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Leselupe.de > Kindergeschichten
Ein Traum
Eingestellt am 15. 07. 2008 08:02


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Radji
Hobbydichter
Registriert: Jun 2008

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Ein Traum

Das Auto fĂ€hrt langsam auf den Hof an diesem sonnigen Sommertag und wirbelt den staubigen Boden auf. Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet und seit Wochen fiebert Caroline diesem Tag entgegen. Es ist spĂ€ter Nachmittag, die Fliegen surren wild durch die Luft. Der angehĂ€ngte HĂ€nger rumpelt etwas, als er ĂŒber den Bordstein rollt. Dann stellt sich das Auto in Position an den Rand des Hofes und der Motor wird abgestellt. Langsam legt sich der Staub wieder, aber die Stimmung ist immer noch bis zum Zerreißen gespannt, was auch die Fliegen zu merken scheinen. Die schwere, heiße Luft lĂ€sst ihr die Schweißperlen auf der Stirn stehen.

Eine kurze, nette BegrĂŒĂŸung, eine kleine FĂŒhrung durch die hĂŒbsche, intime Anlage, Papiere wechseln den Besitzer und dann geht endlich die Klappe am HĂ€nger auf


Da sieht Caroline ihn, den wunderschön runden, dunkel roten Hintern dieser Stute! Wie sehr hat sie sich auf diesen Moment gefreut! Die Anspannung fĂ€llt von ihr ab und das GefĂŒhl von unendlicher Vorfreude macht sich breit. Die Stute steht ganz ruhig und aufmerksam da und schaut sich freundlich um. Nicht die Spur von Aufregung erscheint in ihren riesigen dunklen Augen. Sie kennt es wohl, im HĂ€nger transportiert zu werden und sie weiß, dass nichts Schlimmes passieren wird. Vielleicht freut sie sich auch auf einen möglichen Ausritt oder ĂŒberlegt, ob jetzt das nĂ€chste Training stattfindet und was dabei von ihr gefordert wird? Caroline vermag ihre Gedanken nicht zu deuten.

Die Stange wird entriegelt und ganz langsam und vorsichtig ertastet sich Daisy den Weg aus dem HĂ€nger. Als sie mit allen Hufen auf dem staubigen Hofboden steht, schaut sie sich erst einmal um und bemerkt, dass sie hier noch nie gewesen ist. Fremde GerĂŒche steigen ihr in die NĂŒstern und auf einer Wiese hört sie ein leises Wiehern. Einige Menschen stehen um sie herum und begutachten sie. Sie werfen sich skeptische und interessierte Blicke zu. Aber auch das scheint Daisy nicht weiter zu stören, denn sofort senkt sie ihren kleinen, hĂŒbschen Kopf und wartet geduldig, bis es weiter geht.

Caroline dagegen bebt vor lauter Aufregung, als sie Daisy in ihrer vollen Schönheit im Sonnenlicht vor sich hinfunkeln sieht! Ein so ausdruckstarkes, freundliches Pferd hat sie bisher selten gesehen und sie kann es kaum fassen, dass sie in Zukunft viel Zeit mit diesem wundervollen Geschöpf verbringen darf. Auf einmal keimt Angst in ihr auf, dass sie gleich aus diesem wundervollen Traum erwachen könnte. Doch dann wird sie wieder in die RealitÀt gerissen.

Ihr vertrauter Mensch fordert Daisy auf mitzukommen und diese trottet ganz ruhig und gelassen hinter her, als sie den Weg in ein großes Paddock gewiesen bekommt. Da steht sie nun ganz friedlich im Sonnenschein und ihr Fell leuchtet feuerrot in der Sommersonne. Was fĂŒr ein Anblick! Daisy schnĂŒffelt hier und riecht dort. Zwar liegen keine PferdeĂ€pfel auf dem sandigen Boden, aber hier haben ganz klar Artgenossen gestanden. Was das wohl fĂŒr Pferde gewesen sein mögen? In einer Ecke findet sie auch noch ein paar HĂ€lmchen Heu. Und dann stellt sie sich in eine Ecke und schaut dem Reitunterricht zu, der gerade auf dem großen Platz gegeben wird.

WĂ€hrend dessen wird die Klappe des HĂ€ngers wieder geschlossen und der Mensch, der sie eben noch auf den Paddock gefĂŒhrt hatte, steigt wieder in sein Auto, schließt die TĂŒre und startet den Motor. Staub wird wieder aufgewirbelt. Wenige Augenblicke spĂ€ter verlĂ€sst das Gespann langsam den Hof. Alles was bleibt ist eine Staubwolke, die sich nur langsam legen will. Alles scheint wie immer zu sein. Bestimmt wird der Mensch gleich zurĂŒckkommen und sie wird wieder in den HĂ€nger steigen, eine gewisse Zeit lang fahren, aussteigen, und dann wĂ€re sie wieder zu Hause – oder etwa nicht?

