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Leselupe.de > Erotische Geschichten
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Eingestellt am 21. 11. 2008 23:31


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HoffnungsloseRomantikerin
Hobbydichter
Registriert: Nov 2008

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Eine kleine Nebenstory...
Hab eine kleine Nebenstory zu meinem \"Schubladenroman\" geschrieben, aber fand sie auch ohne den Hauptroman, ganz passabel.
Hab zwar eine Fortsetzung, aber so ist sie denke ich leichtes Lesefutter, fĂĽr zwischendurch.


Holly Clishes war dreiĂźig Jahre alt, geschieden, kinderlos und immer noch auf der Suche nach ihrem GlĂĽck.
Hollys Kindheit war im Rückblick betrachtet eine Katastrophe. Als Älteste von drei Kindern, nahm sie die Trennung ihrer Eltern am schlimmsten und intensivsten wahr. Mit fast sechs Jahren hatte sie ihr Vater verlassen. Plötzlich… von einem Tag auf den anderen zog er aus.
Das war das schlimmste fĂĽr sie, denn sie war Papas Liebling gewesen, er spielte immer mit ihr, wenn er Abends von der Arbeit kam, brachte ihr immer was mit und behandelte sie immer als Prinzessin.
An einem Abend, sie konnte nicht einschlafen und hatte noch Durst, schlich sie sich runter in die Küche. Als sie am Wohnzimmer vorbeiging hörte sie ihre Eltern zusammen reden.
Sie redeten allerdings nicht normal miteinander, ihre Mutter weinte nämlich…
Sie hörte ihren Vater sagen, dass er morgen weg gehen würde… und das ihre Mutter ein Baby kriegen würde. Dieser Abend war für sie der schlimmste in ihrem, bis dahin, kurzen Leben.
Sie verstand das ihr Vater gegangen war, weil ihre Mutter noch ein Baby bekam, demzufolge hasste sie das andere Baby. Es war ein Mädchen, ihre Mutter nannte sie Lauren und von Anfang an verabscheute sie ihre Schwester.
Ihr Papa war weg, wegen IHR. Maurice ihr kleiner Bruder hatte es gut, er verstand sich eh von Anfang an gut mit ihrer Mutter. Maurice war Mamas kleiner Liebling aber Holly? Holly hatte keinen mehr. Sie freute sich wenn ihr Papa kam, aber er kam so selten und sie durfte auch fast nie zu ihm hin…
Sie traute sich nicht zu sagen, wie sehr sie ihren Papa vermisste…
Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester. Holly war zwanzig, gerade ausgezogen und als sie an einem der darauf folgenden Tage ihre Mutter besuchte, teilte diese ihr eiskalt mit das Lauren nun bei ihrem Vater leben wĂĽrde.
Es war so ungerecht. SIE hatte sich das immer gewĂĽnscht. Holly kam sich von ihrer Mutter immer so ungeliebt vor und ihr Vater war weg gewesen.
Sie war zwanzig, wollte ein eigenes Leben führen, aber sie bekam es einfach nicht auf die Reihe. Ihre drei Beziehungen zu Männern scheiterten. Das schlimme war noch, dass ihr erster Freund, den sie erst mit zwanzig hatte, sich in ihre kleine Schwester verliebte. Diese hatte zwar nichts mit ihm angefangen, aber ihr Freund verliebte sich in ihre verhasste Schwester. Der Grund war, dass sie hübscher sei und eine bessere Figur hatte. Das hatte er ihr wortwörtlich damals ins Gesicht gesagt.
Die nächste Beziehung hatte eigentlich auch kein ernsthaftes Interesse an ihr. Es endete damit, dass er sich nach drei Wochen mit ihrer “besten Freundin” vergnügte.
Mit 24 fand sie dann Einen, der sie mochte, sie heiratete, aber Holly machte alles kaputt durch ihre Eifersucht… Nach einem Jahr gab er es auf und ließ sich scheiden.
Sie beschloss dann als glĂĽcklicher Single weiterzuleben.
Mit 26 kam dann die schlimmste Ohrfeige, die sie bekommen konnte. Ihr Vater…
ihr Vater den sie so lieb hatte, trieb es mit ihrer eigenen Schwester Lauren. Ihre kleine verhasste Schwester nahm ihr den liebsten Menschen weg, den es für sie gab. Lauren konnte jeden haben, wirklich jeden… aber was tat sie? Sie verriet sie, machte etwas, das unfairer gar nicht sein konnte. Was gab Lauren das Recht dazu, sich plötzlich in eine andere Position an ihren Vater zu drängen?
Es war demütigend, es war gemein…
Holly hätte das auch für ihren Vater getan. Ja, sie hätte ihm das gleiche gegeben wie ihre Schwester. Sie hätte im Notfall auch mit ihm geschlafen. Sie hätte alles getan, was er verlangt hätte, wenn er sie nur wieder so lieb haben würde, bevor dieses kleine gemeine Miststück kam. Es kam raus, dass ihre Schwester eigentlich nur ihre Halbschwester war. Daniel, ihr Vater, war gar nicht Laurens Vater.
Sie hasste sich, sie hasste ihre (Halb) Schwester, ihre Mutter, ihren Bruder und alles und jeden.
Nur nicht ihren Vater. Sie wollte ihren Vater wiederhaben, doch er kam nie zu ihr.
Was sie auch versuchte…
Sie versuchte viel, aber alles half nichts.
Schlussendlich ging ihre Schwester, aber auch ihr Vater weg. Er ging einfach so, ohne sich zu verabschieden, ohne sie in den Arm zu nehmen, ohne ihr zu sagen das er sie lieb hätte.
Er war einfach weg…
Vier Selbstmordversuche folgten, doch diese gingen immer daneben. Es war so gemein. Leben wollte sie nicht und sterben durfte sie nicht. Einmal nahm sie eine ganze Packung Schlaftabletten, doch man fand sie, pumpte ihr den Magen aus und schickte sie zum Psychologen.
Ein anderes mal schnitt sie sich die Pulsadern auf, doch wieder wurde sie gefunden. Eine zweiwöchige Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik folgte.
Das dritte mal sprang sie von einer BrĂĽcke, doch in dem Moment kam ein Kuhmistwagen vorbei und sie landete weich, in dem stinkenden Mist.
Pfui, was hatte sie gestunken. Glücklicherweise, konnte sie den Sprung als “Unfall” abtun und ein weiterer Aufenthalt blieb ihr erspart.
Der vierte und letzte Versuch war dann der Sprung von einem Hochhaus. Man könnte glauben, sie hätte dann ihre Befreiung gefunden, aber nein…
Sie fiel auf eine blöde Hüpfburg, da unten ein großes Werbefest veranstaltet wurde und sie der Lacher des Tages durch den Sprung wurde. Es sah wohl für manche bescheuert aus und es hagelte Beschimpfungen wie sie das kleinen Kindern nur antun könnte. Ja klar, was man ihr angetan hatte interessierte natürlich niemanden. Schlussendlich war sie dann ein Jahr in einer psychiatrischen Klinik. Letztendlich half ihr das dann ein bisschen. Sie war nämlich soweit therapiert, dass sie nie wieder einen Selbstmordversuch wagen wollte, die Demütigung war heute noch in ihr.
Wie peinlich auf eine Hüpfburg zu springen…
Mit 28 war sie dann draußen von der Irrenanstalt…
Sie bekam leider keinen Job mehr und musste wohl oder übel von Sozialhilfe leben. Früher ging es ihr finanziell so gut und heute… nichts mehr.
Das brachte sie dann auf die dumme Idee, ihren Körper für verkaufen. Wenn sie ihn schon nicht loshaben durfte, dann würde sie ihn dann halt “missbrauchen” lassen.
Nach dem fünfzigsten “Kunden” war Holly dann glücklich, weil sie ihre Schwester dann in Punkto Männeranzahl ausgestochen hatte. Doch leider fühlte sie sich auch plötzlich schlecht, ekelte sich vor sich selber. Sie hörte damit auf, hatte sich ein kleinwenig Geld zusammengespart und versuchte sich mit ihren knapp dreißig Jahren als…
Büroputze…
Ja, sie putzte in dem Gebäude die Büros, in dem ihr Vater früher arbeitete.
Wohlgemerkt, als sie noch klein war hatten sie ein 250 qm Haus, alles was sie sich wünschte, eine tägliche Haushaltshilfe, ein Kindermädchen, ein Pferd und trug Kleidung für die sie mit ihrem jetzigen Gehalt ein ganzes Jahr schuften musste.
Heute hatte sie eine 30 qm Wohnung in der sich Ratten und Kakerlaken im Gang
Gute Nacht sagten, das Nötigste, dass sie zum Überleben brauchte, einen getigerten Kater und trug Second Hand Klamotten. Tolles Gefühl…

