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Leselupe.de > Gereimtes
Ein Seitensprung liegt in der Natur der Frau
Eingestellt am 03. 04. 2002 10:20


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jbaldin
Hobbydichter
Registriert: Apr 2002

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Mein Name ist Norman Weller, ich bin 42 Jahre alt und stamme aus einer Kleinstadt in Norddeutschland. K├╝rzlich habe ich in einer Zeitung gelesen, dass ein Seitensprung in der Natur des Mannes liegt.
Eine Studie aus England w├╝rde diese Aussage best├Ątigen. Glauben Sie solchen Studien? Gibt es keine Frauen, die ihren Mann betr├╝gen? Sind immer nur die M├Ąnner schuld daran, das die Quote der Scheidungen so hoch liegt? Gibt es eigentlich f├╝r einen Mann die richtige (ideale) Frau f├╝rs Leben?
Ich konnte die ├ťberschrift in der Zeitung nicht fassen: Ein Seitensprung liegt in der Natur des Mannes! Ich las weiter.
Wenn zwei Menschen aufeinander treffen, ist bei einem Seitensprung zu 64,3 Prozent immer der Mann derjenige, der den ersten Schritt wagt. Allerdings, so besagt die Studie, w├╝rden fast 70 Prozent der betroffenen Frauen diesem Seitensprung auch nicht aus dem Weg gehen. 43,8 Prozent seien sogar der treibende Motor.
Ich kam viel zu klein auf die Welt. Schon damals waren meine Eltern immer sehr bem├╝ht darum, dass ich die Gr├Â├če erreichen w├╝rde, die in meinem Alter eigentlich richtig gewesen w├Ąre. Sie schafften es nicht.
Ich k├Ąmpfte immer mit meiner Kleinw├╝chsigkeit. Egal wo: Ob ich mir im Gesch├Ąft etwas zum Anziehen aussuchen wollte oder beim Sport. Allerdings konnte ich mir dort wegen meines K├Ârpers keine gro├čen Spr├╝nge erlauben. Es war mein Schicksal, so oder so.
Deswegen wunderte es eigentlich auch niemanden, dass ich nie ÔÇô oder sagen wir mal selten - mit einem M├Ądchen in Kontakt kam. Die meisten waren gr├Â├čer als ich.
Zwischenzeitlich musste ich zudem mit der Scheidung meiner Eltern k├Ąmpfen, was auch nicht immer einfach war. Weder f├╝r sie, noch f├╝r mich.
Mein Vater versuchte damals, mich im Alter von 15 Jahren aufzukl├Ąren. Mit Bienen und Bl├╝ten usw. Er brauchte es nat├╝rlich nicht! Ich war aufgekl├Ąrter, als er selbst ÔÇô glaubte ich zumindest bei dem Stuss, den er mir ├╝ber Mann und Frau erkl├Ąrte. Ich glaube aber auch, ihm war es einfach nur peinlich.
Einmal ÔÇô ich konnte nicht schlafen ÔÇô erwischte ich meine Eltern in ihrem Schlafzimmer. War alles relativ unspektakul├Ąr. Gar nicht so, wie in dem Pornofilm, den meine Freunde und ich heimlich aus der Garage eines Videoverleihs klauten. Dort haben die Frauen immer gest├Âhnt - vor Gl├╝ck, vor Schmerzen?
Wir wussten es nicht!
Wie jeder normale Junge, lernte auch ich das andere Geschlecht langsam kennen. Meinen ersten Kuss erhielt ich mit 14 von Meike. Meike war in der selben Klasse wie ich und sah damals schon klasse aus. Wir k├╝ssten uns heimlich beim Versteckspielen auf einem Geburtstag. Ich war damals stolz wie Oskar - und sie auch!
Einmal war ich ganz knapp davor, mit einer Frau zu schlafen. Sie hie├č Claudia. Wir waren auf Klassenfahrt in Berlin. Weil sie angeblich Angst hatte, alleine im Zimmer zu schlafen, kam sie zu mir ins Bett. Ihr Busen war so gro├č, dass selbst die Brustwarzen es vorzogen, lieber nach innen zu wachsen. Auf jeden Fall wachte ich eines morgens auf und merkte, dass Claudias Hand ├╝ber meinen K├Ârper wanderte. Nachdem sie merkte, dass ich auch wach war, k├╝ssten wir uns. Es war ein Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen konnte.
Ansonsten entwickelte ich mich ganz normal. Zweimal durfte ich die Klasse wiederholen, und langsam fing ich auch an zu wachsen. Am Anfang sehr langsam, dann immer schneller.Nur mit M├Ądchen war noch immer nicht richtig viel los.
Meinen ersten echten Kontakt zum weiblichen Geschlecht hatte ich im Alter von 18 Jahren. Es war ja nicht so, dass ich fr├╝h entwickelt war. Ganz im Gegenteil. Ich war auch mit 18 noch relativ klein. Die M├Ądchen meines Alters wechselten die Freunde damals, wie die Jungs die Karten beim Autoquartett. Es schien so eine Art rotierendes Verfahren zu sein. Ging ich mit der einen drei Wochen, war mein Freund der n├Ąchste usw. Nat├╝rlich war damals nicht das Ziel, wer zuerst eine flach legt. Damals war derjenige, der au├čer K├╝ssen schon mal seine Hand in die Hose seiner Freundin bugsieren durfte ein Held. Anschlie├čend wurde die heilige Hand zwei Wochen lang nicht gewaschen.
Auch ich war damals mehrfach verliebt, war jedoch nie so weit, mal pr├╝fen zu d├╝rfen, welche Unterw├Ąsche meine Freundinnen gerade trugen. Ich hatte ÔÇô mit Ausnahme der Klassenfahrt -immer saubere H├Ąnde in meiner Jugend.

