem Kind bei ihr ergehen würde, das wagte ich mir gar nicht auszumalen.

Am Tag der Übergabe mietete ich mir einen unauffälligen Wagen und schraubte andere Nummernschilder an. Ziellos fuhr ich durch die Stadt, durch Wohngebiete, an Schulen und Kindergärten vorbei, bis ich das passende Opfer erspähte. Ein vierzehnjähriges Mädchen, das auf dem Bürgersteig einen Kinderwagen schob.
Ich setzte meinen Wagen in eine Parklücke und wartete, bis sie auf gleicher Höhe mit mir war. Jetzt stieg ich aus und ging auf sie zu. Überrascht wandte sie sich um und sah mich an.
Mit voller Wucht schlug ich ihr die Faust ins Gesicht, griff in den Kinderwagen und holte den Säugling heraus, der sofort anfing, heftig zu schreien.
Ich legte den kleinen Jungen in den BeifahrerfuĂźraum, breitete locker eine Decke ĂĽber ihm aus und machte mich auf den Weg nach Hause. Nach wenigen Minuten verstummte er, vermutlich war er durch das Fahren wieder eingeschlafen.
In der Decke eingewickelt trug ich ihn hoch in meine Wohnung und legte ihn auf den FuĂźboden.

Drei Stunden später klopfte Karina an meine Tür, dieses Mal mit schneeweißen Augen. Ein Schauer lief mir über den Rücken, als ich sie sah. Sie folgte mir grußlos in mein Wohnzimmer und ich übergab ihr den weinenden Jungen. Beim Hinausgehen raunte sie mir noch zu, dass sie in hundert Tagen wiederkäme und das nächste Kind abholen würde.
Tränen liefen mir über die Wangen, als ich zum Fenster hinausblickte und schauen wollte, wie Karina das Haus verließ. Doch sie erschien nicht! Als hätte sie sich im Treppenhaus in Luft aufgelöst. Jetzt begann ich, hemmungslos zu schluchzen.

Am nächsten Morgen las ich in der Zeitung, dass die Vierzehnjährige durch meinen Schlag einen Jochbeinbruch erlitten hatte, bei ihrem anschließenden Sturz sei sie mit dem Kopf hart auf dem Pflaster aufgeschlagen und seither liege sie im Koma. Es gäbe zwar Zeugen, die den Vorfall aus der Entfernung beobachtet hätten, deren Aussagen wären aber nicht übereinstimmend.

Inzwischen probte ich wieder mit meiner Band und mein Spiel hatte sich noch einmal deutlich verbessert. Nach einigen weiteren Auftritten kam ein Produzent auf uns zu und bot uns einen Vertrag an. Die nächsten Wochen verbrachten wir im Studio und spielten Songs für eine CD ein.

Trotz des Erfolges war ich der unglücklichste Mensch auf der Welt, wusste ich doch, dass der künstlich herbeigeführt war. Von unheimlichen Mächten protegiert und auf einem schweren Verbrechen beruhend, das ich begangen hatte.
Auf der Bühne und im Übungsraum produzierte ich die unglaublichsten Riffs, kaum stand die Gitarre im Eck, wurde ich von Panik und Albträumen gepackt und geschüttelt. Die wurden umso schlimmer, je näher der “Hundertste Tag“ in Sichtweite kam. Dieses Mal kannte ich den Termin genau.

Selbst, als ich zum ersten Mal einen Song aus unserer CD im Radio hörte, konnte mich das nicht aus meiner Verzweiflung reißen. Mein Leben war nur noch erträglich, wenn ich Gitarre spielte und nicht einmal ich konnte vierundzwanzig Stunden am Tag spielen.

Irgendwann rief mich mein Produzent an und erklärte, dass er uns bei einem großen Open-Air-Event untergebracht hätte, das in drei Wochen stattfinden sollte. Wir würden dann vor vielen tausend Leuten spielen. Ich nahm das mit Gleichmut zur Kenntnis. Es war mir inzwischen egal, ob ich vor fünfzig oder tausend Menschen spielte. Außerdem, zwei Tage vorher war der “Hundertste Tag“, der meine Gedanken ungleich mehr beschäftigte. Beschäftigte? Dominierte!

