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Leselupe.de > Ungereimtes
Ein Vorbild
Eingestellt am 25. 08. 2003 16:19


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Inge Anna
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

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Ein Vorbild

Ein Vorbild kann so viel uns geben,
uns BrĂŒcken schaffen, sich'ren Gang;
nicht selten prÀgt es unser Leben,
weil's einem guten Quell entsprang;
doch wehe, wenn der Wind sich dreht,
des Vorbilds Kraft verloren geht.

So blickt ein Bild aus frĂŒhen Jahren
auch heute noch mich quÀlend an;
niemals verlosch, was ich erfahren,
was jener Mensch mir angetan,
den ich als leuchtend Vorbild sah,
vertrauensvoll und seelennah'.

Wir waren eine wilde Bande,
als sie an uns're Schule kam;
oft trieben wir es bis zum Rande,
doch ihr gelang's, wir wurden zahm.
Die meisten hatten bald erkannt,
dass sie es war, die zu uns stand.

Ich war von ihrer Art besessen
und passte mich begeistert an,
wollte mein Tun und Handeln messen
an Spuren ihrer Lebensbahn.
Ihr LĂ€cheln blieb nicht unbemerkt,
hat mich ermutigt und bestÀrkt.

Die Eltern waren einverstanden,
so war sie hÀufig unser Gast;
dass zwingend sich zwei Herzen fanden,
schuf dieses Bild, das nie verblasst.
Ich wollt's nicht seh'n und sah doch hin:
den Vater - und die Lehrerin.

__________________
Die ĂŒber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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Buffy
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Vorbild

Aus diesen Zeilen spricht eine verletzt Kinderseele.
Es liest sich flĂŒssig,
lĂ€ĂŸt jedoch noch den Schmerz erkennen.
Sehr gut umgesetzt.
Ich finde es einfach ehrlich!
Gruß Buffy


__________________
Bin nie falsche Wege gegangenDie Umwege haben mich geprÀgtc.by KW

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Inge Anna
HĂ€ufig gelesener Autor
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ja, liebe Buffy, ich habe versucht, mich mit diesem Gedicht zu befreien, schmerzliche ERinnerung zu begraben. Ich atme jetzt tief durch, danke Dir fĂŒr Deinen Kommentar und sende lieben Gruß
Inge Anna
__________________
Die ĂŒber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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roland
???
Registriert: Aug 2003

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... falls Du das hier sagen möchtest...

liebe Inge- Anna,

"So blickt ein Bild aus frĂŒhen Jahren
auch heute noch mich quÀlend an;
niemals verlosch, was ich erfahren,
was jener Mensch mir angetan,
den ich als leuchtend Vorbild sah,
vertrauensvoll und seelennah'."

wie ist Dein Vater seither in Deinem Herzen plaziert?

"... doch wehe, wenn der Wind sich dreht,
des Vorbilds Kraft verloren geht. ..."

Bitte sag außerhalb des Gedichts etwas ĂŒber Dein Empfinden, Deine Zuneigung diesen beiden Personen gegenĂŒber, wenn Du das aushalten kannst, wenn Du magst.
Was geschah weiter? Wie traurig und zerissen mußtest Du sein? Wie geht es Dir heute? Hast Du eine BrĂŒcke oder einen Steg von VerstĂ€ndnis bauen können?
lG von Roland

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Inge Anna
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Ein Vorbild

Lieber Roland,
nachdem ich dieses Gedicht geschrieben hatte, fĂŒhlte ich mich wunderbar befreit - und ich habe beiden verziehen. Das Leben birgt von allem etwas, sowohl Schweres als auch schöne Dinge. Ich wĂŒnsche Dir eine gute Zeit und schicke lieben Gruß
Inge Anna
__________________
Die ĂŒber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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roland
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 1
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liebe Inge Anna,
Deine Antwort hat fĂŒr mich Glanz,
strahlt eine intensive WĂ€rme aus,
von Verzeihen und Liebhaben.
Dein Gedicht trifft ein StĂŒck -wie könnte es anders sein?-
aus meinem eigenen Erleben
und Deine Antwort bringt auch so etwas wie Trost...
danke von Roland

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