Gro├č, blond und ziemlich fies

Am 18. August 1985, ich war damals gerade 22 Jahre alt geworden, wurde Petra in unser Semester versetzt. Sie war gro├č, blond und musste eine ziemlich atemberaubende Vergangenheit hinter sich haben; wenn man den Ger├╝chten glauben durfte, die auf der Uni die Runde machten. Alle m├Ąnnlichen Kommilitonen freuten sich schon auf sie, die allerdings in festen H├Ąnden sein sollte.
Ihr Freund war auf einer anderen Uni und fuhr einen roten Porsche. F├╝r unsere Gegend war es schon etwas Besonderes, so einen gro├čen Wagen zu fahren. Er war ein Sohn von reichen Eltern, die sich nicht um den Spr├Âssling k├╝mmerten, und ihn statt dessen mit dem notwendigen Kleingeld versorgten. Er war der totale Flachwichser ÔÇô da waren sich alle einig.
Folgte man weiteren Ger├╝chten, liebte es Petra sich den M├Ąnnern im Freien hinzugeben. Angeblich soll sie es sogar schon einmal mit dem ÔÇ╣ich-fahr-einen-roten-porsche-flachwichserÔÇ║ in der Ostsee gemacht haben. Dabei soll der Sand die unm├Âglichsten Stellen erreicht und solche Absch├╝rfungen hervorgerufen haben, dass sie eine Woche nicht richtig gehen konnte. Was f├╝r eine Vorstellung!
Ansonsten wusste man aber nicht viel ├╝ber sie.
┬źGuten Tag, ich m├Âchte euch unsere neue Komolitonin vorstellen┬╗, unterbrach unser Professor Dr. Walter meine Gedanken an diese unm├Âglichen Stellen, die ich bisher leider nur aus einschl├Ągigen M├Ąnnermagazinen kannte, die wir heimlich im Kiosk klauten, um sie anschlie├čend in Folie zu schwei├čen.
Zum Schutz!
Es war, wie im Traum. Die Zeit, in der wir zusammen studierten, verging wie im Fluge. WIr freundeten uns immer besser an, lachten zusammen, gingen Eis essen oder verabredeten uns im Kino. Ich war gl├╝cklich!
Eines Tages, ich war gerade wieder w├Ąhrend der Vorlesung in einen Traum gefallen, passierte es:
┬źHallo, ist mit dir alles in Ordnung?┬╗
┬źJa, klar!┬╗
Ich stotterte und bemerkte, dass sich meine Gesichtsfarbe in leichtes Rot verwandelte, weil ich meine Augen nicht von der atemberaubenden Oberweite abwenden konnte. Die junge Dame hatte mehr in der Bluse, als alle Br├╝ste meiner bisherigen Freundinnen zusammen. Ein Knopf hielt tapfer das gesamte Geh├Ąnge zusammen. Insgeheim betete ich darum, dass der Knopf den Kampf verlor, doch meine Gebete wurden nicht erh├Ârt.
┬źWei├čt du, ich beobachte dich schon eine ganze Weile┬╗, sagte sie und leckte sich mit ihrer Zunge leicht ├╝ber ihre stark geschminkten Lippen. Dabei verzog sie so komisch ihren Mund, dass sich ihre erste Make-up-Schicht im sonst blassen Gesicht dank der Schwerkraft langsam in Richtung Fu├čboden bewegte.
Das sah vielleicht komisch aus! Warum m├╝ssen sich die Frauen auch immer so viel Kram ins Gesicht schmieren. Erstens dauert es ewig, bis die Farbe perfekt aufgetragen wird, und bei der ersten Gelegenheit verl├Ąuft der ganze Krempel wieder.