Ich lenkte mich ab durch Ăśberstunden im Proberaum und spielte in der kurzen Zeit mein zweites Album ein. Nur meine beiden Mitspieler mussten ihren Part noch auf das Band bringen.
Drei Monate hatte ich nichts von Karina gehört, keine schlitzförmigen Pupillen gesehen und dennoch … Mich packte das Grauen! Vor ihr, vor mir selbst und vor dem, was ich zu tun gedachte.

Die Leute in der Stadt waren nach meinem letzten Kindsraub vorsichtig geworden. Der Täter war noch nicht gefasst und könnte jederzeit wieder zuschlagen. Somit versuchte ich mein Glück in der Peripherie und fuhr durch einige Dörfer, die sich im Umkreis befanden.
In einer ruhigen Seitenstraße bemerkte ich einen vierjährigen Jungen, der alleine im Garten spielte, nahe am Zaun. Ich bremste und fuhr rechts ran. Den musste ich im Auto womöglich ruhigstellen, aber warum sollte das nicht gelingen? Ich stieg aus und ging auf ihn zu. Als er mich erblickte, wandte er sich ab und rannte ins Haus.

Später sah ich dann auf dem Radweg neben einer schmalen Landstraße eine Frau, mit einem viel kleineren Kind in einem Sitz vor ihrer Lenkstange.
Ich gab Gas, bog nach einem Kilometer rechts ab in einen Feldweg und stieg aus. Als die Radfahrerin nahe genug war, stellte ich mich ihr in den Weg.
Sie bremste heftig, schrie mich an, ob ich denn noch alle Tassen im Schrank hätte und brachte ihr Fahrrad knapp vor mir zum Stehen.
Ich ging den letzten Schritt auf sie zu, klemmte das Vorderrad zwischen meine Beine, nahm das Messer aus meiner Tasche und stach auf sie ein!
Einmal - zweimal - dreimal … ich weiß nicht mehr, wie oft.
Erst krümmte sie sich, dann sank sie blutüberströmt und wimmernd seitlich zu Boden. Ich löste den Haltegurt, hob das Kind aus dem Sitz und wandte mich um in Richtung meines Wagens. Das Fahrrad fiel scheppernd auf ihren Körper.
Ich legte das Kind in den Kofferraum, packte die Schwerverletzte an den Armen und zog sie mitsamt dem Fahrrad ein StĂĽck in den Wald hinein.

Zur erwarteten Zeit klopfte Karina an meine Tür und nahm das Kind auf den Arm, das jetzt verweinte Augen hatte. Ihre Pupillenschlitze waren höchstens einen Millimeter breit.
Bis zum nächsten Mal, in hundert Tagen, sagte sie nur.
Auf den Blick aus dem Fenster verzichtete ich. Ich saĂź einfach nur da, regungslos, starrte die Wand an und lieĂź das Ticken der Uhr ĂĽber mich ergehen.

Ja, was soll ich noch sagen, ich spielte das Konzert meines Lebens und die Fans gingen tierisch ab. Dabei war ich nicht mal bei der Sache, alles ging von selbst. Ich spielte wie ferngesteuert!
Nach dem Auftritt erklärte ich meinen Begleitmusikern, dass ich aufhören wolle und dass sie das neue Album noch fertigstellen könnten, wenn sie Lust dazu hätten.

Am gleichen Tag stellte ich mich der Polizei!

Nun sitze ich hier in der Geschlossenen, zugeknallt mit Medikamenten! Gleich kommen zwei kräftige Pfleger, die werden mir die Arme fixieren und mich in ein Arztzimmer führen. Man will mich einem Psychologen aus England vorstellen, der extra angereist ist. Dem muss ich meine Geschichte dann wieder erzählen.
Mal schauen, ob Karina mich hier besucht, oder ob der Doktor schlitzförmige Pupillen hat.

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rothsten
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Hallo Thomas,

ich habe länger nichts von Dir gelesen. Zunächst einmal freut es mich, dass Du inzwischen gelernt hast, verständlich zu schreiben. Wenn ich da an die Urfassung des Zwillings denke ...

