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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Ein Mann für alle Fälle!
Eingestellt am 02. 05. 2004 22:03


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Schreibfee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

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Ein Mann für alle Fälle!

Es ist ja allgemein bekannt, dass „Mann“ nicht unbedingt als Allroundtalent das Licht der Welt erblickt. Auch wird die darauf folgende
Zeit des Heranwachsens nicht unbedingt genutzt, dieses Manko auszugleichen.
Mit diesem schweren Defizit muss sich „Frau“ dann über kurz oder lang auseinander setzen.
Da kann man dann von Glück sagen, dass es in der heutigen Zeit Gott sei Dank nicht mehr so prüde zugeht und es erlaubt ist, verschiedene Männer zu kontaktieren.
Da wäre z.Bsp. Simon. Ein gestandenes Mannsbild mit der Fähigkeit ungefähr den halben Umzug auf einmal zu tragen. Wen kümmert es da, dass er das Gemüt eines Kleinkindes hat und schon mal Tränen in die Augen bekommt, wenn Mücken das Aufprallmanöver auf der Windschutzscheibe nicht überleben.
Für dieses „Weichei-Verhalten“ hat Heiko keinerlei Verständnis. Er ist ein Macho wie er im Bilderbuch steht. Mit ihm kann man selbst in die dunkelsten und verkommensten Gassen laufen ohne Angst zu bekommen. Er strahlt soviel Testosteron aus, dass sogar sein eigenes Geschlecht das Weite sucht. Bei soviel Begleitschutz nimmt „Frau“ es gerne in Kauf, ihn anschließend pünktlich zu Hause bei Mutti abzugeben.

Aber das Sahnehäubchen schlechthin ist eindeutig Andre. Dieser Traum eines männlichen Zweibeiners lässt keine Wünsche offen. Ein perfekter Body, jeder Muskel einzeln trainiert und die Garantie den Neidfaktor aller Freundinnen nach oben schießen zu lassen. Da blickt man dann auch gerne mal darüber hinweg, dass er stundenlang das Bad belagert und sämtliche Kosmetika die man sich vom Munde abgespart hat schamlos verbraucht.
Auf diese Liste kommt noch Michael der sich prima mit Steuern auskennt, aber irgendwie seine Tics nicht im Griff hat und schamlos jede Frau in Grund und Boden titulieren kann.
Oder Achim, mit dem man all die Frauensachen besprechen kann, bei denen andere Männer die Flucht ergreifen würden (was die sich aber auch anstellen, wenn man mal über die Stärke der Periode klagt). Wie könnte man ihm da böse sein, wenn er so „warm“ ist, dass er locker auf seiner Handfläche Spiegeleier braten könnte.

Und dann ist da noch Oliver.
Er ist kein Adonis und wissen tut er auch nicht alles. Er hat Angst vor Spinnen und wird wohl auch nie zu dem Titel „Frauenversteher“ kommen. Handwerkliche Arbeiten sollten besser von Frauen ausgeführt werden, die dann doch nicht unbedingt versuchen würden mit einem Akku-Schrauber ein Loch in Beton bohren zu wollen.
Er hat keine speziellen Fähigkeiten wie die anderen.
Aber er schafft etwas, was die anderen nicht können:
Er bringt einem zu Lachen und legt keinen Wert auf weibliche Spezialitäten. Ihn stört es nicht, wenn man über jeden Kitsch im Fernsehen anfängt zu heulen. Und wenn man mit sich und der Welt abgeschlossen hat, weil der Magen-Darm-Virus sich bei 40° Grad Fieber dann noch seinen Freund den grippalen Infekt eingeladen hat, ist er da und hält die Hand. (Nicht ohne sich zwischendurch heimlich die Hand unter kaltem Wasser zu kühlen.)
Er ist jemand, den man für ausgestorben hielt. Ein sicherer Anwärter auf den Titel „Mann, der Frau glücklich machen kann“.

Vielleicht braucht man doch nicht unbedingt einen männlichen „Fuhrpark“ um den Alltag zu meistern.