Drei Tage nach ihrem dreißigsten Geburtstag den sie alleine verbrachte, kam sie Abends völlig geschafft von der Arbeit nach Hause.
“Hallo Felix”, sagte sie, als sie die Tür öffnete und ihr Katerchen entgegen sprang. Miauend schwänzelte er um ihre Füße, da sich sein Hunger meldete. “Freust du dich so mich zu sehen?” Fragte sie ihn und kraulte ihren grauen Stubentiger. Plötzlich rannte er weg und Holly zog ihre Schuhe aus. Felix kam mit einer großen Kakerlake zurück, die in seinem Maul noch rumzappelte. “Igitt.. Ist das dein Geburtstagsgeschenk für mich?” Sie nahm einen Besen und fegte die Kakerlake unter die Eingangstür, die vier Zentimeter über den Boden hing.
Holly schlenderte in ihre MinikĂĽche und nahm das Katzenfutter raus und gab ihrem schnurrenden Katerchen sein Abendessen.
“Gähnende Leere”, sagte sie deprimiert als sie im Kühlschrank nach was essbaren für sich suchte. In Felix Schlafkörbchen lag dann noch eine angeknabberte Tafel Schokolade.
“Na denn, guten Appetit”, sagte sie zu sich, nahm die Schokolade, entfernte die Katzenhaare und gleich noch eine kleine, fette Spinne und stopfte sich diese in den Mund. Während sie die Schokolade runterwürgte sah sie, dass ihr Anrufbeantworter aufleuchtete.
Sie war überrascht, sie hatte ja nicht wirklich Freunde und ihre Familie war… zerstört.
Gespannt ging sie hin und hörte ihre Nachricht ab.

Tuut… tuut
Mittwoch, 25. März 16:37...
Sie haben eine neue Nachricht:

“Hallo schöne Frau, hoffe du fühlst dich nicht überfallen.
Ich wollte dich nur vorwarnen das es um 20:00 Uhr bei dir klingeln wird und ein Pizzalieferant vor der Tür steht mit einem Tulpenstrauß in der Hand. Nimm es bitte an, es ist ein nachträgliches kleines Geburtstagsgeschenk. Bei der Pizza handelt es sich um Pizza mit Shrimps. Ich glaube die magst du am liebsten…
Bis bald…”

Holly schaute den AB ungläubig an. Sie kannte die Stimme nicht wirklich. Es musste sich wohl leider um eine Verwechslung handeln, obwohl sie Pizza Shrimps am liebsten mochte und Tulpen ihre Lieblingsblumen waren. Sehr nette männliche, angenehme Stimme am Telefon…
UnwillkĂĽrlich schaute sie auf die Uhr, 19:57 zeigte diese an.
“Schade…” Holly seufzte, dass wäre doch ein tolles Geburtstagsgeschenk gewesen. Deprimiert wollte sie sich ein Bad nehmen, als es plötzlich an ihrer Tür klingelte. Sie überlegte kurz nicht aufzumachen. Wer weiß, vielleicht war es ein Verrückter? Es klingelte allerdings noch einmal und vorsichtig öffnete sie dann die Tür.
“Hallo habe eine Pizza für sie und eine etwas ungewöhnlichere Lieferung. Bitteschön.” An der Tür stand ein junger Mann, der wirklich von einem Pizzalieferdienst schien. Er gab ihr sogar noch einen Flyer. Überrascht nahm sie die Pizza und den schönen Blumenstrauß an.
Seit langem freute sie sich mal wieder. Lächelnd stand sie vor der Pizza und biss dann ab. Sie hätte zwar auch vergiftet sein können, doch wenn man Hunger hatte und so was leckeres vor sich stehen hatte, war einem die mögliche Gefahr total egal. Genüsslich biss sie in die Pizza rein. “Magst du auch ein Stück? Die ist wirklich lecker.” Fragte sie ihr Katerchen, der sie mit bettelnden Augen anschaute. Die Pizza war wirklich extrem lecker und Holly fragte sich von wem die wohl kam? Unbekannter Verehrer?
Um neun Uhr, Holly war pappsatt, klingelte das Telefon. Vorsichtig ging sie hin und nahm ab.
“Hallo?” Fragte sie vorsichtig und schaute sich in ihrer Wohnung um.
“Hallo schöne Frau. Hat es dir geschmeckt?”
Hollys Herz blieb stehen, es war dieser Unbekannte. Sie wusste nicht was sie sagen sollte und begann zu stottern, so aufgeregt war sie. “Wer sind sie?” Fragte sie vorsichtig, von einem Verrückten wollte sie nämlich auch nicht umgebracht werden, obwohl sie nicht wirklich am Leben hing..
“Ein Mann, der dir eine kleine Freude zum Geburtstag machen wollte. Leider drei Tage verspätet. Hat dir die Pizza nun geschmeckt?”
Holly war so aufgeregt da dieser Unbekannte ihren Geburtstag, sowie ihre Lieblingsblumen und Lieblingspizza wusste. “Ja… sie war gut. Wer bist du denn? Ich glaub nicht, dass wir uns kennen. Wenn du mich umbringen willst, sag es gleich.” Holly wusste nicht was sie sagen sollte. So was war ihr ja noch nie passiert.
“Wir haben uns schon getroffen. Warum sollte ich dich umbringen wollen? Das hast du doch selber schon versucht…”
Holly legte blitzschnell auf, dass war zu viel. Sie hatte Angst und schaute sich in ihrer kleinen Wohnung um, doch da war niemand. Sie ging in die Küche um sich mit einem Messer abzusichern. Plötzlich klingelte es wieder und sie ging mit rasenden Herzen ans Telefon hin.

