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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Ein absolut gelungenes Debüt aus Dänemark
Eingestellt am 27. 06. 2018 14:34


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Winfried Stanzick
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2011

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Rezension zu:

Katrine Engberg, Krokodilwächter, Diogenes 2018, ISBN 978-3-257-07028-6

Mit „Krokodilwächter“ beginnt der Diogenes Verlag die Veröffentlichung einer neuen Krimiserie aus Dänemark. Katrine Engberg war mit ihrem Debütroman dort sehr erfolgreich und man darf schon jetzt sehr gespannt auf die weiteren Folgen der Serie um die beiden Ermittler Jeppe Korner und Anette Werner sein. Jedenfalls ist dem Diogenes Verlag nach Anne Reineckes „Leinsee“ ein weiteres vielversprechendes Debüt ins verlegerische Netz geraten.

Als der Rentner Greger Hermansen, einer der Mieter der emeritierten Hochschullehrerin Esther de Laurenti, seinen Müll vor das Haus bringen will, entdeckt er im ersten Stock, dass die Wohnungstür der beiden jungen Frauen, die dort seit einiger Zeit zusammen wohnen, offen steht. Als er nachschauen will, stolpert er über die grauenhaft zugerichtete Leiche von Julie. Sie war erst vor kurzem nach Kopenhagen gezogen um dort Literatur zu studieren. Durhc den großen Schock erleidet Hermansen einen Herzanfall.

Jeppe Korner und Anette Werner von der Kopenhagener Mordkommission werden mit den Ermittlungen beauftragt. Anette ist ein ausgeglichener Mensch, glücklich verheiratet und hat eine Familie, bei der sie sich wohl fühlt.

Jeppes Frau hat sich vor einiger Zeit von ihm getrennt. Sie konnte das Polizistenleben nicht mehr ertragen. Jeppe versucht krampfhaft wieder auf die Füße zu kommen, kommt aber in diesem ersten Band der auf mehrere Teile angelegten Reihe noch nicht viel weiter. Das Band ihrer gegenseitigen Sympathie ist dünn, aber sie mühen sich um eine gute Zusammenarbeit. Wie die sich weiterentwickeln wird, werden die nächsten Bände zeigen.

Schnell ist klar, dass es sich bei der Toten um Julie Stender handelt. Lange rätseln die Ermittler darüber, dass der Täter ihr irgendeine Form von Botschaft ins Gesicht geschnitten hat.

Rätselhaft bleibt auch lange, dass in einem Roman, den Esther de Laurenti im Ruhestand begonnen hat, ein fast ähnlicher Mord in allen Einzelheiten geschildert wird. Doch es gibt weitere Opfer mit weiteren Zeichen.
Nach und nach bieten sich viele Personen als mögliche Täter an. Neben Esther de Laurenti ist da unter anderen noch ihr Gesangslehrer und jugendlicher Freund Kristoffer.

Im Laufe der Ermittlungen taucht eine Gruppe von Literaten auf, mit denen Esther de Laurenti auf einer nur dieser Gruppe zugänglichen Internetseite die Teile ihres Romans ausgetauscht hat. Doch es scheint, als hätten auch noch andere Zugang zu dieser Seite….

Eine sich ständig steigende Spannung erzeugend, führt Katrine Engberg den zunehmend begeisterten Leser zu einer Lösung, die er nicht für möglich gehalten hätte.

Ein absolut gelungenes Debüt, das Lust auf weitere Bände dieser Reihe macht. Ob Diogenes damit ähnlichen Erfolg hat wie mit den Büchern von Donna Leon oder Martin Walker?


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