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Leselupe.de > Kurzprosa
Ein richtiger Mann- Skizze
Eingestellt am 21. 08. 2009 21:53


Autor
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Ternessa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2009

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Ein Mann

Er ist ein Mann. Er ist ein richtiger Mann.
Tags arbeitet er als Redakteur bei einer Wochenzeitung. Er ist wichtig, denn er informiert die Menschen, die die Zeitung lesen ├╝ber ernste Dinge, Anzeigen von Autoh├Ąusern, von Reparaturdiensten, von Preissenkungen und Anzeigen von Bestattungsunternehmen.
Er legt diese von einer Seite auf die andere und jede Woche sieht die Zeitung anders aus. Ja, das ist wichtig. Er ist ein wichtiger Mann.

Abends hat er eine Familie, eine Frau und Kinder. Auch f├╝r sie ist er wichtig, denn er ist da.

Als Redakteur bekommt man oft Briefe. Auch der wichtige Mann bekommt oft Briefe. Briefe von Frauen, anderen Frauen als seiner Frau. Man lernt ja heute ├╝berall Frauen kennen, so als wichtiger Redakteur, der Anzeigen sortiert.

Er antwortet auch auf diese Briefe und schreibt sehr sch├Âne blumige Worte da hinein, Worte, die in seiner Zeitung so unwichtig sind.
F├╝r die Frauen sind sie wichtig, sie gehen ihnen ins Herz.

So ein wichtiger mit blumigen Worten den Frauen schreibender Mann sortiert nicht nur Anzeigen.
Nein!
Er sortiert auch Menschen und bricht ihnen das Herz.

Er ist ein wichtiger Mann, der Redakteur einer mit Anzeigen beklebten Wochenzeitung.
Eben- ein ganzer Mann.



Ternessa
__________________
Was Du in meinen Texten liest, ist nicht, was andere darin lesen! Und es ist rein gar nicht, was ich damit sage!

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eenemenetekel
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2009

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hallo ternessa!

und ebenfalls: willkommen!

leider muss ich sagen, dass ich diese deine geschichte gr├╝ndlich misslungen finde. es ist zwar klar, was du erz├Ąhlen m├Âchtest, jedoch ist die art und weise, wie du es tust ziemlich - nun ja - nervt├Âtend. ich denke, du versuchst einfach ein bisschen zu sehr ironisch zu sein. viel zu viele "wichtige m├Ąnner"!
auch diese seltsam verdrehten satzgef├╝ge wie etwa

quote:
So ein wichtiger mit blumigen Worten den Frauen schreibender Mann sortiert nicht nur Anzeigen.
tragen nicht unbedingt dazu bei, dein kleines geschichtchen zu m├Âgen.

vielleicht solltest du zun├Ąchst versuchen, nur ganz schlicht zu beschreiben. ohne viel trara, nur das n├Âtigste. das k├Ânnte ungef├Ąhr so aussehen:

Er ist ein Mann mit einem wichtigen Job. Die Frauen finden das interessant und umkreisen ihn, wie Motten das Licht. Er aber spielt nur mit ihnen und bricht Herzen.
Tja, so sind die Kerle eben.


das l├Ąsst du dann ein weilchen liegen, und ├╝berlegst, was du noch hinzuf├╝gen m├Âchtest, um das bild etwas bunter zu machen. wobei du nat├╝rlich drauf achtest, dass es sich weiterhin fl├╝ssig liest.

verzichte auf dinge wie
quote:
Er ist wichtig, denn er informiert die Menschen, die die Zeitung lesen ├╝ber ernste Dinge, Anzeigen von Autoh├Ąusern, von Reparaturdiensten, von Preissenkungen und Anzeigen von Bestattungsunternehmen.
Er legt diese von einer Seite auf die andere und jede Woche sieht die Zeitung anders aus. Ja, das ist wichtig.
!

und so wird mit der zeit st├╝ck f├╝r st├╝ck ein brauchbarer kleiner text draus.

ich hoffe, du kannst mit meinen anmerkungen etwas anfangen!

liebe gr├╝├če in die nacht hinauspustend, C.