┬źKommst du heute abend mit zu einer Party? Ich suche noch eine Begleitung?┬╗
┬źWas ist mit deinem Freund?┬╗ wollte ich von ihr wissen. Aus Neugier und zur Absicherung, denn nichts w├Ąre schlimmer und peinlicher f├╝r mich, als eine Tracht Pr├╝gel von dem Halbaffen einzufangen.
┬źMein Freund, der Schei├čkerl, hat mich mit so einer bl├Âden Tussi betrogen!┬╗ Tr├Ąnen schossen in ihre blauen Augen und konfrontierten erneut ihr Make-up. Was vorher schon komisch aussah, verwandelte sich nun in eine Art Kriegsbemalung der Sioux-Indianer. Und das, je mehr sie weinte.
┬źNa klar komme ich mit.┬╗
Die Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen. Vielleicht waren ja auch noch andere Br├Ąute da, die nicht so einen Spasti zum Freund hatten.
┬źWieso denn gerade ich?┬╗ wollte ich noch von ihr wissen, um sicher zu gehen, dass sie es auch ernst mit mir meinte.
┬źDu bist so s├╝├č┬╗, versuchte sie verlegen zu lachen und zitterte etwas dabei.
Ob sie nun zitterte, weil sie weinen musste, oder weil sie ihr Lachen verkneifen musste, konnte ich nicht feststellen. Ich ging davon aus, dass es am Weinen gelegen hat.
Was w├╝rde eine so gut aussehende Frau dazu bewegen, mit einem kleinw├╝chsigen Gnom, der bisher jeden Tag seine Hand waschen musste, und der nackte Frauen nur aus Hochglanzmagazinen oder dem Beate-Uhse-Kanal kannte, auf eine Party einzuladen? Wieso fragte sie nicht Carsten, der bekannter Weise schon mehrere Freundinnen hatte? Egal!
┬źPrima, ich wusste, dass du mitkommen w├╝rdest┬╗, l├Ąchelte sie, verwischte ihre Tr├Ąnen und die verlaufene Schminke endg├╝ltig ├╝bers Gesicht. ┬źRuf mich um 17 Uhr an. Ich sage dir dann, wo wir uns treffen! Zieh dir aber etwas Nettes an┬╗, rief Sie mir zu und notierte hastig ihre Rufnummer auf einem St├╝ck Kaugummipapier.
Eigentlich konnte ich gar nicht richtig fassen, was mir eben passiert war. Die sch├Ąrfste Braut des Semesters hat mich, den totalen Versager der Uni, zur Party eingeladen.
Was heute abend wohl f├╝r eine Feier stattfinden soll? Ich war mit der Situation ├╝berfordert. Was hatten meine Br├╝der noch alles erz├Ąhlt, was ich tun muss, bevor es endlich passieren sollte? Ich war mir eigentlich sicher: SIE WOLLTE MICH! Und ich wollte sie! Die Tatsache an sich war doch glasklar. Ihr Freund hatte sie entt├Ąuscht, und nun wollte sie einen bodenst├Ąndigen Ersatz. Und der war ich.
Die restlichen Stunden und Pausen dachte ich nur noch an Br├╝ste. Gro├če Br├╝ste! Sicherheitshalber wollte ich am Nachmittag noch einmal den Otto-Katalog durchbl├Ąttern und die verschiedenen Verschlussarten aller BH-Sorten auswendig lernen. W├Ąre doch peinlich, wenn ich dieses Ding, das auf den ersten Blick ziemlich viel halten musste, nicht aufbekommen w├╝rde. Es sollen da ja die verschiedensten Modelle auf dem Markt sein.