Die Menschen sind alle sehr nett, aber die Gesichter hat Daisy noch nie gesehen, nur zwei Gesichter kommen ihr bekannt vor. Diese beiden Gesichter waren vor Wochen bei ihr zu Hause und haben zugeschaut, als sie geritten wurde. Das ist ja ein komischer Zufall, dass sie diese Menschen gerade hier wieder sieht und als sie noch so nachdenkt, kommt Caroline auch schon auf sie zu. Sie beschnuppern sich kurz und Caroline sagt Worte, die Daisy nicht versteht, aber sie scheint sehr aufgeregt zu sein und so schnaubt die Stute erstmal ab. Caroline streichelt sanft ihren Hals und ihre Augen funkeln dabei. Menschen sind schon komisch, denkt sich Daisy. Dann geht Caroline weg und nach einer halben Stunde kommt sie zurĂŒck und legt Daisy ein Halfter an, dessen Geruch sie nicht kennt. Was mag jetzt wohl passieren? Daisy wird es etwas unheimlich. Ihr vertrauter Mensch ist nirgends zu sehen, aber weil sie gut erzogen ist, geht sie ganz brav mit


Da erscheint auf einmal an großer Wallach bei dem anderen bekannten Gesicht und auch er hat nur ein Halfter an. Geritten wird Daisy wohl nicht, denn weder ihr Mensch, noch ein Sattel ist zu sehen und schon wird sie Caroline in Richtung Hoftor gefĂŒhrt. Wohin der Weg wohl fĂŒhren mag?? Was ist hier eigentlich los? Der Wallach trottet ruhig an ihr vorbei, er scheint den Weg zu kennen und versucht ein wenig von ihrem Geruch zu erhaschen. Er wĂŒrde viel lieber an Daisy schnuppern, anstatt seinem Menschen zu folgen.

Nun verlassen sie den Hof und wandern die Strasse hinauf, gefolgt von den leise schnaubenden Rössern. Sie ĂŒberqueren eine Landstrasse und biegen auf einen Feldweg ein, der steil bergauf geht. Am Horizont erscheint ein Wald und dazwischen erstrecken sich Felder, die gold gelb darauf warten, geerntet zu werden. Hier und dort sind auch einige Wiesen, auf denen KĂŒhe stehen und als sie oben am Berg angekommen sind, stehen da zwei kleine Shetties, die anscheinend noch nie große Pferde gesehen haben, so, wie die sich aufspielen und am Zaun hin und her galoppieren


Die kleine Gruppe biegt ab und nĂ€hert sich nun dem Wald. Die Landschaft hier sieht ganz anders aus als in ihrer Heimat, denkt Daisy. Hier gibt es mehr Felder und die HĂŒgel sind nicht ganz so hoch, wie zu Hause. Dann erreichen sie den Wald, der ebenfalls ganz anders aussieht. Hier stehen keine Fichten oder TannenbĂ€ume, sondern fast ausschließlich LaubbĂ€ume und Farne. Idyllisch, denkt sie sich, denn dieser Wald ist nicht so dunkel, sondern wird von den Sonnenstrahlen durchflutet. Hier stehen ganz viele Birken und große BaumstĂ€mme liegen quer ĂŒber manchen schmalen Pfaden.

So wandert Daisy hinter Caroline her und schaut sich alles genau an. Über all sieht sie Spuren von Artgenossen im Waldboden, oder auf den Feldwegen. Auch haben sie viele Pferdekoppeln passiert. In dieser Gegend scheinen sehr viele Pferde zu wohnen. Nach einer guten Stunde erkennt Daisy den Hof wieder, auf dem sie am Nachmittag aus dem HĂ€nger gestiegen ist, doch dieser ist nirgends zu sehen. Dann wird sie wohl die Nacht in diesem fremden Stall verbringen, denkt sie sich und seufzt. Viel lieber wĂ€re sie jetzt zu Hause, auf ihrer Wiese
.