Klare Sätze, Deine Sprache lebt. Viel weniger Nebensächlichkeiten, besserer Satzbau, kaum blöde Doppelungen undsoweiter ... Gut! Viel besser! Weiter so! Man sieht, es lohnt, an seinem Stil zu arbeiten.

Während der Prolog mich in die Geschichte gezogen hat, lässt mich der folgende Plot hingegen ziemlich schnell fallen. Du schreibst hier Fantastisches, gibst aber keinerlei Anhaltspunkte, wo das herkommt und was das überhaupt alles soll. Die Unverständlichkeit gipfelt in der Szene, in der Dein Prot mit Gewalt das Kind einer Vierzehnjährigen stiehlt.

--> FĂĽr diese abscheuliche Gewalttat braucht es ein SOLCH starkes Motiv, und Deines sind Karinas Pupillen ...

Das reicht nicht, das holt mich nicht ab.

Völlig abwegig ist es, dass Dein Prot unmittelbar vor dem ersten Kinderraub paralysiert scheint, danach aber wieder in der Band spielt, sich dort verbessert und sein Leben einfach weiterlebt.

Lass Dir das mal auf der Zunge zergehen: Jemand ist so verzweifelt, dass er einem halben Kind das Jochbein bricht, um dessen Kind aus dem Kinderwagen zu stehlen, weil ihm irgendso eine Olle im Suff erzählt hat, alle hundert Tage hole sie von ihm ein Kind ...

Das klingt reichlich schwachsinnig, und leider versäumst Du es, mir als Leser diesen Bruch mit erzählerischer Arznei zu versorgen, denn Dein Prot wird "von unheimlichen Mächten protegiert" - doch leider weiß ich nicht, warum.

Sorry, ich hänge in der Luft und halte den Text für zu drüber. Es ist keine Kurzgeschichte, doch selbst in der Fantasy hätte ich ihn nicht gemocht, denn auch dort schmerzen Lücken in der Plausibilität und Schwächen in der Figurenbildung.

Und eine Karriere von der Bar an die Spitze der Charts in nur hundert Tagen ... und sogar zwei Alben ... naja!

Selbst die wichtigste Frage im Text bleibt leider unbeantwortet: Die Frage nach dem "Warum". Selbst, wenn Dein Prot einer Wahnvorstellung anheim gefallen sein soll, ist doch nicht erkennbar, von welchem Dämon er wirklich getrieben wird.

Er hätte es auch einfach sein lassen können, die Kinder zu klauen. In diesem Falle hätte ich es aber auch einfach sein lassen können, Deinen Text zu lesen.

Sorry, aber wieder einmal bin ich verwirrt, weshalb ein Text so hoch bewertet wird. Ehrlich: ich erkenne es nicht! Der Prolog hat was, den Rest danach finde ich sehr schwach. Ich werte nicht in Zahlen, aber wenn, so gäbe ich hier nicht mehr als vier.

Das war wieder hart, ich weiĂź, aber Du weiĂźt auch, es ist ehrlich.

Lieben GruĂź




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ThomasQu
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Hallo rothsten!

Mir geht es ganz ähnlich wie dir. Bei manch hochbewerteter Geschichte frage ich mich ehrlich, wo da der Sinn dahinter steckt.
Es ist eben so, bei dem Einen kommen Plot und Aussage an, beim Anderen nicht.

Zuerst die Frage nach dem Warum: Ich selbst glaube natürlich nicht an Dämonen, aber in meiner Phantasiewelt wandeln sie auf der Erde und versuchen, Menschen mit allen Mitteln in den Untergang zu treiben.

Das Motiv des Ich-Erzählers ist einfach seine Angst! Todesangst!
Er hat mehr Angst vor Karina und davor, was sie mit ihm anstellt, (Dachziegelszene), wenn er nicht liefert, als um die Kinder, die er ihr ĂĽbergibt. Das ist meines Erachtens ausreichend dargestellt. Er handelt bei seinen EntfĂĽhrungen wie ein panisches, in die Enge getriebenes Tier.
Der Ich-Erzähler wird im Laufe der Handlung zunehmend zu einer Marionette, fremdgesteuert (mittels Panikattacken) von den Mächten, denen er sich anfangs verschrieben hat.
Er tut nicht mal etwas fĂĽr die Entwicklung seiner Spielkunst und seinen Erfolg als Musiker, alles fliegt ihm zu. Dennoch rutscht er immer tiefer in sei UnglĂĽck hinein.

