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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Eine Betrogene
Eingestellt am 06. 01. 2011 11:00


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Arno Abendschön
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Unterwegs dachte er an ein Etablissement in Chicago, auch ein Stimmungslokal, eine Fress-, Tanz- und Bumshöhle auf verschiedenen Ebenen. Gleich hinter dem Entree erfolgte die Speisenausgabe in einem Raum so groß wie der Eingang eines Vorstadtkinos. Üppige Steaks, dicke Weißbrotscheiben, geröstet und mit Butter bestrichen, etwas GrĂŒnzeug, um den Prozess der Verdauung zu fördern, viel Cola natĂŒrlich – alles rasch aufs Tablett gepackt und bezahlt, keine Zeit verlieren, und dann ging’s die kleine Treppe hinauf in den Saal, wo man die nahrhaften, die SĂ€fte anregenden Dinge auf roten Plastiksesseln und vor weißen Kunststofftischen sitzend hinunterschlang und die Blicke gleichzeitig schweifen ließ. Dieses erste BedĂŒrfnis war fast befriedigt, das nĂ€chste sollte nicht warten mĂŒssen. Und wenn prompt der noch unbekannte Galan in seiner Samstagabendpracht herĂŒberkam, deodorierte sich die dunkle Schöne ungeniert gegen den Bratendunst und entschwand sogleich an seiner Seite, Knochen und sonstige Speisereste hinter sich lassend, in den ziemlich dustren, gerĂ€umigen Hintergrund. Dort konnte zu sinnlich anregender Musik getanzt werden, was hier bedeutete: gesundes, zuckendes Fleisch zur Schau stellen, dessen Bereitwilligkeit rhythmisch vorfĂŒhren. Man bekam immer schnell ein Taxi oder ging gleich in den Waschraum. Es wurde einem dort unverblĂŒmt vorgefĂŒhrt, wie eng Essen und Vögeln zusammenhĂ€ngen. Die Umwandlung der Stoffe kommt, wie man sah, auch ganz ohne Verzierung aus.

Man mĂŒsste es sich noch einmal ansehen können. Aber deswegen nach Chicago fliegen? Er ging in den großen Schnitzelpalast mit der ĂŒberdachten, verglasten Veranda. Abgesehen von der Aussicht gab es hier wenig zu genießen, indessen auch wenig zu bemĂ€ngeln. Die Standardgerichte der rheinischen Massenverpflegung kamen durchgehend und prompt auf den Tisch, der offenbar möglichst oft neu besetzt werden sollte. Aus RĂŒcksicht auf die ökonomischen Interessen des Betriebs hatte er sich unaufgefordert an einem kleinen Tisch vor der RĂŒckwand placiert. Jenseits des breiten Mittelgangs war noch eine Viererkoje mit Moselblick zu bekommen.

Heute spielt sich natĂŒrlich nicht mehr alles bloß unter zweihundert Leuten ab, es dĂŒrfen jetzt schon zweitausend sein. Auch dann ist es noch kein Riesenzufall, wenn man beim Abendessen zwei von denen wiedererkennt, die einem am Vortag auf Straßen der kleinen Stadt begegnet sind. Er erfasste bald, dass es da drĂŒben am Vierertisch nun Ă  la Locarno zuging. Wenn er es nacherzĂ€hlen sollte, wĂŒrden die drei zuletzt eingetroffenen GĂ€ste zweckmĂ€ĂŸigerweise Namen bekommen. Und er nannte sie Ajax, Rico und Eva.

Ajax breiter RĂŒcken forderte immer noch auf: Follow me! Wenn das T-Shirt mit diesem Aufdruck seit gestern nicht gewechselt war, war der Geruch seines Körpers, sich im Baumwollstoff anreichernd, jetzt wie ein Befehl. Entsprechend dominant saß er da, mit auswĂ€rts gestellten FĂŒĂŸen, mitten auf seiner Zweierbank. Manfred sah sein Profil samt dem kolossalen Nacken schrĂ€g von hinten. Zum GlĂŒck war die Achse der Tische zueinander verschoben wie bald auch die VerhĂ€ltnisse drĂŒben. Rico, gestern wie auf einer Flucht durch die Gassen der Altstadt, bewies im Folgenden Beharrlichkeit. Eva, die am Fenster saß, eine klassisch ernsthafte BrĂŒnette wie von Feuerbach, konnte auch seine Schwester sein, wahrscheinlicher war sie seine „Braut“.





À la Locarno muss noch erklĂ€rt werden. Vor Jahren war er dort einmal mit einem Schweizer Psychologen essen gegangen, und im Restaurant wies ihn der auf ein Naturschauspiel seltener Art hin: wie ein blutjunger Mann die junge Frau an seiner Seite vollkommen vergaß und sich vom Geschlechtsgenossen gegenĂŒber fesseln ließ. Es fehlte nicht viel und er hĂ€tte ihn quer ĂŒber den Tisch umhalst. WĂ€hrend er so nahe an einen kleinen Skandal geriet, ging der Frau an seiner Seite jedes VerstĂ€ndnis fĂŒr die Szene ab. Sie bemĂŒhte sich weiterhin um ein ruhiges TischgesprĂ€ch zu dritt!

Das Trio hier gab jetzt eine Ă€hnliche Pantomime fĂŒr ihn. Er saß einige Meter entfernt und RestaurantgerĂ€usche und Musik ĂŒberdeckten, was sie sich zu sagen hatten. Ihr GesprĂ€ch, zu Beginn gleich unterbrochen vom Studium der Speisekarte und der Bestellung, war anfangs nicht sehr lebhaft. Wie die beiden, Eva und Rico, Ajax dabei ansahen, taxierend, abwartend, es verriet, dass ihre Bekanntschaft mit ihm noch nicht lange dauern konnte. Sie warteten mit jener gewissen Befangenheit, dass Ajax sich Ă€ußere, dass er die Richtung vorgebe. WĂ€hrend Eva sich bald eine Zigarette anzĂŒndete und sich dann zurĂŒcklehnte, schien Rico ihrem GegenĂŒber kurze Fragen zu stellen und wartete dann jeweils mit nervöser Gespanntheit auf die Antwort.

Ajax war sparsam mit Worten und spielte den Vorteil seiner machtvollen Physis aus. Mit verschiedenen Gesten unterstrich er die Bedeutung, das Gewicht seines Körpers. Er dehnte, halb zurĂŒckgelehnt, den Brustkorb, ließ die Kugeln seiner Schultergelenke rollen, und die linke Hand vollfĂŒhrte bei abgespreiztem Daumen eine Art von gravitĂ€tischem Tanz auf dem massigen Oberschenkel. Manfred sah nur die Linke, was die Rechte tat, blieb ihm verborgen. Rico sah in seinem einfarbigen dunkelblauen Hemd sehr jung aus. Eva blies den Rauch wiederholt von sich weg, zur Fensterscheibe hin, wo er schon dichter wurde. Sie schaute auf Rico, nachdenklich, in einer Mischung aus Sympathie und ihr selbst vielleicht kaum bewusster Besorgnis. Vermutlich hatte sie ihn gewĂ€hlt, nicht umgekehrt. Rico war schon lebhafter geworden und sprach jetzt von ihnen am meisten und ausschließlich an Ajax gewandt. Sein lĂ€nglich-ovales Gesicht unter dem dichten braunen Haar zeigte einen zarten Rosaton. Die Linie des Kinns verlief streng horizontal, ein abrupter, fast brutaler Abschluss eines sonst sanften Gesichtes.

Sie mussten ein ergiebiges Thema gefunden haben, der Faden des GesprĂ€ches riss nicht mehr ab. Rico beherrschte es, er aß nur nebenbei und gestikulierte nun auch mit Messer und Gabel zu Ajax hinĂŒber. Auch Eva wandte sich wiederholt an ihn, doch viel ruhiger im Ausdruck. Ihre Miene schien zu besagen: ErklĂ€re es mir mal genauer, ich bin noch nicht ganz ĂŒberzeugt. Ajax gab nur wenig zur Antwort, ein amĂŒsierter Klotz, der abwarten konnte. Ricos Gesicht bekam rote Flecken. Sie hatten ihre jeweilige Rolle gefunden und behielten sie bis zum Ende der Mahlzeit bei. Rico produzierte sich fĂŒr Ajax, der es sich geschmeichelt gefallen ließ, und Eva blieb bei ihrem nĂŒchternen Debattenstil. Sie insistierte, auf AufklĂ€rung bestehend, wahrscheinlich ohne sie tatsĂ€chlich zu wĂŒnschen. Rico zahlte fĂŒr sie beide, Ajax fĂŒr sich selbst.

