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Leselupe.de > Horror und Psycho
Ein ganz normaler Einkaufsbummel (Horror)
Eingestellt am 10. 10. 2001 19:47


Autor
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Burkhard Tomm-Bub, M.A.
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

Werke: 8
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Ein ganz normaler Einkaufsbummel
(Horror-story von Burkhard Tomm-Bub)

Rolf Martens war froh, diesen Supermarkt gefunden zu haben. Erst
vor kurzem war er in diese Gegend gezogen. In diesem etwas
abgelegenen Supermarkt war er in jeder Hinsicht zufriedener. Durch
Zufall hatte er ihn heute entdeckt und schon beschlossen hier ├Âfter
einzukaufen.
Im Moment hatte er aber nur einige Kleinigkeiten gebraucht, da er die
meisten Sachen, die er f├╝r das bevorstehende Wochenende
brauchte, schon anderswo gekauft hatte. Nun, ein paar Kleinigkeiten,

Steaks und Zigaretten hatte er hier noch g├╝nstig erstanden und
suchte nun die Kasse. Als Rolf schon eine ganze Zeit vergeblich
herumgewandert war, fragte er schlie├člich eine Verk├Ąuferin.
"Wo geht's denn hier zu Ausgang?" "Dort lang!" rief ihm die Frau im
Vorbeigehen zu und zeigte in die Richtung.
Als Rolf dort ankam, mu├čte er zu seiner ├ťberraschung feststellen,
da├č es gar keine Kasse gab. Er schob seinen Einkaufswagen noch
eine Zeitlang unschl├╝ssig hin und her. Dann beschlo├č er, noch

einmal zu fragen.
"Wo bitte, ist hier die Kasse, vorne kommt man ja nicht raus!" sprach
er einen Verk├Ąufer an, der gerade dabei war, Waren einzusortieren.
Dieser schaute ihn einen Moment lang an und antwortete: "Gehen
Sie nur diesen Gang entlang, dann rechts und gleich wieder links!"
So machte sich Rolf Martens wieder auf den Weg. An die
Beschreibung des Verk├Ąufers versuchte er sich so gut wie m├Âglich zu
halten, was gar nicht so einfach war. Langsam wurde er auch

wirklich ungeduldig - irgendwo mu├čte doch dieser verdammte
Ausgang sein! Sein Ärger wuchs.
"Vielleicht sollte ich in Zukunft doch nicht mehr hier einkaufen,"
scho├č es ihm durch den Kopf. "Das ist ja der reinste Irrgarten!"
Immer noch konnte er nichts entdecken, was nach einer Kasse oder
einem Ausgang aussah. So dumm konnte er doch wohl eigentlich
nicht sein. Au├čerdem hatte er das deutliche Gef├╝hl, da├č sich das
Gesch├Ąft langsam leerte. Es schienen sich kaum noch Kunden in

diesem Laden aufzuhalten.
Das war eigentlich seltsam. Um diese Uhrzeit war normalerweise in
jedem Gesch├Ąft ein gro├čer Kundenandrang, schlie├člich war es
Freitagnachmittag.
Pl├Âtzlich ├╝berfiel ihn das Gef├╝hl, irgend etwas stimmt hier nicht.
Obwohl - das war nat├╝rlich l├Ącherlich!
Er war doch in einer ganz normalen Situation, oder?
"Sie suchen etwas, mein Herr!"
Ruckartig drehte er sich um. Die Verk├Ąuferin in seinem R├╝cken hatte
er gar nicht bemerkt. Erschreckt blieb er wie angewurzelt stehen. Mit

gro├čen Augen und seltsam starren Blick, wie es ihm schien, schaute
die Frau ihn an. "Dort entlang m├╝ssen Sie!" t├Ânte es. Ihr Zeigefinger
schnellte in die entsprechende Richtung. "Dort entlang!" Rolf Martens
Finger sanken herab. Er lie├č den Einkaufswagen einfach stehen.
Z├Âgernd, vom Blick dieser Augen gebannt, ging er einige Schritte
r├╝ckw├Ąrts. Endlich gelang es ihm, sich abzuwenden, und er lief, lief
einfach davon. Da├č er genau in die Richtung rannte, die die Verk├Ąu-

ferin ihm gewiesen hatte, fiel ihm nicht auf.
Kein Kunde schien sich mehr in diesem grauenhaften Gesch├Ąft
aufzuhalten. Nur die wei├čen Kittel der Bediensteten nahm er ab und
zu aus den Augenwinkeln wahr.
Mein Gott, wie gro├č war denn dieses Gesch├Ąft? Rolf keuchte bereits,
und sein Herz klopfte wie rasend. Irgendwo mu├čte er doch endlich
einmal ankommen!
Da, da vorne war doch irgend etwas! Die Reihen der Regale lichteten
sich, und Rolf sah nun, wohin er geraten war.

Er befand sich jetzt in der Fleisch- und Wurstwarenabteilung. Die
Fleischtheke bildete den Abschlu├č des Raumes. Weiter ging es
nicht!
Er taumelte noch die restlichen Schritte auf die Theke zu und hielt
sich dann an ihr fest. Schwei├č verklebte ihm die Kleidung und lief
ihm in die Augen. Mit einer hastigen Bewegung wischte er sich ├╝ber
die Stirn. Eigentlich wagte er es nicht, sich umzudrehen, aber er
mu├čte es tun!
Wie unter einem inneren Zwang wandte sich Rolf Martens um. Was

er sah, best├Ątigte endg├╝ltig seinen Verdacht, in einem - furchtbar
realen - Alptraum gelandet zu sein.
Aus allen G├Ąngen, die auf die Fleischtheke hin m├╝ndeten, kamen
langsam - und seltsam lautlos - wei├čbekittelte Verk├Ąuferinnen und
Verk├Ąufer. Schnell hatten sie ihn quasi eingekreist.
Rolf versp├╝rte nicht einmal mehr richtige Angst. Vor Entsetzten war
er einfach wie gel├Ąhmt. Sein ganzer K├Ârper war eiskalt, und seine
H├Ąnde sanken kraftlos herab.
"Was wollen Sie ├╝berhaupt von mir?" stammelte er.

Zun├Ąchst antwortete ihm niemand. Dann trat aus der Menge eines
der Wesen heraus und kam langsam auf ihn zu. Die kleinen Augen in
dem rosigen Gesicht blinzelten ihn an. "Ach, nichts Besonderes, Rolf
Martens, nichts Besonderes..." sagte es mit seltsam quietschender
Stimme. "Wir wollten nur endlich einmal, sozusagen - DEN SPIESS
UMDREHEN; HA; HA; HA; HA??"
Das schaurige Gel├Ąchter lie├č das Blut in Rolfs Adern endg├╝ltig
gefrieren. Wie hypnotisiert starrte er das Wesen mit geweiteten

Pupillen an.
Immer weiter schlich sich das Wesen an ihn heran. Es gab einen
animalischen Laut von sich. Doch noch immer wu├čte Rolf nicht,
worum es hier eigentlich ging. Bis dann sein Blick auf die
Reklametafel der Fleischabteilung fiel: Unser Fleisch, stets frisch,
stets etwas Au├čergew├Âhnliches!

.....................................................................ENDE !!
__________________
BukTom

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Michael Schmidt
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Registriert: Jan 2002

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Lesefluss

Besonders der Anfang liest sich etwas schwerf├Ąllig, da w├╝rde ich nochmal dran arbeiten.

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