Und au├čerdem! Wer k├╝mmert sich in so einem komplizierten Verfahren um Verh├╝tung? Ich ging davon aus, dass sie die Erfahrenere von uns beiden war und verlie├č mich auch hier auf ihr erlerntes Potential. Allerdings war sie blond! Und allein diese Tatsache reichte schon aus, die Intelligenz einer Frau zu bewerten.
Es gab bestimmt einige Mitsch├╝ler, die gerne an meiner Stelle gewesen w├Ąren, doch ich war nun mal derjenige, den Petra gew├Ąhlt hatte.
┬źHey Norman, komm mal her!┬╗, h├Ârte ich ihre Stimme. Es war ein Klang, als ob Else Kling aus der Lindenstra├če in einen Metalleimer br├╝llte.
Ja, so au├čergew├Âhnlich ihr ├äu├čeres auch schien, so sehr verf├╝gte dieses perfekte Menschenkind doch ├╝ber einige Macken. Aber welchen Mann interessiert schon die Stimme einer Frau, wenn die Gr├Â├če des Busens stimmt?
┬źNorman, sag mal! Wie oft hattest du eigentlich schon eine richtige Freundin?┬╗
┬źIch? Freundin? Meint du so richtig?┬╗
Konnte ich ihr sagen, dass ich noch eine m├Ąnnliche Jungfrau war? Wahrscheinlich dachte sie sich das! Wahrscheinlich war das auch der Reiz an dem Treffen! Sie wollte eine m├Ąnnliche Jungfrau und gleichzeitig selbst Spa├č haben.
┬źSchon viele┬╗, gab ich an, machte eine abf├Ąllige Handbewegung und glaubte, dabei nicht rot zu werden. Immerhin wollte ich mir das Date heute abend nicht versauen lassen.
17:00 Uhr
Wie versprochen, rief ich p├╝nktlich um 17 Uhr bei ihr an. Wir verabredeten uns um 18.30 Uhr in einem Restaurant in Hamburg. Zu ihren gew├╝nschten Anforderungen hatte ich mir freiwillig noch die Z├Ąhne gereinigt, die Schuhe geputzt und nat├╝rlich auch die Socken gewechselt. Vorsichtshalber habe ich mich mit Hilfe eines eingeschwei├čten Playboy leidiger K├Ârperfl├╝ssigkeiten entsorgt, die mich sp├Ąter vielleicht einmal in Verlegenheit bringen k├Ânnten. Ein Tipp von meinem gro├čen Bruder, der auf diesem Gebiet schon riesige Erfahrungen sammeln konnte. Jedenfalls hat er mir das immer erz├Ąhlt.
Eine Abzugsnote musste ich mir leider bei meiner Unterw├Ąsche geben. Ich hatte nur noch eine saubere Unterhose mit Karomuster ÔÇô aber das Licht w├╝rde ja wahrscheinlich sowieso ausgemacht, und wen interessiert auch schon die Unterw├Ąsche, wenn man hei├č aufeinander ist. Also, egal!
Die ÔÇ╣BrasserieÔÇ║ war ein Edelrestaurant am Hamburger Hafen. Dort trafen sich alle prominenten Leute: Schauspieler, Musikstars und andere Wichtigtuer. Ich war noch nie dort. Wie auch, ein normales Gericht kostete dort weit ├╝ber 40 Euro! Mit anderen Worten: Ich konnte mir dieses teure Essen nicht leisten.
Bereits vor dem Lokal konnte man deutlich erkennen, welche Art von Menschen in dem Restaurant sa├čen: Ferrari, Porsche und Mercedes gaben sich auf dem Parkplatz ein Stelldichein. Wie nur konnte sich Petra das leisten? Und wo soll hier eine Party stattfinden?
An der T├╝r empfing mich Alfred. So jedenfalls stand es auf dem Schild an seinem schwarzen Smoking.
