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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Ein letztes Mal zum Thema Mann!
Eingestellt am 11. 12. 2003 15:06


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Melchior
???
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Die Männer sterben aus! Zu dieser Erkenntnis kommt Steve Jones, der kürzlich das Y – Chromosom entschlüsselt hat. Das ist ja schrecklich! Es wäre falsch zu sagen, ich hätte mich nicht erschrocken, als ich das las.
Die Männer sind zum Untergang verdammt. Das Y – Chromosom degeneriert zunehmend, da es die Fähigkeit zur Regeneration fast völlig verloren hat. Frauen erneuern sich – Männer leider nicht, zumindest genetisch. Das haben wir Männer nun davon, Jahrhunderte des Patriarchats; und jetzt schlägt die Natur gnadenlos zurück.
Und noch eine erschreckende Erkenntnis, die Frau war vor dem Mann, respektive das Weibliche vor dem Männlichen, auf Erden. Es ist natürlich müßig zu fragen welcher Mann zu Gunsten der Männer, wahrscheinlich vorsätzlich, falsch Zeugnis über die Schöpfung abgelegt hat. Was ist mit Gott, ist der ein Mann? Egal.
Ich war immer schon Feminist, also frage ich mich: Sind Frauen nicht ohnehin die besseren Menschen? Ist der Mann nicht schon jetzt ein Anachronismus? Wäre nicht auch die Welt um so vieles besser, gäbe es keine Männer mehr?
Keine Kriege, keine Zwangheirat, keine UnterdrĂĽckung in der Familie, keine Frauendiskriminierung am Arbeitsmarkt, keine Notwendigkeit fĂĽr Quotenfrauen mehr?
Keine Fußballbundesliga, zumindest keine mit männlicher Beteiligung? Alles halb so wild, schließlich wird auch kaum noch jemand da sein um ins Stadion zu gehen.
Die Zeit in der sich die Politiker drüber streiten müssten, was wohl ‚Besonderer Schutz der Familie’ sei – ein für allemal Geschichte.
Apropos Familie: Kein Ärger der Frauen mehr über Männer die nicht im Haushalt helfen. Kein Streit über sitzend oder stehend!
Die Kopftuchdebatte wäre mit einemmal vorbei. Ein Kopftuch wäre nichts als ein Kleidungsstück, da keine Männer mehr da wären, die Frauenhaare anstößig finden könnten.
Keine Frage, eine Welt ohne Männer wäre eine Wohltat für alle Frauen. Ich meine, wozu braucht man überhaupt noch Männer? Zur Zeugung? In nicht allzu ferner Zukunft werden Männer nicht einmal mehr dafür gebraucht werden. Dann sind Männer endlich völlig überflüssig.
Ich habe das erkannt, und auch andere Männer werden das erkennen. Die Mechanismen der Evolution machen es unumgänglich, dass das männliche verschwindet. Und ein wenig Gewöhnungszeit ist schließlich auch noch. Also ihr Männer: Geniest die letzten Jahrhunderte die euch bleiben und verabschiedet euch mit Würde.
__________________
Melchior

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jon
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ZUM THEMA:



Dass das Y-Chromosom (und damit das Männliche) eine von der Natur unerklärlicherweise so begeistert aufgenommene Mutation des X-Chromosoms ist, hab ich schon vor ein paar Jahren mal aufgeschnappt. Irgendwie erscheint mir die Tatsache (so sie eine ist und nicht durch weiteren Forschung wiederlegt wird), dass diese "verkümmerte" Chromosom instabil ist, nur logisch.

Wenn die anderen Männer das erkannt haben werden (und die Sache mit der Würde ernst nehmen), hat die Menschheit vielleicht doch noch eine Chance denn…
…dass das männliche Prinzip (den Samen möglichst breit zu streuen) tatsächlich für alle Untugenden wie Gewalt, Betrug und Protzerei verantwortlich ist (bzw. zu sein scheint), war neulich in einer BBC-Sendereihe im Fernsehen (Bayern alpha, wenn ich mich nicht irre) belegt – unter dem Gesamt-Titel "Kampf der Geschlechter" gab es auch ein Kapitel über Tierarten, die ihre Männchen schon seit langem verloren haben. Kurioserweise haben manche von ihnen das "Besamen" wiederentdeckt – und machen von den selben männlichen Taktiken Gebrauch wie die "echten Männer". Am friedlichsten waren die rein weiblichen Eidechsen, die diploide Eier (also mit vollständigem, doppeltem Chromosomensatz) fabrizieren…

Ich gebe zu, so weit zu gehen, würde dem Text eine andere Note geben. Aber nicht ganz anders, es wäre nur konsequenter…


ZUM TEXT:
Kann man – der journalistischen Vollständigkeit halber – vielleicht noch einbauen, wo du das gelesen hast? Und – wichtiger noch – was für ein Landsmann Steve Jones ist (dass er Biologe sein dürfte, liegt ja nahe)?

"ich hätte mich nicht erschrocken" – m.E. muss es entweder heißen "ich wäre nicht erschrocken" oder "ich (besser: es) hätte mich nicht erschreckt"

Nicht „Y – Chromosom" sondern "Y-Chromosom" (ohne Leerzeichen und mit Binde- statt Gedankenstrich).

Zwangsheirat

Kein Ärger der Frauen mehr über MännerKomma! die nicht im Haushalt helfen.

…dass das mMännliche verschwindet…

…JahrhunderteKomma! die euch bleibenKomma! und verabschiedet…
__________________
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jon
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PS: Warum finde ich beim googeln immer nur Beiträge, die diese Entdeckung David Page (USA) zuschreiben?hast du womöglich den Autor des Beitrags mit dem Entdecker verwechselt?
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Melchior
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...

Danke erstmal...

für Kritik und Gedanken. Natürlich hätten noch verschiedene Fakten, bzw Argumente reingehört, andererseits waren mir diese Leerstellen wichtig.

Die Angabe der Quelle leuchtet mir ein, aber welchen Sinn sollte es haben, zu wissen, wo Mr. Jones herkommt?

Mit besten GrĂĽĂźen
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Melchior

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Melchior
???
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Page statt Jones

Fehler meinerseits,
Herr Page leitete die Forschergruppe, die fĂĽr die EntschlĂĽsselung des Y-Cromosoms verantwortlich war. Allerdings hat Herr Jones die Sache mit dem Aussterben in die Welt gesetzt.

Besten Dank
__________________
Melchior

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jon
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…nein nein, ist gut so, die Auswahl der Gedanken-Splitter! Mehr würde dem Ganzen die Leichtigkeit nehmen, die einen zum Lesen bringt. Wäre es mit allem Gewicht (das nach: „die Männer sind Schuld an allem!“ klingt *) geschrieben, würde es wie ein dicker Kloß im Hals stecken bleiben oder zumindest schwer im Magen liegen.

(* Der einfache Rückschluss von biologisch Bedingtem auf menschliches Verhalten – insbesondere "Schuld" – ist nicht wirklich zulässig. Dazu ist der Mensch dann doch zu wenig Tier.)


quote:
Die Angabe der Quelle leuchtet mir ein, aber welchen Sinn sollte es haben, zu wissen, wo Mr. Jones herkommt?
…es ist einfach journalistisch komplett, den Typen, von dem da die Rede ist, näher vorzustellen. (In einem Bericht oder gar einer Nachricht gehören der Beruf und die Forschungseinrichtung sogar echt dazu.)
Der tiefere Sinn, der auch hier in so einer Info liegen würde (die Forschungseinrichtung, nicht das Herkunftsland {geb ich zu}) wäre, damit anzudeuten, dass es um „echte Wissenschaft" und nicht um "Hobbybiologie" geht. In diesem Fall ist das sicher nicht ganz so nötig, da die Entschlüsselung von Genen kaum im heimischen Laborkeller gelingen dürfte (noch zumindest), aber wenn man öfter journalistische Texte schreibt, sollte man sich dieses Vorgehen angewöhnen. Das ist alles…
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