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Leselupe.de > Kurzprosa
Ein alter Baum
Eingestellt am 15. 01. 2010 19:46


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Ternessa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2009

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Der riesige Baum hatte keine Wurzeln mehr.
Er stĂŒrzte um.
Einfach so in einer Winternacht.
Begraben darunter, ein Auto, rot.
Keine Zeile wert, es zu kommentieren.

Die Straßen scheinen endlos zu sein. Ich gehe sie schon eine Weile. Immer nach vorn schauend und gerade aus.

Nichts hĂ€lt mich auf. Es ist kalt. Die KĂ€lte spĂŒre ich. Ich gehe weiter. Schritt vor Schritt, nur nie stehen bleiben. Ich laufe und fĂŒhle das Laufen doch nicht.
Meine Muskeln sind kaum angespannt, sie kennen das. Gehen und Laufen und Gehen und Laufen und immer den geraden Weg.

Einmal war ich stehen geblieben. Es ist lange Jahre her. Ich hielt an und ich sah auf. Berge waren zu sehen und Klippen und auch sonnige TĂ€ler.
Wie sollte ich mich entscheiden? Die Klippen wollte ich nicht nehmen und die Berge waren mir zu hoch.

Das ist nicht mein Weg, entschied ich. Und ich setzte meine Straße fort, immer Fuß vor Fuß.

Und so suche ich noch heute die Sonne.

Auch das ist keine Zeile wert, es zu kommentieren.


I

__________________
Was Du in meinen Texten liest, ist nicht, was andere darin lesen! Und es ist rein gar nicht, was ich damit sage!

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Gernot Jennerwein
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hallo Ternessa

gefÀllt mir gut.
VorschlÀge:

quote:
Schritt vorum Schritt, nur nie stehen bleiben.
quote:
Gehen und Laufen undKomma Gehen und Laufen und immer den geraden Weg.

quote:
Ich hielt an und ich sah zu den Bergen, waren zu sehen undauf Klippen und auch sonnige TĂ€ler.

quote:
Und ich setzte meinen StraßeWeg fort, immer Fuß vor Fuß.

schöne GrĂŒĂŸe
Gernot



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Herr Bernhard
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Liebe Ternessa,

ich werde versuchen, meine Gedanken und GefĂŒhle, die ich beim Lesen Deines Textes bemerkte, wiederzugeben. Damit will ich nicht ausdrĂŒcken, dass ich eine VerĂ€nderung Deines Textes erwarte, sondern nur, dass Du erfĂ€hrst, wie es in mir aussah, als ich Deinen Text in mich hinein ließ. Ich möchte nur Leser, nicht Autor Deines Textes sein, es gefĂ€llt mir, wenn Du die Autorin bist! Ich wĂŒrde nicht hier sein, wenn ich andere in dieser Funktion ablösen wollte. Wenn Du mir dann sagst, was Du gedacht und gefĂŒhlt hast, als Du meine Speise vereinnahmt hast, dann wĂŒrde ich mich freuen. Ich möchte nur bemerken, dass ich sequenziell vorgehe, wie es ein 0815 Leser im ersten Step machen wĂŒrde. Das ist eine einfache Variante des Lesens, sei also nicht so streng mit mir!