“Gute Nacht Holly.
Hab bitte keine Angst”,
war das einzige was sie von diesem Unbekannten hörte, bevor er auflegte. “Na toll, was bezweckst du dann?” Fragte sich Holly und verkroch sich in ihr Bett.
Leider konnte sie nicht einschlafen und wälzte sich rum. Wer war der Typ? Wer wusste, dass sie Tulpen liebte, Pizza mit Shrimps so gerne mochte und noch dazu wusste das sie öfter versuchte sich umzubringen. Sie fuhr zusammen als plötzlich etwas an ihre Beine sprang. Zum Glück war es nur ihr Katerchen. “Hey Felix was erschreckst du mich denn so? Komm her…” Sie kuschelte sich ins Bett, bis ihr plötzlich eine Parfümwolke in die Nase zog. Sie setzte sich auf und machte das Licht an. Kein Mensch war da, aber sie schnüffelte ihr Bett ab. An ihrem Kopfkissen fand sie dann einen Männergeruch. Besser gesagt ein Männerparfüm das sie zwar mochte, aber hier schlief kein Mann und sie selber nahm das Parfüm nicht.
“Was zum Kuckuck?” Fragte sie ängstlich, aber auch verärgert. Als sie ihren Kater ansah entdeckte sie das dieser ein Halsband trug. Holly schaute ihn ungläubig an und betrachtete das Halsband. Es schien nicht billig, aber woher hatte er das nur?
So ein Mist, dass das Küchenmesser noch am Tisch lag. Es musste doch wohl offensichtlich jemand in der Wohnung sein… Ihr Katerchen wird sich sein Halsband wohl kaum selber angezogen haben.
Was nun? Im Bett bleiben und drauf hoffen, dass der Tag bald einkehrte oder mutig sein und diesem Irren eine drĂĽberziehen?
Sie entschied sich für letzteres und stand auf. Sie hatte eine winzige Wohnung, gerade mal 30 qm klein und doch sah sie auf Anhieb niemanden. Als sie zur Eingangstür hinschlich, musste sie feststellen das diese angelehnt war. “Na klasse…”, sagte sie genervt, hier war jemand rein gekommen und band ihrem Katerchen ein Halsband um. Noch dazu verseuchte er ihr Kissen… Plötzlich tippte sie was an der Schulter an. Sie bekam einen Schreck, fing zu schreien an und knallte unglücklicherweise mit ihrem Kopf an den Türrahmen, so sehr das sie bewusstlos zu Boden ging.

Piep… Piep… Piep
Holly kam langsam zu Bewusstsein, hörte ihren Wecker piepen. Es war acht Uhr morgens, bereits hell und ihr Kopf dröhnte. “Blöder Penner…”, murmelte sie und hielt sich ihren schmerzenden Kopf. Ihr Kater saß vor ihr und schaute sie neugierig an. “Na Felix? Warum hast du unseren Einbrecher nicht verscheucht, lässt dich stattdessen mit diesem Halsband bestechen.” Nachdem sie ja noch lebte, wollte sie dieser Typ anscheinend doch nicht umbringen oder noch nicht.
In der Küche, fand sich einen aufgebrühten Kaffee und eine Tüte mit Gebäck. “Willst mich wohl voll stopfen…” Sagte sie zu sich und setzte sich hin. Holly lies es sich schmecken. Dem Typ würde sie schon noch zeigen wo es lang geht. Er hatte sie total erschreckt und sie wusste immer noch nicht wer es war.
Auf der Gebäcktüte sah sie dann plötzlich eine Nummer. Sie überlegte kurz und wählte dann die Nummer, da es sich um eine Telefonnummer handelte. Es tütete bis plötzlich jemand abnahm.
“Hallo?” Holly erschrak, es war eine Frau am Telefon. “Hallo… Entschuldigung aber, gehört diese Nummer einem Mann der gestern Nacht in meiner Wohnung rumgeisterte und mir Pizza bestellt?” Holly wurde das ganze zu blöd, sie wollte sich doch nicht verarschen lassen.
“Hören sie mal wer sind sie? Diese Nummer gehört zu mir. Mein Mann ist gestern bei einem Geschäftstermin gewesen falls sie den Lumpen suchen. Wenn sie eine Geliebte von ihm sind und mich ärgern wollen, keine Chance, wir leben eh schon seit einem Jahr getrennt. Also vergessen sie es…
Die Frau am anderen Ende legte auf. Also anscheinend war das mit der Nummer Zufall?!
Holly schaute auf die Uhr, sie musste dringend in die Arbeit. Auf dem Weg zur Arbeit nahm sie jeden Mann komplett unter die Lupe, aber sie konnte leider die Stimme nirgends zuordnen. An ihrem Arbeitsplatz war es auch so gut wie unmöglich rauszukriegen ob dieser jemand hier war, aber mal ganz ehrlich, sie putzte hier und welcher Schnösel von denen würde sich schon für sie interessieren.
Sie musste zu der Erkenntnis kommen, dass der Unbekannte wohl ein Unbekannter bleiben wĂĽrde. Sie ging nach Hause und war schon neugierig ob dieser Typ schon wieder angerufen hatte.
Ihr Anrufbeantworter blinkte wieder und sie hörte die Nachricht ab.

Tuut… tuut…
Donnerstag, 26 März 14:35

Hallo schöne Frau,
Hat dir das FrĂĽhstĂĽck geschmeckt?
Ich wollte dich nicht erschrecken, aber ich glaube es ist wohl besser wenn du mich nicht siehst, wenn du gleich in Ohnmacht fällst…
In der Innenstadt gibt es ein Lokal, es heiĂźt Black House.




Vielleicht möchtest du um zehn Uhr heute Abend da sein, mit mir was essen?
Sag einfach am Eingang du bist mit einem Mann verabredet der sich
“hoffnungslos verliebt” nennt…
Bis dann”