Wenn sie die Richtung auf die andere Flussseite hin einschlagen sollten, konnte er sich anschließen; sie lag auf seinem Heimweg. Das taten sie und er folgte ihnen. Es war ein lauer SpĂ€tsommerabend, eine Stunde vor Sonnenuntergang.

Ricos körperliche VorzĂŒge wurden auf der BrĂŒcke von allen Seiten sichtbar. Seine rĂŒckwĂ€rtige Frontlinie verlief so erregend, dass auch Eva nicht darĂŒber hinweggesehen haben konnte. Er trug die gleiche enge schwarze Lederhose wie gestern und stiefelte jetzt hinĂŒber nach Cond, Eva den Vortritt lassend, sich im GesprĂ€ch mit Ajax, der hinter ihm ging, dauernd umdrehend. So wichen sie auf dem schmalen Gehweg Entgegenkommenden aus. Diese Art Prozession wurde Rico lĂ€stig, er betrat die Fahrbahn und ging neben Ajax her, der ihn, obwohl nicht grĂ¶ĂŸer, nun einen Kopf ĂŒberragte. Das verschaffte Rico das zusĂ€tzliche VergnĂŒgen, zu ihm aufblicken zu können. Sie lĂ€chelten einander zu. Rico achtete nicht auf den Verkehr, bis Ajax ihn – ein Wagen fuhr gerade auf Rico zu – an der Schulter packte und in ihre vorige Reihe zurĂŒckzwang.

DrĂŒben in der Vorstadt bogen sie in eine lange Seitenstraße ein, jetzt zu dritt nebeneinander. Rico ergriff Evas Hand. Da er Ajax gleichzeitig nicht aus den Augen ließ, konnte man darin die Vorbereitung eines Verrates sehen. Endlich standen sie vor einer einfachen Pension und berieten sich neben zwei dort geparkten MotorrĂ€dern. Ajax kam nicht mit hinauf, doch fuhr er auch nicht sogleich fort. Er schien sich sehr langsam auf einen bevorstehenden Aufbruch vorzubereiten.

Als ihr Beobachter das Ende der Straße erreichte, kehrte er um und ging langsam zurĂŒck. Richtig, Rico war wieder auf dem Parkplatz, jetzt mit Jacke und Helm, bereit zum Aufsteigen. Ajax startete seine eigene Maschine, und in den LĂ€rm hinein rief Eva recht laut vom Zimmerbalkon herunter: „Riskiert nichts!“

Beide fuhren rasch davon, dem Anschein nach flussaufwÀrts aus der Stadt hinaus. Allerdings konnten ihre Maschinen wenig spÀter bei den letzten HÀusern abgestellt gesehen werden. Hier begann ein Kreuzweg durch die Weinberge zum Wald hinauf. Seine Leidens- in Freudenstationen umzuwandeln, sie konnten es kaum erwarten. Er hatte schon zu viel gesehen.

Und die Betrogene unten? Wenn sie ihre ĂŒbrigen Sinne nicht zu gebrauchen versteht - nimmt sie spĂ€ter am Abend an Rico nicht einmal den Geruch des anderen wahr?


Version vom 06. 01. 2011 11:00
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Ofterdingen
Routinierter Autor
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Hallo Arno Abendschön,

Eigentlicher Protagonist des Textes ist nicht "die Betrogene", wie die Überschrift suggeriert, sondern der Spanner - ich nenne ihn einfach mal so - Manfred. Das ist nicht abwertend gemeint; Spanner sind wir im Grunde alle, die wir schreibend ein StĂŒck Welt einzufangen versuchen, nur wird in diesem Romanausschnitt das einsame, gierige Betrachten und Verfolgen der Beute zum zentralen Thema gemacht. AuffĂ€llig ist dabei das distanzierte, teilweise verĂ€chtliche Herabsehen auf die weiblichen Figuren, von denen sich beispielsweise eine "deodoriert", um beim Sex nicht so zu stinken, die andere so dumm und/oder unsensibel ist, dass sie nichts von dem begreift, was sich um sie herum abspielt. Sehr viel positiver und lebhafter ist das Interesse des Spanners fĂŒr die mĂ€nnlichen Figuren und das, was sich zwischen ihnen abspielt.

In Rot habe ich im Folgenden die Passage hervorgehoben, die ich fĂŒr eine der markantesten des Textes halte. Ich meine, du könntest sie noch mehr zuspitzen, das Paradoxe und meinetwegen auch das Komische der Beobachter- und Beobachteten-Position prĂ€gnanter herausarbeiten.

