Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5538
Themen:   94780
Momentan online:
66 Gäste und 3 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ein venezianischer Tanz (I) – La Ragazza
Eingestellt am 03. 09. 2018 14:12


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Marie Gold
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2018

Werke: 1
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Marie Gold eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


Ein venezianischer Tanz (I) – La Ragazza


Schneller als gedacht hatte sich die Dämmerung über die Stadt gelegt. Gleich einem samtigen, dunklen Tuch spannte sie sich über die bröckelnden Fassaden und Dächer der alten Kaufmannshäuser und Kirchen, verdunkelte die engen Gassen und verschmolz mit dem leisen Plätschern der tausend Kanäle, die die Stadt durchzogen. Schon funkelten die ersten Lichter der Häuser, hell erleuchtete Restaurants und Gasthäuser lockten mit dem süßen Duft nach Wein und italienischen Speisen und dem leisen Murmeln und Lachen ihrer Besucher. Geheimnisvoll glitzerte das Wasser der Kanäle im Plätschern ihres Wellenspiels und vom Meer her zog eine angenehme, kühle Brise heran, deren salziger Geschmack liebkosend die noch von der Sonne gewärmte Sommerluft umschloss.

Noch immer waren auf den Straßen viele Menschen unterwegs, die meisten von Ihnen Touristen, braungebrannt und sommerlich gekleidet, doch je näher man den Straßen in Richtung eines der älteren Markplätze der Stadt folgte, umso öfter mischten sich venezianisch maskierte und verkleidete Gestalten unter die Menge, die alle in eine bestimmte Richtung zu streben schienen. Folgte man nun den Maskierten, so verließ man relativ schnell die gut besuchten Touristenstraßen und drang in die ruhigen und unbekannteren Teile der Stadt vor. Nachdem man nun einige kleinere Brücken überquert und durch mehrere enge Gassen geschritten war, kam man schließlich an einen kleinen Platz an. Eine große, alte Villa stand dort, aus der die Klänge von Musik und Gelächter drangen. Man hatte Fackeln aufgestellt, die das große, schwere, hölzerne Eingangstor beleuchteten. Ein Poster war dort angebracht und kündigte einen Maskenball mit traditioneller, venezianischen Musik an.

Sie war absichtlich etwas später gekommen und schritt langsam durch die gut gefüllten Hallen der Villa. Sie konnte die Blicke auf sich spüren, doch schenkte sie ihnen keine Beachtung, sondern schaute gedankenverloren auf die reich verzierten Deckengemälde, die antike und biblische Szenen zeigten. Die stuckverzierten Räume waren groß und fassten Platz für viele Menschen, die glitzernden Deckenleuchte sowie Fackeln an den Wänden tünchten alles in ein märchenhaftes Funkeln. In den größeren Räumen waren ein wenig erhöht Podien angebracht, auf denen einige Musiker standen und mit ihren Instrumenten zum Teil träumerische, zum Teil mitreißende altitalienische Weisen spielten. Die Säle der Villa waren angefüllt mit Menschen. Manche hatten sich an die bedeckten Tische zurückgezogen, wo eine Fülle an feinen italienischen Gerichten wartete und eilfertige, verkleidete Kellner sie bedienten. Viele standen am Rand, rotfunkelnde oder hellglitzernde Gläser mit Wein in der Hand, unterhielten sich und lachten. Die Mutigsten und jene, die dem Wein schon reichlich zugesprochen hatten, hatten sich in der Mitte des Raumes zu Paaren oder sogar Gruppen zusammengeschlossen und tanzten zur dargebrachten Musik.