Sonnenklar, dass er ein oder zwei Tage nach seinem ersten Kindesraub wieder in der Band spielt. Was sollte er denn sonst tun? Wenn er jetzt umsatteln und Versicherungsvertreter werden würde, was hätte er dadurch gewonnen? Auch dann wäre er in kurzer Zeit erfolgreich, sein Problem würde er damit aber nicht lösen, das bliebe das gleiche.

Erfreulich ist, dass es auch Leser gibt, die mit der Aussage etwas anfangen können, dass vielleicht doch nicht alles so unverständlich, abwegig und schwachsinnig ist, wie du es darstellst. Ich betrachte die Geschichte jedenfalls als recht gelungen.

GrĂĽĂźe,

Thomas

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FrankK
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Hallo, Thomas
Eine Kurzgeschichte, die thematisch eher dem Genre „Horror“ zuzuschreiben wäre, präsentierst du uns. Basierend auf „Karina“, einem weiblichen Dämon, der dem Leben an sich feindlich gegenübersteht und es insbesondere auf Kinder abgesehen hat.
Insofern – zur Füllung einer Verständnislücke für den Leser – fehlt die Background-Information über die Dämonin.

Ich versuche mich dann mal an einer Analyse. Keine Angst, das tut nicht weh. Oder vielleicht doch?

Plot:
Neben einem schlichten Drama finde ich noch die Möglichkeit, dass es sich um einen Kampf handeln könnte. Hier speziell kämpft der Ich-Prot mit sich selbst und gegen seine Überzeugungen.
Er versucht sich zu überwinden, sein Verlangen nach Ruhm und Erfolg abzuwägen gegen die Gewalt gegenüber ihm fremder Personen und dann den richtigen Weg zu finden.
Beides funktioniert nicht richtig – mir erscheint der Plot, der zugrunde liegt, etwas unscharf:
FĂĽr ein Drama fehlt irgendwie eine abschlieĂźende Eskalation, fĂĽr einen Kampf gegen sich selbst hadert er viel zu sehr mit sich selbst und vergeht fast in Selbstmitleid.

Der Leitgedanke (die Prämisse):
Sorry, da habe ich überhaupt keine Idee. Für ein Drama könnte es lauten:
„Wer sich mit den dunklen Mächten einlässt, wird von ihnen verschlungen.“
Alternativ zum Kampf-Plot könnte folgendes Leitmotiv gelten:
„Falscher Erfolg, weil von dunklen Mächten konstruiert, führt ins Unglück.“
Beides ließe sich auf diese Geschichte anwenden – und funktioniert daher nicht.

Erzählebene:
Der Protagonist erzählt aus der Ich-Perspektive, nicht allwissend, durchgängig Personenbezogen (seine eigene Person).
Seine GefĂĽhls- und Gedankenwelt sind anschaulich wiedergegeben, die Sprache, der Du dich bedienst, erscheint mir angemessen.
Mich persönlich stört ein wenig der fast durchgängige „Relativ-Stil“ der Erzählebene. Dadurch entsteht eine gewisse Distanz zu den Schauplätzen, den beteiligten Charakteren und den Ereignissen.

Die einzelnen Szenen:
Der Einstieg ist recht ordentlich, lockt mich (nach dem ersten frühzeitigen Stolperer) doch noch in die Geschichte hinein. Nicht ganz klar wird Brunos Rolle – er taucht nur dort auf. Der Bruder einer Dämonin? Schwach.
Wieso ist er ĂĽberhaupt notwendig? Warum interagiert Karina nicht sofort?

Die zweite Szene beginnt mit einem überlangen Einstieg (Stimmen der Gitarre und üben der Griffe bringen den Text nicht voran) und wirkt etwas bemüht. Hier scheint Dir die Überleitung zum Fortgang des Textes schwergefallen zu sein. Gleitend wechselt die Szene zum Stadtpark und Karina erscheint (in anderer Gestalt) und erinnert ihn an die Abmachung. Wieso sollte diese eigentlich Bindend sein? Wenn er jetzt alles hinwirft, sollte er aus dem „Vertrag“ aussteigen können.
In dieser Szene durchbrichst Du das einzige Mal die relative Erzählsprache. Die Szene im Stadtpark erscheint mir plastisch in meinem Kopfkino. Und nur diese.

