Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92257
Momentan online:
63 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Ein heißes Telefonat
Eingestellt am 13. 11. 2001 21:00


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
rabi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
Kommentare: 63
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ein heißes Telefonat

Die Sonne stand hoch am Himmel – es mochten über 30 Grad im Schatten sein. Gerade hatte ich zu Fuß den Tunnel nach Monte Carlo durchquert, als ich die Telefonzelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblickte. Ich wollte Bine ja noch anrufen. Warum habe ich das noch nicht heute Morgen von Nizza aus getan? Nur mal schnell „Hallo“ sagen.

In der Zelle kochte es geradezu; sie stand in der prallen Mittagssonne. Aber das machte nichts. Ich war frisch in Bine verliebt, musste diese Geschäftsreise aber kurzfristig antreten.

Ich warf einen Franc in den Schlitz, wählte ihre Nummer. Es dauert immer etwas, bis die Verbindung ins Ausland hergestellt ist. Dann endlich vernahm ich ihre Stimme, ihr süßes „Hallo“, das mich jedes Mal dahinschmelzen ließ. Für einen Franc kann man nicht lange nach Deutschland telefonieren, und das Blinken des Lämpchens am Telefonkasten kündigt das bevorstehende Ende des Gesprächs an.

Doch diesmal blinkte der Apparat nicht. Wir redeten immer weiter. Nach etwa zehn Minuten merkte ich, dass da etwas nicht stimmen konnte.

In der Telefonzelle mochten es bestimmt 45 Grad sein, vielleicht auch mehr. Die Sonne brannte mir auf der Haut. Ich drehte mich nach der anderen Seite, doch auch so gab es keinen Schatten. Der Schweiß rann mir von der Stirn.

„Du Bine“, röchelte ich, „das Geld fällt überhaupt nicht durch, und ich stehe hier in der prallen Sonne. Ich leg jetzt auf“ – „Du kannst wohl keine heiße Frau mehr ab“, flötete sie, „du legst jetzt nicht auf.“

Sie hatte ja so recht. Wir waren total verliebt, wollten ja auch lange miteinander reden. Wenn nur diese verdammte stechende Sonne nicht gewesen wäre. Ich bekam kaum noch Luft. Draußen klopfte jemand an die Scheibe, wollte auch telefonieren. Doch auch mein diesbezüglicher Hinweis ließ Bine nicht erweichen.

Es waren bestimmt schon 50 Grad. Ich weiß es nicht. Irgendwann legte ich dann doch auf, konnte einfach nicht mehr – Ich glaube, ich habe gesagt, das Geld sei jetzt doch durchgefallen. Ich war glücklich. Glücklich, aber pitschenass.




__________________
rabi

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

*lach*..du armer..

hallo rabi,
steht da wirklich ne telefonzelle?
kann mich nicht mehr erinnern :-))
Wieso bist du zu fuss da durch, der ist doch lang..
frag nur,weil du geschäftsreise schriebst..
ich würde die GRADZAHL(50) nicht so erwähnen..
eher: es wurde immer heisser und heisser..oder so..
"du kannst wohlkeine heisse frau mehr ab" würd ich bissl verändern..etwas spritzigeres nehmen..
ansonsten ist es mal wieder eine sehr geheimnisvolle geschichte..denke mal,das ist so deine art..das es einen sehr zum nachdenken anregt..warum,weshalb,wieso das da nun so war..
gefällt mir..irgendwie..
lese am liebsten kurzgeschichten..
lg
sanne

Bearbeiten/Löschen    


rabi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
Kommentare: 63
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Re: *lach*..du armer..

Ja, hast mich schon etwas erwischt. Oder hast du die ursprüngliche Fassung im TB gelesen? (Ich hatte dir ja mal den Link gegeben).
Sonst könntest du einiges nämlich nicht wissen - z.B. Geschäftsreise. Aber wenn ich Urlaubsreise geschrieben hätte, dann hätte der Leser sich gefragt: Warum hat er sie denn nicht mitgemommen? - Und eine umständliche Erklärung hätte die Geschichte kaputt gemacht.
Und im TB hieß es: "Kannst wohl keine heiße MIEZE ab." - "Heiß" muß aber bleiben (einmal im übertragenen Sinn und dann die Temperatur) .

Die Gradzahlen sollten nur einen Eindruck erwecken, man kann sie natürlich weglassen und durch subjektive Empfindungen wie heiß, kochend, brenned, glühend etc ersetzen.


__________________
rabi

Bearbeiten/Löschen    


Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

öh..nein..gelesen hab ich sie nicht..woanders.
Sorry..naja,dafür hab ich anderes von dir gelesen ;-)
MIEZE? hm..find ich auch nich so gut..aber DIR muss es recht sein.
HEISS..logisch..das passt natürlich..
also, ICH hätt dich nicht gefragt,wieso du sie nicht mit nimmst..
mein freund war auch schon allein unterwegs..

Wieso kann ich einiges nicht wissen?
ich lese es doch da oben..du.
hm..
naja..noch viel freude am schreiben
lg
sanne

Bearbeiten/Löschen    


Rosentraum
???
Registriert: Nov 2001

Werke: 20
Kommentare: 145
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rosentraum eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
zwei Sonnen . . . sind eine zuviel

Hallo Rabi

Eine Begebenheit, die im nachhinein betrachtet zum schmunzeln einlädt. Was lernen wir aber aus diesem Erlebnis?
Scheint die Sonne dir auf's Dach,
sollst nicht an deine Liebste denken.
Die Hitze beider macht dich schwach,
deine Gedanken kannst nicht mehr lenken.
...
möge dir der Spaß an der Freude erhalten bleiben
mit einem leisen servus - der Rosentraum

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!