Holly war ganz schön perplex. Der Typ war irgendwie unverschämt, aber er hatte was, dass ihr gefiel obwohl sie ihn nicht kannte, außerdem hatte er so eine schöne Stimme.
Sollte sie dahin gehen? Das Black House war ein etwas anderes “Haus”. Es war ein Restaurant, komplett dunkel. Man konnte sich da auch ein Zimmer mieten.
Das Wort - Blind Date- hatte in diesem Lokal dann eine völlig neue Bedeutung.
Holly überlegte…
Ja oder Nein? Ihr Herz klopfte ganz schön laut und ihr Kater Felix schaute sie wieder neugierig an. “Ja oder nein Felix?” Felix schnurrte und gab ihr einen Katzenkuss.
Ihr kam eines merkwĂĽrdig vor, der Typ wusste erstaunlich viel von ihr, aber gleichzeitig nannte er sie nie beim Namen.
Sie entschied sich hinzugehen. Sie putzte sich raus, obwohl das wahrscheinlich unnötig war.
Mit klopfenden Herzen stand sie um kurz vor zehn, vor dem Lokaleingang, schaute sich um…
Dann ging sie rein und an dem noch beleuchteten Empfang sagte sie dann, dass sie eine Verabredung mit einem Mr. “hoffnungslos verliebt” hätte.
“Bitte ziehen sie die Schuhe aus und sperren ihre Tasche ein.” Wurde sie von der Frau aufgefordert. Die Frau brachte sie dann durch eine Tür, ging mit ihr an der Hand durch einen völlig dunklen Raum. Sie hörte andere reden, Gläser klappern und plötzlich blieb die Frau stehen und bat Holly darum sich auf diesen Stuhl zu setzen. Holly bekam ein Armband, das als Schutz diente, einmal piepen und es kam jemand.
Es war unglaublich wie aufgeregt sie war, sie wusste ja nicht ob dieser Typ da war, wie er aussah, was er vorhatte. Holly räusperte sich, dann spürte sie plötzlich eine Hand auf ihrer. “Hallo, schön das du gekommen bist…” Holly bekam ein Schock, es handelte sich wirklich um diesen Typen. Sie konnte jetzt die Stimme erkennen. “Wer bist du? Was fällt dir ein in meine Wohnung einzubrechen…” Seine Hände fühlten sich normal an, gepflegt, weich und er hatte alle fünf Finger.
“Ich bin ein Mann… mein Name… nein ich verrate ihn dir noch nicht.
Einbrechen ist bei deiner Wohnungstür aber ein bisschen übertrieben. Sie stand offen…” Holly wusste nicht ob sie jetzt abhauen wollte.
“Woher weißt du soviel über mich? Ich kenne dich schließlich nicht. Ich meine, du weißt ja ziemlich viel von mir.” Holly fiel auf, dass der Typ den Männerduft an sich hatte, der in ihrem Kopfkissen hing.
“Ja ich weiß ziemlich viel von dir. Ich kenne deinen Vater und ich weiß was du erlebt hast..”
Holly wollte aufstehen, so was wollte sie nicht hören, doch er hielt ihre Hand fest.
“Holly bleib da… Ich weiß, dass du ziemlich einsam und traurig warst.” Holly hätte weinen können, der Typ musste in ihren Wunden rumstochern.
“Bist du eigentlich so hässlich oder warum zeigst du dich nicht? Wie siehst du aus? Woher kennst du mich?” Sie hörte das der Typ etwas trank.
“Wie gesagt ich kenne deinen Vater, aber ich war da als du… von dem Hochhaus gesprungen bist.” Holly lief rot an, der Typ bekam den peinlichsten Tag ihres Lebens mit. Vorbei mit der Fantasie von dem heißen Typen, mit dem sie vielleicht wilden, heißen und hemmungslosen Sex haben konnte.
Der Typ streichelte ihre Hand, und fĂĽhrt sie zu seinem Gesicht hin, gab ihr einen Kuss auf die Hand.
“Wie siehst du aus? Wie alt bist du eigentlich wenn du meinen Vater kennst?” Holly befürchtete schon einen ollen 80 Jahre alten Tatterkreis vor sich sitzen zu haben.
“42 Jahre… in Ordnung?” Holly wusste nicht was sie denken sollte. Sie glaubte es jetzt einfach mal.
“Ich weiß nicht ob du mich hässlich findest. Teste es…” Holly schluckte, so ein bisschen hatte sie Angst. Sie riss sich aber zusammen und fühlte mit ihren Händen seine Hand, seinen Arm, seine Schultern, seinen Hals, sein Kinn, seinen Mund, seine Nase, seine Stirn, seine Wange und seine Haare.
“O.k. du hast gepflegte Hände, normale etwas muskulöse Arme, breite Schultern, schön geformtes Kinn, weiche, bisschen volle Lippen, deine Nase ist nicht zu groß, du hast eine schöne ebene Haut und volles kräftiges Haar. Nebenbei bist du noch sehr fantasievoll, hast eine etwas derbe Art von Humor, ein angenehm riechendes Parfüm, wirkst ganz gepflegt was deine Körperhygiene angeht und eine sehr angenehme Stimme besitzt du auch noch. So nebenbei scheinst du nicht gerade eine Bettelmaus zu sein, also warum machst du dann solche Anstalten um dein Aussehen und deinen Namen?” Der Typ grinste, das konnte sie hören.
“Ist es so wichtig das du mich siehst? Wenn du mich schon fühlen kannst…” Holly fing zu lachen an und lief rot an. “Was ist los?” Fragte er sie und Holly hielt sich die Hände vor ihr Gesicht. “Du bist ein Spinner…” Holly kicherte, ihre Gedanken und Fantasien blühten nach dieser Aussage.
“Wenn du mich schon für einen Spinner hältst, dann…“ Plötzlich nahm er ihre Hand und führte sie zu seinem Oberkörper, langsam über seinen Bauch, runter zu seinem Schritt. Holly erschrak, wollte ihm schon eine knallen, doch sie war irgendwie gefesselt von ihm. “Was meinst du jetzt?” Holly wusste gar nicht was sie denken oder meinen sollte, aber eins stand fest… er schien recht erregt.
“Möchtest du essen?” Fragte er sie und ließ ihre Hand los, doch da fühlte sich Holly so… allein gelassen. “Ja, wenn du mich einlädst. Ich bin ziemlich blank…” Der Unbekannte griff wieder ihre Hand.
Zehn Minuten später wurde ihnen das Essen gebracht, es handelte sich um Finger Food.
Es war lustig auf den Teller zu greifen und nicht zu wissen was man bekam. Der Unbekannte nahm eine panierte Garnele und führte sie zu ihrem Mund hin. Holly bekam eine Gänsehaut… “Was willst du eigentlich von mir?” Fragte Holly ihn, sie war sich nämlich nicht ganz klar was er beabsichtigte.
Er antwortete ihr nicht, doch plötzlich spürte sie seine Lippen auf ihre. Er küsste sie und das gar nicht mal schlecht wie sie gerade merkte. Unglaublich wie gut er küssen konnte. Holly war sprachlos als er aufhörte…
“Ich heiß Allan…” Sagte er zu ihr. Jetzt wusste sie wenigstens seinen Namen. “Allan also…
Hast du das gelernt?” Ihr Unbekannter, mit dem Namen Allan, fragte nach was sie damit meinte.
“Na du hast mich geküsst, als hättest du die letzten 42 Jahre deines Lebens nichts anderes getan…” Allan lächelte und führte ihre Hand zu seinem Mund. “Vielleicht habe ich das ja…”
Holly seufzte, wahrscheinlich so ein Casanova, er sah bestimmt toll aus und hatte wahrscheinlich dementsprechend… viele…
”Ich wusste nicht, dass ich gut küssen kann. Das liegt wohl daran das du nichts sehen kannst.” Holly war fasziniert von ihm. Wie gerne würde sie ihn sehen…
“Möchtest du wissen ob dir andere Dinge mit mir auch gefallen?” Holly verschluckte sich, der Typ ging ganz schön ran, aber wirklich widerstehen konnte sie ihm nicht und wollte wissen was er vorhatte. Er nahm sie an die Hand und führte sie durch den dunklen Raum. Allan ging ganz schön zügig dafür das man hier rein gar nichts sehen konnte. Sie hörte das er eine Tür öffnete und mit ihr rein ging. Er sperrte die Tür ab, jedenfalls hörte Holly einen Riegel der sich verschob. Er führte sie zu sich hin und jetzt stellte Holly fest, das er sogar groß gebaut war. Über 1.90 Meter werden es schon sein. Sie spürte wie Allen sie zu ihm hinzog und sie wieder so küsste. Diesmal fehlte leider der Halt und ihre Knie sackten bei ihm zusammen. Glücklicherweise hielt er sie fest. “Vorsicht oder bin ich so umwerfend…?” Holly lachte, der Typ hatte was zum verlieben.
Er fĂĽhrte sie auf etwas weiches, ein Bett wie sie feststellte. Er kĂĽsste sie und brachte sie damit in dem siebten Himmel, doch morgen war Arbeit angesagt und hier? Sie lag hier mit einem Unbekannten den sie nicht mal sehen konnte.
“Warte mal… Ich muss morgen früh arbeiten und ich krieg nicht mehr so leicht einen Job, außerdem weiß ich doch gar nicht wie du aussiehst. Du könntest blond, schwarz, braun, grün oder sonst was sein. Du bist zu mir in die Wohnung gekommen und…” Sie spürte, dass er sie wieder zu küssen begann. “Und wenn du mich siehst? Bist du dann glücklich? Du musst morgen nicht in die Arbeit, vertrau mir bitte. Sie wissen Bescheid und du kriegst keinen Ärger, keine Mahnung, keine Kündigung.” Holly war skeptisch, ganz geheuer war ihr das nicht. Der Typ der sich Allan schimpfte war ganz schön… man konnte sich bei ihm nicht wehren. Ein Typ der so eine Dominanz ausstrahlte hatte sie noch nie gesehen, in doppelter Hinsicht.
Er zog ihr ziemlich schwungvoll das Kleid aus und überdeckte ihren Körper mit seinen Küssen und entkleidete sie dabei komplett. Sie bekam gar nicht mit, wie er sie und auch sich so unbemerkt auszog. Er hatte ja einen tollen Körper, was sie so fühlte…
Diese Schultern und sein Hintern waren der Wahnsinn. Es war wirklich unglaublich, er berührte sie überall, mal zärtlich, mal sanft, mal wild, mal fest, aber vor allem so gezielt.
Sie musste sich fragen ob Allan nicht ein Röntgenblick hatte, er berührte sie ja gezielter als die meisten anderen Männer bei Licht.
Sie küsste, schmeckte und berührte seinen Körper. Er musste sich irgendwas draufgeschmiert haben, sie konnte gar nicht aufhören ihn zu küssen und mit ihrer Zunge seine Haut zu schmecken.
Ihr zwei Hände waren zu wenig denn sie wollte ihn überall berühren, er besaß so einen riesigen Suchtfaktor. Sie klammerte ihre Arme um seinen Nacken und ihre Beine um seine Hüfte, sie musste mit jedem Teil ihres Körpers seinen berühren.
Sie vergaß alles, vergaß das sie mit einem völlig Unbekannten dabei war zu schlafen, vergaß das er theoretisch sie mit irgendwas anstecken konnte, vergaß das sie schwanger werden konnte, vergaß einfach alles. Sie wollte ihn, sie wollte es jetzt. Egal was mit ihm sein konnte, ob er letztendlich doch ein kranker Psychopath sei oder vielleicht bei Tageslicht der große Schreck sei. Sie wollte es einfach, sie wollte ihn in sich spüren…
Sie schliefen miteinander…

