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Leselupe.de > Ungereimtes
Ein Sonett
Eingestellt am 28. 04. 2004 23:00


Autor
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Lyroholiker
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Apr 2003

Werke: 24
Kommentare: 11
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Alleine bin ich nie gewesen,
doch einsam bin ich immer schon.
Man kann es auf der Stirn nicht lesen,
doch h├Ârt man's oft in meinem Ton.

Wann darf ich denn an ihr genesen,
wann bauen wir uns unsern Thron ?
Du, der K├╝nste liebstes Wesen,
und ich der Muse liebster Sohn.

Wo bist du nur, Seele die mich sucht ?
Wo, die Seele, die ich suche ?
Wo ist blo├č der Spiegel meines Seins ?

Bin ich denn zur Einsamkeit verflucht,
wie auf freiem Feld, die Buche,
umwoben vom Licht des Sonnenscheins ?
__________________
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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jester
Guest
Registriert: Not Yet

hallo lyroholiker,

kein klassisches sonett, sondern eine variante, findet man in deinen zeilen. daf├╝r sprechen sowohl die kreuzreime als auch die m├Ąnnlichen reimendungen, die 4-hebigen jamben und die 8 und 9 silbigen verse.
ok, sonettvarianten gibt es viele und die diskussion, ob nur ein klassisches sonett das "echte" sonett ist, m├Âchte ich nicht hier besprechen.

was allerdings wichtig ist bei einem sonett, ist der inhaltliche aspekt. hierbei geht es um these und antithese in den quartetten und die synthese in den terzetten (oder zumindest ein inhaltlicher bruch/wandel zwischen quartetten und terzetten). das gelingt meiner meinung nach nur bedingt.
im ersten quartett steht die einsamkeit des lyrischen ichs im vordergrund, im zweiten kommt "sie" ins spiel. was oder wer sie ist, wird im ersten terzett aufgel├Âst (die seele), allerdings k├Ânnten die fragen aus strophe 2 meiner meinung nach ebenso gut in den terzetten gestellt werden. im abschlussterzett gibt es keine aufl├Âsung. die frage nach dem fluch ist ok, aber ist eine buche auf freiem feld, denn auch per se verflucht???

die terzette holpern vom versma├č sehr. da werden allerlei taktarten vermischt oder gebrochen ("Wo bist du nur, Seele die mich sucht?", "Bin ich denn zur Einsamkeit verflucht,")

inhaltlich scheinen mir diese br├╝che nicht (vorallem nicht sonett├Âs eingebunden). ich w├╝rde versuchen, das versma├č durchzuhalten.

"spiegel meines seins","umwoben vom licht des sonnenscheins" usw. sind nicht gerade metaphern, die ich f├╝r originell halte (aber das muss ja auch nicht intention sein und das kann man gerne auf meinen geschmack schieben ). mit den reimenden "-esen" und "-on" "-ucht", "-uche" und "-eins" geht es mir ├Ąhnlich. "gewesen" und "wesen" sind identische reimendungen.

das thema "der k├╝nstler(liebster sohn der muse)/das ich" auf der suche nach der seele/seinem werk (der k├╝nste liebstes wesen) ist ein durchaus passendes thema f├╝r ein sonett. die umsetzung - wie ausgef├╝hrt - rei├čt mich jedoch nicht vom hocker und erfordert metrisch auf jeden fall (und inhaltlich je nach geschmack) eine ├╝berarbeitung!

liebe gr├╝├če,
jester
______________________________________

bei meiner subjektiven textkritik handelt es sich nie um pers├Ânliche kritik am autor!

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