Der riesige Baum hatte keine Wurzeln mehr.
(Es gibt kleine und große BĂ€ume, ich kenne sie. BĂ€ume ohne Wurzeln sah ich nur, wenn ich einen kleinen vertrockneten sah, seinen dĂŒnnen Stamm umfasste und ihn ohne Widerstand aus der Erde ziehen konnte. Dort, wo sonst die Wurzeln sind, grinste mich nur ein abgenagter Stummel an. Aus einem kleinem Baum kann ein großer werden, wenn er lĂ€ngere Zeit normal wachsen kann. Dann entwickeln sich große, krĂ€ftige Wurzeln, ein dicker Stamm und eine gewaltige Krone. Das dann die Wurzel verschwinden und der Baum noch steht, ist nicht möglich. Ein großer Baum, der umfĂ€llt, muss noch Wurzeln haben! Ein riesiger Baum, der gleichzeitig keine Wurzeln mehr hat, muss umgesĂ€gt worden sein. Es gibt eine Variante, wo ein riesiger Baum umfĂ€llt und an dem Stamm keine Wurzeln sind, wenn er von innen verfault ist. Dann bricht, je nach dem so die verfaulte Stelle ist, kurz darĂŒber ab, also auch z.B. kurz ĂŒber den Wurzeln. Dann liegt der Baum auf der Erde, ohne Wurzeln, aber die Wurzeln sind noch in der Erde! Wenn ich Deine Zeile lese, entsteht in mir ein Bild eines riesigen Baumes, also Stamm mit Krone, der kurz ĂŒber den Wurzeln abgebrochen ist, oder ĂŒber den Wurzeln abgesĂ€gt worden ist. In erstem Fall ist er lange Zeit krank gewesen und hat den Kampf verloren. Im zweiten Fall hatte er nie eine Chance und wurde einfach getötet! Ich bin ganz gespannt, welches Schicksal mir durch die folgenden Zeilen erzĂ€hlt wird.)

Er stĂŒrzte um.
(Das ist nicht möglich, da er schon umgestĂŒrzt ist, egal durch welches Schicksal. Ich bin verwirrt! Warum wĂ€hlt der ErzĂ€hler einen falschen Ablauf? Was will er damit sagen? Ich bin ratlos und warte auf die nĂ€chsten Zeilen!)


Einfach so in einer Winternacht.

(Es passierte im Winter. Warum im Winter? Wenn der Stamm faul war und abgebrochen ist, dann spielt die Jahreszeit keine Rolle, dann ist nur Wind nötig. Da ein fauler Baum vorher schon Teile der Krone verloren hat, ist nicht einmal Wind notwendig, da er immer weniger AngriffsflĂ€che findet. Man sieht astlose BĂ€ume jahrelang stehen und auf einmal bricht der Stamm und sie fallen um. Der Winter steht fĂŒr KĂ€lte und Ungastlichkeit. Er kann nichts mit dem Baum ohne Wurzeln zu tun haben, da BĂ€ume allein durch den Winter nicht sterben, sie sind fĂŒr einen Winter eingerichtet. E sei denn, der Winter hat viel Schnee gebracht und Äste des Baumes sind unter der Last abgebrochen. Hat der Schnee den ganzen Baum geknickt? Aber dann wĂ€ren die Wurzeln noch da, in der Erde. Ich bin ratlos. Vielleicht ist es egal, welche Jahreszeit es ist, vielleicht ist es „einfach“ nur Winter? Warum ist es Nacht? FĂŒr einen Baum ist es egal, ob es Tag oder Nacht ist, er hat sich auf beide Zeiten eingestellt. Nur ein Mensch muss in der Nacht seinen Bau aufsuchen. Wenn der Baum ein Mensch wĂ€re, dann wĂ€re die Nacht wichtig. Ist der Baum ein Mensch?


Begraben darunter(,) ein Auto, rot.

(Warum ein Auto? Welche Bedeutung hat das Auto? Es stand unter dem Baum und wurde von ihm begraben. Das kennt man, aber nur von den FĂ€llen, wo durch ein „Naturereignis“ der Baum gefĂ€llt wurde. Das AbsĂ€gen fĂ€llt damit aus, denn SĂ€genbediener hĂ€tte das Auto ĂŒbersehen mĂŒssen. Das ist zwar möglich, aber dann ein schlichter Arbeitsunfall und keine Geschichte. Es war nicht beabsichtigt, dass das Auto vom Baum zerstört wurde. Der Besitzer des Autos wollte nicht, dass der Baum sein Auto zerstört. Er wird sehr traurig sein, dass sein Auto zerstört ist. Wenn ich der Besitzer wĂ€re, oder ich durch die Geschichte in die Rolle des Besitzers hineingeschlĂŒpft wĂ€re, dann wĂ€re ich jetzt traurig. So frage ich mich nur, welche Rolle das Auto spielen soll und bin gespannt.
Warum rot? Dem Baum war es sicher egal, welche Farbe das Auto hat. Welche Bedeutung bekommt die Farbe im weiteren Verlauf? Ich bin gespannt!)