“Allan, was hast du jetzt vor?” Fragte sie ihn leise, als sie zusammen in dem völlig dunklen Raum , auf einem Bett lagen. Sie hörte ganz intensiv auf seine Atmung und fühlte das er schwitzte.
“Mit dir hier liegen, darauf warten das du eingeschlafen bist, dich verlassen und mich bei einem, dir unbekannten Zeitpunkt melden…” Holly musste schlucken, das war eine sehr direkte Aussage. Sie wollte doch wissen, wie der Typ aussah und hier alleine liegen wollte sie gleich zehnmal nicht. “Hey warte mal, ich sehe nichts, meinst du ich habe Lust hier alleine liegen zu bleiben? Ich will wissen was mit dir ist und was du vor hast. Wolltest du nur einmal mit mir schlafen, treffe ich dich wieder? Warst du ein Traum? Allan wer bist du? Ich weiß gar nichts von dir, weder wie du aussiehst, noch wer du bist. Ich weiß gar nichts…” Allan setzte sich auf und Holly hielt sich an ihn fest, sie sah hier nichts und er war der einzige Halt in diesem dunklen Raum.
“Ich denke du weißt mehr von mir als die meisten Anderen.” Sagte er leise und irgendwie auch traurig. “Was weiß ich denn? Das du gut küssen kannst, ja das weiß ich, alles andere ist Spekulation…” Allan lachte und zog sich an, obwohl er nichts sah oder hier sehen konnte.
“Siehst du, nicht viele wissen das ich gut küssen kann oder besser gesagt empfinden das so.
Ich kann dir eines Versprechen, wir können uns wieder treffen wenn du möchtest…” Allan gab Holly ihre Kleidung. “Hey, bitte bleib hier. Ich habe total Angst, außerdem möchte ich hier nicht rausgehen und nicht wissen wer du genau bist.” Holly kam sich blöd vor, sie war vorhin so glücklich und irgendwie mochte sie ihn.
“Zieh dich an, ich bring dich vor ins Restaurant, da wird man dich nach draußen bringen.” Holly wollte schon los weinen, das war ziemlich unfair was er trieb. “Nein, Allan das macht mich verrückt, wenn ich nicht weiß wie und ob ich zu dir Kontakt aufnehmen kann. Ich weiß immer noch nicht was du von mir willst und wolltest…” Er gab ihr einen Kuss und half ihr beim anziehen, der Typ musste doch ein Röntgenblick haben. Allan sagte nichts mehr zu ihr, nur als er sie nach vorne ins Restaurant brachte und sich mit einem Kuss verabschiedete.
“Bis bald…”, sagte er und sie hörte ihn wegschleichen. Eine Frau nahm Holly an die Hand und führte sie nach draußen. Das künstliche Licht blendete gar nicht mal so sehr, stellte sie fest, war wohl so ein spezielles Licht. Sie schaute sich in dem Spiegel an und sah ganz normal aus. Sie blickte auf den Eingang zum Dunkelbereich, doch Allan kam nicht raus. Deprimiert ging sie zum Ausgang und stellte entsetzt fest, das es bereits hell war. Sie hatte die ganze Nacht mit ihm verbracht. Sie schaute verzweifelt nach einer Uhr und sah, dass es zehn Uhr Vormittags war. Das war verrückt, sie bekam gar nicht mit wie schnell die Zeit davon lief.
Sie schaute sich um doch sie fand ihn nicht. Wo war er nur? Traurig ging sie nach Hause und weinte sich ins Bett. Was hatte der Typ nur mit ihr gemacht? Er war so gemein… Sie schaute verzweifelt ihr Telefon an, doch es tat sich nichts. War es möglich sich in so jemanden zu verlieben? Es war furchtbar, sie fühlte sich so allein. Nein sie war allein. Sie hatte niemanden mehr, das machte sie so traurig. Wenn der Typ schon wusste, wie alleine sie war, warum hatte er das nur getan? Es war schlimm wie viel sie weinte, ihr Katerchen Felix wurde schon ganz nass.
Es war Freitag, es kam Wochenende… Sie würde schon feststellen, wenn sie am Montag ihre Kündigung bekam, weil sie heute nicht zur Arbeit erschien. Sie traute sich nicht aus der Wohnung, denn sie wusste nicht wann und ob er jemals wieder anrief…
Als Holly dann den Müll raus bringen wollte, sah sie die zerknüllte Tüte mit dem Gebäck. Sie musste nochmals anrufen und fragen ob ihr Mann Allan hieß. Sie hatte vergessen diesen Typ zu fragen, was es mit der Nummer auf sich hatte. Gespannt rief sie an und wollte nachfragen, doch es hieß:
“Gewünschte Telefonnummer nicht verfügbar”
Holly fing wieder zu weinen an… Schlussendlich gab sie sich einen Ruck und wollte rausgehen. Sie wollte sich einen Kaffee gönnen. Jeden Mann sah sie genau an, ob er es sein könnte.
Im Cafe sah sie dann einen Mann, der immer wieder zu ihr hin schaute und sie anlächelte. Dieser Mann da, er sah zwar nicht schlecht aus, aber so hatte sie sich Allan nicht vorgestellt. Sie nahm ihren Mut zusammen und ging zu ihm hin.
“Hallo, du versteh das bitte nicht falsch, aber du bist nicht zufällig Allan oder?” Fragte sie den Typ, der sie jetzt entgeistert anschaute. “Nein… soll das eine Anmache sein?” Fragte er lächelnd, doch Holly entschuldigte sich kurz und ging wieder zurück.
Es war furchtbar, sie war irgendwie verliebt und hatte Sehnsucht nach ihm. Wo war er nur? Sie strich sich eine Träne aus dem Gesicht, doch dann kam dieser Typ von gerade eben zu ihr hin.
“Hallo, entschuldige, aber darf man fragen was los ist? Brauchst du Hilfe?” Der Mann setzte sich zu ihr hin und sie erzählte ihm so ziemlich alles was es von ihr zu erzählen gab.
So nebenbei erfuhr sie das es sich bei dem Mann um einen Luke handelte, der 32 Jahre war.

