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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Eine Familie in Manafgat Teil 1
Eingestellt am 13. 10. 2004 13:35


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hepejoly
Nennt-sich-Schriftsteller
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T├╝rkei 2003- All Inclusive ab Mai.

Am Anfang
Es waren eine Menge W├╝nsche und Versprechungen. Es gab eine Familie mit 2 Kindern, 2 Wochen Fr├╝hjahrsferien Anfang M├Ąrz, der Wunsch auf Erholung und das Internet. Und wie es so kommen musste, es f├╝gte sich alles zusammen. Die Familie suchte die Erholung und durchst├Âberte das Internet auf der Suche nach ein wenig Sonne und Entspannung. Warm sollte dort sein, All Inclusive w├Ąhre nicht schlecht, Strand ein absolutes Muss und die Kinder sollten, wenn es denn geht, auch noch gleich bespa├čt werden. Ein Cluburlaub im S├╝den. Ok, hier: Speziell f├╝r Rockefeller und Freunde oder dort f├╝r Bill Gates und ├Ąhnlich finanziell strukturierte. Also kein Cluburlaub. ├ägypten ??! Ausgebucht. Alles weg. Spanien ? Nicht schon wieder. Erst erscheint es preiswert und dann braucht man doch die Gebr├╝der Albrecht als B├╝rgen. T├╝rkei ? T├╝rkei ! Riviera, Sonne, Warm, All inclusive, Bezahlbar und auch noch verf├╝gbar. Also schnell gebucht. Sieht aber auch wirklich klasse aus im Internet und auch in den dann flugs bestellten Unterlagen. ÔÇ× Erleben Sie einen Traumurlaub in sonniger Atmosph├Ąre, dank All Inclusive k├Ânnen Sie in der Zeit zwischen 08:00 und 24:00 Uhr soviel Essen und Trinken wie Sie wollen. 2 gro├čz├╝gige Poolanlagen mit Bars, Grillpl├Ątzen und direktem Zugang zum Strand. Die Kinder finden im Miniclub ausreichende Abwechslung und somit haben auch die Eltern die ausreichende Gelegenheit, sich vom Alltag zu Erholen. Sie suchen Animation: Unser Team steht Ihnen auf der hoteleigenen Reitanlage, den Tennispl├Ątzen, dem Squashcourt, im Fitnesscenter und auf dem Fu├čballplatz zur Verf├╝gung. Basketball, Tischtennis, Aerobic, Dartwerfen und und und ...ÔÇť Das musste es sein. Der Fr├╝hbucherrabatt macht es auch noch ein bisschen preiswerter und die Vorfreude dauert noch l├Ąnger an.

V├Ąterliche Vorgaben
Es sollte dann langsam auch losgehen. Aber vorher war da noch eine kleine Frage zu kl├Ąren : Die Amerikaner und Engl├Ąnder wollen sich partout mit dem Nachbarn der T├╝rkei rumpr├╝geln und dazu wollen die dann auch noch in die T├╝rkei rein, damit Saddam nicht durch die Hintert├╝r entweichen kann. Hat Papa Bush dem m├Ąchtigsten Mann der Welt gesagt. Und somit : Fahren wir oder fahren wir nicht? Alle raten einem ab, der Freund mit Beruf Kinderarzt deutete schon mal an, dass eine Mittelohrentz├╝ndung sehr schnell auftreten kann und man damit unm├Âglich fliegen kann. Aber die Versprechungen und die Erwartungen ├╝berwiegen. Der Kanzler und sein gerade mal nicht joggender Minister (Mensch, du bist mein Vorbild) tun alles, damit wir doch noch in Ruhe fliegen k├Ânnen. Auf den Internetseiten des Ausw├Ąrtigen Amtes bleibt es bez. T├╝rkei und Irak ruhig und somit kann es dann endlich losgehen.

Flughafensocken
Der Abflugtag wird insbesondere f├╝r unseren Junior zum Ereignis, da er auch noch Geburtstag hat. Auf dem Flughafen angekommen verweist die j├╝ngste darauf, dass wir endlich da sind. Woran sie denn das erkenne, wir k├Ânnen doch noch keine Flugzeuge sehen? Flughafensocken. Da vorne im Wind sind die rotwei├čen Flughafensocken. Und da wo die sind, da sind die Flugzeuge. Es dauerte ne ganze Weile, bis es in den urlaubsreifen K├Âpfen der Eltern d├Ąmmerte: Die Windhosen.
Die Gro├čeltern kommen zur Verabschiedung noch schnell auf den Flughafen (Hannover ist Hamburg immer noch vorzuziehen) und wir wissen, das wird ein toller Urlaub. Der Abflug zu sp├Ąter Stunde wird durch die Zeitverschiebung von einer Stunde noch ein wenig l├Ąnger und somit kommt man noch kurz vor Mitternacht in Antalya an. Der Flughafen kann sich sehen lassen. Nicht schlecht. Schnelles Einreisen, dass Gep├Ąck in Rekordzeit und auch die Suche nach dem passenden Transferbus gibt es nicht. Das f├Ąngt ja richtig gut an. So kann es gerne weitergehen.