Durch all die Räume wanderte sie, betrachtete die Malereien und manchmal auch die Tänzer und die am Rand Stehenden, bis sie in den größten Tanzsaal kam. An den Wänden dort waren Spiegel angebracht und sie konnte nicht umhin, ihr Spiegelbild zu betrachten. Und es gefiel ihr, was sie dort sah: Eine zierliche Gestalt von hellem Teint, anmutig und engelsgleich, mit dunklen Locken, die das süße, schmale Gesicht mit den großen, kornblumenblauen Augen und den sinnlich geformten Lippen umrahmten. Der kostbare Stoff des schwarzen, enganliegenden Kleids, welches sie sich übergestreift hatte, umschmeichelte ihren schön geformten Körper wie die Fassung eines meisterlich geschmiedeten Schmuckstücks einen wertvollen Edelstein umrahmte. Die Formen ihrer Hüften zeichneten sich träumerisch und einladend ab, der raffiniert geschnittene Stoff führte in zauberhafter Lockung die Blicke zu dem glitzernden Gold des Amulettes, welches neckisch am Tal ihres Ausschnitts wie zwischen zwei wohlgeformten Früchten ruhte. Einem Hauch gleich lag ein feiner, ebenfalls schwarzer Überwurf über der zarten Haut ihrer zierlichen Schultern, nur gehalten vom hellen Silber einer filigran geformten Öse. Die schwarze Seide einer venezianischen Maske bedeckte kühl ihre warme, duftende Haut, die anmutig geformte Nase und ihre Stirn und bildete eine wohltuenden Kontrast zu der hellen Haut und den schönen Formen ihrer Wangen, ihres Kinns und dem verführerischen Rot ihrer Lippen, die die Maske nicht bedeckte. Ein vergnügtes Lächeln glitzerte über ihr Gesicht, als sie sich so im Spiegel sah. Sie war ein Bildnis nymphenhafter Weiblichkeit, anmutig, ja beinahe scheu auf der einen Seite, auf der anderen Seite umgeben von einem Hauch Unnahbarkeit und Distanz, von einer Aura der Sicherheit, gespeist durch die Anonymität der Seidenmaske, durch deren Sehschlitze abenteuerlich das Blau ihrer Augen sprühte. Es waren diese lebhaften Augen, die dem aufmerksamen Beobachter zeigten, dass ihr anmutiges Äußeres nur die Wildheit in ihr drin verdeckte.

Sie drehte von den Spiegeln weg und zum Saal hin und ließ sich, im seidigen, anonymen Schutz der Maske, in die tanzende Menge treiben. Sanft öffnete sich die Schar der Tänzer vor ihr und mit einem Male umfasste sie die Magie der Musik mit sanfter Gewalt. Sie schloss die Augen und ließ sich von der Melodie treiben, ihr zierlicher Körper mit den schlanken Gliedern bewegte sich geschmeidig und voller Anmut mit dem Rhythmus. Und mit dem Selbstbewusstsein ihrer weiblichen Schönheit warf sie, einer Tochter Aphrodites gleich, das unsichtbare Netz aus und wartete, mit geschlossenen Augen, den hübschen Kopf leicht gesenkt, in den Schwingen der Musik versunken auf ihre Beute.