┬źGuten Abend. Kann ich ihnen helfen?┬╗ fragte mich der etwa 2.03-Meter gro├če Kellner, und es hatte nicht den Anschein, dass ein kleines L├Ącheln ├╝ber seine Visage huschte. Wahrscheinlich war er fr├╝her mal Boxer. Jedenfalls deuteten seine Narben darauf hin, dass er bestimmt nicht zimperlich war.
┬źIch bin heute abend hier verabredet┬╗, erwiderte ich seine Frage, doch ich hatte den Eindruck, dass ihm die Antwort eigentlich egal war.
┬źPass mal auf! Ich kenne dich nicht, mein Freund. Das ist hier keine Pommes-Bude, also ziehe Leine┬╗, sagte der Lackaffe und machte mir damit unweigerlich klar, dass meine Anwesenheit in diesem Lokal eher unerw├╝nscht war. W├Ąre ich nur drei Zentimeter gr├Â├čer gewesen, ich h├Ątte den Typen, der mit seiner Glatze aussah, als h├Ątte er mal als Deoroller f├╝r King-Kong gejobbt, eine verpasst. War ich aber nicht!
Gerade als er mich mit seiner drohenden Faust h├Âflich bitten wollte, das Restaurant wieder zu verlassen, h├Ârte ich eine laute Frauenstimme.
Alfred, der Lackaffe, ├╝brigens auch: ┬źNorman, da bist du ja endlich┬╗, h├Ârte ich den unmissverst├Ąndlichen Klang ihrer Stimme. Petra hatte mich am Eingang gesehen und kam auf mich zu.
┬źEndschuldigen Sie bitte, Frau Schmei├čer┬╗, sagte Alfred ganz kleinlaut. ┬źIch konnte ja nicht wissen...┬╗
┬źSchon gut Alfred. Nehmen Sie bitte den Mantel von Herrn Weller.┬╗
Petra sah gro├čartig aus. Das war jedenfalls der erste Eindruck, den ich von ihr hatte. Schmei├čer? Hei├čt so nicht auch der Besitzer dieses Restaurants?
Beim Eintreten ins Lokal l├Ąchelte ich dem Glatzkopf noch kurz einen Blick zu und trat mit einem nuschelnden ÔÇ╣WichserÔÇ║ ins Lokal ein.
Das Restaurant war atemberaubend. Bis auf Alfred, der mir sehr unsympathisch war, gab es hier eine ganze Armee von Kellnern, die sich liebevoll um die Gunst der G├Ąste bem├╝hten. An der Seite sa├čen meist P├Ąrchen an festlich dekorierten Tischen.
Nat├╝rlich trank man hier in der ÔÇ╣BrasserieÔÇ║ keinen Sekt, sondern Champagner. Und mein Lieblingsessen Currywurst / Pommes konnte ich hier wohl auch nicht bestellen. Ich war schon ganz gespannt auf die G├Ąste von Petra, die ich bisher noch nicht entdecken konnte.
┬źHier sitzen wir┬╗, sagte Petra und zeigte auf einen kleinen Tisch am Ende des Saales.
┬źIch denke, hier findet eine gro├če Party statt?┬╗
Sie grinste mich dabei an. ┬źNorman, wenn ich dich gefragt h├Ątte, ob du mit mir zu einem langweiligen Essen gehen w├╝rdest, w├Ąrst du mitgekommen?┬╗
┬ź├äh, ne, wei├č nicht┬╗, stotterte ich und konnte es kaum fassen.
┬źDieses Restaurant geh├Ârt meinem Vater┬╗, fing sie an die Situation zu erkl├Ąren. ┬źIch wollte mit dir Essen gehen, weil ich dich n├Ąher kennenlernen m├Âchte.┬╗
Irgendwie schien mir die Situation gerade etwas aus der Hand zu gleiten. Sie machte auf mich nicht den Eindruck einer 22j├Ąhrigen. Viel zu reif klangen ihre Worte, die nur ein Ziel haben konnten. Und das war gut so!
