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Leselupe.de > Kurzprosa
Ein letztes Mal *neu*
Eingestellt am 09. 07. 2002 18:40


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göttin
Autorenanwärter
Registriert: Jun 2002

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warum nochmal dieser text?weil jon so lieb war und dem text mal mit rechtschreibung zu versehen,ihn also zu einen sch√∂n klingenden,ordentlichen deutschen text zu machen.auch wenn es noch so faul und arrogant klingen mag,ich mag rechtschreibung nicht ich finde sie wirklich st√∂rend beim schreiben.aber ich werde mir in zukunft m√ľhe geben,wenn ich texte hier ver√∂ffentliche,das sie rechtschreiberisch ne 1 verdienen.okay?okay





Ich hatte mir extra ein Kleid gekauft. Extra dieses Kleid. Mir war es sofort aufgefallen, denn mir fiel alles schwarze sofort auf. Aber dieses hier war mehr als nur schwarz. Es war wunderbar weich. Aus welchem Stoff es ist, wei√ü ich nicht. Eigentlich ist es ganz schlicht. Langweilig w√ľrden andere sagen. Ich sage, es ist mein Kleid. Mein ganz besonderes Kleid. Und dazu sieht diese Kette besonders sch√∂n aus. Finde ich jedenfalls. Ihr Anh√§nger ist ein grau-braunes aus Stein gemachtes Kreuz mit einen kleinen Stein in der Mitte. Also auch wieder nix besonderes. Naja, eigentlich schon, denn es kommt aus Israel –von einer Freundin mitgebracht und geschenkt. Diese Freundin ist l√§ngst keine Freundin mehr. Wie viele andre. Meine Haare habe ich offen gelassen. Erst heute neu rot-schwarz get√∂nt. Sieht auch sch√∂n aus, wie es so im Mondschein gl√§nzt. Es f√§llt ganz weich und seidig. Ich laufe barfu√ü auf diesem steinigen Weg. Es gef√§llt mir.

Angekommen bleibe ich noch lange stehen. Schlie√üe die Augen, strecke meinen Kopf dem Mond entgegen, sp√ľre den warmen Wind durch mein Haar spielen. Ich sp√ľre den kalten Stahl, sp√ľre, dass er ganz stark ist und wundersch√∂n. Ich finde ihn einfach wundersch√∂n. Genauso wie die Sterne. So stell ich mir die Sterne vor. Wie kalter Stahl. Und der Mond ist ganz weich. Ich √∂ffne die Augen, sehe die Sterne, wie sie funkeln, wie sie glitzern.

Nun stehe ich. Sp√ľre den Stahl unter meinen F√ľ√üen. Der Wind ist st√§rker geworden. Nimmt mein Kleid mit, mein Haar auch. Ich √∂ffne meine Augen, mehr als ich es je getan habe, ich √∂ffne sie ein letztes Mal richtig f√ľr diese Welt. Ich sehe alles ganz genau. Meine Vergangenheit, meine Gegenwart. . . nur meine Zukunft seh ich nicht. Das ist nicht schlimm. Ich will sie nicht sehen. Ich k√∂nnte es auch gar nicht. Denn es gibt keine f√ľr mich. Gab es noch nie. Ich h√∂re das Rauschen des Flusses unter mir. Und zum ersten Mal h√∂re ich ihn richtig. Ich rieche die W√§lder, das Leben. Ich √∂ffne meine Sinne, meinen K√∂rper ein letztes Mal. Das klingt sch√∂n. Ein letztes Mal. Ich bin mir nun ganz sicher. Ganz sicher werd ich den letzten Schritt wagen. Ich gehe nicht aus Verzweiflung, sondern weil man gehen soll, wenns am sch√∂nsten ist. Ich kann nicht mehr leben. Also sterbe ich. Das muss reichen. Langsam setze ich meinen Fu√ü an den Rand,sp√ľre wieder die K√§lte. Ich √∂ffne meine Arme. So sehen sie wie Fl√ľgel aus. Das fand ich an dem Kleid am sch√∂nsten. Die √Ąrmel. Gro√üe breite Trompeten√§rmel. Die H√∂henangst ist fort, denn der Schmerz ist zu gro√ü. Nun schlie√üe ich meine Augen wieder, das geh√∂rt dazu. Ich ziehe den anderen Fu√ü vor. F√ľr einen Moment kann ich mein Gleichgewicht noch halten. Und dann ist es vollbracht. Ich fliege.



__________________
i¬īve got to stop smiling it gives the wrong impression (MSP)

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Hallo göttin,

ein sehr, sehr schöner Text. Hat mir sehr gut gefallen. Zumal ich diese Art (Inhalt) von Texten auch des öfteren schreibe.

liebe Gr√ľ√üe
Reneè


PS.: Wie schön das man Abgrund weiß, dass das Leben lebenswert und voller Poesie sein kann.

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