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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein Versehen?
Eingestellt am 12. 12. 2001 23:21


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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
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Ein Versehen?

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich mit meiner Frau im Urlaub. Ein Kurzurlaub.
Ich konnte mir nicht mehr leisten, denn meine Frau war eine krankhafte K├Ąufernatur. Jegliches Geld, was ich verdiente, verprasste sie f├╝r Schmuck, Kleidung, Kosmetik und Massagen.
Trotzdem beschwerte sie sich st├Ąndig, dass ich nicht genug verdienen w├╝rde. Manchmal musste ich sie sogar fragen, ob sie noch ein wenig Geld ├╝brig hatte, damit ich mir einen neuen Anzug oder etwas anderes kaufen konnte.
Normalerweise sollte ich bei meinem Gehalt einen Jahresurlaub von zwei Wochen auf irgendeiner S├╝dseeinsel verbringen k├Ânnen. Nun konnten wir nur noch f├╝r einen Kurzurlaub an einen nahe gelegenen See, in einer einfachen H├╝tte, mit null Verpflegung wohnen.
Nat├╝rlich beschwerte sie sich ├╝ber alles. Die H├╝tte w├Ąre zu schmutzig, die Gegend zu ├Ąrmlich, die Leute unter ihrer W├╝rde. Das einzige was ihr noch Freude machte war, stundenlang im See zu schwimmen, besser gesagt zu treiben. Denn eigentlich konnte sie gar nicht richtig schwimmen. Sie sa├č auf einem Luftkissenstuhl und paddelte ein wenig mit den F├╝├čen im Wasser.
Ich musste alles tun, was eigentlich ihre Sache w├Ąre. Kochen zum Beispiel, Saubermachen und Kaffee kochen.
Sie glauben jetzt vielleicht ich w├Ąre der typische Manager ÔÇô Man, aber da liegen sie falsch. Denn w├Ąhrend ich bei der Arbeit bin, tut sie nichts, was mit dem Haushalt zu tun hat. Wir, besser gesagt meine Frau hatte sich eine Putzfrau angeschafft, die alles machte, sogar kochte. Ich wurde noch nicht mal gefragt. Sie sagte nur, es w├Ąren so schwere Aufgaben, so dreckige, unw├╝rdige Aufgaben, dass sie sich daf├╝r zu schade war.
Nun ja, jetzt im Urlaub durfte ich alles erledigen, was sonst die Putzfrau tat. Ich konnte meine Frau noch rechtzeitig davon ├╝berzeugen, dass es vielleicht nicht die beste Idee w├Ąre, wenn die Putzfrau mit in den Urlaub k├Ąme.
Am ersten Abend lag sie ersch├Âpft auf dem Bett, w├Ąhrend ich die Koffer auspackte. Sie sah mir dabei zu und kommentierte jedes Kleidungsst├╝ck. Dies muss dahin, jenes dorthin. Dann meckerte sie ├╝ber meine Sporttasche, in der ich nur das n├Âtigste hatte. W├Ąhrend ich noch auspackte und ihre Schuhe in einer Reihe aufbaute, fing sie an sich zu streicheln. Nein nicht was Sie jetzt denken. Sie w├╝hlte in ihren Haaren, rieb sich den Hals, strich sich ├╝ber die Brust und endete bei ihrem Bauch.
Schlie├člich bettelte sie, ich m├Âge ihr doch mal den Nacken massieren, denn sie w├Ąre so verspannt. Ich lie├č von den Schuhen ab, kniete mich neben sie auf das Bett und fing an ihre Schultern zu massieren. Dabei versuchte ich immer an ihre Brust zu kommen, in dem ich mit meinen H├Ąnden in gro├čen Wellen ├╝ber ihren R├╝cken strich. Sie knurrte vor wohlgefallen. Als ich aber die Au├čenseite ihrer Brust ber├╝hrte, machte sie eine abf├Ąllige Bemerkung und schob meine H├Ąnde weg.
Ich massierte sie in den Schlaf. Als ich aufh├Ârte, schnarchte sie leise in die Kissen. Ich zog sie aus und deckte sie zu, dann legte mich schlie├člich neben sie und schlief auch ein.
Am n├Ąchsten Morgen schubste sie mich aus dem Bett und grummelte nur, ich solle doch schon mal Kaffee kochen.
Das Fr├╝hst├╝ck stand bereits auf dem Tisch, als sie von ihrem Erfrischungsbad kam. Danach ging sie erst mal wieder ins Bett um noch ein bisschen zu schlafen, w├Ąhrend ich die H├╝tte sauber machte.
Das Wochenende ging dahin. Am letzten Abend schlug ich ihr vor, das wir doch noch gemeinsam ein wenig schwimmen k├Ânnten. Ich musste das Luftkissen festhalten, so das sie gefahrlos hinein gleiten konnte. Dann sprang ich in den See. Das Wasser war angenehm k├╝hl. Ich kraulte ein St├╝ck vor, musste aber wieder zur├╝ck, da meine Frau mit wollte. Ich zog den Luftstuhl hinter mich her, bis wir in der Mitte des Sees angekommen waren. Dort lie├č ich das Kissen los und tauchte gen├╝sslich unter. Ich tauchte bis zum Grund, tastete nach einem spitzen Gegenstand, hob ihn auf, taucht empor und stach ihn vorsichtig in das Luftkissen. Dann tauchte ich zur├╝ck zum Ufer.
Meine Frau d├Âste in dem Kissen und merkte erst viel zu sp├Ąt, dass das Kissen schon zur H├Ąlfte unter Wasser war. Meine Frau rief nach mir. Doch irgendwie h├Ârte ich gar nichts. Ich entstieg dem k├╝hlen Nass, trocknete mich ab und ging zur├╝ck zur H├╝tte. Dort packte ich meine Tasche und lud sie in mein Auto. Dann ging ich noch mal zum Ufer und schaute ├╝ber das Wasser, ich sah eine Person in der Mitte des Sees mit den Armen paddeln, die Person schrie wie am Spie├č. Ich drehte mich um, stieg in mein Auto, startete den Motor und fuhr ├╝ber den Kiesweg zur Ausfahrt, um dann auf der Landstrasse den Weg nach Hause anzutreten.





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