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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine Adventgeschichte
Eingestellt am 13. 11. 2011 17:20


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Storywriter
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Eine kleine Adventgeschichte von Christoph!

Viele viele Kilometer weit weg von uns gibt es ein Dorf in dem die Uhren noch etwas anders gehen. Fast erweckt es den Eindruck als w├Ąre die Zeit dort vor hundert Jahren stehen geblieben. Die Leute dort leben von dem was sie auf ihren Feldern anbauen oder von den Tieren die sie im Stall und auf der Wiese halten. Der technische Fortschritt ist an dieser Gemeinschaft vorbeigegangen ohne gro├čartige Spuren zu hinterlassen was das Leben dort f├╝r alle viel einfacher macht als hierzulande. Zumindest f├╝r die meisten, denn wie ├╝berall gibt es auch hier Menschen denen das Schicksal nicht so gn├Ądig war aber durch den Zusammenhalt hier m├╝ssen auch diese Menschen keine Angst haben. Sie haben nicht viel aber ein gro├čes Herz.
Eines Tages r├╝ckte der Winter ins Land und es wurde bitter kalt, der Schnee bedeckte das Dorf und seine Umgebung und Weihnachten stand vor der T├╝r. ├ťberall wurden Kekse gebacken, H├Ąuser dekoriert und die Kinder des Dorfes schrieben Briefe an das Christkind und freuten sich auf Heilig Abend.
Auch die Tiere des Waldes stellten sich auf den Winter ein. Die Eltern sammelten Futter und die Kleinen tollten im Schnee herum. Nur der kleine Fuchs Sammy nicht. Er l├╝mmelte faul im warmen Bau herum und wartete dass seine Mutter mit etwas essbaren zur├╝ckkommt. Aber sie kam nicht und so machte er sich auf den Weg um seine Mutter zu suchen. Er irrte voll von Angst im Wald umher, fragte die anderen Tiere die ihm ├╝ber den Weg liefen aber keiner hatte seine Mami gesehen. Bald verlor er die Orientierung und finster wurde es auch schon und so beschloss er den Wald zu verlassen um heimlich im Dorf nach etwas Essbaren zu suchen. Er lief wie vom Teufel geritten voller Hunger ├╝bers Feld in Richtung Dorf aber als er ├╝ber einen Stacheldraht springen wollte, brach er in der Schneedecke ein und blieb mit der Hinterpfote im Draht h├Ąngen. Er hatte f├╝rchterliche Schmerzen und es blutete arg aber keiner war da um ihm zu helfen und so wurde es Nacht und immer k├Ąlter. Er ├╝berlegte und dachte sich wenn er zu heulen beginnen w├╝rde, wird ihn seine Mutter vielleicht h├Âren und ihn befreien aber anstatt dessen kam ein kleiner Junge dahergelaufen der gerade mit seinen Freunden in einem Stall Weihnachtsgeschichten gelesen hatte. Der kleine Sammy hatte Todesangst vor dem Menschenkind aber er konnte nicht weg. Der Junge befreite den kleinen Fuchs und brachte ihn in den Stall in dem er vorher mit seinen Freunden war. Er versorgte ihn mit warmem Wasser und einen Verband und baute ihm ein Bett aus Stroh und einer alten Reiterdecke. Sammy traute seinen Augen nicht als der Junge dann noch mit Essensresten aus der K├╝che seiner Mutter kam und ihn f├╝tterte. Von so viel Behutsamkeit ├╝berw├Ąltigt schlief Sammy ein ohne es zu merken.
