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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ein wahrer Freund
Eingestellt am 08. 09. 2002 06:21


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La Luna
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Apr 2001

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Ein wahrer Freund


Oh, wie schön du in diesem Moment aussiehst, meine Kleine.
Deine Haut so blass. Die Augen geschlossen.
Nicht wahr, du spĂĽrst mich nahen. Es ist doch so, hm?
Ja, du fĂĽhlst mich. Ich schleiche mich in dein Bewusstsein.
Langsam… ganz langsam ergreife ich Besitz von dir - erobere deinen Körper, deine Seele, deinen Geist.
Ich will dich ganz besitzen, Kleines, hörst du? Ganz will ich dich haben.
Ich dringe bis in den letzten Winkel deiner Eingeweide.
SpĂĽrst du, wie ich dich durchflute?
Oh, ich liebe es, wie du die Augen zusammenpresst und dich unter mir aufbäumst wenn ich in dir bin und mit meinen kalten Fingern nach dir greife.
Wehr dich nicht, mein schönes Kind. Glaub mir, es ist sinnlos.
Ich bin alles woran du denken kannst, wenn ich dir so nah bin wie jetzt.
Ich bin dein Alpha und dein Omega.
Niemand kann sich mir widersetzen, SĂĽĂźe, niemand.
Neben mir verblassen selbst die Götter.
Ich bin die wahre Dominanz, die Allmacht, der Anfang und das Ende eines jeden Seins. Durch mich spĂĽrst du, dass du lebst, nicht wahr?
Ja, du spĂĽrst es, gib es doch zu!
Mmh… und wie du lebst. Du windest dich unter mir.
Ja, gut so… hör nicht auf. Bitte, mach weiter… bitte.
…
Was ist jetzt?
Was tust du da?
Oh, deine Tabletten!
Entschuldige, ich muss lachen.
Du glaubst doch wohl nicht, deine lächerlichen Pillen könnten dich von mir befreien?
Du enttäuscht mich zutiefst, meine Liebe.
Hey, warum versuchst du mich zu schwächen? Ich bin doch dein Freund!
Was schaust du mich so zweifelnd an, hm?
Glaubst mir nicht, was?
Na komm, lass es raus!
Du glaubst nicht, dass ich dein Freund bin, sag’s ruhig!
EntzĂĽckend, wirklich ganz entzĂĽckend.
Dann verrate mir doch, wer dich dein Leben lang begleitet hat.
Damals, als dir der Tod zum ersten Mal begegnete. Wer war dir da näher als ich?
Oder als du dein Kind gebarst.
Wo war denn der Vater des Kindes? War er bei dir, hm?
Oh nein, meine Liebe. Ich war da… nur ich!
Ohne mich wärest du gar nicht in der Lage gewesen dein Glück zu fühlen.
Ich ganz allein habe es dir ermöglicht!
Starr mich nicht so an mit deinen unschuldigen blauen Augen!
Erinnere dich lieber daran, wer bei dir war, als du damals um dein Überleben kämpftest.
Komm komm, ich will das jetzt wissen. Wer war es, hm?
Jaja, wieder mal ich, da schau her.
Und du glaubst, ich sei nicht dein Freund?
Na klasse, vielen Dank, ich bin begeistert.
Pah, hat man so was Undankbares schon gesehen?
Menschenpack!
Das Glück haltet ihr hoch, ja… das Glück, dass ich nicht lache.
Soll ich euch sagen wie verräterisch das Glück an euch handelt?
Es ist das Erste, das verschwindet, wenn es euch mies geht.
Eines sage ich euch, ihr verdient meine Aufmerksamkeit gar nicht.
Anstatt euch über meine Treue zu freuen, bekämpft ihr mich wo ihr nur könnt.
Doch dabei liebe ich euch.
Ich liebe euch alle.
Ey, ihr da draußen… hört ihr mich?
Ich – liebe – euch!
Nur ich, hört ihr?
Ich – euer Schmerz!


_________________
© Julia Nietzsche



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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
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Hallo Luna,

umwerfend treffend geschrieben. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

liebe GrĂĽĂźe
Reneè

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La Luna
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Apr 2001

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Hallo Reneè,

freut mich, dass dir dieser Text gefällt.
Ich danke dir fĂĽr deine freundlichen Worte.


Liebe GrĂĽĂźe
Julia

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JoshHalick
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2002

Werke: 0
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Liebe Julie,

zu deiner Geschichte möchte ich dir sagen, dass sie mir sehr gut gefällt. Aber (es gibt immer ein "aber") ... wurde sie (wie ich finde) etwas zu impulsiv geschrieben. Man hört noch viel zu viel von deinen eigenen Gefühlen heraus. Nicht die Stimme des Erzählers spricht zu einem, sondern eben Julies Stimme. Ich weiß aber dass du das ohne weiteres in den Griff bekommen würdest (solltest du denn es wollen).
Und obwohl jeder weiß, dass der Schmerz ja durchaus ein Freund und kein Feind ist. Würde ich ihn in dem Fall deiner Geschichte vielleicht etwas lässiger wirken lassen. Wie einen charmanten Teufel vielleicht... (was in der ersten Hälfte sehr gut rüber kam), oder was auch immer dir dazu einfallen mag. So wäre der Überraschungseffekt für mich größer. So wie du es schriebst ahnte ich sehr schnell worum es geht.
Doch trotz meiner Einwände, mir gefällt deine Story :o) !

Liebe GrĂĽĂźe
xxx
Josh


__________________
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. - Plato -

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La Luna
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Apr 2001

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Hallo mein lieber Josh,

was soll ich sagen, du hast mich ertappt...*gg.
Ich hoffte zwar im Stillen, dass die ungenĂĽgende Reflektion
nicht weiter auffällt, aber das erwies sich wohl als Irrtum.
Ich gestehe, dieses ist einer der wenigen Texte, den ich unbearbeitet veröffentlichte.
Ăśberarbeiten wollte ich ihn aber sowieso noch mal, fragt sich nur wann ich dazu komme.
Auf jeden Fall danke ich dir fĂĽr deine ehrliche Kritik und sende dir einen Kuss und...

liebe GrĂĽĂźe nach BS
xxx
Julie


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Lois
Hobbydichter
Registriert: Feb 2003

Werke: 1
Kommentare: 13
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Hallo Julia,

"Eines sage ich euch, ihr verdient meine Aufmerksamkeit gar nicht.
Anstatt euch über meine Treue zu freuen, bekämpft ihr mich wo ihr nur könnt."

das vergesse Ich nur all zu gern.

Ich habe nicht gleich gemerkt worauf der Text hinaus läuft.

Gruss Lois

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