Keine Zeile wert, es zu kommentieren.

(Stimmt fast mit meinem Eindruck ĂŒberein. So richtig weiß ich noch nicht, wohin die Reise geht. Wenn jetzt Schluss wĂ€re, dann stimmt der Satz! Aber ich bin schon noch interessiert, was kommt!)


Die Straßen scheinen endlos zu sein.

(Welche Straßen? Bisher war nur von einem Baum die Rede, der kann in einem Wald stehen oder an einer Straße. Steht dieser Baum an einer Straße? Warum endlos? Endlos erscheinen mir Straßen, die zu einem Ziel fĂŒhren, das mir nicht angenehm oder unbekannt und nicht geheuer ist. Schaut der ErzĂ€hler auf Straßen, die diese Eigenschaften haben? Welche Bedeutung hat der Baum fĂŒr den ErzĂ€hler? Bis jetzt gibt es nur eine Autorin, die hat sich einen ErzĂ€hler geschaffen, der etwas sieht. Es gibt noch keinen Protagonisten. Das ist auch ein Grund, warum ich nur von Fragen erfĂŒllt bin. Ich verstehe den Zweck der Bilder noch nicht und kann mich auch nicht in eine Rolle hineinversetzen, da es noch keine Rolle gibt! Ich warte weiter ab und bin neben ratlos auch noch gespannt.)


Ich gehe sie schon eine Weile.

(Endlich, es gibt einen Protagonisten! Er geht schon eine Weile auf Straßen, deren Ziel er nicht kennt, oder deren Ziel ihm unangenehm ist. Ja, solche Straßen bin ich auch schon gegangen. Ich kann mich in ihn hineinversetzen. Ich kenne auch umgestĂŒrzte BĂ€ume und Autos, die von BĂ€umen beschĂ€digt wurden und auch rote Autos, aber eine Geschichte formt sich noch nicht. Ich habe jetzt endlich meinen Platz in der Geschichte gefunden, aber noch nicht meine Rolle verstanden, die der ErzĂ€hler im Kopf hat. Ich warte ab und bin weiter gespannt!)



Immer nach vorn schauend und gerade aus.

(Warum nach vorne schauend? Optimistisch! Ja, das gefĂ€llt mir, auch ich bin ein Optimist! Warum gerade aus? Weil es im Volksmund dazu gehört? Nur gerade Wege sind richtige Wege und nur dafĂŒr lohnt es sich, optimistisch zu sein? FĂŒr mich ist die EinschrĂ€nkung, dass es „gerade“ ist, nicht notwendig. Ich bin in einer Stadt, da nur eine Stadt mehrere Straßen hat und gehe gerade aus, vorbei an einem umgestĂŒrzten Baum, der ein rotes Auto unter sich begraben hat und gehe optimistisch weiter. Ich lasse mich von diesem Bild nicht ablenken, obwohl ich eigentlich kein Ziel habe oder ein Ziel, was mir unangenehm ist, dem ich aber nicht ausweichen will. So richtig glĂŒcklich bin ich mit meiner Rolle nicht! Ich hoffe, die folgenden Zeilen machen mich „glĂŒcklicher“.)


Nichts hÀlt mich auf.

(Das ist Kampfeswille! Ja, das gefĂ€llt mir! Damit kann ich mich identifizieren! Aber was ist der Plan? WofĂŒr will ich kĂ€mpfen und welche Funktion haben ein umgestĂŒrzter Baum und ein rotes Auto? Ich bin entschlossen und ratlos! Aber ich hoffe, es gibt bald eine Auflösung!)


Es ist kalt.