Etwas spĂ€ter erreichen sie den Hof und nachdem Daisy noch einmal gestriegelt wird und ihre Hufe ausgekratzt sind, bringt Caroline sie in eine Box, die erstmal nicht sehr einladend wirkt, weil es mittlerweile schon dĂ€mmrig geworden und der Stalltrakt dunkel ist. Als das Licht eingeschaltet wird, erkennt Daisy, dass sie in der mittleren Box steht. Rechts steht der Wallach, mit dem sie eben noch die kleine Wanderung gemacht hat und von links wird sie mit großen, neugierigen Augen einer Stute angesehen. Sie beschnuppern sich kurz, aber Daisy hat keine Lust auf Unterhaltung, weil sie mittlerweile etwas hungrig geworden ist. Und da bemerkt sie, dass sie auf einer dicken Lage frischen Strohs steht und in der Ecke duftet ein großer Haufen Heu, auf den sie sich erstmal stĂŒrzt. Das Licht wird wieder gelöscht und so verbringt Daisy die Nacht und ist gespannt, was der nĂ€chste Tag bringen wird.

Caroline macht sich zu Fuß auf den Weg nach Hause und kann ihre Gedanken gar nicht ordnen. So viel spukt ihr im Kopf herum. Dieser Tag scheint so unreal zu sein und wieder kommt dieses beklemmende GefĂŒhl, dass das alles nur ein Traum gewesen ist, aus dem sie gleich wieder aufwachen wird. Deshalb kann sie in der Nacht kaum schlafen. Sie ist aufgewĂŒhlt und steht unzĂ€hlig oft auf um einen Schluck Wasser zu trinken. Dann legt sie sich wieder in ihr Bett und malt sich aus, was die Zukunft wohl bringen mag und so langsam fĂ€ngt sie doch der Schlaf ein. Doch es wird nur eine kurze Entspannung, denn der Wecker klingelt schon frĂŒh am Morgen.

Dieses Mal fĂ€llt das FrĂŒhstĂŒck sehr kurz aus, Caroline ist viel zu aufgeregt, um irgendetwas runter zu bekommen und so muss eine Tasse Kaffe erstmal reichen, die sie hastig hinunter stĂŒrzt und sich dabei den Mund verbrennt. Leise fluchend stapft sie ins Badezimmer und richtet sich fĂŒr den Tag, der noch mit kĂŒhler, frischer Luft lockt. Nachdem sie sich angezogen hat, hĂ€lt sie nichts mehr in der Wohnung und sie kann endlich dem inneren Drang nachgeben und eilt die Treppe hinab.

Fast im Laufschritt geht sie zum Stall und schaut in den blauen Himmel. Die Vögel zwitschern und die Sonne kitzelt ihre Nasenspitze. War das alles nur ein Traum und wenn sie gleich die TĂŒre zum Stall öffnet, wird sie in eine leere Box schauen?? Carolines Gedanken rasen immer mehr, je nĂ€her sie dem Stall kommt und als sie den Hof betritt, ist die Anspannung kaum mehr auszuhalten. Sie öffnet die TĂŒre und da erblickt sie die friedlich an ihrem Heu mĂŒmmelnde Stute! Sogleich kommt Daisy auf die BoxentĂŒre zu und streckt ihr den Kopf entgegen. Neugierig und aufmerksam schauen sich beide an. Sanft streichelt Caroline ihr ĂŒber die samtweichen NĂŒstern und in diesem Moment fallen alle Sorgen und die Anspannung von ihr ab, wie Regen, der auf der Regenjacke abperlt. Sie hat nicht getrĂ€umt.

Zuerst verlĂ€sst der Wallach neben Daisy den Stalltrakt. Er scheint sich zu freuen und brummelt Caroline an. Es scheint ihm nicht schnell genug gehen zu können, denn als er los stĂŒrmt, schickt Caroline ihn erstmal wieder ein paar Schritte rĂŒckwĂ€rts. Wohin er wohl gebracht wird? Wenige Minuten spĂ€ter legt Caroline Daisy das Halfter an und fĂŒhrt sie durch das GebĂ€ude, ĂŒber den Hof, am Reitplatz entlang zu den Wiesen. Wiesen! Hier lĂ€sst es sich schon aushalten, denkt sich Daisy und fragt sich gleichzeitig, wann denn nun endlich ihr Mensch wieder kommt und sie nach Hause kann. Auch den Grund ihres Ausflugs kann sie nicht verstehen. Wieso sollte sie sich am Vortag die Landschaft anschauen? Doch da kommen schon die anderen Pferde auf sie zu und reißen sie aus ihren Gedanken. Sie beschnuppern sich und stellen erst einmal klar, wer in dieser Herde das Sagen hat.