In der dritten Szene wandern wir mit ihm durch die Kneipen, weil er den Park meidet. Er hat Angst vor den schlitzförmigen Pupillen (hält er sie also nicht mehr für Kontaktlinsen?). Die Kontaktaufnahme mit der Band zähle ich mal mit zu dieser Szene.

Die dritte Szene spielt bei ihm zu Hause, wo er überraschend Besuch von Karina bekommt und sie ihm eindringlich vorführt, was ihm blüht. Gefühlt lasse ich diese Szene mal zusammen mit seinem ängstlichen Verhalten ausklingen.

Die vierte Szene beschreibt den ersten Kindesraub, die Übergabe an die Dämonin und die Erkenntnis über das, was er da angerichtet hat.

In der fünften Szene „feiert“ er weitere Erfolge und bemerkt, dass sich seine Fähigkeiten weiter verbessert haben. Die Sequenz, in der er Gewissensbisse bekommt, mit sich selbst hadert, abzulenken versucht und dabei erfolgreich Musik produziert, belasse ich einfach bei dieser Szene.

Die sechste Szene besteht aus einem missglückten Versuch und einer anschließenden Steigerung in der Gewalt, um an ein Kind zu kommen. Erneut erfolgt die Übergabe an die Dämonin beim Prot zu Hause.

Die siebte und letzte Szene zeigt uns den Protagonisten als erfolgreichen Musiker, der seine Untaten der Polizei gesteht und daraufhin in eine geschlossene Abteilung verbracht wird.

Erbsenzählerei:

quote:
Wir blickten uns an, wir prosteten uns zu und wir kamen ins Gespräch.

Das kannst Du doch besser, oder?

quote:
“In hundert Tagen ein Kind“!

Zeichensetzung.

quote:
Ich wusste nicht einmal, wann dieser hundertste Tag sein sollte, weil ich mich nicht mehr an das Datum dieses Barbesuches erinnern konnte.

Dies nehm ich dem Protagonisten nicht ab. Er erzählte, das er „einige Tage zuvor“ von seinem Chef fristlos gekündigt worden war. Darauf basierend dürfte er auch noch wissen, an was für einem Wochentag er die Bar besucht hatte. Daraus könnte man das genaue Datum ableiten.
Diese „bizarre Vereinbarung“ hatte er einfach nicht ernst genommen.


Fazit:
Mir fehlt – und da geht es mir wie rothsten – eine Erklärung oder zumindest ein Hinweis, warum der Prot so handelt, wie er handelt. Was bringt ihn dazu, an eine Gefahr für sich selbst zu glauben, wenn er nicht auf die Forderungen eingeht?
Oder – Gegenfrage – was hat Karina davon, dass ein Mensch die Drecksarbeit für sie erledigt? Warum sollte es für sie einfacher sein, seine Karriere zu forcieren und nicht selbst die Kinder zu beschaffen?
Die Lösung dieser beiden Kernfragen sollte ein Bestandteil der Geschichte werden, damit die Handlungen der beiden auch glaubhaft beim Leser ankommen.