┬źWei├čt du, lass uns doch noch zu mir nach oben gehen. Wir k├Ânnen es uns dort ein wenig bequem machen┬╗, war ihr Vorschlag, nachdem wir ausgiebig und gut gegessen hatten.
Man ging die ran! Ohne gro├č um den hei├čen Brei zu reden, stand sie auf, zog ihre Jacke an und wartete darauf, dass ich ihr folgte. Was ich nat├╝rlich gerne ohne gro├če Gegenwehr tat. Heute war mein Gl├╝ckstag!
Ihr Zimmer war der absolute Wahnsinn.
┬źIch wusste gar nicht, dass deine Familie so wohlhabend ist┬╗, sagte ich zu ihr und war von der Gr├Â├če des Raumes hellauf begeistert.
┬źJa, ich wohne noch bei meinen Eltern┬╗
Weiter ging sie gar nicht erst auf meine Frage ein und ging aus dem Zimmer. Nur wenige Augenblicke sp├Ąter ging die T├╝r wieder auf, und sie stand wieder im Zimmer.
┬źIch habe mir etwas Leichteres angezogen. Ich hoffe, es st├Ârt dich nicht?┬╗
So richtig gest├Ârt hatte es mich eigentlich nicht, doch was hier passierte, konnte mein bis dahin unbefleckter K├Ârper nicht richtig verarbeiten. Nicht nur, dass ich mit Magendruck und V├Âllegef├╝hl vom Essen zu k├Ąmpfen hatte. Jetzt, nachdem sich Petra in einen Hauch von Nichts geh├╝llt hatte, merkte ich auch ein leichtes Zucken in der Lendengegend.
┬źWei├čt du, irgendwie geht mir das alles zu schnell┬╗, versuchte ich noch zu sagen, doch das letzte Wort verhallte in ihrem Rachen, der sich weit vor meinem Mund ├Âffnete, um anschlie├čend meine Zunge komplett in sich aufzunehmen.
Es war wie eine Art Orkan, der ├╝ber mich hinweg fegte. Nicht nur, dass ihre H├Ąnde ├╝ber meinen gesamten K├Ârper glitten, auch ich wurde immer mutiger.
Heute ist mein Gl├╝ckstag!
Bis zu diesem Moment war ich mir sicher: Ich werde mich nie wieder waschen. Weder die Hand, noch andere K├Ârperteile.
Sie beherrschte das Spiel der K├Ârper perfekt. Alle Ger├╝chte, die ich ├╝ber sie geh├Ârt hatte, schienen zu stimmen.
W├Ąhrend ich nur bl├Âd herumlag und alles ├╝ber mich ergehen lie├č, wurde sie immer wilder. Fast in Ekstase kramte sie in ihrer Schublade etwas hervor.
┬źHier mein S├╝├čer, zieh das hier an. Ich bin gleich wieder da!┬╗
Wie anziehen? Wie geht das denn ├╝berhaupt? Sie nimmt doch die Pille, wozu dann das st├Ârende Teil?
Vollkommen nerv├Âs nestelte ich an dem schmierigen Ding Namens ÔÇ╣Feucht und sicherÔÇ║ rum.
Nach einem kurzen Blick auf die Bedienungsanleitung, die freundlicherweise in der Verpackung lag, fuhr ich systematisch fort.
Mit einem Riss zog ich die linke Seite des kleinen Alu-P├Ąckchens herunter. Ich tat es so ungeschickt, dass das rote Gummi in hohem Bogen aus der Packung direkt in ihr S├╝├čwasseraquarium flog, das neben dem Bett stand.
Ach du Schei├če! Auch das noch!
Mit einer eiligen Bewegung sprang ich aus dem Bett, um das verdammte Teil aus dem Becken zu fischen. Was mir nur schwer gelang.
Mit meiner Kinder-K├Ârpergr├Â├če war es nicht leicht, in das Becken zu greifen, da es auf einer Art Vitrine stand.
