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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein Tag am Meer
Eingestellt am 31. 10. 2011 13:34


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Carina M.
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Der Himmel hatte sich verdunkelt. Die Sonne war hinter dicken niedrig h├Ąngenden Wolken verschwunden. Ein scharfer Wind fegte ├╝ber die Promenade und wirbelte Papiert├╝tchen durch die Luft, in denen zuvor S├╝├čigkeiten gewesen waren.

Das Meer, nun bleigrau, rollte, nur von den Kronen des sch├Ąumenden Gelbwei├č der Wogen unterbrochen, auf das Ufer zu.
Der Strand, auf dem sich eben noch so lebhaft die Urlauber getummelt hatten, wurde zusehends leerer. Die Leute fl├╝chteten in ihre Strandk├Ârbe oder begaben sich in das nahe Strandcaf├ę um dort auf Wetterbesserung zu hoffen.
Ein paar M├Âwen kreischten aufgeregt, flohen vor dem immer st├Ąrker werdenden Wind, der sich langsam zu einem Sturm entfaltete und w├╝tend die Wellen peitschte.

Das Tosen des Meeres lie├č meine Worte ungeh├Ârt davonfliegen.
Tobias folgte mir, als ich ihm mit Handzeichen klar machte, ich g├Ąbe auf und wollte auch in den Schutz des Cafe┬┤s fl├╝chten. Er nickte, es war ihm recht.

Drinnen schauten wir nach einem freien Platz f├╝r uns, nicht leicht, denn das Lokal war ziemlich ├╝berf├╝llt. Aber hinten, links an der Wand, in einer gem├╝tlichen Nische waren noch zwei St├╝hle unbesetzt.

W├Ąhrend ich darauf zusteuerte ging Tobias zum Getr├Ąnkeausschank um Kaffee zu holen. Endlich hatten wir mal ein paar freie Minuten f├╝r uns allein, und konnten in aller Ruhe ├╝ber einige Dinge reden, die mir schon lange zu schaffen machten. Es ist als Schwiegermutter immer eine Gradwanderung, wenn man mit den Entscheidungen der Schwiegertochter nicht so ganz einverstanden ist. Schwierig die richtigen Worte zu finden, damit sich keiner verletzt f├╝hlt oder Gr├Ąben aufrei├čt ├╝ber die dann keiner mehr springen will.

Laura war mit den Kleinen in einer Bastelstube besch├Ąftigt sie bekam von dem Wetterumschwung nichts mit.
Es war wichtig, dieses Gespr├Ąch zwischen Mutter und Sohn. Das Bedr├╝ckende, was seit einiger Zeit unausgesprochen in der Luft hing, l├Âste sich nun auf.

Als mein Blick nach einiger Zeit durch die gro├čen, hohen Fenster nach drau├čen fiel, riss soeben der Himmel auf, die Wolken flogen auseinander und die Sonne eroberte sich ihn St├╝ck f├╝r St├╝ck zur├╝ck.
Bald darauf, strahlte wieder jenes leuchtende Azurblau, wie man es oftmals auf Postkarten sieht. Auch das Meer hatte sich beruhigt, gem├Ąchlich schwappte es an den mit Muscheln ├╝bers├Ąten Strand, die das Meer im Sand zur├╝ckgelassen hatte.

Die Schlechtwetterfront hatte sich aufgel├Âst, der Sturm war vor├╝ber.


__________________
Alles was ich schreibe ist haschen nach Wind

Version vom 31. 10. 2011 13:34

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Carina M.
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Hallo Raina,

es ist keine Kurzgeschichte?
Das mag sein, ich w├╝sste allerdings nicht, wo ich es sonst h├Ątte posten sollen.
Es geht hier um Wetterumschwung, dies zu beschreiben war der Sinn. Sowohl in der Natur wie im Menschlichen.

Nicht alle Schwiegerm├╝tter sind die *B├Âsen*, es gibt auch Schwiegert├Âchter die unm├Âglich und unertr├Ąglich sein k├Ânnen. Soviel dazu.

Weiter wollte ich damit erz├Ąhlen, dass es besser ist unbedingt dar├╝ber zu reden, wenn es Missverst├Ąndnisse und Meinungsverschiedenheiten gibt. Und zwar ohne eine andere Person, die m├Âgleicherweise st├Ąndig dazwischenfunkt und ihren Senf meint, dazu tun zu m├╝ssen.

Alles klar?

Liebe Gr├╝├če,
Carina
__________________
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