Vorschläge:
Bruno – eliminieren. Ist für die Geschichte bedeutungslos. Oder seine Tötung benutzen, um die Ernsthaftigkeit von Karinas verlangen zu unterstreichen. Der Prot könnte „träumen“, mit Karina zusammen im Wagen von Bruno gesessen zu haben, während sie ihm ins Lenkrad greift und von der Straße abbringt. Am nächsten Morgen liest er in der Zeitung von einem Verkehrsunfall.
Erzählstil – ruhig weiter Ich-Perspektive, sorgt für Nähe zum Protagonisten – aber vollständig raus aus dem relativen Berichtsgeplauder. Baue die Distanz ab, indem Du aus den indirekten Dialogen direkte Gespräche machst, bei denen auch die Emotionen übermittelt werden. Oder alternativ – ein Umbau der Story. Die Geschichte startet damit, dass er die Geschehnisse dem Untersuchungsrichter „berichtet“, sie könnte dann damit enden, dass eben dieser Richter ihn wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einer Geldbuße verdonnert. Es könnten andere Ermittlungsfakten vorliegen (Beispielsweise hat der Prot für beide Tatzeitpunkte ein Alibi).
Erklärungen – für Karinas Handlungen. Sie spielt halt gerne mit den Männern. Vielleicht gewinnt sie Kraft aus der männlichen Libido. Bruno (damit könnte man ihn doch noch für etwas wichtiges gebrauchen) könnte eine entsprechende Andeutung machen.
„Karina interessiert sich für dich!“
Ich fĂĽhlte mich geschmeichelt. Dieses zauberhafte Wesen hatte ein Interesse an mir? Ich konfrontierte Bruno damit.
Er lachte trocken. „Junge, du machst dir keine Vorstellung, wie zauberhaft dieses Weib wirklich ist!“

Erklärungen – für die Handlungen des Prot. Mach aus dem Dachziegel vielleicht einen Blumentopf. Er träumt, wie sie ihm diesen in einem Streit vor die Füße wirft. Am nächsten Tag „fällt“ ihm dieser Blumentopf tatsächlich vor die Füße. Er könnte laszive Träume von ihr haben, in denen sie mit ihm Dinge anstellt, von denen er „nie zu Träumen gewagt“ hätte.
Eine Erklärung warum er sich schlecht fühlt, nachdem er das Mädchen aus dem ersten Entführungsfall so schwer verletzt hatte und warum er dann ein Messer benutzt und bewusst die Mutter so schwer verletzt (vielleicht noch schwerer verletzt, das Koma ließe sich auf einen „Unfall“ zurückführen, das Mädchen war halt unglücklich gestürzt), musst Du dir selbst einfallen lassen. Ich wäre in dieser Situation möglicherweise auf die Idee gekommen, Kinder lediglich zu entführen (Im Dunkeln vielleicht in ein Haus einsteigen, mir Chloroform beschaffen oder ähnliches).
Runde Distanz – für die Abstände zwischen den Entführungen. Die genauen „Hundert Tage“ überzeugen mich nicht, dies wirkt nicht besonders mystisch, eher mathematisch. Wieso nicht hundertzwölf Tage? Da hätten wir einen Bezug zum Mondzyklus ...


So ĂĽberzeugt mich Deine Story noch nicht, ist aber schon mal ein gutes Basis-Konstrukt.
Die Geschichte hat was, da ist aber mehr herauszuholen.



Kategorie:
Du solltest einmal ernsthaft darüber nachdenken, ob eine Geschichte – bestehend aus sieben Szenen – tatsächlich geeignet als Kurzgeschichte ist. Oder ob dieses Stück nicht doch besser, wenn es ausgebaut wurde, im Horror- oder Fantastik-Genre aufgehoben wäre.


Zu den merkwürdigen, guten Bewertungen könnte man sich vorstellen, dass auch Du mit dunklen Mächten im Bunde stehst.


Aufmunternde GrĂĽĂźe
Frank


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Leben und leben lassen.

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ThomasQu
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Grüß Gott Herr Erbsenzähler!
Jetzt sind wir uns schon länger nicht mehr begegnet, bei der Gelegenheit Grüße an P. & K.

Hallo Eisblume, Servus Paloma.

So, ich habe mir etwas Zeit gegönnt, um eure Anmerkungen in mir reifen zu lassen.
Die Frage kam auf: Horror, Fantasy oder Kurzgeschichte und das ist fast jedes Mal mein Problem. Die Grenzen sind flieĂźend.
In sehr vielen meiner Geschichten wird ein völliger 08/15 Normalo (Kurzgeschichte?) mit übersinnlichen Begebenheiten konfrontiert (also doch Fantasy?) und mich reizt die Überlegung, wie er sich damit auseinandersetzt, wie er damit umgeht, mit Vorkommnissen und Tatsachen, die eigentlich keine Tatsachen sein können/dürfen.

