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Leselupe.de > Ungereimtes
Eindruck
Eingestellt am 14. 06. 2011 16:30


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Vera-Lena
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Mir
kommt es nicht zu,
die Rose in Wörter
zu zwängen.

Mir schenkt sie ihren Duft
und wenn ich es hin und her
wäge,
schenkt sie mir ein Lächeln.

Unter den Tautropfen
glitzert sie gelb
zu mir empor.

Du Sch√∂ne, fl√ľstere ich.
Das lässt sie nicht erröten
und bringt sie nicht
aus der Fassung.

Ein Schatten werfendes Etwas
bin ich f√ľr sie,
das bald wieder
gegangen sein wird.

Mir aber
bleibt sie auf der Netzhaut
und jeder Bogen weißen Papieres
sagt mir: Ich bin gelb,
schau:
gelb bin ich.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 14. 06. 2011 16:30

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Vera-Lena
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Ihr Lieben, Marie-Luise und Herbert,

die Rose ist gelb.

"Unter den Tautropfen glitzert sie gelb zu mir empor."

Ich vermute mal, dass der Titel zum Verstehen beitragen könnte.

Mir ging es darum, dass auch die Seele eine Aufnahmefl√§che darstellt, in welche sich Eindr√ľcke abzeichen, nicht unbedingt in Form von Sprache oder von Bildern, sondern von Erlebnissen.

Ist der EinDRUCK sehr intensiv, dann braucht der Mensch einige Zeit, bis er das Erlebnis, wenigstens zum Teil, verarbeitet hat und die jetzige Realität um sich herum wieder wahrnehmen kann. Das können traurige aber auch (wie in diesem Fall) sehr schöne Erlebnisse sein.

Hier bei der gelben Rose ist es so, dass die Farbe gelb vorerst noch alles √ľberstrahlt, was das Lyri um sich herum wahrnehmen k√∂nnte.

So habe ich das gemeint.

Ganz lieben Dank f√ľr Euer Lesen und Nachfragen!

Auch Dir, anbas, danke f√ľr Deine Bewertung!

Euch Allen liebe Gr√ľ√üe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Hallo Vera-Lena,

wunderschön, Dein Rosengeranke. Einzig hier

quote:
Mir schenkt sie ihren Duft
und wenn ich es hin und her
wäge,
schenkt sie mir ein Lächeln.
muß das Erwägen durch Wägen ersetzt werden. Hin und her Erwägen geht grammatisch und sprachgebräuchlich nicht ganz zusammen.

Gerne gelesen und kommentiert!

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Walther,

ja, Du hast Recht in dem "erwägen" ist das "hin und her" ja schon mit enthalten.

Jetzt muss man beim Lesen, weil die unbetonte Silbe "er" fehlt, eine kleine Pause machen. Aber diese Pause unterstreicht den Textinhalt, denn das "Wägen" braucht ja einige Zeit.

Herzlichen Dank f√ľr Dein genaues Lesen. Gerne nehme ich Deine gute Kenntnis der deutschen Sprache zu Hilfe und werde den Text an dieser Stelle Deinem Vorschlag gem√§√ü √§ndern.

Es freut mich, dass Dir der Text zusagt.

Danke f√ľr Deinen Kommentar und die Bewertung!

Liebe Gr√ľ√üe
Vera-Lena


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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Fettauge
Guest
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Hallo Vera-Lena, das Thema Rose, ein beliebtes, oft gew√§hltes Thema der Lyrik, da ist es gar nicht so einfach, etwas Neues sagen zu k√∂nnen. Du bewunderst sie und bezweifelst, dass du sie "in W√∂rter zw√§ngen", das hei√üt, √ľberhaupt √ľber sie schreiben darfst.

F√ľr V2 w√ľrde ich eine kleine Umformulierung vorschlagen wegen des zweimal im gleichen Sinne gebrauchten "schenken".

Ihren Duft schenkt sie mir,
ein Lächeln.

Das "wägen" bringt nicht allzuviel. Wozu eigentlich wägen, dann bezweifelt das LI den Duft, das Lächeln der Rose, es muss abwägen. Wogegen eigentlich? Wägen setzt immer zwei Dinge voraus, das "hin und her" ersetzt sie nicht.