“Und jetzt? Vermisst ihn wohl ganz schrecklich? Du solltest vielleicht versuchen dich wieder mit deiner Familie auszusöhnen. Ich hab auch viel Mist gebaut, aber sie haben mir verziehen…” Holly schlug die Augen nieder. “Ich glaube nicht, das ich jemals wieder Kontakt zu ihnen haben werde… Ich bin schon dazu verdammt, alleine zu bleiben und keine Freunde zu haben. Bestes Beispiel habe ich ja gerade eben erst wieder mit diesem Mann erlebt.” Luke tätschelte ihre Schultern und sprach ihr Mut zu. “Hey, wenn du möchtest hast du jetzt und hier einen Freund gefunden…” Sagte er freundlich zu ihr. Holly schaute ihn lächelnd an. Er gab ihr seine Nummer und sie seine. Zwischen ihnen funkte es zwar nicht, aber nett war er trotzdem. Nein Wahnsinn, sie hatte wieder Kontakte zur Außenwelt gefunden…

Die Begegnung mit Allan hatte also so oder so was gebracht, auch wenn sie sich so sehr wĂĽnschte ihn wieder zu treffen.
Abends lag sie dann mit ihrem Katerchen auf der Couch und dachte nach. 90 Prozent ihrer Gedanken waren Allan, 10 Prozent restliches Leben…
Ihr Vater kannte Allan also, doch sie hatte keinen Kontakt zu ihrem Vater. Der hüpfte ja mit seinem Hase und Häschen irgendwo in Frankreich rum. Komisch, Holly empfand im Moment keinerlei Hass für ihre (Halb)Schwester. Es war ihr nämlich irgendwie gerade egal. Ja, es war ihr völlig egal, dass sie ihr ihren Vater ausspannte und ihn ihr wegnahm. Sollen die Beiden doch glücklich werden oder an einem bescheuerten Froschschenkel ersticken. Nein, nicht bevor ihr Vater ihr verriet wer Allan war. Das blöde war, sie konnte keinerlei Kontakt zu ihrem Vater aufbauen. Nummer und Adresse der Beiden waren geheim.
Allerdings kam ihr so ein kleiner Gedanke, ihr neuer Freund Luke. Er war Informatikspezialist und was sie so mitbekam, könnte es für ihn möglich sein raus zu finden wie viele Allans es hier in diesem Land gab, die in ihrem 42. Lebensjahr standen. Euphorisch ging sie zum Telefon, rief Luke an. Nun ja er druckste zwar ein bisschen rum, aber er gab nach und schaute wie viele Allans es gab. Es waren gerade mal 135 Allans… 80 von denen standen im Telefonbuch…
Sie bat ihn darum ihr die Namen zu geben, samt gemeldete Adressen. Luke machte ihr den Vorschlag zu ihm zu kommen, denn 135 waren nicht gerade wenig.
Als sie bei Luke war und er ihr den Stapel gab, war sie erschüttert. 135 waren doch ganz schön viele…
Tja, sie wollte alle 80 anrufen, das war echt langwierig. Manche erreichte sie nicht, manche kamen sich veräppelt vor. Manche waren wütend, manche amüsiert, aber leider war keiner von denen “ihr” Allan. Sie wurde nach dem 60. Falschen Allan traurig…
“Das wird nie was. Schätze mal es wird der 80. Allan sein oder wenn ich Pech habe ist es keiner von denen. Das schlimme ist, das ich nicht weiß ob er mich belogen hat.”
Luke war glücklich, dass er eine Telefon flatrate hatte, denn sie telefonierte über drei Stunden…
“Ich dachte er hatte gesagt er meldet sich, dann hoff doch einfach drauf…” Luke gähnte… Holly musste damit aufhören um die Uhrzeit anzurufen. “Ja, aber das ist so schrecklich wenn ich nicht weiß wann und ob er überhaupt anruft. Wenn er kein Interesse hat schön, aber ich würde gerne wissen wer es ist. Stell dir mal vor, du hast so eine Begegnung mit einer Frau, du würdest auch wissen wollen um wen es sich handelt…” Holly musste ebenfalls gähnen, sie war müde geworden.
“Na ja ich würde es nicht wissen wollen. Wer weiß was mich erwartet. Na ja, sind ja nur noch 20 übrig... Du hast so viele Männerstimmen gehört, weißt du überhaupt noch die seine ist?” Holly nickte fröhlich, die würde sie nie vergessen. “Luke ich muss nach Hause… Zwölf Uhr Nachts bereits.”
Sie verabschiedete sich dankend und ging nach Hause. Nachts durch diese Straßen laufen, war nicht gerade schön… Sie war froh als sie endlich ihre Wohnungstür erreichte und…
Holly fing zu kreischen an, ihr AB hatte eine Nachricht. Hüpfend ging sie hin und hörte ihre Nachricht ab.

Tuut.. Tuut…
Samstag, 28. März 21:45

Guten Abend Holly,
Fleißig am telefonieren? Wenn du möchtest, kannst du morgen Mittag wieder ins Black House kommen. Ich bin da und erwarte dich. Ich rate dir übrigens davon ab, meine Namensvetter zu terrorisieren, das ist vergeblich.
Wünsche dir eine Gute Nacht, vielleicht bis Morgen.”