"Noch ergiebiger als bloß andere zu beobachten, ist es, anderen zuzusehen, die selbst interessante Objekte ins Auge fassen. Der einfache Beobachter fĂŒhlt sich zunĂ€chst immer als Herr der Lage und lĂ€sst Vorsicht nur gegenĂŒber den von ihm Observierten walten. Muss er feststellen, dass er dabei selbst von dritter Seite aus unter Beobachtung steht und mehr von sich preisgibt als er in Erfahrung bringt, fĂŒhlt er sich betrogen und reagiert Ă€rgerlich. Das ist besonders dann der Fall, wenn er vermuten muss, dass jene perfide Gegenspionage die gleichen Interessen verfolgt wie er selbst, was er impulsiv verurteilt und, wie er unmittelbar danach fĂŒhlt, sich selbst damit auch. "

Der Wechsel der ErzÀhlperspektive am Ende ist m.E. nicht gelungen. Vielleicht fÀllt dir da noch eine bessere Lösung ein:
"Beide fuhren rasch davon, dem Anschein nach flussaufwÀrts aus der Stadt hinaus. Allerdings konnten ihre Maschinen wenig spÀter bei den letzten HÀusern abgestellt gesehen werden. Hier begann ein Kreuzweg durch die Weinberge zum Wald hinauf. Seine Leidens- in Freudenstationen umzuwandeln, sie konnten es kaum erwarten. Er hatte schon zu viel gesehen.
Und die Betrogene unten? Wenn sie ihre ĂŒbrigen Sinne nicht zu gebrauchen verstand: Nahm sie spĂ€ter am Abend an Rico nicht einmal den Geruch des anderen wahr?"

Gruß,

Ofterdingen
__________________
Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug. J. P. Sartre

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Arno Abendschön
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Danke, Ofterdingen ...

Danke, Ofterdingen, fĂŒr die aufgewandte MĂŒhe. Deine Schlussfolgerungen kann ich zum grĂ¶ĂŸeren Teil akzeptieren. ZunĂ€chst schon danke fĂŒr das fehlende "als" (blau). Ja, auch das ist richtig: Es geht im Text primĂ€r um Voyeurismus. Die "Betrogene" ist innerhalb des Romanzusammenhangs nur eine unbedeutende Nebenfigur. Manfred dagegen absolviert eine Reise, auf der er einen verschwundenen Verwandten sucht. Schon deshalb hĂ€lt er stĂ€ndig die Augen weit offen. DarĂŒber hinaus steht er vor schwerwiegenden Entscheidungen bezĂŒglich Arbeitsplatz und Wohnort. Die hier eingeblendete Szene ist nur eine aus einer Reihe von desillusionierenden. Die beobachteten Personen fĂŒhren also stellvertretend etwas auf, das bei M., der eine Art Midlife-Crisis durchmacht, zu abschließender Entsagung fĂŒhrt.

Dass Absatz 2 in seinem Kern nicht genĂŒgend ausgearbeitet erscheint, kann ich nachvollziehen. M. bezieht sich hier auf eine Szene, die dem Leser des Romans vorher schon prĂ€sentiert wurde. Dieser nachteilige Effekt ist gelegentlich nicht zu vermeiden, wenn man AuszĂŒge aus grĂ¶ĂŸeren Werken isoliert.

Dass M. Frauen distanziert betrachtet, liegt in der Natur der Sache, er ist ja schwul. Aber sieht er wirklich "verĂ€chtlich" auf sie herab? Hoffentlich nicht. Mit dem Deo vertreibt die eine doch gerade die EssensgerĂŒche und stellt so ihren ursprĂŒnglichen Reiz wieder her. Eva ist jetzt tatsĂ€chlich mit Blindheit geschlagen, doch löst sie auch die Assoziation mit den bekanntlich schönen FrauenportrĂ€ts von Feuerbach aus. Und M. scheint hinter der MoselbrĂŒcke so etwas wie SolidaritĂ€t mit ihr zu empfinden, wenn er in Gedanken Rico "Verrat" vorwirft. (Ich nehme deinen Eindruck, Ofterdingen, dennoch ernst. Er ist zumindest ein Fingerzeig, dass eine vom Autor beabsichtigte Wirkung sich nicht zwangslĂ€ufig einstellen muss.)

Über den monierten Wechsel der ErzĂ€hlperspektive muss ich noch nachdenken.

Gruß
Arno Abendschön

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