Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92209
Momentan online:
491 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Ein Traum II
Eingestellt am 22. 03. 2004 09:32


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ein Traum II

So sind die TrĂ€ume, flĂŒchtig in Minuten.
Schon beim Erwachen kein Erinnern mehr.
Ein kurzer Traum, ein helles Braun mit Silber
und WĂ€rme, Kraft, treibt von mir weg, vergeht.

Da ziehÂŽn die letzten, fast verwehten Schwaden.
Wie sie als Tau nun auf den Spiegeln liegen.
Sind wirklich jetzt und brechen sanft das Licht.
SehÂŽ Dich nicht mehr. Mein Blick ist wieder klar.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 172
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo gareth,
du entfaltest in dem Gedicht eine Traumtheorie: TrĂ€umne sind nur fĂŒr kurze Minuten gegenwĂ€rtig, dann verschwinden sie aus der Erinnerung. Die verfliegenden Schwaden - so nennst du dann die vergehenden TrĂ€ume - legen sich auf den Spiegel - in dem wir uns selbst erkennen, so ergĂ€nze ich - und machen ihn trĂŒb.
Einmal denke ich, dass diese Theorie nicht stimmt. TrĂ€ume sind sehr wohl in der Erinnerung gegenwĂ€rtig, wir können lernen, TraumtagebĂŒcher zu schreiben.
Aber auch wenn ich mich auf deine Theorie einlasse, ist sie nicht klar genug dargestellt. Ist der Spiegel wirklich, wie ich angenommen habe, Bild fĂŒr die Selbsterkenntnis? Und wieso wird die Selbsterkenntnis durch die Reste des Traums getrĂŒbt?

GrĂŒĂŸe von Wilhelm.
__________________
Wilhelm Riedel

Bearbeiten/Löschen    


Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber gareth,

Der Traum II war fĂŒr mich erst einmal Anlass, nach dem ersten Traum zu suchen.
Und den habe ich nun wiederholt gelesen und die schöne Traumstimmung mit Herzklopfen erlebt.
Du hast es wunderbar verstanden, Inhalt und Ausdruck in Einklang zu bringen.

Den Traum II empfinde ich nur als nĂŒchterne Betrachtung, als Reflexion ĂŒber den Traum, vielleicht am Morgen danach vor dem Spiegel. Von der verzaubernden Stimmung ist nichts da.

Aber das weißt du alles selbst auch. Mich interessiert, warum du das so schreiben wolltest.
Du hast zwar den Traum als Thema, aber eine traumhafte Umsetzung ist es nicht.

Sagt dir mit fragendem Unteton in der Stimme

Lotte Werther

Bearbeiten/Löschen    


Venus
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

Werke: 99
Kommentare: 869
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Venus eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Mein liebster gareth,

Traurigkeit lese ich hier. Nicht nur eine reine oder gar nĂŒchtern sachliche Feststellung.
Es sind die Worte „fast verweht“ und „sanft“.
Hier scheint mir jemand gegen seinen Willen aufgewacht. Selbst wenn weise analysiert sein möchte, in der ersten Zeile „So sind die TrĂ€ume (eben), flĂŒchtig in Minuten...“, liegt ein so liebevoller Kummer in den weiteren Zeilen.
"Ein helles Braun mit Silber..."
Das lÀsst Gedanken zu... viele...

Es hilft nichts, gareth.
Selbst wenn man zum Schluß erfahren darf „Mein Blick ist wieder klar“, bleibt die Leserin ebenso ein bisschen traurig zurĂŒck.
Und glaubt nicht recht an Klarheit.

Aber du weißt ja, Frauen sind echt schlimm, im interpretieren. Und viel seltener haben sie wirklich recht

Ein wunderschönes Gedicht hast du hier wieder gezaubert! Und ich fand, es war echt wieder an der Zeit!
Ich freu mich heute schon auf Teil III
(zwecks den „allen guten Dingen...“)

recht herzlich,
deine
Venus


__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

Bearbeiten/Löschen    


IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Eine gewisse Melancholie kann man Deinem Werk nicht absprechen lieber gareth.

"So sind die TrĂ€ume, flĂŒchtig in Minuten.
Schon beim Erwachen kein Erinnern mehr." - Was, wie mir scheint, bedauert wird.

"Ein kurzer Traum, ein helles Braun mit Silber
und WÀrme, Kraft,..."- Diese Darstellung des Traums in Farben gefÀllt mir sehr. Braun, eine warme, krÀftige Farbe, die abgemildert wird durch Helligkeit und Silber.
Der Silberstreif am Horizont? Bricht sich in ihm das Licht und gibt Hoffnung ?
(Nun, jeder interpretiert es fĂŒr sich.)
Dir noch einen schönen Abend! IKT

Bearbeiten/Löschen    


gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Erst mal Danke,

Wilhelm Riedel, Lotte Werther, Venus und IKT

dafĂŒr, dass Ihr Euch um den kleinen Text gekĂŒmmert habt :o)

Es soll keine Traumtheorie sein, Wilhelm Riedel. Du hast wohl in allem recht, was Du dazu sagst. FĂŒr meine Zwecke habe ich den TrĂ€umen einfach meinen Willen aufgezwungen bzw. die ausgewĂ€hlt, die dem von mir behaupteten Verhalten folgen. Es ist vielmehr der Versuch, einen Traum (im Sinne von Wunschdenken) und ein Erwachen (im Sinne von ErnĂŒchterung) zu beschreiben. Genau so hat es Lotte Werther gesehen und so ist es gedacht. Und Venus hat die Traurigkeit, IKT die Melancholie herausgespĂŒrt, die trotz der angestrebten klaren Sprache da sein sollte.

Liebe GrĂŒĂŸe

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!