Holly war ein kleinwenig überrascht, der wusste doch alles. Hatte der ihre Leitung abgehört und Kameras installiert? Das war unheimlich, der Typ war ganz schön kontrollsüchtig.
Sie fragte sich ob sie ihn loswerden wĂĽrde, wenn sie es wollen wĂĽrde.
Sie wusste nicht was er beabsichtigte. Welche Optionen gab es?
War er verrückt, hässlich, krank oder was? Sie wollte nicht schon wieder mit ihm im Dunkeln sein. Holly fiel ein, das sie nicht mehr mit ihm schlafen durfte ohne Kondom. War nämlich gut möglich das sie jetzt schwanger oder “verseucht” war. Leider konnte sich Holly nicht so wirklich einen Arztbesuch leisten und Pillenhilfsmittel für danach besorgen. Sie war derzeit blank…
Kann man einen fremden Typ drauf ansprechen, das es in Betracht käme schwanger geworden zu sein, wenn man mit ihm zusammen sein wollte? Warum hatte er überhaupt mit ihr geschlafen ohne Kondom? Ja klar, sie wusste ja nichts von ihm…
Wäre er doch jetzt hier bei ihr…
Ihr Kater Felix schnurrte sie in den Schlaf.
Am nächsten Morgen um zehn wachte sie auf und machte sich gleich fertig.
Sie ging wieder zum Black House und war genauso aufgeregt wie beim ersten Mal.
Sie wurde wieder an den Tisch gefĂĽhrt, sie glaubte es jedenfalls.
“Allan?” Fragte sie vorsichtig, doch ihr antwortete niemand. Sie spürte nur wie sie jemand küsste und es war er…
Sie umarmte ihn und freute sich. “Du bist so gemein. Bitte gib mir irgendwas von dir, Adresse oder Telefonnummer. Erzähl mir endlich was von dir.” Sie fühlte über sein Gesicht, es war wirklich wieder er. “Wir lernen uns doch schon kennen. Und bist du bei deinem Versuch mich über meinem Namen und Alter zu finden, weiter gekommen?” Es klang schon so, als würde er sich über sie lustig machen. “Du hast mich also doch belogen. Du heißt nicht Allan und in Wirklichkeit bist du über Hundert.” Er lachte und Holly gefiel dieser Mann immer mehr.
“Nein, es ist wirklich wahr. Ich heiße Allan und bin 42, aber ich bin hier nicht mit meinem Hauptwohnsitz gemeldet und ich kenne wirklich deinen Vater.” Allan streichelte sie übers Gesicht, er war so… unbeschreiblich
“Allan, meinst du wir treffen uns auch mal bei Tageslicht? Oder treffen wir uns jetzt immer nur hier? Ich würde wirklich gerne mal mit dir auch woanders hingehen… Ich werde hier noch verrückt. ” Allan antwortete erst nicht, hielt nur ihre Hand fest. “Wenn du mir versprichst das zu tun was ich dir sage, darfst du etwas von mir kurz sehen. Komm wir gehen woanders hin.” Er nahm ihre Hand und führte sie in einen anderen Raum, der war genauso dunkel. “Dieser Raum hier lässt sich mit Tageslicht beleuchten, wenn du dir die Augen verbinden lässt und erst dann schaust, wenn ich es dir sage, hast du mich zumindest mal gesehen. Wenn du meinst dann glücklicher zu sein, aber ich verlasse mich darauf, dass du nicht spitzelst.” Holly willigte freudestrahlend ein und Allan ging kurz weg und holte ein Tuch, verband ihr so die Augen. Er kam auf sie zu, stellte sich hinter ihren Rücken griff um ihre Taille. “Bereit? Nicht umdrehen…” Er nahm ihr vorsichtig die Augenbinde ab und Holly musste sich zusammenreißen nicht plötzliche, reflexartige Bewegungen zu machen. Sie sah, das es hell war, aber Allan stand hinter ihr, ihr Herz klopfte und sie sah auf seine Hände runter. Sie waren schön, er hatte wirklich schöne Männerhände. Sie waren manikürt, ganz leicht gebräunt. Seine Unterarme, waren leicht muskulös, behaart, aber eher hell. Das ließ daraus schließen das er, dann wohl blond war oder zumindest nicht gerade schwarzhaarig. Sah man genau hin, entdeckte sie einen Ringabdruck am Finger. Wahrscheinlich war er verheiratet.
Nachdem sie seine Hände inspiziert hatte, löschte er wieder das Licht. “Und? Was denkst du jetzt? Zufrieden?” Fragte er sie und Holly drehte sich wieder zu ihm um. “Ich denke das du ein toller Mann bist und ich leider jetzt erst recht nicht verstehen kann, warum du dich nicht zeigen willst” Holly küsste ihn, schlang sich mit ihren Beinen um seine Hüfte und riss ihm das Hemd auf. “Schlaf mit mir”, flüsterte sie fordernd und flehend zugleich.
Er schlief mit ihr, liebte und begehrte sie. Wie konnte ein Mann, den sie noch nie sah, soviel Sexappeal versprühen… Hemmungslos gab sie sich ihm hin. Es war verrückt, wie verfallen sie ihm war.

Sie lagen gemeinsam am Boden, eng umschlungen…
“Du bist verheiratet oder?” Fragte sie ihn leicht wehmütig. Sie wäre wirklich gerne mit ihm zusammen. “Nein, nicht mehr… Ich war es, haben uns aber vor sechs Monaten scheiden lassen.” Holly lächelte, vielleicht würde aus ihnen beiden doch was werden.
“Ich wäre gerne mit dir zusammen…” Sagte sie zu ihm und fragte sich ob es gut war das zu sagen. “Ich dachte wir wären gerade zusammen oder mit wem liege ich hier?” Holly suchte seinen Mund und küsste ihn. “Ich meinte richtig zusammen und nicht nur bei einem mir unbekannten Treffen in irgendeinem dunklen Raum oder zumindest wäre ich froh wenn du mir sagen würdest, was du von mir willst…” Allan schwieg eine zeitlang und Holly war traurig. Er wollte anscheinend leider nicht mit ihr eine Beziehung haben.
“Holly ich glaube nicht, dass du mit mir zusammen sein willst, sobald wir uns draußen über den Weg liefen.” Holly erschrak, was war denn nur mit ihm los? Er hatte doch nichts…
Holly war sich sicher, das er ein attraktiver Mann war, das konnte man ja fĂĽhlen.
“Nein, Allan du bist wirklich ein toller Mann. Allan ich glaube ich bin in dich verliebt. Was heißt glauben, ich weiß es.” Allan seufzte und stand auf, zog sich an.
“Ich bin mir zu Hundert Prozent sicher, du hättest mich draußen nie gesehen und nie gewollt, aber gut, wenn du meinst mich lieben zu können, dann wirst du mich auch draußen finden. Wenn du mich draußen siehst und findest und dann noch mit mir zusammen sein willst, dann bleiben wir zusammen. Ich denke du weißt jetzt genug von mir.” Holly war sauer und verzweifelt. Ihr war völlig egal, wie er aussah und was mit ihm war. Er hätte aussehen können wie der Glöckner von Notredam, das war total gemein von ihm. Sie wollte mit ihm zusammen sein, sie war so sehr in ihn verliebt. ”Allan warum sagst du so was? Ich weiß genau das ich mit dir zusammen sein will. Warum sagst du so was gemeines?” Das war so unfair. Er war dabei zu gehen.
“Ich gebe dir eine Telefonnummer, damit kannst du mich Abends von neun bis zehn erreichen, wenn du meinst mit mir reden zu wollen. Versuch es bitte erst gar nicht, mich dadurch zu orten. Ich ruf dich dann an…”
Allan ging raus, Holly musste sich noch anziehen. Er war weg, ohne sie zu küssen oder zu umarmen… Deprimiert ging sie nach vorne, holte ihre Sachen. Am Empfang gab man ihr dann einen Zettel mit einer Telefonnummer.
Wütend ging sie nach Hause, wie sollte sie ihn denn jemals finden? Wo hielt er sich denn auf? Hätte er zumindest irgendetwas gesagt, wie z.B. da und da siehst du mich.
Irgendwo auf dieser beschissenen Welt, war ihr Traummann… Gibt ja so wenig Menschen hier…
Abends rief sie ihn dann an, sie redeten… aber sämtliche Fragen über ihn blockte er ab.
Eines verriet er ihr, er hatte wohl braune Augen…
Damit fielen von X- Millionen Menschen schon mal X-Millionen weg und es blieben dadurch ja nur noch X- Millionen ĂĽbrig. Wirklich mehr wusste sie immer noch nicht. Jeden Mann den sie sah, schaute sie genau an und nie fand sie ihn.
Am 10. April ging sie dann in die Stadt. Es war Rushhour in der U-Bahn und sie quetschte sich gerade so noch rein. Ganz plötzlich hörte sie jemanden reden. Die Stimme kannte sie nur zu gut, es war die von Allan. Das heißt in unmittelbarer Nähe von wenigen Metern war ihr Allan und doch sah sie ihn hier nicht. Es war verrückt, sie war eingequetscht in dieser U-Bahn konnte sich nicht rühren und hier redete ihr Schatz anscheinend mit einem anderen Mann. Was sollte sie tun? Sie schaute sich um, aber hier waren so viele Männer um sie. Sie sah den Wald vor laute Bäumen nicht mehr. Wo war er nur? Sollte sie losbrüllen? Gab er sich dann zu erkennen? Eines allerdings fiel ihr auf, es war jeder Mann augenscheinlich “normal”. Einige mehr, andere weniger attraktiv, aber keiner der jetzt ein “Eyecatcher” wäre. Es fanden sich hier so ziemlich nur Durchschnitts Typen…
Sie fing an in Panik zu verfallen…
Sie wollte ihn doch so gerne und hatte Angst das er raus ging und weg wäre, wahrscheinlich für immer.
Ihr liefen die Tränen runter, sie hörte ihn nicht mehr, als die meisten Menschen ausstiegen und setzte sich dann auf die Sitze. An der vorletzten Haltestelle, sie war in Tränen ausgebrochen, hörte sie jemanden sagen: “Hier müssen wir aussteigen oder Allan?” Sie überlegte, stellte fest, dass die U-Bahn hielt, die Türen offen war und jemand erzählte Allan müsste aussteigen. Panisch drehte sie sich um, die Tür war noch offen und im letzten Augenblick schaffte sie es noch raus. Er stieg hier aus…
Sie inspizierte jeden Mann. Hier waren ca. 30 Männer… Sie schaute sie schnell durch, aber hier war keiner der nach ihm aussah.
Vergeblich schaute sie sich hier um. Er war weg, sie war so traurig…
Sie rannte einem Mann hinterher, den sie weder kannte noch wusste wie er aussah und doch wollte sie ihn…
Eines war ihr jetzt aber klar, er sah völlig normal aus… Es war ein normaler Mann ohne gravierendes Manko, aber warum sagte er, sie würde ihn nicht wollen wären sie sich draußen begegnet?
Das Aussehen fiel also flach, definitiv. Er war also kein Alien oder entstellt oder irgendwas…
Sie konnte es kaum erwarten bis es Abend wurde, doch er rief sie schon um sieben Uhr Abends an.
Sie fing an ihm zu erzählen ihn heute getroffen zu haben.