Die ganze Herde prescht die lange Wiese einmal hoch und runter, die Erde bebt, doch es bleibt alles friedlich. Davon könnten sich die Menschen eine dicke Scheibe abschneiden, denkt Caroline sich! Mit den Ohren und der Mimik machen sie alles untereinander aus. Keines der Pferde berĂŒhrt sich oder droht. Ihr geht bei diesem Anblick das Herz auf. So viel Muskelkraft, Anmut, Eleganz und Adel – ein ĂŒberwĂ€ltigender Augenblick! Caroline lĂ€uft ein kalter Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Doch wenige Minuten spĂ€ter hat sich die Herde bereits wieder beruhigt und alle Pferde sind darauf bedacht, die besten Grashalme zu erhaschen. Der Zauber des Augenblicks gehört schon der Vergangenheit an.

So vergeht der Tag, und als Caroline Daisy am Abend dieses Tages von der Wiese holt, kommt ihr zum ersten Mal der Gedanke, dass ihr Mensch nicht mehr kommen wird. Nirgends ist eine Spur von ihm zu sehen oder zu riechen und auch der HĂ€nger und das vertraute MotorengerĂ€usch ertönt nicht. WĂ€hrend Daisy ausgiebig geputzt wird, vergehen ihr die dĂŒsteren Gedanken wieder und sie genießt einfach nur die Massage und im Mittelpunkt zu stehen. Caroline bemĂŒht sich sehr und so ĂŒbel scheint sie auch nicht zu sein. Außerdem sind hier so viele verschiedene Artgenossen!

Caroline legt Daisy ein Knotenhalfter an, an dem sie eine Longe befestigt. Dann fĂŒhrt sie die Stute auf den großen Sandplatz und fĂ€ngt mit der Longenarbeit an. Im Schritt klappt alles bestens und Daisy trottet ruhig im Kreis um sie herum. Auch der Seitenwechsel funktioniert sofort und dann verlangt Caroline, dass Daisy antraben soll, auch das macht sie brav. Nach einer halben Stunde hat Daisy aber keine Lust mehr, sondern möchte viel lieber wieder zu ihrer Herde, auf die Wiese. Sie wiehert laut und beschließt erst einmal, Caroline zu testen. Warum sollte sie auch auf sie hören? Schließlich ist sie nicht ihr Mensch, sondern ein Fremder – ein netter Fremder zwar, aber trotzdem ein Fremder.

Caroline lĂ€sst sich das aber nicht gefallen, wird energischer und weist Daisy erstmal in die Schranken, so dass sie beschließt, nachzugeben. „Ok. Dieses Mal hast Du gewonnen“, denkt sich Daisy, „aber beim nĂ€chsten Mal werde ich dich wieder auf die Probe stellen. Beim nĂ€chsten Mal? Wieso beim nĂ€chsten Mal?“ Und da taucht der Gedankte wieder auf, dass der Aufenthalt hier doch etwas lĂ€nger dauern könnte.

WĂ€hrend die wunderhĂŒbsche rote Stute so um Caroline herum lĂ€uft, kann sie ihr GlĂŒck gar nicht fassen. Alles scheint irgendwie irreal. Ob sie sich mit diesem bezaubernden Wesen jemals zusammenraufen wird? WĂŒrden sie sich bald aneinander gewöhnen? Bedenken keimen in ihr auf, doch sie versucht ab jetzt nur noch positiv zu denken und verbannt die schlechten Gedanken ganz schnell wieder. Viel mehr erfreut sie der Anblick, der sie jetzt tĂ€glich nach der Arbeit erwartet. Es wird bestimmt nicht ganz leicht, aber sie freut sich sehr auf diese neue Herausforderung.

Die kommenden Tage vergehen Ă€hnlich. So langsam gefĂ€llt Daisy das Faulenzerleben, denn richtig gefordert wird sie hier wohl nicht. Geritten wird sie auch nicht mehr und so gewöhnt sie sich an das Leben auf diesem Hof. Hier ist immer etwas los und die Artgenossen sind nett und fremd fĂŒhlt sie sich nun auch nicht mehr.

Doch eines Tages kommt Caroline mit einem Sattel und da schwinden Daisys Hoffnungen auf ein Lotterleben. Von nun an wird sie doch wieder oft geritten und Caroline bemĂŒht sich, jeden Tag anders zu gestalten. So kommt keine Langeweile auf und Daisy weiß nie genau, was der nĂ€chste Tag bringen wird. Diese Abwechslung gefĂ€llt Daisy. Manchmal machen sie einen langen Ausritt durch die schöne Landschaft, an anderen Tagen lĂ€uft sie zusammen mit dem Wallach durch die Halle, manchmal wird sie geritten, wĂ€hrend ein Mensch in der Mitte steht und Caroline Anweisungen gibt, manchmal gehen sie einfach nur spazieren und an anderen Tagen bauen die Menschen ganz viele komische Dinge auf den großen Sandplatz – ob die meinen, dass sie davor Angst hĂ€tte???