(Das war bekannt, warum also der nochmalige Hinweis? Ich gehe in einer Winternacht fest entschlossen ĂŒber Straßen, deren Ziel ich nicht kenne, vorbei an einem umgestĂŒrzten Baum, der ein rotes Auto unter sich begraben hat und ich friere. Ich kann mir keinen Reim darauf machen. Langsam werde ich ungeduldig!)


Die KĂ€lte spĂŒre ich.

(Es sollte so sein, dass man KĂ€lte spĂŒrt, wenn man es als kalt empfindet. Wozu dann diese Wiederholung? Verbirgt sich dahinter ein Geheimnis, oder ist es nur eine Gedankenlosigkeit? Mein Unmut wĂ€chst!)


Ich gehe weiter.

(Warum ist es wichtig, dass ich weiter gehe, wenn ich die ganze Zeit vorher fest entschlossen war? Warum diese Wiederholung? Hat der ErzĂ€hler Angst, dass ich innerhalb kurzer Zeit vergesse, was vorher gesagt wurde? Gab es ein Ereignis, was die BefĂŒrchtung rechtfertigen wĂŒrde, dass der Leser die HĂ€lfte vergessen hat und stĂ€ndig erinnert werden muss, in welcher Situation er sich befindet? Mein Unmut wechselt langsam zu Ärger. Wenn jetzt nicht bald ein StĂŒck Schokolade kommt, bin ich sauer!)


Schritt vor Schritt, nur nie stehen bleiben.

(Ja, ich weiß, ich bin entschlossen, Du nervst, Du ErzĂ€hler! Liebe Autorin, sie sollten sich einen anderen ErzĂ€hler besorgen!)



Ich laufe und fĂŒhle das Laufen doch nicht.

(Aha, ein neuer Aspekt. Wieso fĂŒhlt der Protagonist das Laufen nicht, obwohl er fest entschlossen ist, also alle Sinne gespannt und aktiv sind? Man fĂŒhlt etwas nicht, wenn man etwas automatisch macht, aus Routine z.B. oder unter Drogen. Die ganze Geschichte bis hier her war also Routine oder ein Erlebnis unter Medikamenten? Diese neue Wendung erzeugt eine neue Spannung. Misstrauisch geworden, habe ich zwar keine großen Erwartungen, bin aber gespannt auf den weiteren Ablauf.)


Meine Muskeln sind kaum angespannt, sie kennen das.

(Fest entschlossen und trotzdem schlaffe Muskeln? Es existiert ein Widerspruch zwischen der geistigen und der körperlichen Haltung des Protagonisten. Das ist möglich, benötigt aber eine Motivation. Ich bin gespannt, ob sie verraten wird. Warum kennen die Muskeln diese widersprĂŒchliche Situation? Das hĂ€tte ich eher vom Geist des Protagonisten erwartet.)

Gehen und Laufen und Gehen und Laufen und immer den geraden Weg.

(Was ist der Unterschied zwischen „Gehen“ und „Laufen“? Die Geschwindigkeit? Was spielt die Geschwindigkeit fĂŒr eine Rolle? Er ist fest entschlossen und geht mal langsamer, mal schneller, warum?)

Einmal war ich stehen geblieben.


(Aha, jetzt kommt es, jetzt lÀsst der ErzÀhler die Katze aus dem Sack! Was war einmal? Ich bin ganz gespannt!)


Es ist lange Jahre her.

(Was ist ein langes Jahr? Ein Jahr, was dem Protagonisten lang vor kam. Es waren also Jahre, die dem Protagonisten als schleppend erschienen, warum auch immer. Oder meinte der ErzĂ€hler „viele“?)

Ich hielt an und ich sah auf.

(Mich stört die Wiederholung von „ich“, warum ist das „ich“ so wichtig? Es gab doch eh nur eine Person! Das Ereignis begann also damit, dass der Protagonist seine Entschlossenheit damals aufgab. Er hielt inne, stĂ€ndig entschlossen geradeaus zu gehen. Was veranlasste ihn, stehen zu bleiben? Was sah er?)