Am n├Ąchsten Morgen weckte ihn der Junge und brachte ihm wieder zu Essen und er bat Sammy sich leise zu verhalten um keine Aufmerksamkeit bei den Erwachsenen des Dorfes zu erregen. Wer wei├č was sie mit Sammy sonst gemacht h├Ątten. Als Sammy wieder ein wenig gehen konnte beschloss er den Hof zu erkunden aber damit richtete er ein kleines Chaos an, denn als ihn die H├╝hner sahen, schrieen sie wie wild und flatterten im Stall herum als w├Ąre der Teufel hinter ihnen her. Auch die Enten und G├Ąnse waren wenig erfreut ├╝ber den Besuch was Sammy gar nicht verstehen konnte. Nur die K├╝he und Pferde fanden die Abwechslung lustig und beobachteten das treiben. Bis ihm die Leitkuh schlie├člich erkl├Ąrte warum die Tiere so reagierten und dass er eigentlich ein Feindbild darstellt. Sammy verstand das und zog sich wieder in sein ÔÇ×BettÔÇť zur├╝ck.
Doch die Aufregung blieb nicht ohne Folgen und so kam es dass die Erwachsenen in den Stall kamen um nachzusehen und den Fuchs entdeckten. Sie stellten den Jungen zur Rede und er erz├Ąhlte ihnen vom Geschehenen und von der Verletzung und da Weihnachten ja ein Fest der Liebe sein soll durfte er dank dem Jungen bleiben, was er ziemlich gut fand da in der Zwischenzeit schwere Schneest├╝rme aufgezogen sind und er ohnehin nicht nach Hause gefunden h├Ątte.
An Heilig Abend h├Ârte er wie die Menschen Weihnachtslieder sangen und es roch ├╝berall nach B├Ąckerei. Sammy vermisste seine Mutter und er war sehr traurig und einsam, doch pl├Âtzlich ging die Stallt├╝re auf und der Junge kam mit seiner Schwester herein. Sie schnappten Sammy und nahmen ihn mit ins Haus. Ich glaube die anderen Tiere waren in diesem Moment ein wenig neidisch. Er bekam zu Essen wurde von allen bewundert und gestreichelt und letztendlich kam auch noch das M├Ądchen und ├╝berreichte ihm ein kleines P├Ąckchen. Der Junge packte es f├╝r Sammy aus und es kam ein selbst gestrickter kleiner brauner Pullover f├╝r Sammy zum Vorschein. Der Junge zog ihm Sammy ├╝ber, der sich sichtlich freute ├╝ber das w├Ąrmende Geschenk und sich vor Freude auf dem Boden rollte.
Nachdem die Kinder mit Sammy noch einige Zeit gespielt hatten, brachten sie ihn wieder in sein Bett und zufrieden schlief er ein.
Am n├Ąchsten Morgen als er aufwachte sa├č der Junge neben ihm. Er nahm ihn mit auf den Hof um ihm etwas zu zeigen. Am Waldesrand sa├č eine Fuchsdame die den Hof beobachtete. Sammy wusste sofort dass das seine Mami war. Sie war gekommen um ihn zu holen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lief er seiner Mami entgegen die schon ungeduldig auf ihn wartete. Der Junge winkte noch eine Weile hinterher und rief dass er jederzeit wiederkommen k├Ânne wenn er wollte. Die Tiere des Waldes die den Kleinen beobachteten, hatten seiner verzweifelten Mami erz├Ąhlt wo er zu finden sei und so kehrten sie in ihren gem├╝tlichen warmen Bau zur├╝ck. Sp├Ąter erfuhr Sammy, dass seine Mutter bei der Futtersuche auch von einem Schneesturm ├╝berrascht wurde und so nicht sofort zu ihm zur├╝ckkehren konnte.
Sammy hatte in diesen Tagen zwei wichtige Sachen gelernt. Zum einen wird er nie wieder ohne Erlaubnis den Bau verlassen und zum anderen wusste er jetzt dass er vor den Menschen im Dorf keine Angst haben m├╝sse. Trotzdem wird er sich das Treiben dort auch in Zukunft lieber von weitem anschauen um nicht wieder ein solches Weihnachtschaos zu verursachen!

__________________
Christoph

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