Die Busfahrt
Ja, Autofahren in der T├╝rkei ist definitiv schwieriger als in Deutschland. Neben den klassischen Fahrk├╝nsten, die man in der Heimat ben├Âtigt, muss der Fahrer hier noch die optischen und akustischen Signalgeber auf Trab halten, div. andere Fahrzeuge davon ├╝berzeugen, dass er wirklich der gr├Â├čere ist und dann noch nebenbei darauf achten, dass die Fahrzeugunterseite in den mannsgro├čen Schlagl├Âchern nicht noch Bodenkontakt aufbaut. Dann noch zwischendurch die Kassette mit der heimatlichen Musik umdrehen und "Er" darf nicht fehlen : Der Reiseleiter, der die ganze Zeit versucht, das doch ein wenig ├╝berm├╝dete Publikum mit den neuesten Witzen aus der Abteilung Verh├Ąltnis Deutsche und T├╝rken aufzubauen. Nachdem wir feststellten, definitiv die letzen auf der Tour zu sein, lie├čen wir es zu, dass die Kinder dann doch ein wenig die Augen zu machen konnten.

Das Hotel
Das Einchecken im Hotel lief ├Ąhnlich ab wie die Ankunft in der T├╝rkei insgesamt. Blitzschnell, problemlos und freundlich. Wir konnten fix ins Appartement und erstmal die Augen zumachen. Was hatten wir noch gebucht? Apartment mit Annex, somit also mind. 4 Betten und nicht 4 Schlafpl├Ątze. Haben wir aber nicht. Es gibt nur ein Doppelbett, eine Couch und nen Klappsessel. EGAL, ich will schlafen. Kinder ins Doppelbett, Muttern auf die Couch und Vattern geht auf den Sessel.
Das ging genau 2 Stunden gut. Um 4 Uhr hat sich die Sache mit dem Sessel erledigt und ich klettere zu meiner Frau, die genauso wenig schlafen kann, weil das irgendwie nicht passt. Aber nach geraumer Zeit ├╝bermannt es einen und man gibt sich den Tr├Ąumen hin. Der erste Eindruck ist ja doch klasse. Das Meer rauscht im Hintergrund und die Temperaturen sind deutlich h├Âher als bei uns zuhause. Das wird schon. "Tr├Ąume su├č, mein Schatz"

Die ersten Tage
Die Sache mit dem Zimmer wurde schnell geregelt. Zimmer mit Annex gibt es nicht, "is noch nisch fertisch" Die Handwerker sind noch dabei, diese Zimmer herzurichten. Wieso erst noch herrichten, wir sind doch schon da?
Naja, wir bekamen dann doch zumindest ein Zimmer mit einem extra Bett und auch noch in der oberen Etage der flach gehaltenen und weitl├Ąufigen Anlage. Daf├╝r brauchen wir auch nicht mehr auf den Bauzaun zu schauen, der zwischen unserem Haus und dem Strand ("da ganz hinten, hast du ihn gesehen ?? ") steht. Hinter dem Bauzaun dann auch eine Baustelle. Der Miniclub. Ist noch nicht fertig. Ab Mai. Dann ist hier Saison. Diesen Satz sollten wir im Laufe der n├Ąchsten Tage h├Ąufiger h├Âren. Ab Mai. Was machen denn die Kinder, wenn der Miniclub noch nicht fertig ist ? Miniclub ? Ab Mai. Jetzt k├Ânnen die Kinder, wenn es denn genug sind, zwischen 09:30 und 11:30 abgegeben werden, sie werden dann besch├Ąftigt. Das wars dann ja wohl mit der Freizeit f├╝r die Eltern. Denn ausgebucht ist es hier definitiv nicht (Der Irak ist n├Ąher dran, als wir dachten...)

All Inclusive
All Inclusive, die Unabh├Ąngigkeit schlechthin. Ern├Ąhrung wann wir wollen, fl├╝ssiges, so lange einheimisch oder ohne Alkohol auch zwischen 8 und Mitternacht. ├äh, nein. Trinken, ja. Aber nur an einer Bar. Die anderen Bars. Erst ab Mai. Und essen ? Fr├╝hstuck bis 10:00, Mittag zwischen 12:30 und 14:00 Uhr, Abendessen ab 18:30 Uhr. Und um 23:30 Uhr noch mal ein Mitternachtsimbiss. So hatten wir aber nicht geplant. Keine Eiskrem, keine Pommes, keine Pfannkuchen. Und die B├╝ffets sind leider auch erst ab Mai so richtige B├╝ffets, die eine Auszeichnung mit 4 ┬Ż Sternen verdient. Der Vergleich zu einem Jugendherbergsbuffett ist nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht ja ab Mai. Das Personal gibt sich die allergr├Â├čte M├╝he, ist superfreundlich und perfekt insbesondere zu den Kindern, aber es ist definitiv eben nicht All Inclusive. Nur Vollpension mit Erweiterung zum Trinken. Und wenn man nun mal nicht zu den Leuten geh├Ârt, die nat├╝rlich auch hier in der Anlage reichlich vorhanden sind, dann n├╝tzt einem dass auch nichts.

Forsetzung folgt

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