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Leselupe.de > Humor und Satire
Ein Wunder
Eingestellt am 05. 12. 2002 23:45


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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

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Sehr verehrte Damen und Herren,

nach all den Jahren der Hilfe wird es Zeit, danke zu sagen. Lassen Sie mich ein wenig weiter ausholen. Die Schmerzen stellten sich vor etwa drei Jahren ein. Waren es anfangs leichte Muskelschmerzen hier und da, entwickelten sie sich mit der Zeit zu einem dauerhaften Schmerz der gesamten Muskulatur. Fragen Sie mich bitte nicht, wie viele Ärzte ich im Laufe meiner Krankheit aufgesucht habe. Keiner konnte mir helfen. Ganz im Gegenteil. Mit der Zeit glaubten mir die Quacksalber nicht mehr. Nachdem ich alle Fachärzte erfolglos konsultiert hatte, schickte mich mein Hausarzt zum Psychologen. Stellen Sie sich vor, meine Damen und Herren. Die Schulmedizin war mit ihrem Latein am Ende und letztendlich konnte natürlich nur der eingebildete Kranke schuld sein. Klar! Ich war ein Schmarotzer. Meine Arbeit hatte ich nach monatelangem Siechtum verloren. Unvermittelbar. Die Schuld konnte nur bei mir liegen. Die Ämter und Ärzte mussten sich ein Alibi suchen. Der Herr Psychologe bestätigte natürlich, was die Herren der Ämter und Praxen schon längst vermutet hatten.
Ich musste einen anderen Weg finden, um wieder schmerzfrei leben zu können. Was konnte helfen? Wer konnte helfen? Die Apotheken! Und tatsächlich. Hier fand ich ihre Medizin. Fast über Nacht änderte sich mein Leben. Die Muskelschmerzen ließen nicht nur nach, nein, sie verschwanden vollkommen. Und zusätzlich stellte sich eine wunderbare Entspanntheit ein. Ich fühlte mich wie neugeboren. Dank Ihnen, meine Damen und Herren.
Bis heute bin ich schmerzfrei. Da ich nicht möchte, dass sich die Apotheker unnötige Gedanken machen, habe ich mir vier Apotheken ausgesucht. Jede besuche ich einmal pro Monat. Man möchte schließlich nicht für kränklich gehalten werden. Ja! Es hat sich einiges verändert. Seit geraumer Zeit ist da morgens dieses Zittern. Eine neue Krankheit. Aber selbst diese Probleme erledigen sich mit der Einnahme ihrer Medizin. Ein Teufelszeug. Hilft gegen alles.
Und soll ich Ihnen etwas verraten? Ich kann sie sehen, die Melissengeister!

Und so verbleibe ich auf immer mit Ihnen verbunden

Ihr..........

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majissa
Autor mit eigener TV-Show
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Hallo Otto,

dein satirischer Brief hat mir gefallen. Er ist flüssig geschrieben und hat genau die richtige Länge. Gekonnt verpackst du ein ernstes Thema in bitterbösen Zynismus und schaffst es, daß man sich beim Lesen fast für's eigene Lachen schämt. So z. B. bei der Erwähnung der vier Apotheken und den Melissengeistern zum Schluss. Ich frage mich nur, warum du den Text nicht in Absätze unterteilt hast. Immerhin berichtest du ja von einer Leidensgeschichte, die eine beträchtliche Zeitspanne umfasst. Absätze bieten sich da meines Erachtens regelrecht an.

Liebe GrĂĽĂźe
Majissa

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Otto Lenk
Routinierter Autor
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Hallo majissa,

lieben Dank für deine Worte. Da ich diese Art des Alkoholismus in meiner nächsten Nähe erleben musste, ist dies eine Art von Verarbeitung. Ohne Satire und Zynismus wäre das nicht zu ertragen gewesen.
Dein Gedanke bzg. der Absätze werde ich bedenken.....

Liebe GrĂĽsse Otto

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