Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5563
Themen:   95481
Momentan online:
370 Gäste und 7 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Ein wahrer Widerspruch
Eingestellt am 26. 11. 2015 10:50


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2309
Kommentare: 11402
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Bernd eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Parakonsistente Logik

Es gelte
P ist wahr
und
nicht P ist wahr

oder

P ist wahr
und P ist nicht wahr

oder
aus P folgt P ist wahr
und
aus P folgt nicht P ist wahr

Also für P ist die Aussage:

Es gelte
die Aussage ist wahr
und
nicht die Aussage ist wahr

oder

die Aussage ist wahr
und die Aussage ist nicht wahr

oder
aus der Aussage folgt die Aussage ist wahr
und
aus der Aussage folgt nicht die Aussage ist wahr


Das ist ein wahrer Widerspruch.
Und so ist sie.
Die Welt.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

Werke: 631
Kommentare: 4243
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Mondnein eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
2 b = not 2 b

nicht nur die welt.

coincidentia oppositorum ist definition gottes z.b. bei nicolaus cusanus, bei hegel in der consequenz durchgeführt, daß er die jeweils widersprechende aussage aus der jeweils ersteren ableitet. dafür braucht er kaum eine halbe seite im text, z.b. wenn er das nichts als identisch mit dem sein aus dem sein ableitet (beginn der wissenschaft der logik, nach den vorworten und einleitungen).
[schellings identität von synthetischen und analytischen urteilen in der selbsterzeugenden handlung des ich (system des transzendentalen idealismus) ging hegels identität von identität und differenz voraus. und fichtes wissenschaftslehren dem schellingschen evolutionären system.]

und so ist das ich.
und so ist die zeit.
und so ist das leben.
und so ist die ekstase.
und so ist der tod.
und so ist das jetzt.
und so ist das sein.

also auch das nichtich
    und die ewigkeit
    und der tod
    und das wachbewußtsein
    und die geburt
    und die zukunft
    und das nichtsein

    und auch alles sonst
        was ich nicht weiß.

das sind ja nur die plattesten oder transparent-reinsten philosophischen gemeinplätze. spannend wird es erst im konkreten, einzelnen, individuellen, überraschenden, grenzwertigen, mißachteten, unscheinbaren, kleinen.


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Experimentelle Lyrik Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung