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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Ein neues System
Eingestellt am 03. 07. 2006 16:06


Autor
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chachaturian
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Ein neues System


Noch einmal Sehen lernen
erneut von vorn beginnen
ihren Lauf bereiten
sie ganz still
sp√§t schlagen T√ľrme Alarm
es gibt kaum etwas zu verlieren
das nicht schon verloren ist

Ein anderes System
kein Börsentor, kein roter Stern
ein gänzlich neues Fundament
von Geist und Revolution
hinaus aus all den Pfaden
die nur bestätigen können
der Untergang ist nicht aufzuhalten

Die k√ľnftigen Sph√§ren
nicht nur erahnen
stellen wir die Weichen
zwischen allem Scheitern
das uns ohnehin droht
nichts ist so fest
das jede Hoffnung fehlgehen muß

Es ist uns aufgetragen
etwas zu bewahren
von der Freiheit
die uns zerrinnt
Abschied nehmen
von den vielen s√ľ√üen Giften
dem Unersättlichem
wir sind gemeint

Eine neue Kultur zeugen
nicht blau in den Himmel gestellt
ein Aufstand gegen das Sterben
Quellen aus anderem Horizont
ein Haus in dem sich wohnen läßt
offen und warm

4-6/2006

Anmerkungen, Hinweise: An den Autor
(Danke)

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Literaturpodium

.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Das Gedicht erscheint groß, kosmisch in den Dimensionen. Klein beginnend wird das Thema größer, gewaltiger.
Im Urknall oder im Beginn bei der Zeugung oder bei der Geburt noch winzig klein, dunkel, blind, erlernt die Welt das Sehen oder die Natur oder der Mensch, erneut, vorher erblindet.

Ist das Universum periodisch? Wiederholt sich alles? Wie groß ist Omega? (Eine Frage aus der Physik, die unsere Zukunft klärt.)

Immer ändert sich alles, ist aber doch zeitweise stabil.

Das Gedicht arbeitet leider sehr mit abstrakten Begriffen und mit Erklärungen. Ob Bilder besser wären, die zeigen, was geschieht?


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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chachaturian
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Registriert: Feb 2006

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Das Gedicht ist teilweise ein "Gegengedicht" zu einem anderen Gedicht von mir. Nicht in jedem Punkt, aber in einigen Fragen.
Gewi√ü ich neige dazu, die gro√üen Dimensionen einzubeziehen und in ihrer Ungekl√§rtheit aber Ann√§herung zu formulieren. In meinem Band "Wege zur √∂kologischen Zeitenwende" habe ich ein √Ėkotopia, wie es sein k√∂nnte beschrieben und ausgestaltet. Man k√∂nnte mal dar√ľber nachdenken, da√ü auch im Gedicht mal zu versuchen, mit v√∂llig anderen Mitteln versteht sich.



Auszug aus meinem Zivilisations-Poem

"Reife Reben
√ľppige Ernte
könnten Generationen nähren
unzählige Zeitalter lang
die reichen Hände der Natur
das Dorf, die Region
ein Helfen und Tauschen
auf Herz und Geist gebaut
all die Netze des Lebens
von daher entsprossen
die Streben und Strukturen
von Gesellschaft und System
gelenkt die Pfade der Waren
der Handel und die Preise
abgeleitet von menschlichen Maßen
eingebettet in die Gesetze
der irdischen Natur
inspiriert vom Kindlachen
von fliegenden Schmetterlingen
befreiten Spuren"

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Waldemar Hammel
Häufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2002

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Anmerkung:

[nichts ist so fest
dass jede Hoffnung fehlgehen muss]

"Aufbruch aus der Verlustangst
statt Monotonie und das endlose Ableben
alter, l√§ngst bereits leerer H√ľllen ..."

genau meine Worte.

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chachaturian
Autorenanwärter
Registriert: Feb 2006

Werke: 22
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Ich wei√ü, ich halte mich nicht an die neue Unsinnsschreibung und habe daf√ľr in meinen Gedichten das √ü in da√ü generell abgeschafft, weil ich es schon immer f√ľr √ľberfl√ľssig gehalten habe. W√§re ich Rechtschreibreformist w√§r das mein erster Vorschlag.

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Franzi
???
Registriert: Apr 2008

Werke: 53
Kommentare: 814
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Hallo, chachaturian,

die großen Dimensionen, die Bernd beschrieben hat, finde ich gut, denn es sind auch Visionen, und die brauchen wir, um Dinge zu ändern und vorwärts zu bringen. Schön, dass ich dich hier antreffe.



LG, Franzi

__________________
"Actions speak louder than words."

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