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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein lauer Sommerabend
Eingestellt am 18. 08. 2003 23:00


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Kalle
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2002

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Kommentare: 20
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Es war eine schöne Hotelanlage, die der ReisebĂŒro-Heinz Horst da ausgesucht hatte. Der ReisebĂŒro-Heinz, dessen Namen Horst nicht kennt, und er auch nicht kennen will, weil er Fremde grundsĂ€tzlich nicht mag, war bei Horst immer vorsichtig. Er hatte Angst vor Horst's scharfen Blick. Also verkaufte er Horst nur erste Wahl Reisen, es sei denn Horst besteht auf eine Spezialtour wie letztes Jahr, eine Woche Lichter aus mit anfassen.
Die Hotelanlage lag direkt am Meer, in einer Umgebung von PinienwĂ€ldern, die Schatten spendeten und an einer BadekĂŒste, die fĂŒr Einheimische gesperrt war.
Das im Pinienschatten servierte FrĂŒhstĂŒck wurde durch eine gut gebaute Harfenspielerin (die Horst akribisch beobachtete) akustisch hinterlegt, dem Abendessen dienten schwarz gekleidete Ober und Kellnerinnen (die waren meistens ziemlich beschĂ€ftigt, aber in Horst's NĂ€he merklich nervös) und weiß gedeckte Tische an der Bucht als Kulisse. Keiner sprach Horst an, abgesehen von der Kellnerin und das war gut so. Kein GeschwĂ€tz wie:
"ja wo kommen Sie denn her?" oder
"Ja das Essen ist hier wunderbar!".
Nein die meisten GĂ€ste waren froh, dass sie Ihre Ruhe hatten. Abgesehen von ein paar gelangweilten, leicht bekleideten Frauen um die zwanzig, deren Begleiter locker 40 Jahre Älter, fett und scheisse aussahen, dafĂŒr umso schlechtere Manieren hatten.
Es konnten ein paar entspannte Tage werden, wenn da nicht Dunja und Sergej am Nebentisch beim Abendessen sitzen wĂŒrden. Sergej, 190 cm lang, 60 Kg schwer (so in etwa, dachte sich Horst), dicke PanzerglĂ€ser in der Brille, kaum noch Haare und scheiß nervös. Sein linkes Auge zuckte stĂ€ndig in unterschiedlichsten Frequenzen. Plötzliche GerĂ€usche schienen seinen Blutdruck zu vervierfachen. Dunja, 180 cm, 110/60/90, 57 Kg, rote, 90 cm lange Haare, und kaum bekleidet schien von Sergej nicht ordentlich gefordert zu werden. Sie blinzelte ebenso nervös wie Ihr Sergej, nur dass sie in Richtung Horst blinzelte und ihm zu verstehen gab, dass sie an einer Runde gutem, schnellen Sex interessiert war.
"Verdammter Dreck", denkt sich Horst. "Warum immer ich?".
Als Sergej plötzlich verschwindet setzt sich Dunja zu Horst.
"Darf ich?" fragte Dunja verschmitzt mit dem Zeigefinger im Mund.
"Nein, keine Zeit" antwortet Horst in der Hoffnung dass sie die schroffe Geste interpretieren kann.
"Danke" haucht Sie und rĂŒckt mit dem Stuhl nĂ€her zu ihm hin. Die anderen Tischnachbarn waren mit sich selbst beschĂ€ftigt, so dass Dunja Horst unverblĂŒmt in den Schritt fasste und keuchte.
"Du bist Horst, von dem mir die Nord-Koreanischen-Agentenzwillinge erzÀhlt haben. Nimm mich wie die Zwillinge"
"Die Weiber können Ihr Maul nicht halten" denkt sich Horst, war aber durch die bereits stattfindende Massage nicht mehr allzu abgeneigt, dem Wunsch der schönen Russin nachzukommen.
"Wo ist Dein scheiss Mann?"