Frank, selbst wenn dir jetzt alle Haare zu Berge stehen, ich werde an der Geschichte so gut wie gar nichts ändern. Wenn ich nur ein Drittel deiner Vorschläge einbauen/umsetzen würde, wäre es nicht mehr mein Text, nicht mehr die Geschichte, die ich erzählen will.
Ich überlege lediglich, ob ich die Info über Karina/Dämonin in den Text einflechten, (wenn ja, am Anfang, in der Mitte oder am Schluss) und ob ich die einzige wörtliche Rede in eine indirekte umändern soll.
Ich stelle mir vor, ich sitze dem Protagonisten in seinem Zimmer in der Anstalt gegenüber und lasse mir von ihm die Geschehnisse erzählen. Da passt diese wörtliche Rede nicht so ganz.

Ich wusste nicht einmal, wann dieser hundertste Tag sein sollte, weil ich mich nicht mehr an das Datum dieses Barbesuches erinnern konnte.

Das ist mein Schwachpunkt, das muss ich schlucken. Den hat meine Frau als Erstleserin auch schon angesprochen. Sie ist Logikexpertin.

Um auf dein Fazit einzugehen:
Es stimmt, anfangs hatte er diese bizarre Vereinbarung nicht ernst genommen. Vor allem und ganz entscheidend: Er wusste ja in seinem Vollrausch nicht mal, ob er sie erlebt oder nur geträumt hat!
Als er dann im Park bei der Frau mit Trachtenhut erstmals Schlitzpupillen entdeckt und sie ihn an die Abmachung erinnert, wird ihm richtig mulmig zumute.
Für einen Rückzieher ist es schon zu spät, denn er kann ja bereits gut Gitarre spielen und hat somit das Angebot angenommen. Spätestens, als Karina ihre Muskeln spielen lässt, (Dachziegelszene), weiß der Protagonist, wie der Hase läuft, in welche Situation er hineingeraten ist. Damit kauft sie ihm nachhaltig den Schneid ab.
Karinas handeln, also die Handlungen einer Dämonin, lassen sich meines Erachtens nicht so einfach rational erklären. Die sind außerhalb der menschlichen Logik, wir können nur spekulieren. Auf jeden Fall ist sie darauf aus, soviel Unheil wie nur möglich anzurichten.

Liebe eisblume,
dass dir die Geschichte schreibtechnisch gefällt, ist für mich schon mal die halbe Miete und das freut mich sehr.
Wenn sich der Protagonist aufgrund von psychischen Störungen, Drogen- oder Alkoholkonsums die Ereignisse nur eingebildet hätte, hätte ich das auf jeden Fall verdeutlicht.
Nein, nein, er hat alles real erlebt. Wie jeder andere aufgeklärte Mensch glaubt auch er nicht an Dämonen, bis – ja bis er eines Besseren belehrt wird.
Als er endlich kapiert, worauf er sich eingelassen hat, ist es natürlich längst zu spät. (Also wohl doch eine phantastische Geschichte).
Dass ihm Karina in anderer Gestalt mit Schlitzpupillen erscheint, dient als Erinnerung an die abgeschlossene Vereinbarung und der Protagonist begreift, dass er es mit Mächten zu tun hat, denen er nicht gewachsen ist. Deren Denkweise er nicht einschätzen und deren Konsequenzen bei Nichteihaltung des Deals er nicht vorhersehen kann. Deswegen ist er so panisch und begeht aus Angst diese schrecklichen Verbrechen, in der Hoffnung, mit heiler Haut aus der Sache wieder herauszukommen.
Das Ausrufezeichen hinter der Überschrift, weiß nicht … Ohne sieht es so harmlos aus.
Ein Kind !!! Dieses Ausrufezeichen impliziert schon den Befehl, der keinerlei Widerspruch duldet. Mehr ist das nicht.

