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Leselupe.de > Ungereimtes
Eine Bank, ein Döner und Wir
Eingestellt am 15. 04. 2005 01:35


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Alpha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2004

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Daran erinnere ich mich nicht,
du warst auf einmal einfach da,
neigtest deinen Kopf und blinzeltest mich an.
'Symphatie auf der ersten Blick'
würde ein Träumer es vielleicht nennen.

Der erste Krumen war - wie ein erster Kuss
noch ein wenig unförmig, bis ich verstand,
das Brot dir mundgerecht zu zupfen.
Ich sah dir gleich an, dass es besser war.
Deine Augen leuchteten, das Gefieder war klar

... erst da erkannte ich deine missliche Lage.
Links; der äußere Zeh war verstummelt,
der mittlere merkwürdig verbogen, irgendwie,
und rechts fehlte einer sogar ganz.
Da erst bemerkte ich deinen schiefen,
verdrehten Gang. Ach!
Nun mag ich doch ein Träumer sein!

Es kam eine Zweite daher. Schlanker, dunkel,
gesund. Eigentlich sah sie auch netter aus
als du, aber sie kam eben einfach zu spät.

Deine Reaktion schmeichelte mir;
wie du die Luftpolster zwischen deine Federn sogst,
um dich größer zu machen, wie du auf die andere
zu gingst und dabei ein festes, bestimmtes Gurren
aus deiner Kehle drang, wie du sie verjagtest.
Selten hat jemand so rührend für mich gegurrt.

Von da an teilte ich das Brot uns ungleich,
bis meine Hände leer waren und du wortlos stadtabwärts gingst.
Das bisschen Dönerbrot war es mir wert gewesen.
Und obgleich, wo ich gehe, stehe, sitze ...
ich warte auf eine Taube mit Krüppelfüßen.
__________________
"Widme dich dem Klang meiner Kehle, wenn sie bricht; Es soll das letzte sein, was ich zu sagen habe" aus Wolf

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