"Der versteckt sich im Klo"
"Warum nicht?. Das Klo ist ein guter Ort"
Dunja, begibt sich unter den Tisch und beschÀftigt sich intensiv mit dem kleinen Horst.
"Du bist gut, so gut, Du bist das Original" raunzt Dunja, wenn sie mal kurz Luft bekommt.
"Ja, klar, ich bin der Beste..." Horst konnte nicht ausreden, denn eine Horde MĂ€nner in KampfanzĂŒgen und geschwĂ€tzten Gesichtern stĂŒrmte die romantische Abendstimmung. Ein wildes Gekreische der MĂ€dels machte Horst nervös, alle liefen wild durcheinander. Nur Horst nicht, es war im zu blöd sich der allgemeinen Hektik anzuschliessen. Er beobachtete die Situation mit einem Auge, mit dem anderen hielt er den Blick auf seinem Bier, damit es keinen Schaden nahm. Einer der BlödmĂ€nner erkannte Dunja, obwohl Ihr Gesicht nicht zu sehen war, offenbar an der Haltung.
Er hob sein Maschinengewehr (auf dem liebevoll "meine Beste" eingraviert war) und ballerte was ging in Richtung Horst und Dunja. Die Kugeln pfiffen Horst um die Nase und das Tohuwabou wurde allmĂ€hlich immer grĂ¶ĂŸer.
"Verdammtes Arschloch" dachte sich Horst, nahm einen Schluck aus seinem Glas, warf es dem Deppen entgegen (was ihn offensichtlich leicht verwirrte, denn er hörte einen Moment auf zu zu ballern) und zog es vor in sicherere Gefilde umzuziehen.
"Horst, wo willst Du hin? Du bist so gut!" Sie nahm angesichts des kleinen Horst Ihre Umwelt nur noch schemenhaft wahr.
"Wir ziehen kurz um, mach Dir keine Sorgen"
Die KampfanzĂŒge verloren die Nerven und feuerten aus vollen Rohren. Der Abendgesellschaft wurde ĂŒbel mitgespielt, in roten High Heels lĂ€ĂŸt es sich auch schlecht flĂŒchten, von den Fetten Quallen ganz zu schweigen.
"Hey, Arschlöcher, hört Ihr mich"
"Sergej, rĂŒck die Atombombe raus. Oder die ganz gemeinen Waffen, die Du geklaut hast"
"Sergej, hört ich Sergej Ihr Schwachmaten?" Horst traute seinen Ohren nicht. Die KampfanzĂŒge hatten wegen der Haltung Dunja's gedacht, sie wĂŒrde Sergej bedienen. Die Null war aber auf dem Klo"
"Hey, Du. Du hörst Dich nicht an wie Sergej"
"Klar, Du Vollidiot. Sergej ist auf dem Scheiss Klo"
"Kannst rauskommen. Tut uns Leid, das wir Dir den Abend verdorben haben. Trinkst Du einen mit uns?"
"Dunja, alles wird gut. Geh ins Zimmer und warte auf mich, ich komme gleich nach"
"Horst, versprich es. Du mußt kommen"
"Versprochen. Ich zeig Dir heute noch den achten Himmel"
Dunja ging durch den hinteren Teil des Gartens Richtung Zimmer, im Restaurantbereich lagen zu viele Leichen und jaulende Verletzte.
Horst hielt sein Bier noch in der hand und ging rĂŒber zu den KampfanzĂŒgen, die aus Respekt vor Horst immer noch die waffen im Anschlag hielten.
"Bist Du etwa Horst?"
"Klar"
"Mann, Horst! Was machst Du hier? Wir haben uns seit Deiner Zeit in Nordkorea nicht mehr gesehen"
"Paul. Alte Granate. Verdienst Du Dein Geld immer noch in Pfadfinder Manier? Du Idiot wirst auch nie erwachsen"
"Scheisse, Horst. Wir haben die halbe Bar platt gemacht. Wenn ich gewußt hĂ€tte, dass Du hier bist, hĂ€tt ich zumindest das Beck's verschont"
Die beiden alten Haudegen, leerten den Rest der Bar ("weißt Du noch, die schwarze Perle?") , wĂ€hrend sich die anderen noch kurz Sergej widmeten.
Dunja, wartete diese Nacht vergebens auf Horst. Doch die nÀchste, sollte Ihre Beste werden.