Dann schlage ich dir einen harten Schnitt vor, nämlich Schluss zu machen bei:

Du Sch√∂ne, fl√ľstere ich.

Was folgt, scheint mir nicht sehr von Belang. Mein Vorschlag sähe dann folgendermaßen aus:

Mir
kommt es nicht zu,
die Rose in Wörter
zu zwängen.

Duft schenkt sie mir,
ihr Lächeln.
Unter (den) Tautropfen
glitzert sie gelb
(zu mir empor).

Du Sch√∂ne, fl√ľstere ich.

Du k√∂nntest sogar noch weiter k√ľrzen, indem du nur V1 und die letzte Verszeile nimmst, was f√ľr mich logischer w√§re:

Mir kommt es nicht zu,
die Rose in Wörter
zu zwängen.
Du Sch√∂ne, fl√ľstere ich.

lg Fettauge







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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hallo Fettauge,

so wie Du es liest, kann ich diese Verse nicht lesen.

Die Rose und der Mensch sind zwei Lebewesen und in diesem Text stehen sie einander gegen√ľber. Der Mensch durchaus mit dem Wissen, dass die Rose ihn nicht in der gleichen Weise betrachten kann, wie er das mit ihr tut,

dennoch....er taucht ein in einen Moment, da er die Rose als ein ebenb√ľrtiges Wesen betrachtet, sagen wir mal, es ist eine Art Meditation in der ihm das Wesen der Rose deutlich wird.

Und während dieser Meditation muss er ja erst einmal zu ihr hinfinden. Während dieser Suche "wägt" er dann auch, ob sie ihm zulächelt oder nicht. Die Alternative vom Zulächeln kann ja nur sein, dass sie ihm nicht zulächelt.

Der zweite Teil, den Du gerne gestrichen s√§hest ist mir aber ebenso wichtig. Nachdem das Lyri mit dem Wesen der Rose "verschmolzen" ist, kommt ihm narurgem√§√ü der Gedanke, was es als der Mensch, der es ist, der Rose bedeuten kann. Und das Lyri sieht glasklar, dass die Rose ein anderes Wahrnehmungsverm√∂gen besitzt als der Mensch und so l√§sst er ganz unbek√ľmmert die Rose sie selbst sein.

Er aber ist ergriffen von ihr f√ľr l√§nger als ein paar Minuten.

So kann man es aus dem Text herauslesen. Man k√∂nnte es aber auch noch √ľbertragen auf die Beziehung zweier Menschen, in der jedenfalls einer von ihnen darum bem√ľht ist, mit aller Redlichkeit und Wahrhaftigkeit, den anderen "er selbst" sein zu lassen. Das ist nat√ľrlich ein bisschen weit hergeholt, w√§re aber denkbar.

So sehe ich diesen Text.

Ich danke Dir sehr, dass Du ihn so aufmerksam gelesen hast und Dir bis hin zu Vorschl√§gen dar√ľber Gedanken gemacht hast.

Mich selbst stört noch nicht einmal das doppelte "Schenken" so nahe beieinander, was ich sonst auch zu vermeiden suche. Hier aber passt es genau hin. Das Lyri "sammelt die Geschenke ein, eines nach dem anderen, wie eine Kette von Geschenken, wobei das Lyri zunächst gar nicht glauben kann, dass die Rose ihm ein Lächeln schenkt.

Noch einmal meinen herzlichen Dank!

Dein letzter Vorschlag ist ein ganz und gar neues Gedicht, das mir gut gefällt.

Liebe Gr√ľ√üe
Vera-Lena



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Ralf Langer
Routinierter Autor
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Hallo vera-lena,

mir gefallen ein paar gedanken sehr
in diesem st√ľck:

Mir kommt es nicht zu
die Rose in Worte zu kleiden
ist sie sich selbst
doch Kleid genug.

Ich bin nur ein Schatten,
der √ľber ihrer Bl√ľte steht
und leise Liebesworte fl√ľsternd
an ihrem Sein vor√ľbergeht.

soweit meine gedanken zu deinen Bildern.
Ich bin bei einer einfachen Betrachtung geblieben

freundliche Gr√ľ√üe
Ralf
__________________
RL

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