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Leselupe.de > Humor und Satire
Eine Fernbedienunge, der Fernsher, ein verklebtes Taschentuch und Sybille
Eingestellt am 02. 09. 2002 07:05


Autor
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habicht
Junior Mitglied
Wird mal Schriftsteller

Registriert: Oct 2001

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„Was bleibt?
Ich meine, was bleibt von Mann und Frau ├╝brig?
Frauen lieben angeblich Softies! Verflucht.“

Er schaut in den Spiegel.
„Wieso ist dann niemand mit mir zusammen? Ich meine, ich bin intelligent, humorvoll, einf├╝hlsam und ein guter Zuh├Ârer.
Und was bringt es mir?
Ich darf stundenlang zuh├Âren was f├╝r ein Arsch ihr Freund ist, wie mies er mit ihr umgeht; ein richtiger Macho der alten Schule halt; und was ist dann nach dem stundenlangen Zuh├Âren – sie f├Ąhrt nach Hause um mit diesem unglaublich gutaussehenden, sportlichen, durchtrainierten Ekelpaket ins Bett zu h├╝pfen. Mir bleibt meine rechte Hand – und die schmerzt eigentlich schon ziemlich in den Sehnen; au├čerdem kommt es mir so vor, als h├Ątte ER sich bereits an die Form der Hand angepasst. Richtig krumm ist ER.“

Er seufzt, f├Ąhrt sich durch die Haare, denkt an gestern, denkt an Sybille und das verklebte Taschentuch, das in der Fr├╝h noch immer am Boden lag.
Sybille kennt er schon seit klein auf. Sie gingen gemeinsam in den Kindergarten, zur Schule usw. Kumpels – er hasst dieses Wort. „Du bist ein richtiger Freund, mit dir kann ich reden, du verstehst mich“ hat sie gefl├╝stert und war zu Bernd gefahren.
Freund.
Er r├╝mpfte abf├Ąllig die Nase.
Freund, Freund.
Er m├Âchte mal mit ihr ins Bett. M├Âchte all das erleben, von dem Sie ihm erz├Ąhlt. Einmal der Leidenschaft sich hingeben. Was hat er von ihrer Freundschaft? Drei Pfeile durch sein Herz, das Messer nachgestochen - einmal nach rechts, einmal nach links gedreht.
Freunde... kann man denn mit einen Freund schlafen?
Er war allein zur├╝ck geblieben, durch verschiedene Erotikwerbungen gezappt, bis es irgendwann mal gekommen ist.
Leere - als er schlafen ging.
Jetzt?
„Ich meine, gibt es eine Frau, die nicht auf Mel Gibson oder Bruce Willis steht? Wer ist schon Leonardo di Caprio?
Emanzipation?
Bei den Hormonen h├Ârt jegliche Emanzipation auf. Jeder Versuch, den Menschen von den Niederungen der Neandertaler in eine zivilisierte, verst├Ąndnisvolle Welt zu erheben. Sozialstaat hin und her, wenn ein Mann ficken kann, dann fickt er.
Wenn eine Frau f..... kann, dann na ja... auf jeden Fall ergibt sich nicht automatisch das Logischste daraus. Logik – noch so ein Begriff, den man auf Frauen nicht anwenden kann. Jegliche Regel der Logik wird problemlos widerlegt, wenn man sie mit dem Ma├čstab einer Frau misst.
Ich meine, was denkt Sybille was ich mache, wenn sie gegangen ist? Kuchen essen? Meine Mutter anrufen?
Ich meine, da gehen Frauen im Sommer – ich liebe den Sommer, alleine deswegen liebe ich den Sommer – mit weniger als Nichts um den H├╝ften, bauchfrei und braungebrannt an einem vorbei und finden es st├Ârend, dass wir M├Ąnner sie immer so ansehen, als wollten wir sie ausziehen... Ich meine, was ausziehen? DA IST OFT NICHTS MEHR - ZUM AUSZIEHEN!!!“

Ein Whisky! – rettender Gedanke.
Der Weg zur Bar, durchs Wohnzimmer, Kristalll├╝ster, Lederwohnlandschaft, mit einem Glastisch, die Vitrine beleuchtet, bricht sich in den Cognakschnwenker.
Das Glas f├╝llt sich... die Farbe - fast wie Honig. Der Geruch.
„Heute sauf ich mich an“ denkt er sich. „Auf Sybille und Bernd und einen geilen F...“
Er prostet seinem Spiegelbild zu, das Spiegelbild prostet mit einem abf├Ąlligen Blick und einem zynischen L├Ącheln um den Mund zur├╝ck.
„Was empfinden Frauen, wenn sie dem Mann einen blasen und verflucht noch mal, wieso machen sie es, obwohl es ihnen gar nichts gibt? Um Mann leiden zu sehen?
Im Grunde sind M├Ąnner und Frauen wie W├Ârterb├╝cher. Ein Mann kennt das erste und das letzte Wort, Frauen alle W├Ârter dazwischen, deshalb verstehen sich Mann und Frauen auch nie. M├Ąnner k├Ânnen Frauen einfach nicht verstehen. Das ist wie wenn man einem Deutschen einen chinesischen Roman hinlegt und erwartet, er versteht ihn, wo doch schon der erste Strich ein spanisches Dorf mit dutzenden Bahnh├Âfen ist.“

„Tock... tock ...“
Er leert sein Glas mit einem Zug und begl├╝ckw├╝nscht sich. Im Grunde wei├č er, seine rechte Hand ist eigentlich doch zehn mal besser.
Wof├╝r braucht Mann Frau? Wof├╝r braucht ER Frau?
„Tock... tock ....“ Etwas lauter...
„Gl├╝cklich, gl├╝cklich kann Mann mit Frau doch nicht werden! Soll doch Bernd Sybille bumsen, er hat sein Glas, seinen Spiegel, den Fernseher und die Fernbedingung und eine ganze Packung Taschent├╝cher.
Ich sehe zwar Schei├če aus, aber daf├╝r richtig braun.“

„Klick ... klick .... klick... „ dreht sich der Schl├╝ssel im Schloss.
Die T├╝r geht auf.
Sybille – Tr├Ąnen in den Augen.
„Kann... kann ich bei dir schlafen?“
Er nickt stumm....

In der Fr├╝h... kein verklebtes Taschentuch am Boden vor dem Fernseher.
Wenn Mann ficken kann, fickt er und Frau manchmal auch.


__________________
*Nachtflug*

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