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Gernot Jennerwein
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2008

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hallo ternessa
deine skizze ist nur ein oberfl├Ąchliches anschneiden.
mach deinen redakteur zum gr├Â├čten l├╝gner, entenz├╝chter aller zeiten und zum eiskalten casanova, der elendig auf die schnautze f├Ąllt.

liebe gr├╝├če
gernot

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

hallo @ternessa,

sch├Ân, dass du hierher gefunden hast! ich w├╝nsch dir viel spa├č beim baden in unserem haifsichbecken.

dein text, scheint mir, enth├Ąlt so etwas wie pers├Ânliche betroffenheit. jedenfalls klingt er bitter.

am meisten st├Ârt mich der titel und die wiederholungen: "richtiger mann".

den "richtigen mann" gibt's schon - er ist zwar nur ein klischee, aber ein positv besetztes und verk├Ârpert all das, was die m├Ąnner (oder frauen) sich an ihm w├╝nschen. dazu geh├Âren nicht nur ein gewisses ├Ąu├čeres, sondern auch "innere" werte.

der typ in deiner gechichte ist kein "richtiger mann", sondern ein falscher. ein blender, ein kleiner schei├čer, der weder macht noch prestige besitzt und kein draufg├Ąnger ist, sondern ein annoncenakquisit├Âr, der billig maulaffen feilh├Ąlt. mag durchaus sein, dass m├Ądels auf ihn hereinfallen, solang sie nur post von ihm kriegen - sp├Ątestens dann, wenns hei├čt hic rhodos, hic salta, steht der "richtige" als der falsche da.

so weit, so banal. dass m├Ąnner meist nicht halten, was sie versprechen, wurde schon mehrere millionen male zu papier gebracht oder neuerdings ins web geschickt.

du sprichst von einer "skizze". ich nenns mal idee: einer gibt sich als bedeutender redakt├Âr einer noch bedeutenderen zeitschrift aus und verdreht der frauenwelt per brief oder e-mail das k├Âpfchen, bis es zum showdown kommt. der ansatz k├Ânnte etwas hergeben, wenn du vom klischee weg zu besonderheiten (auch sprachlichen!) finden k├Ânntest, die den leser entweder erheitern oder wirklich betroffen namchen.

dazu muss man nicht, wie @gernot dir vorschl├Ągt, gleich den gr├Â├čten l├╝gner aller zeiten erfinden und ihn in die h├Âlle st├╝rzen lassen, sondern nur (vergn├╝gt) beschreiben, wie ein kleiner lurch reihenweise obersch├╝lerInnen, edeka-filialleiterInnen und versicherungs-sachbearbeiterInnen die herzchen knickt. wenn's ├╝berhaupt verlierer gibt, am ende, dann nur jene, die's nicht schaffen, die briefe zu verbrennen, die sie bekommen haben. sondern sie zwischen der w├Ąsche aufbewahren, bis sie alt und grau sind.

probier's mal!

liebe gr├╝├če gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

hallo ternessa,

was du aussagen willst, passt nicht so recht zu dem job eines anzeigenakquisiteurs, der bei einem wochenblatt in zeiten knapper kassen sich sehr um anzeigen bei potentiellen kunden m├╝hen muss. diese anzeigen werden auch nicht mehr "geklebt", sondern als computersatz eingestellt und das ist nicht der job des akquisiteurs.
solche briefe passen vielleicht in eine spalte "leserbriefe" oder "fragen sie dr. X" in zeitschriften, obwohl diese meist von frauen bearbeitet werden. oder du siedelst vielleicht deinen prot beim fernsehen an, wo er auf begeisterte zuschriften der zuschauerinnen antwortet.

viel erfolg beim weiteren schreiben.
liebe gr├╝├če suzah

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Ternessa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2009

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Danke an Euch alle, die Ihr diesen Text genauer angesehen habt.

Mir ist bewusst, dass sowohl Inhalt als auch Form noch nicht ausgereift sind- ich nannte es deshalb auch Skizze. Doch wollte ich ihn nicht einfach nur in die Schreibwerkstatt stellen.

Im ├ťbrigen bin ich der Meinung, dass nicht jeder Text f├╝r jeden eine bedeutsame Aussage enth├Ąlt, dass es Themen gibt, die den einzelnen auch nicht interessieren und einen Stil, der von dem eigenen abweicht und vielleicht sogar eigenartig anmutet.
Texte aber abzuurteilen aus pers├Ânlicher Unbetroffenheit finde ich zu hart. Eine konstruktive Kritik, die auch weiter bringt, gef├Ąllt mir besser. Sie verletzt nicht.

Auf Eure Hinweise werde ich noch eingehen.
LG
Ternessa
__________________
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