Schon vor der ersten Berührung konnte sie ihn spüren. Mit einem Male wusste sie einfach, dass er da war. Das Gewissen, dass er sie betrachtete und dass er sie begehrte, ließen wie von selbst ihre Bewegungen langsamer und sinnlicher werden, ließen wie von alleine ihre Hüften einladender kreisen. Sie spürte sein Zögern, sein Sich-Langsames-Nähern, sie konnte ihn förmlich mit Händen greifen, obwohl er noch entfernt in ihrem Rücken stand. Voll prickelnder Erwartung ob seiner Berührung stellten sich die feinen Härchen ihres Nackens auf. Als er schließlich den Mut aufbrachte und sie von hinten im wiegenden Tanze umfasste, war ihr, als ob ein Schauer ihren Körper hinab und wieder hinaufrollte. Einen Moment lang setzte ihr Herzschlag aus – einen Moment lang stockte ihr der Atem ob ihres ersten Fangs, welcher sich in den feingesponnenen Maschen ihres unsichtbaren Netzes verfangen hatte, doch im nächsten Moment schon hatte ihr Instinkt die Oberhand gewonnen und mit sanften Anmut, einer fallenden Feder gleich, lehnte sie sich rückwärts zu ihm hin. Sein männlicher Körper nahm die Bewegung sanft auf, seine Hand legte sich sanft und sicher auf ihre Hüfte, die andere umschloss ihre Taille. Sie spürte seine protzende Männlichkeit hart und prall und instinktiv ließ sie ihre Hüfte für einen Augenblick mit festem Druck um sein Gemächt kreisen, nur seinem fordernden, impulsiven Stoß mit einer federnden Bewegung ihres Körpers ins Leere laufen zu lassen. Doch schon wiegte sie sich wieder zu ihm, reizte ihn neckisch im Takt der Musik, versprach ihm Erfüllung und Freude aller seiner Wünsche, nur um ihn, der nach ihrer Quelle dürstete, dann ein ums andere Male geschwind zu entweichen. Noch immer hatte sie die Augen geschlossen, noch immer verließ sie sich ganz auf ihre restlichen Sinne, um mit ihrem Beutestück zu spielen. Die süßen Klänge der Musik gaben ihr den Takt vor, ihre warme, empfindsame Haut verrieten ihr jede Bewegung ihres Gespielen, sie konnte den einschmeichelnden Duft seines Parfums riechen. Mit einem Male spürte sie seine Lippen an ihrem Hals und einladend neigte sie den Kopf, als seine Lippen ihren Nacken küssten. Sie ließ ihm Zeit, die feine, warme Haut zu küssen, ihre Wärme und ihren Duft aufzusaugen und seine Wange die seidige Fülle ihres Haares fühlen zu lassen. Und in jenem Moment, wo er drohte, sich darin zu verlieren, wo für ihn die Zeit stehen zu bleiben zu schien in einem göttergleichen Moment vollkommender Verheißung, drehte sie sich weg und befreite sich mit überraschender Zielstrebigkeit von seiner Umarmung und wandte sich zu ihm um, bereit sich ihm vollends zu entziehen. Doch ihr gefiel, was sie sah: Ein junger Mann, hübsch anzusehen, mit schwarzgelockten Haaren, die braunen, schalkhaften, aufgrund ihrer plötzlichen Zielstrebigkeit ein wenig erschrockenen Augen hinten einer buntbemalten Maske verborgen. Sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln und zog ihn zu sich hin. Ihre blauen Augen suchten die seinen hinter seiner Maske, während sie sich im Tanz näher und näher an ihn schmiegte. Eng umschlungen tanzte sie eine Weile, drehten sich zusammen im steten Wandel der Musik. Er war ein guter Tänzer, er führte sie sicher und fest.





Längst jedoch hatte sie den zweiten Mann bemerkt, der nur wenige Meter von ihr entfernt stand. Und sie wusste, dass er sie auch gesehen hatte. Immer öfter suchten ihre Augen die Seinigen und beinahe jedes Mal trafen sich ihre Blicke. Und jedes Mal schien ihr Inneres umso heftiger zusammen zu zucken. Das entfachte ihre Neugier und unauffällig versuchte sie, mehr von ihm zu erhaschen. Wie alle um ihn herum war er verkleidet, ja, sogar auf besonders feine Art und Weise. Die schwarze Hose, das blütenweiße Hemd, der dunkle Umhang mit dem blutroten Innenfutter und die schnörkellose, aber fein gearbeitete alabasterweiße Maske, die am Stirnende in einen Fächer schwarzer, dichter Federn überging, zeugten sowohl von Geschmack als auch von einem nicht unerheblichen, kostspieligen Aufwand. Sein Körper war maskulin, seine Bewegungen elegant, ja geschmeidig und leichtfüßig wie die einer Raubkatze, der Brustkorb strotzte vor männlicher Kraft. Das glattrasierte Kinn und die Formen seiner Wangenknochen waren scharfgeschnitten und zeugten von Energie und Durchsetzungsvermögen. Um seine Mundwinkel, so schien es, spielte ein spöttischer, mitunter gar zynischer Zug, doch konnte dies auch an dem wechselnden Schein der Lichter liegen. Die Nase, soweit nicht von der Maske bedeckt, war edel und gerade geformt, das Haupthaar, soweit sichtbar, war sorgfältig geschnitten und glänzte goldig im Licht. Er hielt sich auffällig unauffällig in ihrer Nähe, tanzte mitunter alleine, mitunter mit einer der überraschend vielen (ob Zufall oder nicht) ihn umringenden Tänzerinnen. Doch nie tanzte er länger als einige höfliche Augenblicke mit ihnen, immer nur einige wenige Figuren und der Grund seiner flüchtigen Unnahbarkeit ließ sie innerlich leise lächeln…