“… Allan warum? Ich bin fast verrückt geworden, bitte Allan. Ich weiß das du da warst, warum hast du mich nicht angesprochen?..” Holly fing zu weinen an, er war so ein grausamer Sadist.
“Du hast mich gehört, aber nicht gesehen? Also lag ich richtig mit meiner Vermutung, du siehst mich draußen nicht und wenn würdest du mich nicht wollen.” Holly wurde wütend, der Typ machte sie fertig. Er gab ihr noch nicht mal die Chance ihm zu beweisen das sie ihn unter allen Umständen wollte.
“Holly, ich gehe in zwei Tagen beruflich weg. Ich bin morgen im Stadtpark, wenn du mich da findest und ich werde da sein, bleiben wir zusammen. Ansonsten werde ich für ein halbes Jahre weggehen.” Hollys Herz bekam einen Stich, der Typ war so gemein. Gemeiner als ihr Vater und ihre Schwester zusammen. Sie liebte ihn und er würde sie verlassen, redete ihr auch noch ein, dass es ihre Schuld wäre.
Sie weinte nach diesem Telefongespräch die ganze Zeit, dachte nach… Was hatte er nur?
Was gab ihm die Annahme, Holly würde ihn nicht wollen, wäre sie ihm bei Tageslicht begegnet? Was gab ihm die Annahme sie wollte ihn nicht?
Sie dachte nach und dachte nach, aber sie kam nicht drauf. Auch als sie am Stadtpark ankam, wusste sie immer noch nicht was los war…
Jeden Mann der an ihr vorbei ging entschloss sie sich diesen anzusprechen, doch er war nicht dabei. Wer war er nur?

Sie landete nach zwei vergeblichen Stunden, an einem Entensee, setzte sich auf die Bank. Sie blickte jeden Mann der vorbei ging genau an. Er war hier nicht… Sie hatte endgültig die Schnauze voll von Männern.
Sie sah einen kleinen Jungen und seine Mama die ein paar Enten fütterten. Der kleine Junge brachte sie dann auf die Lösung was mit ihm sein könnte und wer er sein könnte.
Er machte seine Mutter auf den Hund aufmerksam, der auf der anderen Seite des Sees war, dass er sehr schön aussähe. Die Mutter des kleinen Jungen antwortete ihm, dass dieser Hund nicht nur toll aussehe sondern auch noch sehr klug sei, da es sich um einen Blindenhund handeln würde.
Holly fiel in dem Moment ein Brett vorm Kopf, war Allan blind? Das würde alles passen, er traf sich mit ihr in einem dunklen Raum, kannte sich besser aus als jeder andere, machte wahnsinnige Anstalten sich zu zeigen und war wahrscheinlich der Einzige, der an ihrem peinlichsten Tag in ihrem Leben nicht lachte, weil er das ganze wahrscheinlich nicht sehen konnte. Sie schaute sich den Hund und den Besitzer an. Er war groß, trug eine Sonnenbrille hatte braune Haare, schöne Gesichtsform und lächelte seinen Hund an.
Dieses Lächeln… Sie sah es zwar vorher nicht, aber es war seines. Dieser Mann, war wirklich Allan. Es war er…
FĂĽr sie gab es keinen Zweifel mehr und sie sprang direkt ĂĽber den Zaun, rein ins Wasser, vorbei an den aufgescheuchten Enten und sonstiges Wassergetier auf den direkten Weg zu ihm.
Wäre sie außen rum gerannt hätte er abhauen können. Wahrscheinlich würde sie nach dieser Aktion wieder in der Anstalt landen, doch sie musste zu ihm hin, mit ihm reden. Als sie am anderen Ufer ende ankam, stieg sie schwer atmend raus. Sie war außer Puste. Der Hund schaute sie fragend an. Holly ging auf den Mann zu, umarmte ihn und gab ihm einen Kuss, es war wirklich er. Er brauchte nichts sagen, aber seine Lippen, waren die gleichen. Ebenso die Größe sowie sein Parfüm.
“Allan, bitte bleib bei mir. Ich liebe dich…” Der Mann legte seine Arme um sie und gab ihr einen Kuss.
“Du hast mich doch gefunden und willst bei mir bleiben?” Fragte er sie leise.
“Ja klar, du Idiot. Egal was ist, ich bleibe bei dir… Willst du mich?” Er streichelte sie übers Gesicht. “Für immer,” sagte er leise zu ihr.


Version vom 21. 11. 2008 23:31

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