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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Ein Sommertag
Eingestellt am 20. 03. 2010 13:41


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sannasohn
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Ein Sommertag

Die Sonne schien wie jeden Tag in diesem Sommer, heiß und einladend, sich in den nächsten See zu stürzen. Pech nur, wenn keiner in der Nähe ist. Mit sieben kann ein Sommer bei der Oma sehr langweilig werden, aber Gott sei Dank gibt es ja die Jungs aus der Nachbarschaft.
Während also meine Oma sich irgendeine Serie anschaute, oder an der Nähmaschine saß, um die von mir kunstvoll zerschnittenen Hosen zu stopfen (Ich war wohl auf nix stolzer als auf diese Hose, und noch nie entsetzter, sie geflickt wieder zu bekommen) trieb ich mich am kleinen Kanal rum, der unweit von ihrer Wohnung war und in ein kleinen Teich mündete. Der, wenn man dem Schild glaubt, von Schlangen, Fröschen, Echsen und Fischen nur so wimmelte.(Komisch, dass wir nie etwas in der Art gefunden haben...)
Die Jungs und ich hatten an diesem Tag schon so manches gespielt, von Fangen bis hin zu Sandkastenschiffe versenken(wer es nicht kennt, man baut aus Sand Schiffe und dann darf man von seinen Schiffen aus die feindlichen Schiffe mit Sandbällen bewerfen, bis sie zerstört sind, ich spiel bis heute lieber diese Variante, anstatt die Papiervariante) und wussten nun nix weiteres mit uns anzufangen. Doch der Umweltverschmutzung sei dank kamen wir auf eine neue Idee.
Der Kanal war nicht tief, lag aber tief in einem Graben, der links und rechts sehr bewachsen war.
Durch diesen „Dschungel“ bauten wir jetzt Flüsse und mit den leeren Flaschen, die überall rumlagen, konnten wir das Wasser aus dem Kanal nehmen und oben in die von uns gegrabenen Flussbetten schütten und fasziniert zuschauen, wie es sich seinen Weg bahnt. Manchmal ganz anders als geplant. Die Zeit verging wie im Fluge und wir versuchten, immer verrücktere Flüsse zu bauen und saßen teilweise komplett im Kanalmatsch und dachten uns die wildesten Geschichten aus. Kleine Figuren erklärten wir zu Soldaten und Schiffe wurden schnell aus alten Zeitungen gebaut und mit den Soldaten losgeschickt (ob die Sowjetkaserne in der Nähe vllt schuld an unserem Spiel war??), viele überlebten nicht und im größten Gefecht erscholl die autoritäre Stimme meiner Oma, die mich zum Vesper rief. Ich verabschiedete mich schweren Herzens und begab mich auf den kurzen weg zum Haus. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich komplett mit Matsch bedeckt war. Leicht geduckt stand ich in der Wohnungstür, auf die Strafpredigt meiner Oma gefasst, welche auch sofort anfing und mir ein paar rote Ohren bescherte (wenn meine Oma was kann, dann ist es backen, kochen und schimpfen).
Doch als sie mir dann Waffeln mit gezuckerten Erdbeeren hinstellte, war alles vergessen und ich freute mich auf den nächsten Tag.


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Eines Tages wird man bereuen...Sannasohn

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suzah
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hallo sannasohn,

hat mir spaß gemacht, eine typische jungensgeschichte, im matsch oder mit matsch spielen ist doch das schönste (was leider nicht alle mütter/omas verstehen).
die erklärung über "Sandkastenschiffe versenken" würde wohl besser am schluß als anmerkung stehen und eine kleine überarbeitung könnte der text stellenweise vertragen.

lg suzah

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jon
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Nu ja: Das hier ist eben kein Tagebuch = Blog, sondern die Abteilung "literarisches Tagebuch", in der literarische Maßstäbe gelten.

Man schreibt Erzählendes so, wie es vorgelesen werden soll – wenn "vllt" da steht, dürfte der Vorleser also nicht "vielleicht" vorlesen, sondern müsste "flt" lesen. (Worin das Problem bestehen soll, ein so simples Wort wie "vielleicht" auszuschreiben, ist mir zudem völlig unklar.)
Klammern sind das Zeichen dafür, dass etwas quasi aus dem "fließenden Text" herausfällt – und zwar so deutlich, dass es über den Gedanken-Kurz-Einschub oder –Nachsatz (Gedankenstriche) hinaus geht. Der Vorleser würde das normalerweise mit einer deutlichen Pause und dem Wechsel des Tonfalls "übersetzen". In deinem Text sind die Klammer-Inhalte eigentlich ganz normale Sätze und Nebensätze; die Klammern stellen also sinnlose optische Lese-Stop-Zeichen dar.

Dass es um Matsch geht, hast du "gut" überspielt: Erst ab der Hälfte des Textes sind die Protagonisten überhaupt am Kanal, "Matsch" taucht erst knapp vorm letzten Viertel auf (als Wort. Er war auch umschrieben vorher nicht da.), dann kommt Action, dann im letzten Sechstel wieder als das Einzelwort "Matsch" – aber auch nur als Neben-Aspekt, nämlich als Anlass für Omas Schimpfe – und im Ausklang ist er schon wieder vergessen: Die Heldin freut sich auf morgen, nicht auf einen weiteren Tag im Matsch.

PS: Bei mir funzt der Link auch nicht. Dabei würde mich schon interessieren, wo man literarisch herkommen muss, um so simple Erzähl-Schreib-Regeln nicht zu kennen bzw. als "Regeln? Och nö, keine Lust!"-Überflüssigkeiten weg zu wedeln.
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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jon
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Ah ja. Die "andere Betonung" sollte bei Klammern wirklich sein, trifft hier aber eben nicht zu, die Klammerinhalte sind einfach zu wenig aus dem umgebenden Text "abgelöst".

Sorry, ich mache immer wieder den Fehler, die Lupe als das zu nehmen, was sie eigentlich sein soll: Ein Forum, wo man seine schreibhandwerklichen Fähgkeiten (zu welchem Zweck auch immer) verbessert. (Texte-unter-die-Leute-Werf-Foren gibt es im Netz zu Hauf, warum toben sich Leute wie du eigentlich nicht da aus?)

Was für ein dummer Spruch, inzwischen hasse ihn echt. Regeln sind nicht zum Brechen da, sondern (Sorte A) um etwas zu regeln oder (Sorte B) um zu beschreiben, wie etwas funktioniert. Dass manchmal etwas einer anderen Regel folgt (anders funktioniert) oder "Vorschriften" einer erwünschten Wirkung im Weg stehen und deshalb gebrochen (oder durch andere Regeln ersetzt) werden, ist was anderes. "Regeln sind zum Brechen da" ist wie "Nahrunsgmittel sind zum Wegwerfen da": Nur weil zu viel / verdorbene / einen Allergieschub auslösende … Nahrungsmittel immer wieder weggeworfen werden, heißt das nicht, dass das der "Zweck" von Nahrungsmitteln ist.

Das mit dem Er/Sie ist immer ein Problem – wenn es wichtig ist, dann sollte man es im Text klarstellen.
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