Längst schon hatte sie sich die nächsten Schritte zurechtgelegt. Ruhig und kühl wartete sie auf den richtigen Moment, gerade in dem Augenblick, in dem er sich von einer maskierten Tänzerin gelöst hatte. Sie reagierte sofort: Mit überraschender Geschmeidigkeit und unnachahmlicher Eleganz wirbelte sie sich aus den Armen ihres bisherigen Tanzpartners und war mit drei graziösen Drehungen in der Mitte zwischen dem Lockenkopf und ihrer neuen Beute angelangt. Ihre Augen sprühten vor Leidenschaft, drei weitere filigrane Bewegungen und sie konnte in das magnetisierende Grau seiner Augen sehen, hätte sich in seine Arme werfen können und sie wusste, dass er sie sanft und kräftig auffangen würde, mit genau der richtigen Mischung an Kraft und Zärtlichkeit. Doch so einfach wollte sie es ihm nicht machen und so wich sie wieder von ihm zurück in die sichere Mitte zwischen ihm und ihren bisherigen Gespielen, der in überrumpelter Verblüffung darüber, sie von einem auf den anderen Moment verloren zu haben, wie versteinert dort stehengeblieben war, wo sie ihn verlassen hatte.

Doch noch hatte er eine Rolle in ihrem kleinen Spiel zu spielen und so bewegte sie sich zurück zum Dunkelgelockten, legte ihm sanft die Hände auf die Schultern und schaute ihm tief in die Augen, während sie ihre Hüften verführerisch im Takt der Musik wiegte, sowohl für ihn als auch für den anderen. Noch bevor er seine Hände um ihre Taille legen konnte, wand sie sich mit einer geschickten Drehung wieder heraus, um einem äußerst hübschen Pendel gleich in die andere Richtung auszuschwingend, ihre zweite Beute aufzureizen, während die erste noch am Haken hing. In der Mitte zwischen beiden blieb sie stehen und tanzte für sich alleine, das hübsche Köpfchen gesenkt und die Augen geschlossen und warte in aufreizender Unschuld darauf, wer von beiden zuerst den Mut aufbringen würde, sie für sich zu fordern.

Sie waren nahezu zeitgleich bei ihr, der eine im Vertrauen auf seinen bisherigen Erfolg, der andere in der Gewissheit, dass sie ihn begehrte. Sie blendete alles und jeden bis auf ihre zwei Gespielen im Raum aus und ließ sich in den Moment hineinfallen, bereit für die Hauptetappe ihrer Spielerei. Für einen Moment spürte sie die Irritationen der beiden beim Anblick der Konkurrenz, doch keiner wollte zurückweichen und seine sicher geglaubte Eroberung aufgeben. Und sie wusste das Spiel zu spielen, gab jedem der beiden genauso viel von sich preis, um die Flamme des Begehrens soweit zu nähren, dass beide hoffen konnten, sie für sich zu gewinnen und zog sich dann in genau dem richtigen Moment und mit genau der richtigen Menge an offensichtlichem Bedauern zum Anderen zurück, so dass keiner von beiden die Hoffnung verlor. Und in diesen Momenten des verführerischen Vor und Zurück verschmolz die Wirklichkeit für sie, war sie ganz fokussiert und gefangen im Augenblick. Sie ließ alles Denken sein und vertraute ganz ihrem Instinkt und tanzte mit den beiden Männer, die sie für sich gewinnen und verführen wollten. Sie spürte ihre Hände auf ihrem Körper, mal von diesem, mal von jenem. Und jede Drehung, jeder Schritt, jede Berührung entfachte die glühende Begierde stärker in ihrem Körper und breite sich warm und drängend in ihr aus. Immer öfter suchten ihre Hüften, suchte sich ihr sich rhythmisch bewegender Unterleib, wie zufällig zunächst, die strotzende Männlichkeit ihrer beiden Gefährten und mit jedem Mal, wenn sie die harte Steifheit durch das dünne Kleid spürte, schlug ihr Herz heftiger und beschleunigte sich ihr Atem. Längst schon flüsterte der erregende Gedanke ihr zu, ob sie nicht beiden verführen und durchnehmen lassen sollte. Doch gleichzeitig spürte ihr unfehlbarer, weiblicher Instinkt immer öfter die zeitweilige Irritation des buntmaskierten Lockenkopfes. War er zu jung, zu unerfahren? Besaß er nicht die gleiche, kühle Abgeklärtheit wie sein Konkurrent? Anfangs reizte es sie noch, ihn zu necken, vor seinen Augen in erotischer Pose mit seinem Mitbewerber zu tanzen, nur um sich ihm dann im nächsten Moment an die Brust zu werfen. Doch je länger sie dieses Spiel trieb, umso mehr steigerte sich seine Unsicherheit. Und umso mehr zog sie die kühle Ruhe des Anderen an, bis sie sich schließlich nur noch diesem zuwandte. Enttäuscht schlich der Lockenkopf nach einer Weile von dannen…

