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Leselupe.de > Gereimtes
Ein Quantum Trost
Eingestellt am 15. 12. 2008 18:50


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Walther
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Ein Quantum Trost


Ich suche nach dem Quantum Trost
Im Lebensleid, das in mir tost.
Das macht die Winterdepression.
Sie ist die einzige Passion,

Die mir mein dr├Âges Dasein lie├č.
Ich f├╝hl mich alt. Ich f├╝hl mich mies.
Weil ich mich gerne darin suhle,
Mir freudlos in der Nase pule,

Vermiss ich dieses Selbstmitleid
So in der hellen Jahreszeit.
Just, wenn die N├Ąchte l├Ąnger werden,
Beginnt die Seele mit Beschwerden,

Den Tag mir bitter zu vers├╝├čen.
Ich muss das mit der Trauer b├╝├čen,
Mit Tr├Ąumen voller Angst und Sorgen
Bis in den sp├Ąten, grauen Morgen.

Am Tag bin ich total erschlagen,
Darf ich mich immerzu beklagen,
Dass grau die Welt ist und so schlecht.
Selbst dies jedoch ist mir nicht recht.

Der Spa├č am Jammern ist vergangen.
Ein halbes Qu├Ąntchen t├ĄtÔÇÖ schon langen.
Ern├╝chtert such ich und erbost
Im Schneegest├Âber nach dem Trost.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 15. 12. 2008 18:50

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Walther
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Guten Tag, lieber Tristan,

der Unterschied zwischen uns beiden ist, da├č ich mein Schreibhandwerk beherrsche und Du (noch) nicht. Das ist durchaus nicht g├Ânnerhaft gemeint, entspricht aber der Wahrheit.

├ťber Deine Bewertung, deren Begr├╝ndung absolut substanz- und inhaltslos daherkommt, will ich mich nicht verbreiten, da bei Kunst der Lehrsatz gilt: De gustibus non est disputandum. Jedenfalls glaube ich, da├č Du weder wei├čt, was ich f├╝r gute Lyrik halte, noch da├č Dein Wissen ├╝ber Lyrik ausreicht, um wirklich fachliches K├Ânnen vom fachlichen Nichtk├Ânnen zu unterscheiden.

Was viele Autoren ├╝bersehen, ist, da├č es - unabh├Ąngig vom Geschmack - so etwas wie handwerkliches Verm├Âgen, kurz: die formale und die Sprachfertigkeit, gibt. Dieses mu├č man durch (Selbst)Studium und ├ťben erlernen. Dieses Verm├Âgen kann man ├╝brigens auch neutral und vom Inhalt getrennt bewerten.

Meine sachlich begr├╝ndete Wertung Deines Texts ist unter diesem Gesichtspunkt zu sehen und trifft den Kern des Problems, das wir miteinander zu haben scheinen. Meine Wertung betrifft nicht Dich pers├Ânlich sondern einzig und allein den Text, den Du gepostet hast. Kritik ist kein pers├Ânlicher Angriff, sondern eine R├╝ckkopplung f├╝r den Autor, der er sich mit seiner Ver├Âffentlichung absichtsvoll ausgesetzt hat, zumal in einem Forum, das die Textarbeit regelrecht in den Mittelpunkt seiner Existenz stellt. Die einf├╝hrenden Emails sind klar und eindeutig in dieser Frage.

Deine Wertung hingegen begreife ich als emotionale und unsachliche Strafwertung. Diese Wertung und Dein - fast im drohenden Unterton - formulierter Hinweis, da├č Du nun meine anderen Werke Dir vorzunehmen gedenkst, wirft kein sehr vorteilhaftes Licht auf Dich, wenn Du mir diesen Hinweis gestattest.

Aber das ist ganz allein Deine Sache. Du darfst davon ausgehen, da├č ich diese Art von Diskussionen, auch mit diesen Seiteneffekten, hier schon oft gef├╝hrt habe. Mich ├╝berrascht also nicht, was jetzt geschehen wird, weder in seiner positiven noch in seiner negativen Ausformung. La├č Dir aber eines gesagt sein: Das Ergebnis verantwortest in jedem Falle Du ganz allein. Auch das ist eine sehr sachliche Feststellung, mehr nicht.

Lieber Gru├č

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
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Lieber Walther,

eine nette Parodie auf die ewigen Jammerer hast Du da geschrieben. Anscheinend bringt das Gejammer den Protagonisten zum Schluss noch in Wut, so dass das Schneegest├Âber die richtige Abk├╝hlung bringen wird.

Ich finde es lustig, sch├Ân ├╝bertrieben.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Spaetschreiber
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Lieber Walther,

erst einmal "Daumen hoch" gef├Ąllt mir gut.
Was meinst du, wenn jeweils die Z4 an die Z1 ankn├╝pft, m├╝sste es dann nicht so in etwa aussehen wie ich es blau markiert habe? Aus dem "Klagen" habe "Jammern" gemacht, dann ist die Wortwiederholung weg. (Das rot markierte liest sich f├╝r mich besser.)
Vielleicht aber bin ich auch auf dem falschen Dampfer, aber das liegt sicher an der Xmas Stimmung.

Lieben Gru├č
Tom


Ich suche nach dem Quantum Trost
Im Lebensleid, das in mir tost.
Das macht die Winterdepression.
Sie ist die einzige Passion,

Die mir mein dr├Âges Dasein lie├č.
Ich f├╝hl mich alt. Ich f├╝hl mich mies.
Weil ich mich gerne darin suhle,
Mir freudlos in der Nase pule,

Vermiss ich dieses Selbstmitleid
So in der hellen Jahreszeit.
Just, wenn die N├Ąchte l├Ąnger werden,
Beginnt die Seele mit Beschwerden,

Den Tag mir bitter zu vers├╝├čen.
Ich muss das mit der Trauer b├╝├čen,
Mit Tr├Ąumen voller Angst und Sorgen
Bis in den sp├Ąten, grauen Morgen.

So auch am Tag, total erschlagen.
Darf ich mich immerzu beklagen,
Dass grau die Welt ist und so schlecht.
Selbst dies jedoch ist mir nicht recht.

Der Spa├č am Jammern ist vergangen.
Ein halbes Qu├Ąntchen t├ĄtÔÇÖ schon langen.
Ern├╝chtert such ich und erbost
Im Schneegest├Âber nach dem Trost.

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Walther
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Hallo Sp├Ątschreiber,

danke f├╝r Deine Hinweise. Wie Du siehst, habe ich zwei der Vorschl├Ąge ├╝bernommen, weil sie in der Tat den Text verbessern. Deswegen stellt man seine Gedichtversuche hier ja ein.

Den ersten Vorschlag kann ich nicht annehmen, weil er den Sinn des Texts ver├Ąndert. In der Nacht nicht zu schlafen, ist wirklich weniger sch├Ân, und auf die Dauer f├╝hlt man sich wie ger├Ądert (welch eine b├Âsartige Bestrafung, dieses R├Ądern, was ein Gl├╝ck, da├č wir das abgeschafft haben).

Auf die Dauer geht dem LyrIch dieses gelebte Baden im Selbstmitleid m├Ąchtig auf den Keks. Aus der Liebe wird Ha├čliebe. Daher mu├č dieser Teil des Gedichts so bleiben.

Adventsgr├╝├če

der W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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