Irgendwie ist es doch spannend die Fehler und Schwächen eines anderen lieben zu lernen und das Beste daraus zu machen.


__________________
Schreibfee

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jon
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Recht unterhaltsam und "süffig" geschrieben.


Die kleinen „Aber“s dabei:

"… sämtliche Kosmetika KOMMA die man sich vom Munde abgespart hat KOMMA schamlos verbraucht …"

"so viel"

einige Dopplungen von "starken, auffallenden Wendungen" (schamlos, gern mal,

"Wie könnte man ihm da böse sein, wenn er so „warm“ ist, dass er locker auf seiner Handfläche Spiegeleier braten könnte." hat mir missfallen.
Während beim Held-Muttersöhnchen noch der Widerspruch zwischen Sein-Wollen und Sein erheitert, ich bei Simon noch dachte, "Muss man sich denn über einen IQ unter 80 lustig machen?" und ich mich frage, ob man Michael ob seiner Tics (das ist eine Krankheit!) nicht eher mit viiiiel Nachsicht begegnen sollte, geht es mir bei Achim dann doch deutlich zu weit – wenn der Typ stockschwul und tuntig ist, dann fällt er sowieso aus dem Vergleich, den eine Frau bezüglich "echter, toller Männer" anstellt, raus. Weil er nämlich gar nicht „männlich“ sein will… Wenn er es also nicht ist (ein toller Mann), ist das nicht sein Fehler, sondern die Bornheit desjenigen, der es von ihm erwartet.

„…bringt eineN zum Lachen…"

Was sind "weibliche Spezialiäten", auf die ein Mann (keinen) Wert legt?

Was hat „Irgendwie ist es doch spannend die Fehler und Schwächen eines anderen lieben zu lernen und das Beste daraus zu machen.“ mit dem restlichenText zu tun?

Vielleicht solltest du dich doch entschließen, die (freigestellten) Kommas bei den (bei dir sehr) erweiterten Infintiven zu setzen – es liest sich einfach besser.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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katia
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schließe mich an

hallo schreibfee,

ich schließe mich jons meinungen an in sachen "recht unterhaltsam und süffig geschrieben". hat echt spaß gemacht.
ich hab kleine handwerkliche tücken gesehen, die aber leicht zu beseitigen sind. so doppelungen, als beispiel mal die ersten sätze:

Es ist ja allgemein bekannt, dass „Mann“ nicht unbedingt als Allroundtalent das Licht der Welt erblickt. Auch wird die darauf folgende
Zeit des Heranwachsens nicht unbedingt genutzt, dieses Manko auszugleichen.
Mit diesem schweren Defizit muss sich „Frau“ dann über kurz oder lang auseinander setzen.
Da kann man dann von Glück sagen, dass es in der heutigen Zeit Gott sei Dank nicht mehr so prüde zugeht und es erlaubt ist, verschiedene Männer zu kontaktieren.

weißte, wie ich meine?

lg
sagts
katia
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(kas)

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Schreibfee
Wird mal Schriftsteller
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Hallo liebe Kritiker,
es tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte. Ich bin ein kleiner Spätzünder was Kritik betrifft. Ich muss erst mal in mich gehen und dann feststellen, dass Kritik nicht immer negativ zu deuten ist. Eure Kritik ist sehr hilfreich und ich werde sie mir zu Herzen nehmen. Ich muss von meiner Spontanität was die Veröffentlichung der Beiträge betrifft ein wenig Abstand nehmen. Da ich sie sozusagen "frei-nach-Schnauze" schreibe und mir nicht so viele Gedanken mache wie ich es noch besser machen könnte, erwecke ich wahrscheinlich den Eindruck der Flüchtigkeit. Ich werde also ab sofort jeden neuen Beitrag auf Herz und Nieren prüfen und danach erst veröffentlichen.
So, jetzt habe ich genug gesagt und freue mich schon auf eure oder die Kritik anderer.
Liebe Grüße Schreibfee
__________________
Schreibfee

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