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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ein Riss in dieser Nacht
Eingestellt am 09. 03. 2002 21:00


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magdalena heische
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Ach Mann, nach dieser Nacht bin ich echt völlig fertig. Ich war noch nie in meinem Leben so zerrissen von GefĂŒhlen. Es hat sich alles so von selbst entwickelt. Erst immer dieser Hickhack, mal wolltest du, mal nicht, hast mich mal morgens halb drei angerufen und wolltest, dass ich komme um dann ohne ein weiteres Wort fĂŒr drei Wochen nach Indianapolis zu fliegen. Ich hab echt mit nichts mehr gerechnet.... Mann, und das alles, obwohl ich dich so begehrt habe, ich war von Anfang an total verknallt in dich. Du bist immer wie ein noch unerzĂ€hltes Gedicht.
Als du endlich mal wieder angerufen hast, wollte ich schon fast nicht mehr. Und "etwas trinken gehen" heißt bei dir ja in der Regel auch nur "sprich nicht viel und halte durch bis spĂ€testens um Zehn". Und es ist auch alles wie immer, bis du plötzlich fragst, ob ich eigentlich allein wohne. Ich bin so ĂŒberrascht, dass ich lache. Wir kennen uns fast ein halbes Jahr, und nicht einmal das haben wir geklĂ€rt zwischen uns?
Sie ist beleidigt und wirft ihre Kirsche zurĂŒck in den Drink, dass es spritzt. Nach ein paar Minuten murmelt sie leise "Dann ist ja heute Nacht auch keiner da, der uns stören wĂŒrde, nicht?". Und sie schaut dabei stur nach irgendeinem Kellner, einem verschwitzten Latinotypen.
Ich wage nicht mehr abzuschĂ€tzen, wie enttĂ€uschend es wohl diesmal ausgehen wird fĂŒr uns. Aber wir zahlen bald. Sie zahlt.
Als ich zum ersten Mal versucht hatte, sie zu kĂŒssen, war sie geradezu entsetzt und ehrlich gesagt hat es mich gewundert, dass sie sich ĂŒberhaupt nochmal gemeldet hat bei mir. Am nĂ€chsten Tag waren wir dann in der Alten Galerie gewesen, einfach so. SpĂ€ter hat sie dann lediglich angedeutet, dass es fĂŒr sie nie in Frage kĂ€me. Weil man das einfach nicht macht. Und jetzt steigt sie vor mir entschlossen die Treppe hinauf und ich schaue nachdenklich auf ihre Waden in den feinen weißen SeidenstrĂŒmpfen. Ihre Knöchel machen mich an. Und ihr ĂŒberirdischer Hals.




Sie sitzt auf meinem Bett, will rauchen und lĂ€sst dann doch den Zigarillo zwischen den Fingern wegglĂŒhen. Wir reden ĂŒber den kommenden Sonntag, das Wetter und ihren neuen Föhn, als sie plötzlich zu mir sagt: "Ich weiß ja nicht mal, wie man es mit einer Frau macht."
Es kommt selten vor, aber diesmal sieht sie mich wirklich lange und fragend an.
Ich streiche ihr feines Haar aus ihrem weißen Hals. "Du, warum machen wir das hier eigentlich alles?" frage ich.
"Vertrau mir, ich bin mir heute sicher", flĂŒstert sie und legt sorgfĂ€ltig den Zigarillo weg. "Ich weiß nur nicht so genau wie." Und fordernd und etwas ungehalten fĂŒgt sie dann hinzu: "Kannst du mir doch zeigen! Ne?"
Nach einer halben Stunde weiß sie dann schon etwas Bescheid. Ich bin total berauscht von ihrem Körper. Er ist ĂŒberall weiß und glatt. Ihr Mund schmeckt nach Himbeeren, wie ich es mir immer ertrĂ€umt hatte. Ihr weißer Po wirkt im Dunkel wie ein Spiegel in der Nacht.
Als ich auf ihrem RĂŒcken lag und sie liebkost habe, dachte ich ein paar Mal, dass sie gleich die Fassung verlieren wĂŒrde. Aber sie wollte, dass ich weiter mache. Wir setzen uns einander gegenĂŒber und ich fasse sie an den Fußgelenken und ziehe ihren Unterleib langsam zwischen meine Schenkel. Wir drĂŒcken uns mit gespreizten Beinen ineinander und jeder spĂŒrt nun die feuchte Schwere der anderen. Ich bekomme einen ganz irrsinnigen Orgasmus und dann gleich noch einen. Was mit ihr passiert, merke ich im Moment gar nicht so. Aber ich spĂŒre ihre warmen Lippen an meinen Zehen. Ich kĂŒsse und lecke inbrĂŒnstig ihre weißen Beine und sehe dabei plötzlich wieder ihr Fußkettchen mit meinem Namen darauf, ganz dicht vor mir. Wie im Traum höre ich sie leise wieder Funiculi funicula singen. Irgendwann verschwinden wir beide ganz zwischen unseren Schenkeln.
Dieses schöne junge MĂ€dchen hat mich so unendlich befriedigt, dass ich mich danach regelrecht deprimiert gefĂŒhlt habe. Ich habe ihr feuchtes Gesicht gestreichelt und gekĂŒsst und der schon erschöpft Schlafenden noch versichert, dass ich sie abgöttisch liebe. Und bis zum Morgen habe ich sie angesehen. Ich habe ihr ihre ersten TrĂ€nen angesehen.
Sie hat lautlos geweint und meine BrĂŒste gekĂŒsst im Morgengrauen. Sie hat wie automatisch ihre TrĂ€nen von meinen BrĂŒsten gekĂŒsst und war einfach nur verzweifelt. Ich konnte nicht fragen. Ich hatte nur plötzlich das GefĂŒhl, ein edles Wesen geschĂ€ndet zu haben, eine fast mythologische Reinheit aus ihr genommen zu haben. Ich habe diese Stunden tiefster ErfĂŒllung und Befriedigung sehr teuer bezahlen mĂŒssen. Jetzt warte ich nur noch auf dich...
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Deminien
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Hallo magdalena,


