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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein kleiner Brief...
Eingestellt am 06. 09. 2001 17:00


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Camaun
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 8
Kommentare: 22
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...von mir an eine Person, die sich meinen Werdegang einmal angesehen hat.

Du erstaunst mich.

Nie hĂ€tte ich gedacht, daß du dir die MĂŒhe machst um diesen bescheidenen Werdegang zu verfolgen.
In hunderten... tausenden... von verschiedenen Geschichten.
Es mag nichts bedeuten und dessen bin ich mir vollkommen bewußt, aber das ist mir egal.
Ich bin auch nur einer unter vielen.
Vielleicht einen Tick anders als der Rest, aber wer mir das zuspricht, muss mich schon gern haben.
Und ob ich gern zu haben bin, kann ich nicht sagen. Ich sehe mit meinen eigenen Augen.
Doch wĂŒrde ich die Welt so gerne verstehen lernen. Alle ZusammenhĂ€nge, alles was geschieht, die GrĂŒnde, den Sinn hinter den Dingen und wenn es mir möglich ist sogar beides.
Ha!
Es gibt noch so vieles, was ich nicht weiß.
Es gibt noch so vieles, was ich nicht verstehe.
Doch so leid es mir tut... ich versuche zu lernen und koste es mich meinen Kopf.
Denn ich lebe meinen Traum, auch wenn ich dafĂŒr gehasst werde.
Und das nicht nur in der seeligen AnonymitÀt des Internets, sondern hier... im wahren Leben.
Vielleicht ist es ein Spaß, was wir hier tun.
Chatmails mit tollem philosophischem Geschreibsel zu verfassen.
Aber selbst wenn... ich drĂŒcke mich aus und lasse die Menschen wissen, wie ich bin.
Ich habe gelernt... doch bin ich noch dabei.
Es ist ein grimmiger Zustand zur Zeit.
Das GefĂŒhl, wenn du weißt, daß du im Recht bist, doch der Rest der Menscheit trommelt auf dir herum und versucht dir ein zu bleuen, daß das was du bist, was du trĂ€umst, was du erzĂ€hlst, daß das was du bist, was du LEBST, ein FEHLER ist!
Was dich zum lachen bringt!
Ein wahnsinniges Lachen...
Voller Zweifel...
Die Vorstellung... der Traum... zu schön um wahr zu sein...
Wer trÀumt das noch? Bin ich der einzige auf dieser Welt?
Das kann ich mir nicht vorstellen, weil jeder im Grunde seiner Seele doch einfach wissen muss, wie die Welt sein könnte.
Aber wenn es jeder weiß... wieso ist die Welt dann wie sie ist?
Und wenn ich es weiß, weswegen verpasst mir die Welt einen Tritt nach dem anderen?
WĂŒrdest du mich verstehen?
Ich kann es mir kaum vorstellen, aufgrund der Erfahrungen, die ich mit dem leben meines Traumes gemacht habe.
Es ist eine Sache darĂŒber zu schreiben, darĂŒber zu denken und darĂŒber zu reden und aber anscheinend eine völlig andere, die Dinge, von denen du erzĂ€hlst auch wirklich zu tun.
Das Leben kann ein Rausch sein... wenn du es zulĂ€ĂŸt. Sich auszudrĂŒcken in völliger Ekstase, zu leben, zu SEIN.
Die RealitÀt zu knicken... Ha!
Von wegen, die RealitÀt ist so wie sie ist, wie sie es mir sagen!
Die RealitĂ€t ist das, was die Menschen als RealitĂ€t definieren. Sie sind sich ihrer eigenen Macht nicht einmal BEWUßT!
Wie könnte die Welt sein, wenn wir wollten?!
Jeder ist etwas besonderes.
Und wenn in meinem Geist die Frage aufsteigt, warum ich dir das alles erzÀhle, dann gebe ich mir selbst energisch diese Antwort.
Wodurch lernen die Menschen?
Durch das was ihnen passiert. Ob sie es annehmen oder nicht. Der Wille ist des Menschen Königreich.
Du kannst niemanden Àndern, nur dich selbst.
Wieviel ich auch reden mag, meine Feder wird geleitet von Dingen, die ich noch nicht ganz erfassen kann.
Lass es lÀcherlich klingen.
Das ist das Problem der meisten Menschen.
Der Blick ĂŒber das eigene Hall.
Wenn du die Geschichte gelesen hast, weißt du, was ich mit "Hall" meine.
Ich denke nicht, ich lebe einfach.
Kann dir nicht sagen, wieviel ich geschrieben habe, oder was, es war wie ein Rausch und im Grunde... ist es das immernoch.
Sich stĂŒrtzen in die Klinge, egal was kommen mag.

Gibt es noch solche Menschen?


__________________
gez. Camaun

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schwafelfasel
Guest
Registriert: Not Yet

kleine Anmerkung am Rande:

_Jeder_ ist einen "Tick anders" als der Rest.

Schwafelfasel

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Sigfrid
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 2
Kommentare: 22
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Ja, das stimmt, jeder ist einen Tick anders.
Doch die Kunst besteht doch darin, sich auf andere Menschen einzulassen, auf ihre Gedanken etc., sie einfach verstehen zu wollen.
Kann man so nicht auch selber wachsen?
Ich denke nur so kann man sich befreien und ĂŒber seinen eigenen Horizont treten.
__________________
Ich lerne immer wieder gerne dazu!

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Camaun
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 8
Kommentare: 22
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...dazu gehört noch das Ende meiner kleinen Diskussion.


*smile*

Wie recht du hast.
Mir ist in den letzten Tagen genau dieser Punkt klar geworden.
Die Welt ist nunmal nicht so wie ich sie gerne hĂ€tte, oder gerne sehen wĂŒrde.
Wenn ich nun aber selbst so daher rede und mich unverstanden fĂŒhle und alle praktisch unter mich verdrĂ€nge, dann bin ich selbst auf dem falschen Pfad und nicht in der Welt, in der ich sein wollte.
Sprich, wenn ich von Toleranz und VerstÀndnis rede und selbst nicht in der Lage bin diese beiden Werte aufzubringen, dann KANN ich diesen Zustand gar nicht erreichen.
Nun aber habe ich, so hoffe ich zumindest, erkannt.
VerstĂ€ndnis aufzubringen fĂŒr die Welt so wie sie ist und die Menschen, die darin leben.
Es ist nunmal so wie es ist und das deswegen, weil wir es so wollen.
Die Menschen.

Und doch... seit gestern abend...
Stelle ich mit Erstaunen fest, daß seit dem ich das erkannt habe, die Welt sich mir in einer wieder völlig anderen Facette wiederspiegelt. Ich lebe in einem Rausch.
Ich bin.
Ich lebe.
Und ich habe wieder Frieden in meinem Herzen...

Es ist schön.
Bin schon direkt gespannt auf meine nÀchste Lektion

...das Leben ist ein Rausch... wenn man es zulĂ€ĂŸt... *g*

__________________
gez. Camaun

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