__________________
Kalle, der, den sie "die Flamme" nennen

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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

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Ich hoffe mal, die Geschichte was als Groteske geplant – zumindest kam sie mir grotesk vor. Sonderlich witzig fand ich sie nicht; dazu ist sie eher lieblos geschrieben. ZunĂ€chst einmal gibt es noch jede Menge FlĂŒchtigkeitsfehler (Kommata oder Groß-/Kleinschreibung von Personalpronomen z.B.) und mehrfachen unmotivierten Tempuswechsel. Dazu schreibst du wohl anscheinend mit dem ErzĂ€hler Horst (seine Gedanken und Beobachtungen), Paul erweist sich aber als Telepath und kann bis auf den Zentimeter genau Körper- und HaarlĂ€ngen einschĂ€tzen. Diese konkreten Werte bei der Beschreibung von Dunja und Sergej sind eh hemmend und gerade in ihrer Genauigkeit sehr abstrakt (Um zu demonstrieren, was ich damit meine: Versuchst du bei jedem Passanten, die HaarlĂ€nge abzuschĂ€tzen? Oder wĂŒrdest du nicht eher sagen: lange Haare, bis zu den SchulterblĂ€ttern, bis zum Po, bis zum Kinn etc.?).
Dunjas anschließende Handlungen sind dann wiederum ohne Motivation und ohne Übergang. Da dachte ich eine Weile, es wĂ€re alles nur Horsts Traum. Aber selbst da solltest du die Handlung etwas detaillierter beschreiben. Und manchmal ergeben deine SĂ€tze recht verqueren Sinn. Als Beispiel mal ein Ausschnitt mit direktem Kommentar:



Sie blinzelte ebenso nervös wie ihr Sergej, nur dass sie in Richtung Horst blinzelte und ihm zu verstehen gab, dass sie an einer Runde gutem, schnellen Sex interessiert war. (interessantes Blinzeln; hatte Horst Kurse in der Abendschule, um einem nervösen Blinzeln eine Aufforderung zu nicht nur gutem, sondern auch schnellem Sex ablesen zu können?)
"Verdammter Dreck", denkt sich Horst. (..plötzlich im PrĂ€sens...) "Warum immer ich?" kein Punkt (ein Wunder – der erste Mann, der sich ĂŒber ein sexuelles Angebot einer attraktiven Frau Ă€rgert – woher auch immer er weiß, was sie will)
Als Sergej plötzlich verschwindet, setzt sich Dunja zu Horst.
"Darf ich?" fragte Dunja (..schwupps im PrÀteritum..) verschmitzt mit dem Zeigefinger im Mund. (wie schafft sie das denn? Ich habe es ausprobiert: wenn man den Zeigefinger dabei nicht in Backe hakt, kann man unmöglich klar artikulieren..)
"Nein, keine Zeit", antwortet Horst (PrĂ€sens..) in der Hoffnung, dass sie die schroffe Geste interpretieren kann. (ein Satz ist zunĂ€chst einmal keine Geste; außerdem stellt sich mir immer noch die Frage, wie er wissen kann, was sie ĂŒberhaupt von ihm will, außer sich zu setzen..)
"Danke", haucht sie und rĂŒckt mit dem Stuhl nĂ€her zu ihm hin. Die anderen Tischnachbarn waren mit sich selbst beschĂ€ftigt (sind ja auch im PrĂ€teritum...), so dass Dunja Horst unverblĂŒmt in den Schritt fasste und keuchte. (warum?? Überraschung? plötzlich auftretender Orgasmus? Ehrfurcht?)
"Du bist Horst, von dem mir die Nord-Koreanischen-Agentenzwillinge erzĂ€hlt haben. (steht das in seinem Schritt? Oder ist sein kleiner Horst dermaßer auffĂ€llig geformt, daß frau ihn nur berĂŒhren muß, um zu wissen, wer der TrĂ€ger ist? Oder hat der Mann vier Eier?) Nimm mich wie die ZwillingeSatzzeichen"
"Die Weiber können ihr Maul nicht halten", denkt sich Horst (das PrÀsens hat uns wieder), war aber (aber nicht lange..) durch die bereits stattfindende Massage (Himmel, die ist wirklich flink..) nicht mehr allzu abgeneigt, dem Wunsch der schönen Russin nachzukommen.

usw. usf.

Ich weiß immer noch nicht so recht, wo dieser Text hinwill. Sprachlich ist jedenfalls noch einiges verbesserungswĂŒrdig, und inhaltlich wĂ€re es nett, wenn es irgendwo einen „Wegweiser“ gĂ€be.

__________________
Andrea Rohmert

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
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hallo kalle,

als alter horst-schicksal-verfolger nur ein satz:

nicht unbedingt langweilig, aber doch nur eine mixtur vieler bereits bekannter teilaspekte/formulierungen - wenig neues.

aber du schriebst ja selbst mal: nicht jeder horst-text ist ein guter.
dieser gehört meiner meinung eher zu den schwÀcheren.


dir mehr neue und ausgefallenere ideen wĂŒnschend

rainer
__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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