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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Ein guter Freund
Eingestellt am 17. 03. 2006 16:41


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Jamena
Hobbydichter
Registriert: Mar 2006

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An diesem Morgen traf mich die Nachricht von Fabrizio wie ein Schlag, mitten ins Herz. Meine Eingeweide schienen verr├╝ckt zu spielen und mein Kreislauf brach v├Âllig zusammen. Ich hielt das Handy in meiner Hand und musste mich erst hinsetzen, immer und immer wieder las ich die Mail auf meinem Display, die Fabrizio mir schon so fr├╝h morgens gesendet hatte. Tr├Ąnen kullerten ├╝ber mein Gesicht. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass Fabio tot sein soll. So rief ich v├Âllig verwirrt Fabrizio an. Niedergeschlagen meldete er sich und erz├Ąhlte mir dann traurig, dass er Fabio am Abend zuvor tot aufgefunden habe. " Ich wollte ihn besuchen Angela, doch niemand ├Âffnete mir die T├╝r ungeduldig klingelte ich vergebens an seiner Haust├╝r. Schliesslich ├Âffnete ich wie in Trance die T├╝re, sie war ja bei Fabio immer offen. Als ob ich gesp├╝rt h├Ątte, dass etwas Schlimmes geschehen war. Dort lag er dann auf seinem roten Sofa. Er sah so friedlich aus, als ob er schlafen wollte. Ich hatte das Verlangen nach ihm zu rufen, sch├╝ttelte und r├╝ttelte ihn, erschrocken trat ich einen Schritt beiseite und merkte, dass die Leichenstarre bereits eingesetzt hatte. Er f├╝hlte sich so kalt an, doch er sah sehr friedlich aus! " Aufmerksam h├Ârte ich Fabrizio zu, merkte wie sich ein riesiger Klos in meinem Hals zu bilden begann und konnte kaum mehr schlucken, geschweige denn atmen. Eine Weile schien die Welt still zu stehen. Ich konnte sp├╝ren wie Fabrizio darunter litt, er hatte schliesslich seine ganze Kindheit mit Fabio verbracht, bis zum Schluss sind sie dicke, unzertrennliche Freunde geblieben. Fragen ├╝ber Fragen schossen mir wie Blitze durch den Kopf. So fragte ich leise : " Weiss man denn schon genaueres? " Fabrizio`s Stimme versagte immer wieder aufs neue. " Die Aerztin meinte, er habe eine Ueberdosis Schlaftabletten zu sich genommen! " Mein Gott, mein Herz wurde schwer wie ein Stein und ich bekam das Gef├╝hl zu ersticken. Eine grausame Leere und K├Ąlte fuhr durch meinen K├Ârper, ich f├╝hlte mich schwach und hilflos, warum nur? Der Schmerz bohrte sich gnadenlos in mein Herz. " Angela ich muss jetzt Schluss machen, ich sollte heute noch etwas arbeiten! Aber wir treffen uns alle noch vor der Bestattung. " Seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken und katapultierte mich schonungslos wieder in die Realit├Ąt zur├╝ck. So verabschiedeten wir uns und beendeten unser Gespr├Ąch. Zum Gl├╝ck konnte er sich mit Gitarre spielen ablenken, dass ist seine Grosse Leidenschaft und sein Beruf. Wahrscheinlich pr├Ągt es Fabrizio noch eine Ganze Weile, dass er Fabio so aufgefunden hatte. Vielleicht war es ja auch seine Bestimmung? Ich konnte einfach nicht mehr klar denken, schliesslich habe ich auch viele Jahre mit Fabio verbracht, er war ein so wunderbarer und besonderer Mensch. Bis der Krebs kam - und ihn v├Âllig zerfressen und ganz langsam immer mehr zerst├Ârt hat. Er wurde von schrecklichen Depressionen heimgesucht und ein Kampf mit dem Teufel - KREBS begann. Oft schloss er sich Tage in seiner Wohnung ein und vegetierte einfach nur noch vor sich hin. Er hatte Angst auf die Strasse zu gehen, wollte sich jeder Menschenmasse entziehen. Sogar Musik konnte er nicht mehr ertragen. Seine Aengste wurden von Woche zu Woche immer gr├Âsser. Wer kann es ihm verdenken? Wer ersickt schon gerne? Seine blau-gr├╝nen Augen hatten schon l├Ąngst den Glanz verloren, dunkle Schatten umrandeten seine Augen. Pr├Ągten sein knochiges, blass gewordenes Gesicht. Von seinen einst so blonden, vollem lockigen Haaren blieb nicht mehr viel ├╝brig. Die unz├Ąhlig vielen Chemotherapien die er ├╝ber alle Jahre tapfer hinter sich gebracht hatte, entzog ihm jeden Lebenswillen. Dabei war er einst so Lebens hungrig. Da und dort ein Sp├Ąsschen, immer gut gelaunt und er war ein guter Freund. Er litt an (Eier-f├Ârmigen) Krebs Geschw├╝ren am Hals und den (Lymphdr├╝sen). Die Aerzte wussten sich auch nicht mehr zu helfen, wussten ja selber nicht was f├╝r eine Art Krebs - er nun hatte. Man wusste nur, dass der Krebs sich ├╝ber das R├╝ckenmark in die Lymphknoten weiter verbreitete. Er irgendwann qualvoll (verrecken) und ersticken w├╝rde. Eine andere Diagnose gab es leider nicht. Nun war sein Leiden entg├╝ltig vorbei. M├╝de geworden vom ewigen Kampf gegen den Teufel - den Krebs, der ihn gnadenlos zerfressen hat und ihn zu einer leeren H├╝lle seiner Selbst gemacht hatte. Lebensm├╝de von der Ungewissheit, dem Glauben an Alles und Jeden verloren hatte, auch an die Aerzte. Du warst ein grossartiger Mensch und Freund - wir werden Dich niemals vergessen Fabio. Wir alle hoffen, dass Du jetzt deinen Frieden nun gefunden hast, den Du hier auf Erden nicht mehr hattest...
__________________
Ich bin so wie ich bin! M├Âchte so genommen werden wie ich bin! Ich bin - und es ist gut so..