Und so war sie schließlich bei ihm gelandet. Wie sie sich erträumt hatte, war sein Griff fest und sicher. Der feine Stoff seiner Kleidung schmeichelte ihrer Haut und für einen kurzen Moment stellte sie sich vor, ihm sein Hemd hier und jetzt zu zerreißen und mit ihren Händen über den schönen Brustkorb zu fahren. Er war ein vorzüglicher Tänzer, führte sie sicher und gekonnt. Und erst jetzt, nachdem sie schon eine Weile mit ihm getanzt hatte, suchten ihre Augen die seinigen zu ergründen, schauten ihn wirklich an um sein Wesen zu erkennen und nicht wie bisher, um in oberflächlicher, neckischer Verspieltheit über ihn hinwegzufahren. Als sich ihre Augen trafen, war es, als bräche ein plötzliches Feuer in ihr aus. Seine Augen schienen ihr bis auf den Grund der Seele zu schauen. Und mit wohligen Schrecken erkannte sie in ihm ihren Artverwandten, erkannte die Raubkatze in ihm, die in geschmeidiger Jagd auf ihre Beute lauerte. Von dieser Erkenntnis überwältigt schlang sie ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn zu sich herunter, spürte die kühle Glätte der Maske an ihrer Wange und flüsterte in sein Ohr: „Führ mich zu dir nach Hause…“. Seine warme, nuancenreiche Stimme antworte hinter der Maske: „Mit dem größten Vergnügen!“ Und ohne ein weiteres Wort verließen sie zusammen die Villa und verschwanden in einer der vielen, kleinen Seitengassen…


Das erste, warme Sonnenlicht blinzelte durch den hölzernen, geschlossenen Fensterschutz und kitzelte ihr Gesicht. Durch das offene Fenster hinter dem Fensterschutz drang das Gurren und Federschütteln der Tauben, vermischt mit dem fernen Klang von Kirchenglocken. Sie holte tief Luft und rekelte ihren nackten Körper in den seidenweichen, angenehm kühlen Laken des Bettes, in dem sie lag. Ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit breitete sich in ihrem Körper aus, warm und ausfüllend. Sie schlug die Augen auf und betrachtete den nackten Mann, der ruhig neben ihr schlief. Sie erinnerte sich, wie sie ihm die Maske und die Kleider vom Leib gerissen hatte und er das selbe mit ihr getan hatte. Wie er sie leidenschaftlich auf das Bett geworfen und sie genommen, wie er sie mit seiner Männlichkeit ausgefüllt hatte und wie sie schlussendlich miteinander verschmolzen waren. Ein wohliger Schauer durchzuckte sie in Gedanken an diesen Moment. Gedankenverloren strich sie mit ihrer Hand über seinen Rücken. Seine Haut war warm und sie konnte mit den Fingern spüren, wie sich seine Muskeln abzeichneten. Er schlief weiter, ruhig und fest nach dieser verausgabenden Nacht. Ein letztes Mal fuhren ihre Lippen über seinen Nacken und saugten seinen warmen, maskulinen Duft auf. Ein leises, wehmütiges Seufzen entfuhr ihr. Dann sprang sie leise und behände aus dem Bett, sammelte ihre Sachen und zog sich an. An der Tür schaute sie noch ein letztes Mal zurück auf ihren schlafenden Liebhaber. Dann zog sie leise die Tür hinter sich zu und war fort.


Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Rumpelsstilzchen
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Sep 2003

Werke: 30
Kommentare: 965
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rumpelsstilzchen eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Marie Gold, herzlich Willkommen in der Leselupe!

Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Werke und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit Dir.

Um Dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir im 'Forum Lupanum' (unsere Plauderecke) einen Beitrag eingestellt, der sich in besonderem Maße an neue Mitglieder richtet. Hier klicken

Ganz besonders wollen wir Dir auch die Seite mit den häufig gestellten Fragen ans Herz legen. Hier klicken


Viele Grüße von Rumpelsstilzchen

Redakteur in diesem Forum

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung