Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92269
Momentan online:
307 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Ein unterhaltsamer vorweihnachtlicher Lesegenuss
Eingestellt am 20. 10. 2011 13:52


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Winfried Stanzick
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2011

Werke: 255
Kommentare: 116
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Winfried Stanzick eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Rezension zu:

Eveline Hasler, Engel im zweiten Lehrjahr, DTV 2011, ISBN 978-3-423-21327

Nicht zum ersten Mal in der letzten Zeit hat sich eine Autorin an das Engelthema gewagt. Auch Eveline Hasler, im Tessin lebende Schweizer Schriftstellerin, mehrfach mit bedeutenden Preise ausgezeichnet, ist fasziniert von jenen mythologischen Wesen, die bei Gott wohnen und mit ihren Missionen den Menschen helfen sollen, das Gute im Leben und vor allen Dingen in ihnen selbst zu entdecken und nicht verk├╝mmern zu lassen.

So hat auch, neben etlichen anderen mit putzigen Namen, der junge Engel im zweiten Lehrjahr, Eleusius, von Petrus den Auftrag erhalten, auf die Erde zu fliegen und dort Gutes zu wirken. Vor einiger Zeit schon n├Ąmlich ist die Leitung der himmlischen Heerscharen zu der Erkenntnis gelangt, dass die Menschen zu Beginn des dritten Jahrtausends die Unterst├╝tzung der Engel ganz besonders n├Âtig haben. Den Engeln wird dabei an jedem 24. Dezember des Jahres ihr Reiseziel frei gestellt, obwohl Petrus nicht ├╝ber jeden Wunsch der Engel begeistert ist. Vieles findet er doch noch arg "ungel├Ąutert". Sei`s drum.

Eleusius, dessen Reise ├╝ber die Erde an jenem Heiligabend irgendwann in den Nullerjahren von Eveline Hasler verfolgt wird, m├Âchte zuerst in Manhattan mit dem Lift fahren. Die gestresste Roy und ihr Sohn Tom f├╝hlen sich nach der Begegnung mit diesem jungen Mann, der da dauernd mit dem Lift hoch und runter f├Ąhrt, seltsam anders, ruhiger und gl├╝cklicher irgendwie. Immer wieder an diesem Heiligen Tag, der f├╝r viele Menschen ihr Leben besonders trostlos erscheinen l├Ąsst, begegnet Eleuius "den N├Âten der Menschen". Jedes Mal hilft er den Menschen, die er trifft, etwas Wichtiges in ihrem Leben zu erkennen, etwas Zuversicht, Hoffnung und Frieden zu sp├╝ren, und etwas von der Transzendenz, ohne die unser Menschenleben so arm und leer ist.

Eleusius und seine Sch├Âpferin Eveline Hasler lassen sich dabei leiten von einer Erkenntnis eines Gedichtes, das ein Schriftsteller, dem Eleusius in einer Schaffenskrise beisteht und dem er zu einer neuen Liebesbegegnung mit sich selbst und mit einer genauso einsamen und ungl├╝cklichen Frau verhilft, bei einer Weihnachtsveranstaltung in einem Altenheim vortr├Ągt. Johann Gottfried Herder hat es geschrieben:

"Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben
und schwinden wir.
Und messen unsere tr├Ągen Tritte
nach Raum und Zeit;
Und sind (und wissen`s nicht) die Mitte
der Ewigkeit."


Fast auf jeder der knappen 93 Seiten gelingt es Eveline Hasler, diese Lebensweisheit und spirituelle Erkenntnis an den Leser weiterzugeben. Deshalb ist dieses kleine Buch nicht nur ein unterhaltsamer vorweihnachtlicher Lesegenuss, sondern auch Anlass zu tiefem Nachdenken ├╝ber das eigene Leben in diesen Zeiten.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Essays, Rezensionen, Kolumnen Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!