Wie bekomme ich jetzt das Teil aus dem Wasser? Ein hastiger Blick in den Kondomkarton lie├č mir keine andere Wahl. Es war das Letzte!
Also bediente ich mich eines Drehstuhles, der in der N├Ąhe des Aquariums stand. Barfuss, mit meinem immer noch halbharten Teil zwischen den Beinen und dem linken Arm im Wasser, versuchte ich nun krampfhaft und elegant das Kondom aus dem Becken zu ziehen.
Gerade als ich mit meinem kleinen Finger kurz davor war, das rutschige Gummi, das so einen seltsamen Film auf der Wasseroberfl├Ąche hinterlie├č, zu greifen, ging die T├╝r auf.
┬źIst das die neue Art, das Aquarium zu reinigen?┬╗
Die Stimme h├Ârte sich nicht sehr weiblich und auch nicht blechern an.
Ihr Vater stand in der T├╝r und war auf der Suche nach seiner Tochter. Ich l├Ąchelte ihm zu! Was sollte ich sonst auch tun, um nicht noch d├Ąmlicher dazustehen.
Noch bevor ich antworten konnte, drehte sich der Stuhl, auf dem ich noch immer unbekleidet stand, so ungl├╝cklich auf die rechte Seite, dass ich in R├╝ckenlage kam und holterdiepolter vom Stuhl flog.
Ich versuchte mich auch noch am Aquarium festzuhalten, doch das gelang mir nicht. Das Aquarium fing an zu wanken und kippte leicht auf die linke Seite, fiel zum Gl├╝ck aber nicht um.
Doch das war noch nicht alles. W├Ąhrend ich mich mit einem Sturz, der im Schlittschuhpaarlaufen sicherlich eine Note ├╝ber f├╝nf Punkte bekommen h├Ątte, unsanft in die N├Ąhe des Bodens begab, war die gesamte Situation wohl auch meinem Magen zu viel.
Der Druck nahm ├╝berhand. Mit einem lauten ÔÇ╣PfrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrtÔÇ║ machte sich auch die ├╝bersch├╝ssige Luft auf den Weg an die Freiheit.
Es war eine so peinliche Situation, in die ich geraten war. Gedanken schwirrten mir durch den Kopf.
Wo war Petra denn ├╝berhaupt hingegangen? Wieso war die T├╝r nicht verschlossen? Wieso tropft Wasser in mein Auge? Wieso ist das Wasser rot? ROT!
Es war gar kein Wasser sondern Blut, und ich kann nun mal kein Blut sehen.
Ich wurde ohnm├Ąchtig!
Damit alles wirklich perfekt wurde, kippte nun auch das Aquarium um und ├╝bersch├╝ttete mich mit dem 28,3 Grad warmen S├╝├čwasser, in dem die Tiere bis vor kurzem noch fr├Âhlich umherschwammen.
Fische, ein kleines Boot und ein Seestern verteilten sich ├╝ber meinen K├Ârper, und auch dem Kondom gelang die Flucht aus dem Wasser. Es lag seelenruhig auf meinem besten St├╝ck ÔÇô genau da, wo es von Anfang an eigentlich hin sollte.
An das N├Ąchste, an das ich mich erinnern kann, ist Petras Vater, der krampfhaft versuchte, mir meine Unterhose mit Karomuster wieder anzuziehen. Ja, ja ich wei├č ÔÇô wer sicher ist, Sex zu haben, sollte nie eine Unterhose mit Karomuster anziehen. Ich konnte ja nicht ahnen, das mir Petras Vater die Unterhose anziehen w├╝rde. Auf jeden Fall musste er mich auf das Bett getragen haben, denn dort wachte ich wieder auf