"Ihr weißer Po wirkt im Dunkel wie ein Loch in der Nacht."

Der Satz ist unstimmig, bitte streichen oder Àndern. Im Folgenden Satz fehlt ein n im und.


durch das anfÀngliche "Ach Mann" auf den falschen Weg gebracht war die Geschichte erst verwirrend, dann zunehmend interessant. Leider kommt am Ende nicht so genau heraus, warum die Geliebte verzweifelt ist.


Deminien



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magdalena heische
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Danke fĂŒr die Hinweise

So genau sollte gar nicht rauskommen, warum sie so verzweifelt ist. Aber ich war auch in Gedanken noch bei meinem anderen, ersten Text. Sie haben beide miteinander zu tun, nur das dieser hier etwas mehr explizit ist. Mit deinen Hinweisen hattest du recht, ich hab schon was geĂ€ndert. Vielen Dank und liebe GrĂŒĂŸe.
Lene
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sammy
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Anregend

Liebe Magdalena,

das ist ein sehr anregender Text. Ich gehöre auch zu den MĂ€nnern, die davon trĂ€umen, zwei Frauen bei der Liebe zuschauen zu dĂŒrfen. Am besten durch ein SchlĂŒsselloch, unbemerkt. Dein Text spricht mich an, aber einige Kleinigkeiten wĂŒrde ich daran verĂ€ndern.

Liebe GrĂŒĂŸe
Sammy

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magdalena heische
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Ich habe auch schon bemerkt, dass dich diese ganze "Thematik" ziemlich beschÀftigt. Aber warum unterbreitest du mir nicht deine stilistischen VerbesserungsvorschlÀge? Vielleicht ist ja was dabei, was meinen Text besser macht. Die Handlung selbst möchte ich verstÀndlicherweise so lassen, wie sie ist.

Magdalena
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sammy
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Anregungen zur Verbesserung

Liebe Magdalena,

der Stil ist etwas verwirrend, nicht einheitlich. Einerseits und vor allem am Anfang „Slang“ und Umgangssprache („Ach Mann“, „echt“, „total“), dazu eine betrĂ€chtliche Anzahl von FĂŒllwörtern. Andererseits und vor allem im Hauptteil poetische, dichte Sprache.
Als es spannend wird, brichst du ab und es kommt nur ein mageres „Nach einer halben Stunde weiß sie dann schon etwas Bescheid.“ Was passierte aber in dieser entscheidenden halben Stunde? Dass du das dem Leser vorenthĂ€ltst, hat mich enttĂ€uscht. Und dann im letzten Absatz „Dieses schöne junge MĂ€dchen hat mich so unendlich befriedigt“ klingt irgendwie platt. Vor allem „Dieses schöne junge MĂ€dchen“. Das passt so ganz und gar nicht an dieser Stelle. Es wirkt trivial.
Den letzten Satz verstehe ich nicht ganz. Hat sie die Ich-ErzĂ€hlerin verlassen, weil sie sich geschĂ€ndet fĂŒhlt und nun muss diese auf sie warten?

Liebe GrĂŒĂŸe
Sammy

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