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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Ein Schriftstück und ein Stück Schrift
Eingestellt am 25. 10. 2005 14:44


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cuankosique
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2005

Werke: 3
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Ein Schriftstück und ein Stück Schrift, an dich und an mich, wenige Worte mit Bezugspunkt zum Licht. Mehr als den Austausch kenn ich auch nicht, denn allein mit mir selbst erstarrt jede Sicht auf das Bestehen meiner Reflektion, auf das Mensch sein als Zwiespalt und als dissonanter Ton, wie fremd er einem immer bleibt mit dem Gefühl von „kenn ich schon“. Der Gedanke als Teilzeitjob fürs Ego, verarbeitete Seltenheit. Wir sind verloren in Synapsen und im Kontrast, der uns entzweit, weil Erfahrungen mit Widersprüchen, die abwechselnd sich leben müssen, im Kopf dann längst gefestigt haben, was wir verstecken hinter Narben. Denn tausend Tode hin und her, bezeichnet Widerspruch viel mehr, weil jeder widersprüchlich war, im Treibsand sinkend, Jahr für Jahr. Was wir uns leisten, teils in bar, teils in jeder Dienstleistung, benennt sich hier die Selbstachtung, die selbst nur zwei Gesichter hat. Ein Wechselbad, und dann das Blatt vor dem Mund – ist der Schädel der brummt, hinter all den Eitelkeiten, mit denen wir Widersprüche kleiden. Beim Satze des Pythagoras, Mathematik war das erste, was ich vergaß, war sprachlich nie sehr relevant, nur all zu logisch anerkannt. Hier hört der liebe Friede auf, ja auch die Logik ist Produkt technischer Fassung, beschrieben, bedruckt, und was mir dazu noch einfällt sind Zählweisen, des Menschen Geld und die Palette an Tributen. Farbloses Bluten, die Bösen wie die Guten sind illustriert, mal ernst mal als Satire. Wie gehabt, ich bin allein, ich lebe, friere und weiß was offen bleiben wird: das Alles und Nichts und was mich sonst noch verwirrt. Die Suche ist Gelegenheit, der Schmerz auch nur Notwenigkeit und Leben nur der Selbstversuch, ob man den Prototyp verflucht oder hinnimmt was es ist, sich vielen Farben zu bekennen und sehen, was sich daran misst. Doch falls Genuss auch Fluch sein sollte, falls ich nie was anderes wollte, bleibt jeder Tag ein Hindernis, ein stilles Erahnen, ein Kompromiss aus bunten Träumen und Finsternis. Der Tag fängt an im Morgengrauen und ich kenn viele die so schauen wie die Sonne gerade lacht und die so fühlen wenn der Herbstwind fette graue Wolken macht. Als Teil dessen wird man schwierig und später animalisch gierig nach allem, im Exzess entstanden, immer fliegen niemals landen, bei dir sein und ganz fest halten, einen Lebensraum gestalten der so nicht funktionieren kann, verstehen, füttern, fallen und dann im Sturm des Taumelns untergehen, sich mehrmals um die Achse drehen... bisses wieder rechnerisch wird, bis jede Kehle von Strukturen umschnürt nach unbenannter Befreiung schreit, deren Bedeutung dieses Leben mit Konsequenzen einverleibt. Für mich kann ich das alles tragen, kann und muss die vielen Fragen mit praktischer Erfahrung nähren, kann mich auch bedingt nur wehren, aber brauche den Kontakt zu Menschen, schonungslos und nackt.
Wir sind einander ausgeliefert, weil wir das gleiche suchen. Wir brauchen uns, weil unser Fluchen zum Teil der Welt geworden ist, an der sich unser Anspruch misst. Zufrieden sein heißt Selbstbetrug und mehr davon ist nicht genug. Der Tag fängt an zur Dämmerung, ich wache auf und stelle fest, ein fremdes Ei in meinem Nest. Der Betrug dabei fällt mir nicht ein. Interesse an dieser neuen Kultur verändert meine Weltenuhr und ich empfinde Dankbarkeit für dieses sagenhaft schnelle Verrinnen der Zeit. Zeitlos ist hier abzuschließen und zeitlich begreife ich es zu genießen, während die Welt in Trümmern liegt, sich ein Riegel vor den nächsten schiebt. Komme nicht am Zoll vorbei, bin pleite. Habe Glück und sehne mich kein Stück nach der anderen Seite. Beschrieben scheint das Bild in Bildern, ich fühl das Sehnen, fühl das Wildern. Die Zeit die noch bleibt hat viele Gesichter. Nervöses Bestehen auf knirschenden Zähnen, verborgen im Schatten reflektierender Lichter.

__________________
Alle gucken durch einander.

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