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GabiSils
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Hallo Jamena, ich habe mal nur den Anfang korrigiert. Bitte geh den Text noch erinmal komplett durch. Einige Fehler kannst du durch die Rechtschreibkorrektur finden; sonst la├č dir bitte von jemandem helfen.

Gru├č,
Gabi

An diesem Morgen traf mich die Nachricht von Fabrizio wie ein Schlag mitten in mein Herz. Meine Eingeweide schienen verr├╝ckt zu spielen in meiner Magengrube wo sonst?, mein Kreislauf brach zusammen. Ich hielt mein Natel (den Begriff kennt man nur in der Schweiz, besser: Handy)in meinerder Rechten Hand und musste mich hinsetzen, immer und immer wieder las ich die Nachricht und Tr├Ąnen kullerten ├╝ber mein Gesicht. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, dass Fabio todt sein sollte. V├Âllig verwirrt griff ich zum Telefonh├Ârer und rief Fabrizio an.(Warum? Du hast das Handy doch in der Hand) Niedergeschlagen meldete er sich mit rauchiger(gef├Ąllt mir nicht. rauchig klingt so nach Erotik. Besser mit rauer Stimme und erz├Ąhlte mir traurig, dass er Fabio am Abend zuvor tot aufgefunden hat habe. \"Ich wollte ihn besuchen, Angela, doch niemand ├Âffnete mir die T├╝r, ungeduldig und mit unerm├╝dlichem Einsatzdas klingt unfreiwillig komisch, weglassen klingelte ich vergebens an seiner Haust├╝r. Schliesslich ├Âffnete ich wie in Trance die T├╝re selbst. (Aha? Hat er einen Schl├╝ssel?) Als ob ich gesp├╝hrt h├Ątte, dass etwas Schlimmes geschehen istwar. Dort lag er dann auf seinem roten Sofa. Er sah so friedlich aus als ob er schlafen w├╝rde.

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