Liebe Paloma,
genau das, was du im ersten Absatz deines Kommentares schreibst, habe ich mir als Leserreaktion erhofft. Sehr schön, dass die Geschichte so bei dir angekommen ist.
(Wieder taucht die Frage auf: Fantasy oder Horror. Ich konnte mich auch nicht entscheiden und habe den Text daher bei Kurzgeschichten eingestellt).
Kürzen möchte ich aber nicht mehr. In der Erstfassung ist der Prot. mit seiner Band sogar noch auf Tournee gegangen, das habe ich wieder rausgeworfen und wenn ich nochmals kürzen würde, könnten vielleicht wichtigere Informationen verloren gehen.
Zu den Infos und den ganzen Fragen, die du ansprichst, persönliches Umfeld usw., das hatte ich mir auch überlegt, bin aber wie du zu dem Schluss gekommen, dass die nur Ballast und für den Fortgang der Handlung nicht unbedingt nötig sind.
Wer kann schon in den Kopf eines Mörders sehen?
Ein Mörder ist er ja nicht mal. Die Kinder hat er nicht ermordet, sondern nur abgegeben, ohne genau zu wissen, was Karina mit ihnen anstellt. Die Vierzehnjährige hat er unabsichtlich verletzt, er wollte sie außer Gefecht setzen und beim zweiten Kindesraub ist nur von einer Schwerverletzten die Rede.
Ich glaube, auf die anderen Punkte, die du ansprichst, bin ich weiter oben schon eingegangen.

Auf jeden Fall vielen Dank für eure interessanten Meinungen, ich hätte nicht gedacht, dass die Geschichte die Leser so spaltet.

Viele GrĂĽĂźe,

Thomas

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rothsten
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Alles klar, Thomas.

Viele Deiner Gutwerter sind Speichellecker und geben Dir nur deshalb eine 8 oder 9, damit Du auch bei ihnen diese Knöpfe drückst. Von denen lernst Du aber nichts außer, wie man ein Leben aus zweiter Hand führt.

Von einigen wenigen Deiner Kritiker könntest Du lernen, Dein Schreiben zu verbessern.

Und ein Kritiker namens rothsten lehrt Dich nun, dass Misstrauen die blöde Eigenschaft hat, dass man ständig nach dessen Bestätigung sucht - aber meistens darin irrt. (Ich sagte Dir, dass ich hier nicht werten werde!)

Hier nun meine offene 4, damit Deine zerbrechliche Welt wieder ins Lot gerät. Gerne geschehen.

Falls weiterer Kontakt erwĂĽnscht wird, erwarte ich eine Entschuldigung per Online-Nachricht. Ansonsten Leb Wohl.

Gute Nacht.



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ThomasQu
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Hallo rothsten,

die Art und Weise, in der du hier in der Lupe auftrittst, empfinde ich nicht nur als verletzend und arrogant, sondern schon als peinlich.
Ein Beispiel dafür ist dein Kommentar, oder soll ich besser Auftritt sagen, den du unter Jirinas Geschichte “Eines Tages“ gesetzt hast. Ich glaube, pöbeln nennt man so etwas. Da kommst du mir vor, wie einer, der Jirina das Autofahren beibringen will, selber keinen Führerschein besitzt, alle Fachbücher zum Thema auswendig kann, aber fünfmal durch die Fahrprüfung gerasselt ist.
Du diffamierst mich in diesem Kommentar persönlich und öffentlich, genauso, wie du jetzt Gutbewerter diffamierst und als Speichellecker bezeichnest.
Für mich sind Schlechtbewertungen kontraproduktiv und gebe grundsätzlich keine Note unter sechs. Somit bin ich nach deiner Logik der König der Speichellecker.
Als ich dich am Anfang kennengelernt habe, dachte ich mir: Der rothsten, ein netter Kerl, aber – es gibt zwei rothsten, das habe ich dann auch begriffen. So, wie der zweite rothsten hier agiert, das widerspricht meiner Vorstellung von einem guten und respektvollen Miteinander.
Natürlich ist mir harte Kritik wichtig, aber erstens glaube ich, dass du dich nicht selten mit deiner Kritik verhebst und zweitens, wenn das der Preis ist, dass ich mich von dir wie einen Schuljunge behandeln lassen soll, (und ich bin mir sicher, du bist der deutlich jüngere von uns beiden), dann verzichte ich lieber auf deine Kritiken. Das muss ich mir nicht antun und das habe ich nicht nötig.
Daher fiel mir die Entscheidung, vor die du mich gestellt hast, leicht.

Viele GrĂĽĂźe,

Thomas

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