Die gesamte Situation wurde noch peinlicher, als ihre Mutter, ihr Freund und Petra selbst im Halbkreis um mich herum standen und dabei zusahen, wie ein ├Ąlterer Mann nun versuchte, mich zu bekleiden. Wahrscheinlich durch den Krach alarmiert.
┬źWas hast du gemacht? Wieso liegst du hier nackt in meinem Zimmer? Wieso ist das Aquarium kaputt. Papa? Warum ziehst du ihm die Hose an?┬╗ h├Ârte ich die blecherne M├╝lleimerstimme, die nur zu Petra geh├Âren konnte.
Die alte Ziege!
W├Ąhrend ich hier pitschnass und inmitten der Aquariumsutensilien lag und ihr Vater noch immer an mir herumfummelte, trug sie schon wieder ihre normale Kleidung von vorhin.
Die bl├Âde Kuh hatte mich reingelegt. Sie wollte mich blo├čstellen. Ich konnte es nicht glauben.

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Alba
Hobbydichter
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Von wegen "Natur der Frau"....

Hallo jbaldin,

sehr nette Story - habe richtig sch├Ân vor mich hin schmunzeln m├╝ssen. ├äu├čerst am├╝sant!

Allerding muss ich gestehen, dass ich den Schluss ein bisschen sehr platt finde. Es ist ein solch furioses Finale, dass Du da beschreibst, und bei dem die Aufl├Âsung "Sie wollte mich heinlegen" schlichtweg zu einfach und zu wenig ausformuliert ist.

Hoffe, ich bin Dir mit meiner Kritik nicht auf die F├╝├če getreten.

Gru├č
Alba




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Robert
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robsn

Sch├Âne Geschichte, der erste auf den ich ├╝berhaupt antworte und ihn nicht nur durchlese weil er mich teilweise wirklich sehr zum l├Ącheln gebracht hat.

Aber stimmt schon, habe mir zum Schluss auch die Frage gestellt warum sie sich ├╝berhaupt die M├╝he gemacht hat und ob es eine eventuelle Fortsetzung gibt in der man es erf├Ąhrt?

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jbaldin
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Re: robsn

quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von Robert
Sch├Âne Geschichte, der erste auf den ich ├╝berhaupt antworte und ihn nicht nur durchlese weil er mich teilweise wirklich sehr zum l├Ącheln gebracht hat.

Aber stimmt schon, habe mir zum Schluss auch die Frage gestellt warum sie sich ├╝berhaupt die M├╝he gemacht hat und ob es eine eventuelle Fortsetzung gibt in der man es erf├Ąhrt?


Hallo,
die ganze Geschichte geht noch weiter und daher ist der Schluss zugegebener Ma├čen etwas ruppig. Ist nur ein kleiner Auszug.

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Robert
Hobbydichter
Registriert: Apr 2002

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Wann wird man denn weiterlesen d├╝rfen, oder steckt der n├Ąchste Teil noch in der Entwicklung? Ich m├Âchte es nicht hoffen weil mir der Anfang doch sehr gut gefallen hat.

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