Daisy freut sich jeden Tag darauf, dass Caroline kommt um sie von der Wiese zu holen und brummelt ihr entgegen. Ihr damaliges zu Hause hat Daisy fast vergessen, nur manchmal, wenn es ruhig im Stall wird und alle schlafen, erinnert sie sich daran, wie es war, vor diesem warmen Sommertag, als sie auf den staubigen Hof aus dem HĂ€nger gestiegen ist
.

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Haremsdame
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Hallo Radji,

schöne TrĂ€ume hast Du da beschrieben. Allerdings ist fĂŒr meinen Geschmack zu wenig Handlung enthalten. Ich könnte mir vorstellen, dass Kinder die ErzĂ€hlung schnell weglegen, weil zu wenig passiert.

Auch hast Du noch einige Rechtschreibfehler drin und was mir beim Lesen noch auffiel: Du hast zwei Protagonisten: Daisy, das Pferd und Caroline, das MĂ€dchen. FĂŒr den Leser ist das etwas verwirrend, mal die Gedanken des MĂ€dchens und dann wieder die des Pferdes zu erfahren. Besser wĂ€re es, wenn Du Dich entschließen könntest, entweder Daisy oder Carolines Innenleben zu beschreiben. Die Gedanken des anderen Geschöpfes mĂŒsste das eine Geschöpf dann erraten, so dass sie indirekt da stĂŒnden ...

Hier und da eine KĂŒrzung wĂŒrde nicht schaden.

Vielleicht siehst Du meinen Beitrag jetzt als total Verriss an. Soll er aber absolut nicht sein. Jeder hat mal angefangen und Fehler gehören dazu. Nur wer fÀhig ist, aus seinen Fehlern zu lernen, wird mal gut...



Darf ich Dir an am Beispiel zeigen, wo Du eine bessere Lesbarkeit erreichen könntest?

quote:
Es ist spĂ€ter Nachmittag, die Fliegen surren wild (ist absolut unnötig, jeder kann sich vorstellen, wie Fliegen surren) durch die Luft. Der angehĂ€ngte HĂ€nger (vielleicht schreibst Du hier nur AnhĂ€nger? und es liest sich gleich viel besser) rumpelt etwas, als er ĂŒber den Bordstein rollt. Dann stellt sich das Auto in Position an den Rand des Hofes [blue](erstens stellt sich das Auto nicht von allein und zweitens liest sich dieser Satz unrund - besser wĂ€re vielleicht: Am Rand des Hofes wird der Motor des VW, Trabi, BMW oder was auch immer wird abgestellt) und der Motor wird abgestellt. Langsam legt sich der Staub wieder, aber die Stimmung ist immer noch bis zum Zerreißen gespannt, was auch die Fliegen zu merken scheinen. (Auch nachdem sich der Staub gelegt hat, ist die Stimmung noch bis zum Zerreißen gespannt) Die schwere, heiße Luft lĂ€sst ihr (wem?) die Schweißperlen auf der Stirn stehen.
besser wĂ€re es aktiv zu schreiben: z.B. Schweißperlen stehen auf ihrer Stirn. Die Luft ist immer noch schwer und heiß.
quote:
Da sieht Caroline ihn, den wunderschön runden, dunkel roten (dunkelrot - ein Wort) Hintern dieser Stute!


Mir fÀllt auf, dass Du sehr oft "Mensch" und "Menschen" verwendest. Kannst Du Dir nicht noch was anderes einfallen lassen?

quote:
Da erscheint auf einmal an großer Wallach bei dem anderen bekannten Gesicht und auch er hat nur ein Halfter an. Geritten wird Daisy wohl nicht, denn weder ihr Mensch, noch ein Sattel ist zu sehen und schon wird sie von Caroline in Richtung Hoftor gefĂŒhrt. Wohin der Weg wohl fĂŒhren mag?? Was ist hier eigentlich los?

Lass Dir durch diese Kritik nicht die Lust am Schreiben nehmen! Nur durch stĂ€ndige Übung wirst Du besser!

Wohlwollende GrĂŒĂŸe

von der Haremsdame











__________________
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

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