Berge waren zu sehen und Klippen und auch sonnige TĂ€ler.

(Aha, eine vielgestaltige Landschaft, es gibt nicht viele Orte auf der Erde, wo man alles von einem Ort aus sehen kann. War es ein realer Ort oder ein fiktiver? Wenn es ein realer Ort war, welcher? Wenn es ein fiktiver Ort war, welche realen wurden vereinigt? Warum wurden sie vereinigt? Ich bin gespannt!)

Wie sollte ich mich entscheiden?

(Keine ErklĂ€rung zu den Orten, nur eine Mitteilung, dass er sich damals nicht entscheiden konnte, welchen Teil er Landschaft er bevorzugen sollte. Wieso war eine Entscheidung notwendig? Weil es diese Komposition real nicht gab? Weil sich Teile der Komposition gegeneinander ausschlossen? Standen sich die Teile im Weg? Welche Bedeutung hatten die Teile fĂŒr den Protagonisten? Liebte oder brauchte er Berge oder Klippen oder TĂ€ler?)


Die Klippen wollte ich nicht nehmen und die Berge waren mir zu hoch.

(Aha, wieder lĂ€sst er ein StĂŒck der Katze aus dem Sack. Klippen sind ihm zu anstrengend, Berge auch. Bleiben eigentlich nur die TĂ€ler ĂŒbrig. Mal sehen!)


Das ist nicht mein Weg, entschied ich.


(Ja, das wissen wir, Berge und Klippen gefallen ihm nicht. Was ist mit den TĂ€lern?)


Und ich setzte meine Straße fort, immer Fuß vor Fuß.

(Ein Tal ist aber keine Straße und einen Fuß vor einem Fuß setzen ist nicht identisch damit, ein Tal zu genießen! Warum wird das Tal unterschlagen? Ein idyllisches Tal hat nicht einmal eine Straße, geschweige denn mehrere. Ich bin ratlos und wackele mit dem Kopf.)


Und so suche ich noch heute die Sonne.


(Die Sonne scheint auf Berge, Klippen und TĂ€ler. Im bisherigen Kontext hat die Sonne eine Funktion, die keine besondere Rolle spielt, außer, dass sie im Sommer lĂ€nger zu sehen ist als im Winter. Wenn der ErzĂ€hler die Sonne als Metapher verwenden möchte, dann ist das Ziel, dem der Protagonist auf den endlosen Straße, vorbei an einem umgestĂŒrzten Baum, der ein rotes Auto unter sich begraben hat, entgegen schreitet, die Sonne, also ein wĂ€rmendes Ziel, was nicht abgestorben ist, nicht faul und was kein rotes Auto unter sich begraben wĂŒrde. Ich verstehe den Wunsch nach GlĂŒck, verstehe aber nicht die umstĂ€ndliche Herleitung.)

Auch das ist keine Zeile wert, es zu kommentieren.

(Doch, da bin ich anderer Meinung, wie mein Kommentar beweist!)


Liebe Ternessa, bitte meinen Text nur als Information ansehen und nicht als Aufforderung, daraus etwas abzuleiten. Du solltest nur wissen, was in mir vorging, mehr nicht! Ich wĂŒnsche Dir ein schönes Wochenende und grĂŒĂŸe Dich herzlich, Bernhard


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Ternessa
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Eine bessere?

Bleiben nicht hier zu wenig Fragen?




Der alte Baum


Der riesige Baum hatte keine Wurzeln mehr.
Er stĂŒrzte um.
Einfach so in einer Winternacht.
Begraben darunter, ein Auto, rot.
Keine Zeile wert, es zu kommentieren.

Die Straßen scheinen endlos zu sein. Ich gehe sie schon eine Weile. Immer nach vorn schauend und gerade aus.
Nichts hĂ€lt mich auf. Es ist kalt. Die KĂ€lte spĂŒre ich. Und weiter geht es. Schritt vor Schritt, nur nie stehen bleiben. Ich laufe und fĂŒhle das Laufen doch nicht. Meine Muskeln sind kaum angespannt, sie kennen das. Gehen und Laufen und Gehen und Laufen und immer den geraden Weg.
Einmal war ich stehen geblieben. Es ist lange Jahre her. Ich hielt an und sah auf. Berge waren zu sehen und Klippen und dahinter eine Ahnung von sonnigen, im Abendrot strahlenden TĂ€lern.
Wie sollte ich mich entscheiden? Die Klippen wollte ich nicht nehmen und die Berge waren mir zu hoch.
Das ist nicht mein Weg, entschied ich. Und ich setzte meine Straße fort, immer Fuß vor Fuß.
Und so suche ich noch heute die Sonne.
Auch das ist keine Zeile wert, es zu kommentieren.


Ich hinterfrage eben, ob nicht die Fragen aus dem ersten Text viel mehr InterpretationsansÀtze bieten.
Liebe GrĂŒĂŸe an die mich Lesenden
Ternessa




__________________
Was Du in meinen Texten liest, ist nicht, was andere darin lesen! Und es ist rein gar nicht, was ich damit sage!

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Herr Bernhard
Guest
Registriert: Not Yet

Guten Morgen, Ternessa,

da ich jetzt weiß, was Dich bewegt hat, als Du den Text kreieren wolltest, hier meine Version der Umsetzung. Diesmal antworte ich als Autor und zeige Dir damit nur, wie mein Gehirn und mein GefĂŒhl arbeitet, wenn ich eine Ă€hnliche Aufgabe hĂ€tte, womit ich nicht sagen will, dass Dein Gehirn und Dein GefĂŒhl auch so arbeiten sollen, sie zeigt nur die Vielfalt der Menschen, nichts weiter!

Was bist du?

Als Samen fielst du auf die Erde, halb nackt, halb bedeckt. Einer von vielen, zufÀllig ausgewÀhlt und doch mehr als ein Fall, das Fallen.
Sanfter Regen lockte deine Triebe nach unten und nach oben. FĂŒr dich war er selbstverstĂ€ndlich, fĂŒr ihn war es zu dieser Zeit an diesem Platz sein ganzer Zweck, sein Lebenszweck.
Die Jahreszeiten ließen dich erstarken. Große Wurzel, dicker Stamm, gewaltige Krone, du wurdest! Wer dich sah, fĂŒhlte das Verlangen, dich zu berĂŒhren, zu betrachten und Schutz zu suchen unter deinem Dach.
Auch du suchtest den Halt, eine Basis, deinen Raum. Du hast ihn gefunden und keiner missgönnte ihn dir.
Doch nicht nur nach unten, in die Sicherheit, nein, auch in die Höhe, die LĂŒfte, den Sturm, den Frost und die Gewalt. Alle fandest du und bestandest diese Proben. Wer hĂ€tte je gedacht, wie zerbrechlich du bist, wie einfach man dich töten kann?
Es war ein eifriger, geschÀftlicher Kompromiss, der Beton um deine Hals.
Zu spÀt erkannt! Er war nur faul!
Sie kroch in deine GedĂ€rme, die FĂ€ulnis, und fraß und fraß, jedes Jahr ein StĂŒck.
Keiner sah es, keiner ahnte es, ein rotes Auto fĂŒhlte es vielleicht, aber die Hupe blieb stumm.
Das Blut floss immer schneller durch die schrumpfenden Adern, Hektik und Angst ließen deine BlĂ€tter zittern, nicht der FrĂŒhlingswind im Mai. Schnell, noch einmal die Knospen sprießen lassen, dachtest du und dann fielst du um!
Wer bist du?
Das Auto?
Der Beton?
Der Wind?
Der Regen?
Die Erde?
Oder nur die Taube, die erschrocken auffliegt, als ihr Platz sich neigt und einfach einen anderen sucht?
Wer bist du, du Baum?

Die Rechte an diesem Text gehören Dir und mir!

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